RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#26 von Manuel K , 25.03.2024 13:43

Hallo zusammen,

@Pierre
Meine Area fing erst etwas später, genau genommen 1976 an, damals schon auf dem Fleischmann Messinggleis und Kunststoffhäuschen. Es existiert sogar noch ein Bild, das müsste 1977 oder 1978 gewesen sehen. Da war ich gerade mal 5, bzw. 6 Jahre alt und baute gerade ein Haus von Heljan zusammen. Das Haus hatte ich sogar noch sehr lange gehabt und kann mich noch sehr gut dran erinnern





@all

irgendwie ist es schon witzig, da hat man eine volldigitale große Anlage mit allen pi, pa und po und immer wieder zieht es mich zu der kleinen Retroanlage zurück. Besonders dann wenn ich Stress habe, lasse ich die kleine Bahn einige Runden fahren und kann dabei herrlich entspannen. Einfach mal Trafo aufdrehen, den Zug beobachten, wie er seine Kreise zieht, oder einfach mal frei durch die Gegend rangieren, fernab jeglicher Regelwerke. Außerdem lässt mir die Anlage jede Menge freien Raum, um in der Fantasie, wie als Kind damals zu träumen. Vielleicht mag ich die kleine Retroanlage genau deshalb, weil eben damals nicht alles 100% maßstäblich und 1000% Detailgetreu war? Keine Ahnung, ich weiß es nicht zu erklären, aber ich mag diese Anlage eben ganz besonders.

Bei den ersten 3 Bilder habe ich mal testweise verschiedene Fotofilter ausprobiert. Der erste Filter kommt meiner Meinung nach, den Bildern, wie man sie aus den Katalogen und Gleisplanhefter kennt am nächsten.







Weitere Detailbilder


















































Mfg Manu


 
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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#27 von Mornsgrans , 25.03.2024 19:15

Hallo Manuel,
das Gefühl vor einer Retro-Anlage kenne ich - Nicht umsonst gibt es einige Stummis, die hier ihre Retro-Anlage präsentieren, ob Erst- oder Zweitanlage ist dabei egal.

Zitat von Manuel K im Beitrag #26
Keine Ahnung, ich weiß es nicht zu erklären, aber ich mag diese Anlage eben ganz besonders.

Es ist die Mischung von Kindheitserinnerungen und das Gefühl, jederzeit und unmittelbar in den Zugbetrieb eingreifen zu können. "Spielen" war die Devise und Du bist der Steuer-Computer.

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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#28 von Kuno Erdmann , 05.04.2024 15:50

Du hast da eine wunderschöne nostalgische Anlage mit unglaublichem Charme geschaffen.


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#29 von Y-Weiche , 05.04.2024 15:59

Eine herzerwärmend schöne Kleinanlage!

Hab Spaß
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#30 von Manuel K , 07.04.2024 01:43

Hallo zusammen,

nachdem ich im Moment kein Material habe, um meine Vitrinenständer weiter zu drucken, habe ich mich mal wieder der Raumgestaltung gewidmet.
Um eine schöne Optik zu bekommen hat nun auch diese Anlage Vorhänge bekommen.

Auf dem Bild sind diese aber nur angepasst, allerdings noch nicht gewaschen und gebügelt. Das wird die Tage erledigt. Übrigens, sind diese Vorhänge nichts anders als 1,40m x 80cm große Badetücher. Diese bekommt man für 5,99 Euro im Aktion. Befestigt sind sie auf der Innenseite mit Geschirrtuchhänger, die gibt es ebenfalls für 99 Cent, gesamt also gerade mal 15 Euro


Mfg Manu


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#31 von Manuel K , 01.12.2024 16:31

Hallo zusammen,

wie das so ist, man wird doch nie fertig mit einer Anlage, obwohl ich es hier dachte. Klar, wenn ich mal was passendes zu dem Thema finden würde, würde ich es gegen die noch nicht perfekten Dinge austauschen. Doch dieses Mal kam es anders.

Extra, für das neue Modell und weil ich auf der Anlage kein Platz dazu habe, erweiterte ich die Anlage um 80x40cm. Das Modell um das es geht wollte ich schon sehr lange haben und nun hat es endlich einmal geklappt. Ein lieber Freund verkaufte mir das wunderschöne Modell. Aber eins nach dem anderen.

Das Anbauteil habe ich aus 12mm für die Deckplatte und 15mm Multiplexplatten für die Seitenteile gebaut. Das ist stabil und sauber.



Das Modul selbst habe ich mit 3 Flügelschrauben und Karosseriescheiben, sowie eigenen Beinen ausgestattet. Die Elektrik wird über eine Steckbare Verbindung gelöst. So kann ich das Teilstück auch als einzelnes Diorama ausstellen.



