Ich lese schon eine Weile passiv mit und habe schon viele wichtige Tipps hier gefunden - danke dafür :)
Kurzvorstellung: Ich habe mit 12 Jahren die Märklin-Anlage meines Urgroßvaters übernehmen dürfen und sie rund 20 Jahre weiterentwickelt. Nach einer rund 10jährigen Pause haben meine Kinder die Anlage entdeckt. Wir haben sie komplett zerlegt und neu aufgebaut und siehe da - sie läuft immer noch.
Nun zu meinem Problem: Bereits vor rund 15 Jahren habe ich begonnen die alten Loks aus den 1960er Jahren digitalisieren zu lassen. Die haben - nach wie vor funktionstüchtig - das Märklin-Mäuseklavier drinnen (super Spitzname übrigens :) ). Als Neueinstieg habe ich mich nach viel Recherche für die ESU-Produkte entschieden und den guten alten Schienenbus auf Hochleistungsmotor und Sounddecoder selber umgestellt. Hinzu kam zudem eine gebrauchte Märklin-Lok mit modernem Decoder (ohne Sound). Alles lief perfekt. Nun haben wir eine weitere gebrauchte Lok mit TAMS ld-w-42 Decoder erworben und hier wird es nun seltsam. Ich konnte die Lok problemlos in der MS2 anlegen und sie lässt sich auch problemlos steuern (normale Fahrt, Kriechgang, Licht).
ABER: Wenn ich mit einer beliebigen anderen Lok fahre, fährt diese Lok einfach mit. Hat irgendwer eine gute Idee, wie ich das lösen kann?
Ich habe irgendwo (hier) gelesen, dass es möglicherweise etwas bringt, wenn ich die Autoerkennung des Analogmodus abdrehe. Das habe ich noch nicht probiert - der Programmiermodus von TAMS ist leider nicht sehr intuitiv.
Herzlichen Dank im Voraus für mögliche Lösungsansätze. lg Walter
Ab Seite 37 Programieren . Nur auf ein paar Stück Gleis . Getrennt von der Anlage . Anlage abschliessen und umklemmen . Lösche die Proplemlok in der MS und die Decoder - Adresse . CV 8 Wert 8 Jetzt probierst die CV
CV 1 auf einen freien Decoderadresse z. Bsp. 15 , denn nach Reset ist Adresse 3 Werkeinstellung . Da mußt du weg . CV 29 Wert 6
Jetzt sollte nur FS 28/128 und analog Erkennung aktiviert sein sowie deine Wunschdresse für deine LOK .
Alexander hat es empfohlen , Lok unter DCC programmieren . MS 2 in DCC Modus bringen . Denn Hinweis hatte ich vergessen .
Nur darfst aber keine andere Lok mit gleicher Adresse programmieren . Die in der MS angelegte Lok kann , sollte , mit DCC oder MM angesprochen werden können .
Ab Seite 37 Programieren . Nur auf ein paar Stück Gleis . Getrennt von der Anlage . Anlage abschliessen und umklemmen . Lösche die Proplemlok in der MS und die Decoder - Adresse . CV 8 Wert 8 Jetzt probierst die CV
CV 1 auf einen freien Decoderadresse z. Bsp. 15 , denn nach Reset ist Adresse 3 Werkeinstellung . Da mußt du weg . CV 29 Wert 6
Jetzt sollte nur FS 28/128 und analog Erkennung aktiviert sein sowie deine Wunschdresse für deine LOK .
Die CV 29 Werte sind Seite 40 .
Das hat nach einigen Versuchen tatsächlich funktioniert. Nun funktioniert alles grundsätzlich wie es soll - Danke!
Das Einstellen der Anfahrts- und Bremsverzögerung ist allerdings sehr unbefriedigend. Ich habe alle Kombinationen ausprobiert - der Einfluss ist sehr überschaubar bis de facto nicht vorhanden (vielleicht bin ich auch einfach zu blöd ) Nun ist das Problem dazugekommen, dass der Decoder alle paar Minuten scheinbar die Einstellungen vergisst und die Lok im Kreis kriechen lässt. Ich werde wohl doch auf ESU umrüsten.
