nach drei Jahren bin ich wieder zurück zum Thema MoNtaN-Industrie und Eisenbahn. Im alten Thread hatte ich meine Torpedopfannenwagen aus dem Suppendrucker vorgestellt.
Hier mal Bilder der beiden Versionen:
In den letzten Jahren habe ich mich mit den Möglichkeiten beschäftigt, die Suppe für die Wagen zu kochen. Ein Hochofen nach Vorbild möglichst maßstäblich für die Spur N soll es werden. Nach vielem probieren gibt es inzwischen die ersten vorzeigbaren Ergebnisse, schnell mit dem Handy geschossen:
Es ist ein einmaliges Vorbild. Vielleicht erkennt diesen Hochofen ja jemand. Beim Entfernen des Klebebands ist leider eine Beschädigung passiert, die aber schnell ausgebessert werden kann.
In der kommenden Zeit will ich Bilder des Prozess bis hier hin einstellen und natürlich auch wie es weitergeht. Als Vorgeschmack mal ein Bild vom eingepackten Ofen.
Der Korpus des Hochofens besteht aus Finnpappe, die mit Fotokarton verkleidet ist.
Hier mal die mit dem Lasercutter geschnittenen Teile...
... und Bilder des Grundgerüstes.
Die Anbauteile sind auf dem 3D-Drucker entstanden. Hier mal eine Übersicht der ersten zahlreichen Versuche der Treppen. Ich habe dabei die Grenzen der Technik ausgelotet. Mit einem neunen Drucker sind die Ergebnisse sehr viel zuverlässiger.
Hier mal ein Bild der Treppen aus dem neuen Drucker. Die Laufflächen sind durchbrochen, die Stege dazwischen haben eine Stärke von 0,15mm.
Treppen angepinselt und an den Rohbau angebracht.
Für Jörg mal ein Preiserlein auf Montage auf den Treppen.
Das darf natürlich weder der Sicherheitsbeauftragte noch die BG zu Gesicht bekommen. Als weitere Hinweise: Das Modell ist 160mm hoch und hat eine Grundfläche von etwa 80x80mm. Die kleineren Ausschnitte bzw. Gravuren sind der Platz für spätere Türen, die größeren Stellen Tore da.
Zum Vorbild gab es allerdings noch kein Tipp. Vielleicht kommt ja noch jemand drauf.
da bei uns gestern Feiertag war und es auch noch geregnet hat, sind die Maler etwas voran gekommen. Heute mal aus dem Fenster in die Sonne gehalten für schnelle Handyfotos.
Hier ein Gesamtbild des Ergebnis.
Andere Seite.
Von näherem.
Eine leichte Alterung hat das Öfchen auch schon bekommen. Jetzt folgt aber erst mal etwas Klarlack zum Schutz und dann geht es weiter - hoffentlich mit den ersten Anbauten.
du liegst mit der Duisburger 8 vollkommen richtig.
Links im Bild die Nummer 9, rechts Hochofen 8.
Derzeit sitze ich an der farblich Gestaltung der Anbauteile wie etwa der Treppen. Das erweist sich leider als schwieriger als erwartet, da die Teile nicht nur klein sind, sondern wie bei normalem 3D Resin üblich auch noch brüchig. Leider sind ein paar schon kaputt und ich versuche es derzeit mir anderem Resin nochmal. Deshalb ein paar ältere Bilder vom Entstehungsprozess.
Der Korpus besteht aus gelaserter Finnpappe und ist bekplebt mit graviertem Fotokarton.
nun ist zwar über den Sommer ein etwas langsameres Bautempo üblich aber daran hat es nicht gelegen, dass hier so lange nichts weiter gegangen ist. Nachdem die Einhausung des Öfchens seine Farbe bekommen hatte, sollte es an den Anbauten weitergehen. Dabei haben sich zwei Probleme ergeben. Die kleine Teil sind unglaublich Spröde und natürlich auch sehr dünnhäutig. Einmal scheif angeschaut und schon sind sie abgebrochen. Dann hatte ich in der Mitte der Treppen eine zusätzliche Strebe für die Stabilität eingebaut. Die hat im besprühten Zustand mir zu sehr aufgetragen.
Also habe ich mit neuem Resin und neuem Desing experimentiert. Das braucht zwar unglaublich viel Zeit und produziert einiges an Ausschuss - dafür aber nichts vorzeigbares. Druckzeiten müssen angepasst und das Verhalten des Resins ausprobiert werden. Alle CAD-Daten mussten überabreitet werden, dann die Stützstrukturen für den Druck neu gesetzt werden. Dann drucken, dann feststellen, dass die Teile aus dem neuen Resin zwar super aussehen, sich in hoher Qualität reproduzieren lassen, sich aber verzeihen, wenn sie nicht an den Stützstrukturen ausgehärtet werden...
Inzwischen ist dann auch was vorzeigbares raus gekommen.
Die Treppen gänzlich ohne zusätzliche Verstärkungsstrukturen. Auf dem Bild allerdings noch mit Resten der Stützstrukturen für den Druck. Damit ist aus dem Resindruck für mich noch mal ein kleines Stückchen mehr raus geholt.
So sehen die Treppen und Stege am Fahrstuhltrum jetzt aus.
Im Hintergrund im blauen Tischmülleimer der Schrotthaufen mit den Stützstrukturen und den Fehldrucken.
Beim experimentieren mit CAD und Drucker und den neuen Grenzerfahrungen lag die Idee nahe den Drucker mal zu weiteren Höchst- bzw. Kleinstleistungen zu treiben. Es braucht ja schließlich noch Geländer. In der bisherigen Planung sollten die aus dem Laser kommen, Prototypen habe ich auch schon.
Zu Testzwecken hab ich die Geländer für die Fahrstuhltreppen für den Drucker entworfen - und siehe da es geht.
Die Rohre der Geländer sind 0,35 mm im Druchmesser. Ein Zehntel weniger lässt sich auch noch drucken, dann sind aber die Stützstrukturen quasi nicht mehr zu entfernen, weil das Geländer bricht, wenn man sich ihm mit der Zange nähert. Das vermutlich auch, weil der Drucker eine Pixelgröße von 0,05 mm hat. Das heißt das Rohr hat im besten Fall 5 Pixel nebeneinander.
Mal sehen, wie sich mit den Geländern arbeiten lässt.