An dem Linken Bahnübergang auf der rechten Seite stand das kleine Häuschen mit der Pferdekoppel, welches mir nicht mehr so recht gefallen wollte. Also, den Bereich gut mit Wasser/Spülmittel Gemisch befeuchtet und die verbauten Teile, so wie die Begrünung schadlos entfernt.



Sauber, und Platz für neues



Dieses schöne Modell ist mit doch der Aufwand wert, das alte Faller Sägewerk Nr. 229 mit Motor. Wie bei dem Nachfolgermodell funktioniert auch hier das Gatter ( sogar separat einstellbar ) und das Wasserrad





Sogar die Original Marke und Anschlussbelegung ist unbeschädigt vorhanden. Einzig das Grünzeug habe ich etwas aufgefrischt.



Und so sieht nun das neue Teilstück komplett ausgestaltet aus. Die Holzstapel und die kleine Brücke rechts neben dem Sägewerk sind Eigenbau.

Der Anlagenrand wird natürlich auch noch in silbergrau gestrichen, aber dazu muss ich erstmal den Umbau des Unterbaus fertig machen. Aktuell steht die Anlage noch auf Montageböcke. Sie bekommt nun, wie auch der Anbau eigene steck- und verschraubbare Beine. Erst dann wird der Rahmen gestrichen und die Vorhänge wieder montiert.



Detailbilder

Die Schnittholz Stapel entstanden aus langen Streichhölzern







Die Brücke ist Eigenbau aus Resthölzer und alte Geländer von Faller



Das zusätzliche Gleis gibt nun wieder einige Rangiermöglichkeiten mehr. In Kombination mit den zwei Gütergleisen und dem Lokschuppen, können nun 2 Güterzüge mit zwei Loks eingesetzt werden. Oder auch nur eine Lok, die dann 2 Züge bedient. Der Personenzug bleibt so lange an Gleis 1 direkt vorm EG stehen. Die Anlage bietet nun viel Fahr- und Rangierspaß.

Da sich das Sägewerk am Anlagenrand befindet reicht hier auch ein Handentkuppler.



Den Bachlauf habe ich nach Art des Künstler Lünenschloss gemalt. Um etwas Wellengang zu haben wurde die selbst angemischte Farbe dick und satt aufgetupft und mittels hartem Borstenpinsel auch gleichzeitig die Wellen in Form gestuppt. ein Trockenmalen mit Weiß folgte nach dem Durchtrocknen.













Die kleine Ladestrasse, mit viel Betrieb. Das Sägewerk scheint demnächst zu expandieren. Ein kleiner Überladekran wäre zwar schön, aber da habe ich noch kein passendes Modell aus dem Zeitraum gefunden. Weder Faller, noch Kibri hatten damals so etwas im Programm.
Den Märklin Kran habe ich zwar würde zeitlich zwar auch passen, aber für den Zweck hier ist er viel zu groß. Nach einigen Testversuchen stellte sich auch heraus, das der Wiad 2Schalengreifer auch nicht dazu geeignet ist Stammhölzer zu packen. Aus dem Grund verzichte ich hier auf den sowieso zu groß wirkenden Kran.















Zwei Wohnhäuser kamen neu dazu das Faller Haus Nr. 256 ( Modell ca. 1957 ) und Neuffen 316 ( Modell ca. 1955 )









Nun geht es erstmal an die restlichen Arbeiten am Unterbau


Mfg Manu


 
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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#32 von Mornsgrans , 01.12.2024 17:02

Hallo Manuel,
der Anlagenteil ist wieder geworden.
Der Bach ist mir etwas zu hellblau geraten, aber in den 60ern war es oft so auf den Modell-/Spielbahnen.

Stilgerecht wäre vielleicht ein Fuchsbagger mit erhöhtem Führerstand und Greifer - zumindest für die kleineren Stämme. - Gab es den damals schon als Bausatz?

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#33 von jmh67 , 01.12.2024 17:53

So eine Retro-Anlage hat echt was ...

@Manuel K - wärst du so freundlich, die Maße von der Bienenbeute im Garten am linken Bahnübergang mitzuteilen (groß in einem Bild in Beitrag Nr. 7 zu sehen), dass ich sie mir umrechnen kann? Ist ein nettes Detail.

Oder gibt es im Forum einen Imker, der mir mit entsprechenden Originalmaßen aushelfen kann?

Danke schon mal!
Martin


 
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#34 von Thinkle , 01.12.2024 18:14

Ich muss sagen, dass sich das alles viel zu gut "wegguckt"
So richtiger Retro Charme will sich bei mir gar nicht entfalten, weil es einfach viel zu nah dran an der heutigen Realität ist. Die Wagen sind nicht blechig genug, die Loks nicht pummelig genug, das Gleis nicht seltsam genug, die Gleisgeometrie nicht Spielzeughaft genug, das Streumaterial mit zu viel Liebe und Sachverstand benutzt, die Häuser glänzen zu wenig nach kreischend buntem Plastik und es sind allgemein auch zu wenige Gleise auf der Anlage! Da hätte man mit aller Gewalt nach guter Väter Sitte noch mehr draufpressen können! Wenn die Stopfgans schnattert, hat sie noch Hunger!