Das grundsätzliche Problem liegt im AC- (genauer: Allstrom-) Motor mit seiner Feldspule.
Die Digital-Decoder können die Spannung am Motor nicht ändern (so wie es im Analog-Betrieb der Trafo bzw. das Fahrgerät tut), sie können sie nur ein- und ausschalten (Pulsbreiten-Modulation = pulse width modulation = PWM). Es gibt also viele kurze Pausen, und in denen läuft ein DC-Motor (mit Permanent-Magnet) als Generator. Die Höhe der erzeugten Spannung steigt mit der Drehzahl, der Decoder kann sie messen, daraus die Drehzahl bestimmen und danach die Pulse verlängern oder verkürzen. Das nennt sich "Regelung", und das ist die Basis für gute Beschleunigungs- und Verzögerungs-Kurven.
Ein Motor mit Feldspule läuft in den Pausen nicht als Generator, darum ist eine solche Regelung nicht möglich. Also ist es sinnlos, in einen Decoder für AC-Motoren eine Regelung einzubauen.
Abhilfe schafft ein Decoder für DC-Motore mit Regelung. Der Motor wird zu einem DC-Motor durch den Feldmagneten ("Hamo-Magnet", auch von ESU) oder durch eine elektronische Schaltung mit Dioden und Kondensatoren rund um die Feldspule, die Forums-Nutzer SAH als "Lastregeladapter" ("LRA") beschreibt. Bei Interesse: Such mal danach.
Viel Freude! Jörg
H0, Märklin C+K, DCC, kleine Fahrzeuge, Dampf+Diesel, III-IV, eingleisig
Die Tams-Decoder sind nach meinen Erfahrungen unkompliziert wenn man sie korrekt einstellt. In der Praxis nutze ich sowohl den LD-G-42 als auch den LD-W-42, in bunter Mischung mit diversen anderen Decodern. Wichtig: 1. auf ein Protokoll festnageln (MM oder DCC) 2. Analogerkennung aus wenn nicht wirklich benötigt. 3. Ein 100µF/35V (63V bei AC analog, 35V sind da knapp) an den entsprechenden Anschlüssen des Decoders wirken Wunder (Kein Auslauf aber deutlich zuverlässigerer Betrieb) 4. Entstörbauteile am Motor bleiben dran! 5. Drossel zw. Schleiferanschluß und Decoder kommt weg.
Die Anfahr/Bremskennlinie funktioniert brauchbar wenn man in CV2 als erstes die minimale Geschwindigkeit richtig einstellt, die Lok muss bei FS1 anfahren. Gerade bei den Allstrommotoren können da beachtliche Werte stehen, die 3 ab Werk reicht kaum, je nach Lok und Getriebe kommen Werte so ab 8 vor. Erst wenn das passt, und wirklich erst dann, macht man sich an die anderen Parameter. Eine Lastregelung bei den Allstrommotoren gibt es nicht, die ist da auch nicht so ohne weiteres möglich.
@Stahlblauberlin Danke, das ist eine sehr gute Beschreibung und v.a. die Erhöhung des CV2 Wertes verbessert das Anfahrtverhalten deutlich. Könntest du mir sagen mit welchem Gerät du die CV Programmierung durchführst? Ich mache das mit der Mobile Station 2 und das funktioniert ganz mies. Ich brauche bestimmt 10 Versuche. Mal verändert er den Wert gar nicht, dann viel zu hoch, dann viel zu niedrig (ein System kann ich da nicht wirklich erkennen). Viele Grüße Simon
Zum Programmieren nutze ich entweder (inzwischen sehr selten) meine Multimaus mit Roco 10760-Booster (die Multimaus ist ja die Zentrale), damit geht aber das Lesen nicht, der Booster hat keinen Stromsensor der die ACK-Impulse erkennt. Inzwischen ist meine Haupt-Zentrale eine Z21 PG, da nehme ich dann das Handy/Tablet und die Z21-App oder auch mal auf die schnelle die Multimaus. Experimentell hab ich auch Rocrail ausprobiert, mit der Z21PG als Zentrale ist das dann ziemlich komfortabel. Bin halt reiner DCCler.