Scherz beiseite, wenn das der Modellbauerische Stand der 60er ist, dann verstehe ich immer mehr, wieso die "Fleischmann-Bahn" immer als viel, viel schöner als die "Märklin-Bahn" galt.


Besucht uns doch mal:

http://www.mec-bergheim.de/
https://www.gillbachbahn.de/wordpress/

Also im echten Leben, nicht nur die Homepage!


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#35 von Mornsgrans , 01.12.2024 18:28

Martin,

Zitat von jmh67 im Beitrag #33
Maße von der Bienenbeute im Garten am linken Bahnübergang mitzuteilen (groß in einem Bild in Beitrag Nr. 7 zu sehen)

ich bin zwar kein Imker, aber Google erzählt mir, dass beispielsweise pro farbigen Kastenelement 50x50cm gerechnet werden müsste.

Schaue einfach mal nach dem Suchbegriff "Bienenhaus" und ggf. "Bienenkasten".

Grüße aus Idar-Oberstein

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#36 von vikr , 01.12.2024 18:38

Hallo Manuel,

Zitat von Mornsgrans im Beitrag #32
der Anlagenteil ist wieder geworden.Der Bach ist mir etwas zu hellblau geraten, aber in den 60ern war es oft so auf den Modell-/Spielbahnen.
stimmt schon, aber sind das nicht eher die Siebziger?
In den Sechszigern war Farbe frisch und übertünchte im Westen Deutschlands schon den Staub der Erinnerung an die Kriegs- und Nachkriegszeit. Die Kriegsschäden und - Kriegsversehrten waren aus dem Stadtbild verschwunden - auch im Modell.
Bei diesen Bildern fällt mir spontan Nina Hagens Song (1978) ein: "Ich glotz TV - Alles so schön bunt..."

MfG

vik


im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#37 von jmh67 , 01.12.2024 18:45

Zitat von Mornsgrans im Beitrag #35
... pro farbigen Kastenelement 50x50cm gerechnet ...


Danke, das deckt sich mit dem, was ich bei Wikiwurschtel gefunden habe und was ich so aus der Erinnerung geschätzt habe. Solche "Magazine" sieht man ja doch öfters auf dem Land, nur habe ich selten den Zollstock dabe und will den Leuten auch nicht im Garten herumtrampeln

Martin


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#38 von Manuel K , 01.12.2024 23:51

@Erich

vielen Dank für Dein Lob, ja tatsächlich waren die Farben damals oftmals greller. ^Das sieht man alleine schon an dem Maigrün gefärbten Sägemehl.
Leider gab es zur damaligen Zeit keinen Fuchs Bagger als Modell von Wiking und Co. Zeitlich würde es aber sehr gut passen. Wie Du ja weißt habe ich je den Fuchs Bagger als eigene 3D Konstruktion. Bis auf Hoch-,Tieflöffel und Planierschild kann ich jede denkbare Ausführung zusammenstellen.

Hier mal ein Bild meiner eigenen Fuchs Bagger Modelle, 3D Resin gefertigt



@Martin

Die bunten Klappen haben eine große von 4x4mm. Hoffe, das hilft Dir etwas weiter, ansonsten kann ich Dir das Modell mal komplett vermessen

@Thinkle

Das ist genau das was mich dabei fasziniert. Es gab auch damals schon Modellbauer, die mehr Wert auf realistischen Modellbau legten, umso erstaunlicher finde ich es eben, wie man damals schon realistische Anlagen mit den einfachsten Mitteln gebaut hat. Das ist für mich auch der Reiz.
Die Häuser in Mischbauweise verschwanden immer mehr, ca. 1963 bis 65, in der Zeit als Kunststoff als moderner Werkstoff auch die Modellbahn eroberte. Erst in der Zeit kamen auch immer mehr die knallig bunten Farben und eben der extreme Kunststoff Look auf. Die Tankstelle ist so ziemlich das Einzige reine Kunststoffgebäude auf meiner Bahn. Die Häuser auf meiner Bahn stammen aus dem Zeitraum 1951 bis max. 1962 und bis auf die Ausnahme in Mischbauweise. Die Fleischmann Schienen, Presspappe mit Hohlprofil sind ebenfalls das erste System von Fleischmann ( 2. Generation mit kleineren Antrieben ), auch sie wurden bereits ab 1957 so langsam durch das erste Messing Gleis 1700er Serie abgelöst.

Tatsächlich ist die Anlage Anfang 1960 bis ca. 1965 einzuordnen. Entsprechenden Landschaftsbau bestätigen z.B. die Faller Magazine, aus denen ich die alten Techniken erlernt und hier umgesetzt habe. Zumindest habe ich es versucht. Persönlich mag ich es nicht so, wenn die Anlagen so extrem überladen sind.

Märklin hatte, zumindest wenn man mal den Gleisplänen angeht eher noch die Gipslandschaft mit Abtönfarben eingefärbt.

Noch ist die Anlage nicht 100 % stimmig, z.B. fehlt mir noch einiges an Zubehör, wie Autos & Lkws aus der Zeit, derzeit stehen nur ersatzweise Modelle deren Originale aus der Zeit stammen da rauf. Die Elektrik, sprich Trafo und Stellpulte habe ich zwar auch noch die alten aus der Zeit, allerdings setzte ich hier doch etwas mehr auf Sicherheit und wählte die Bauteile aus den 70iger. Die Blechkasten waren mir dann doch nicht so geheuer.
In der Regel versuche ich auch zeitgemäßes Rollmaterial einzusetzen. Da sie aber aktuell meine einzige Analog H0 Bahn ist, die groß genug ist, um alles drauf fahren zu lassen, lasse ich schon auch mal Modelle aus den 70iger und 90iger Jahre darauf fahren.


Mfg Manu


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#39 von Manuel K , 03.12.2024 11:13

Hallo zusammen,

inzwischen sind die Rest Arbeiten erledigt. Die Anlage steht nun nicht mehr auf Böcken, sondern auf eigenen Beinen, der Rahmen ist in silbergrau gestrichen und die Vorhänge sind ebenfalls montiert.

Bis dato Stand die Anlage auf Metallböcke, die mir eigentlich nur als Montageböcke dienen. Damals kam ich nicht dazu eigene Beine zu montieren und daher ließ ich die Anlage immer darauf stehen. Kann man machen, allerdings geht durch die breite Standfläche der Böcke darunter jede Menge Lagerfläche verloren und zudem möchte man mal was unter der Bahn abändern, klettert man ständig über die Böcke da herum, oder stößt sich die Murmel an den Teilen an.



Deshalb hab ich mich nun endlich mal dazu aufgerafft der Anlage Beine zu spendieren. Anlage und Anbauteil sind einheitlich aufgebaut, so das ich die Beine ebenfalls einheitlich in der Höhe schneiden konnte. Aus einem Kantholz ( a 2m ) bekam ich so 2 Beine und 4 Klötzchen zur Verstärkung der Beine heraus. Den restlichen Verschnitt nutze ich ebenfalls z.B. als Schraubendreher Halter oder sonstigen Zwecken.

Der Verstärkungsklötzchen habe ich verklebt und verschraubt, so wird das Bein stabil und abknicksicher gehalten. Das Bein selbst verschraube ich mit einer M8 Schraube, mit je 2 großen Karosserieschrauben ( Bild entstand während der Bauphase )



Der Rahmen silbergrau gestrichen und die "Vorhänge" ( die eigentlich Badetücher sind ) angebracht.



hier noch ein kleines Fahrvideo




Nur nebenbei und eigentlich nicht zu diesem Anlagenthema speziell, sondern zu all meinen Anlagen erwähnt

Ich schreibe es jetzt nur hier mit dazu, weil das nun das aktuellste Preojekt ist, bei dem ich die Arbeiten auch durchgeführt habe.

Anlagenkante in silbergrau, Vorhänge als Anlagenverkleidung und Raumbeleuchtung ist bei mir inzwischen bei allen Anlagen Standard. Ordentlicher Anlagenbau hört bei mir nicht einfach an der Plattenkante auf. Ich mag es, wenn nicht nur die Anlage, sondern auch das Nahe Umfeld entsprechend präsentiert wird.

Hier zeige ich aber nur, um das Video kurz zu halten die Grundfunktionen. Da geht noch einiges mehr. Man kann den ganzen Tag, mit Sonnenaufgang und Sonnenabgang, Highnoon programmieren wenn man möchte.
Jede Lampe, jede Steckdose kann individuell programmiert werden, ebenso das gesamte Lichtspektrum, dazu gibt es noch Gimmicks wie Verzögerungen und viele andere Spielereien die man zur Modellbahn selbst nicht unbedingt benötigt ( z.B. Musiksteuerung )
Statt auf dem Handy, kann ich aber auch alle Funktionen via Sprache aufrufen. Das Ganze ist natürlich Anlagenunabhängig und hat mit der eigentlichen Retrobahn nichts zu tun. Jedoch habe ich das nun so bei allen Anlagen als Standard eingerichtet. Ich finde es einfach gut, wenn man auch die Anlage schön präsentieren kann, das wertet das Gesamtbild nochmals erheblich auf.

Wer nun denkt, das Ganze ist doch bestimmt extrem teuer, der irrt sich.
Ein 3er Set Wlan-fähige RGB Halogenstrahler GU10 kostet knapp 12 Euro ( einzeln ( knapp 6 Euro ), die 4-fach Steckerleiste Wlan-fähig liegt bei knapp 19 Euro, Einzelsteckdose bei knapp 6 Euro. Die Bauteile stammen alle von dem Hersteller LSC vertrieben durch Action Markt. Wenn man ein wenig aufpasst bekommt die Teile sogar im Aktionspreis nochmals günstiger. Die Einrichtung und Programmierung ist wirklich einfach zu Handhaben. Natürlich muss man nicht, so wie ich das gemacht habe den ganzen Raum ausstatten, es würden
auch, wie bei dieser Anlage die beiden Klemmlampen, mit zwei dieser Wlan-fähigen RGB Halogenstrahler ausreichen. Die Klemmlampen müssen jedoch GU10 Fassungen haben. Es gibt zwar auch RGB Lampen mit der großen E10 Fassungen, aber mit denen habe ich keine Erfahrungen. Die kleine E14 Fassung gibt es nicht.

Hier ein kurzes Video, zur Wlan Steuerung


Mfg Manu


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#40 von traiNscale , 03.12.2024 11:17

Hallo Manu

Einfach mal so PENG ein neues Modul gezaubert und gezeigt! Sehr schön.
Einzig das Bachwasser ist für mich zu knallig. aber das Sägewärk sieht Hammer aus! Gefällt mir.

Grz
Marco


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#41 von Manuel K , 02.01.2025 02:43

Frohes Neues zusammen,

aktuell befasse ich mich erneut mit meiner Fleischmann Bahn der 50iger 60iger Jahre. Inzwischen stelle ich immer mehr fest, das mir diese Bahn fast mehr Spaß macht, als meine große Digitale Anlage. Auch ging es in meiner Fleischmann Sammlung die letzten Tage ein gewaltiges Stück vorwärts, einige Sammlungslücken vor allem im Bereich der Güterwagen konnte ich schließen. Ein paar Wagen stecken zwar noch immer in der Post, aber die sollten nächste Woche hoffe ich mal eintrudeln.

Derweil erfreue ich mich mal an dem Rollmaterial, welches die letzten Wochen bereits ankam. Hier rollen die schönen Schotterwagen 1491, so einen hatte ich als Kind schon mal als kleiner Ganzzug über die Bahn.



Schöne Stücke der Drehschemelwagen 1453,1483, bzw. 1493 sind inzwischen schon echt selten zu finden. Eine Langholz Garnitur mit Original Ladung sollte die nächste Woche kommen, dann kann ich auch mein Sägewerk ordentlich beliefern



Es ist schon ein sehr seltener Anblick, einen der beiden Triebwagen auf einer Modellbahn zu sehen, daher bin ich um so glücklicher gleich 2 sehr gute Exemplare zu haben. Der Elektrotriebwagen gönnte ich mir als eigenes Weihnachtsgeschenk 2024, den anderen Dieseltriebwagen habe ich ja schon länger.



Bei dem Anblick, springt mein Herz vor Freude



Die Langholz Garnitur mal zugestellt. Dazu baute ich extra den Gleisanschluss zum Sägewerk.



Es gibt zwei Probleme, damals als ich die Bahn gebaut habe, war es nicht geplant Loks mit Oberleitung einzusetzen und so verbaute ich nur die kleinen Faller Tunnelportale. Für Dampf- und Diesel Traktion sieht das eben stimmiger aus. Einfach die Tunnelportale gegen Portale für Elloks auszutauschen funktioniert leider auch nicht, da das Faller Hotel / Cafe unmittelbar oberhalb des Tunnels sitzt. Um auf eine gewisse Durchfahrtshöhe zu kommen, müsste der Bereich über dem Tunnel um mindestens 3 cm angehoben werden. Die restliche Landschaft soll aber unangetastet bleiben, da es mir genauso gefällt. Ob ich nun den Tunnel vergrößern werde oder nicht, bin ich mir noch nicht so ganz sicher, denn die Aktion wäre etwas aufwendiger.

Hier kann man die Problematik recht gut erkennen



Nachdem ich mir aber klassische Gleispläne genauer angeschaut habe, ist mir aufgefallen, das es früher oft so gemacht wurde, das ein Außenkreis quasi nur für den Fernverkehr und größere Züge benutzt wurde, z.T. auch so, das nur der Außenkreis über eine Oberleitung verfügte. Aufgrund dessen, das ich inzwischen zu viele Fahrzeuge für die Bahn habe, ist die Überlegung dahin gehend, die Anlage sinnvoll zu erweitern. Aber wie ?! Auch hier zu habe ich mir bereits Gedanken gemacht. Ein Umbau mit möglichst geringem Aufwand sollte möglich sein, wenn...

Als erstes möchte ich mein Stellpult vor die Anlage verlegen, um im rechten Bereich schon mal Platz auf der Platte zu schaffen. Die Kabel umzulegen ist zwar ein wenig Arbeit, aber überschaubar und sollte an einem Mittig locker bewältigt sein.

Wie man auf dem Bild erkennen kann habe ich bis zur Wand noch 28 cm Luft.



Wenn ich die Anlage auf der rechten Seite, um 10cm verbreitere bekomme ich da ein weiteres Oval verlegt. Vorne im Bahnhof könnte ich an der Stelle, wie im Bild zu sehen ist, entsprechend eine Weiche einbauen und die Stromkreise auf zwei Trafos auftrennen. Einzig, dann kleine Wohnhäuschen und die Wassermühle hinten rechts müsste weichen. Den Bahnübergang kann ich ja leicht entsprechend umgestalten.



Im linken vorderen Anlagen Bereich sieht es ähnlich aus. Die beiden Wohnhäuser müssten verschwinden, die Weiche wie im Bild einsetzen. das Bahnhofsgleis selbst würde ein wenig mehr zur Anlagenkante wandern. Den Anschluss zum Sägewerk kann ich entsprechend anpassen, da wäre Luft genug. Selbst wenn ich die Anlage noch um 10 bis 15cm verbreitere, um ein weiteres Bahnhosgleis einbauen zu können, würde das Sägewerkssegment einfach mitwandern und der Anschluss eben aus dem dritten Gleis heraus kommen. Auf der rechten Seite könnte man dann, weil es Stellwerk auch nach vorne verlegt wird eventuell sogar noch einen Anschliesser hinbekommen.



Auf der linken Seite der Anlage könnte man sie um 15cm verbreitern, damit wäre die gesamte Anlage um 25cm länger+ 3cm = 28cm Reserve Wand.

Um das Außenoval dann zu schließen gäbe es zwei Möglichkeiten, entweder hinter der Hintergrundkulisse auf einer ca 10cm breiten Trasse das Gleis weiterführen, damit wäre ein Fernzug auch eine Zeit lang unsichtbar. Oder direkt die Anlage um 10cm auf der Rückseite zu verbreitern und die Hintergrundkulisse weiter nach hinten zu schieben. Damit wäre das Außenoval auch voll sichtbar.




Um die Erweiterung etwas verständlicher zu zeigen:

Bei der Variante würde ich den Platz meines Raums vollständig ausnutzen. Eine Erweiterung um ein drittes Gleis im Bahnhof und ggf. einen weiteren Anschliesser auf der rechten Seite wäre möglich. Das Stellpult in dem Fall würde ich etwas kleiner mittig anbringen, damit ich rechts noch eine bessere Zugriffsmöglichkeit für den rechten hinteren Bereich, der ja an der Wand steht habe.

Anlagenbreite wäre damit 1,95m x 1,20m, der breitere Schenkel links wäre dann 1,60m


Mfg Manu


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#42 von Manuel K , 02.01.2025 02:46

...weiter gehts...

Zuerst einmal kam ein Step der immer irgendwie etwas weh tut, der Rückbau. Aber im Hintergedanken hatte ich gleich das, was künftig möglich ist und von daher gesehen macht es dann doch wieder Spaß.

Nach längerem hin und her überlegen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, den in der Höhe zu knappen Tunnel zurück zubauen und ebenfalls für Oberleitung vor zu rüsten. Der eigentliche Plan, das Hotel/Cafe einfach komplett aus der Landschaft zu schneiden um dann später in 4cm höherer Lage wieder zu integrieren schlug leider fehl. Daher werde ich den Bereich auch komplett neu bauen. Das Hotel/ Cafe soll aber später wieder da oben auf den Berg.



Der Bereich sieht jetzt natürlich erstmal wieder erschreckend aus, aber das wird schon, da mache ich mir keinerlei Gedanken.



Um besser die Gleisführung planen zu können, baute ich auch den Linken Anlagenteil vor dem Bahnübergang zurück, der jetzige Bahnübergang bleibt unangetastet genau an der Stelle bestehen. Die beiden Häuser davor, die beide noch auf der Hauptplatte standen baute ich ebenfalls zurück. An der Straße rechts ist ein minimaler Übergangsspalt zu erkennen



Nun kann ich auch mal die genauere Gleisführung der zweiten Ringstrecke planen. Bei dem Standard Gleissystem mit nur wenig Flexibilität ist das nämlich gar nicht so ohne, zudem kommt auch, das ich keine R2 Gleise habe und die sowieso zu großen Radius hätten.



Durch die Weichen- / Gleisgeometrie verschiebt sich das Gleis 2 nun um einige mm weiter nach außen, daher baute ich auch das alte Gleis inkl. Ausfahrsignal zurück. Der Anschluss an das Sägewerk bleibt so, stattdessen wird nur das ganze Segment Sägewerk verschoben und statt auf Gleis 2 später dann auf Gleis 3 angeschlossen.



Um zu testen, welche Gleislängen ich nun für Gleis 2 verwenden muss, habe ich erst einmal die Gleise zusammen gesteckt. Hier musste ich mir kein Sondergleis anfertigen, sondern kam tatsächlich mit Seriengleise hin. Das Gleis verlegte ich auf der zuvor grob gereinigten Trasse und schraubte es provisorisch fest. So kann ich übergangsweise immer noch notdürftig Betrieb machen und zudem ist es genau um später zu puzzeln. Die Weichenantriebe stehen gerade 2mm über die jetzige Plattenkante. Ansonsten würde es in dem Bereich, wollte man den Bahnhof so lassen nach gerade eben funktionieren. Ich hätte nur den Anschluss zum Sägewerk herstellen müssen. Aber nur zwei Durchgangsgleise sind auch langweilig. Daher möchte ich zumindest ein drittes Durchgangsgleise haben. Zumal die Anlage wird dadurch im hinteren Bereich nur 10 cm und im vorderen Bereich 20 cm breiter, also Gesamtbreite 1,20m. In der Anlagenbreite könnte ich auf max. 50cm verbreitern. Allerdings muss man bedenken, das ich im Fall eines Falles ja auch noch hinten rechts bis Mitte herankommen muss. In dem Bereich steht die Anlage ja an der Wand. Daher möchte ich nur so breit gehen, wie unbedingt notwendig.



Es hat schon eine Weile gedauert bis ich die Einfahrt soweit zusammen gepuzzelt hatte bis es mir gefiel. Leider gab es bei dem System damals weder Flexgleise noch R1,2,3,4 etc. so das man die Gleise wirklich parallel verlaufen lassen könnte. Daher stellt sich hier ein leichter Kompromiss ein. Zwischen Gleis 2 und 3 möchte ich eventuell für einen Inselbahnsteig etwas mehr Breite haben. Richtung Tunnel kann es ruhig etwas breiter für zwei Einzelportale sein. Der Schienen Abstand kann ich hier mit der kurzen Gerade vor der Einfahrweite variieren, ohne die Gesamtbreite der Anlage aus den Augen zu verlieren, genau wird sich das ergeben, wenn ich die Anlagenverbreiterung hinten angedockt habe.



Das Andreaskreuz wird dann noch auf dem Hauptanlagenteil aufgestellt werden. Durch die Parallelverschiebung des Sägewerkssegment wird die Straßenführung sowieso nicht mehr passen. Den Straßenführung zum Sägewerk werde ich dann entsprechend verlegen. Ob das Haus auf dem Segment so stehen bleibt, sehe ich dann später erst wenn auch hier die Verbreiterung eingebaut ist.



Auf der rechten Seite werde ich die Gleisführung spiegelverdreht aufbauen, so habe ich dann hinten auf der Gegengerade keine großen Probleme, außer das ich ggf. ein Gleis in der Länge anpassen muss, sofern ich nicht mit Seriengleise hinkommen werde. Das ist aber kein Problem, inzwischen habe ich genug Erfahrung mit den alten Gleisen und noch einige Gerade auf Reserve.

Das kleine Wohnhaus wird dort verschwinden, ebenso das alte Stellpult. Die kleine Mühle möchte ich dann wieder gerne so haben wie jetzt, nur eben weiter außen, mal sehen ob das noch passen wird.



Während der Experimentierphase kam mir noch die Idee vorne einen halbe Hosenträgerverbindung einzubauen. Der linke Anschluss führt dann wieder ins Sägewerk, am rechten Anschluss könnte man dann noch einen weiteren Anschluss, vielleicht eine Fabrik, oder Kiesverladung hinbauen. Die Weichenverbindung wird passend zum Sägewerk Segment versetzt, da dieses ja schon gebaut ist. Mal sehen was mir da noch einfällt, bzw. welche passende Gebäude mir da noch in die Finger fallen.


Mfg Manu


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#43 von Manuel K , 02.01.2025 02:51

...weiter gehts....

inzwischen war ich im Baumarkt und habe folgendes Holz gekauft, hier mal dazu Fakten und Preise

Multiplex Platten 12mm ( Deckplatten )

1x 172,6 x 10 cm ( Deckplatte Erweiterung hinten )
1x 172,6 x 20 cm ( Deckplatte Erweiterung vorne )
2x 119,6x 12,5 cm ( Deckplatte Erweiterung links und rechts )
1x 53 x 21,5 cm ( Stellpult Grundplatte )

~ 0,935 m²

Multiplex 15mm ( Rahmenteile )

4x 172,6 x 8,8 cm ( Längsträger Erweiterung vorne und hinten )
4x 8,8 x 7,0 cm ( Querspanten Erweiterung hinten )
4x 17,0 x 8,8 cm ( Querspanten Erweiterung vorne )
4x 119,6 x 8,8 cm ( Längsträger Erweiterungen seitlich )
6x 9,5 x 8,8 cm ( Querspanten Erweiterung seitlich )
2x 20,0 x 10 cm ( Seitenteile Stellpult )

~ 1,204 m²

Hier mal ein Teil des Materials



Die Erweiterung hat mich ~ 85 Euro nur an Holz gekostet! Noch schlimmer, bei der Anlage verwendete ich damals 2mm Kork als Gleistrasse, eine 5m lang x 0,5m breite, 2mm Korkrolle ( Ökolit ) ist im Baumarkt gar nicht mehr zu bekommen, die Antwort im Baumarkt war schlichtweg: wir haben kein Kork mehr im Programm, weder 2, noch 4 oder 5mm Platten oder Rollen Ok, schnell mal im Internet geschaut, ab ca. 80 Euro, zzgl. Versandkosten!
Stattdessen nehme ich nun eben Selitac Trittschalldämmung 1 Packung ( reicht für 15m² ) Kostenpunkt ~21 Euro! Ich kann mich erinnern, die Packung hat vor gar nicht all zu langer Zeit einmal 7 Euro gekostet.
Gezwungermaßen, da die bereits verbauten Gleise auf 2mm Kork liegen, nahm ich halt die kostengünstigste Lösung Selitac mit. Für die Zukunft stellt sich mir die Frage, welche kostengünstige Lösung es sonst noch gäbe ?
D.h. im Klartext kostete mich die Erweiterung auf der ich nun weiter bauen kann ~106€ !

D.h. je m² Anlage kann man mit grob ca. 100 Euro Material rechnen. Zum Glück möchte ich nur noch eine weitere größere Anlage ( 2,50m x 1,35m mit 2 Etagen ) bauen, dann habe ich sowieso keinen Platz mehr.

Naja, ich ließ mir deswegen heute keine grauen Haare wachsen, fuhr nach Hause und fing an die Erweiterungskasten zusammen zu bauen ( anzeichnen, vorbohren, senken, kleben und verschrauben, wie immer ). Je Kasten benötigte ich ca. 1 Stunde.

Die 4 Erweiterungskasten von oben gesehen



Hier von der Unterseite, schön zu erkennen die Querspanten. Bei den kurzen Erweiterungen habe ich jeweils eine mittig, bei den langen Erweiterungskasten 2 Querspanten eingebaut. Das reicht völlig!



Der eigentliche bzw. bestehende Eisenbahnrahmen besteht aus dem selben Material in den selben Stärken wie oben aufgeführt. Damit haben wir einen 30mm starken Hauptrahmen, mehrfach verschraubt und geleimt zusätzlich. Der Rahmen ist damit extrem stabil, allerdings durch inzwischen auch nicht mehr so leicht wie zuvor. Die Erweiterungskasten haben ganz schön Gewicht.



Insgesamt ist die Grundfläche der Anlage ohne Segment Sägewerk

von 1,726m x 0,896 m, entspricht ~1,55m², auf 1,976 x 1,196 m, ~ 2,36 m² gewachsen. Mit Anbau hat die Anlage eine Länge von 1,976 x größte Breite 1,596 m, schmale Breite 1,196m. Der Anbau selbst ist 80 cm lang. Die Stellpultplatte ist etwas größer gewählt als oben beschrieben ( de nette Holzmensch hat mir noch jede Menge Verschnitt kostenlos mitgegeben ) und wird nun 65 cm ( statt 50cm ) x 20 cm groß, locker ausreichend für 2 große Fleischmann Trafos und jede Menge grüne Fleischmann Schalter ( von denen ich auch mind. 3 mehr als zuvor benötige )

Das künftige Stellpult wird später neben dem Segment Sägewerk an die Anlagen Vorderkante geschraubt. Der Schrank, den man derzeit noch im Hintergrund sieht, kommt wo anders hin. Ich habe die Anlage jetzt nur mal an ihren künftigen Platz zurück geschoben, da ich morgen nur noch das Stellpult anbauen werde und dann ja erstmal gefeiert wird ( obwohl ich ehrlich echt gar keine Lust darauf habe und lieber bauen würde, Zeitpunkt und aktueller Stand des Umbau 23.12.2024 )



So sieht derzeit die Anlage in vollem Ausmaß aus. Ich finde das ist schon recht ordentlich.
Die alte Hintergrundkulisse die nun zu kurz ist, wird zu einem späteren Zeitpunkt durch eine komplett neue ersetzt. Die alte behalte ich trotzdem mal, wer weiß, vielleicht kann ich sie ja für irgendwas noch verwenden.
Erstmal wird die Anlage selbst fertig gebaut, die neue Hintergrundkulisse wird das selbe Motiv bekommen, aber dann über die gesamte Länge gezogen. D.h. ich muss sie auf der rechten Seite an der Dachschräge anpassen. Ob ich sie dann seitlich in der Dachschräge weiter führe weiß ich noch nicht, zumal die Tapete ist sowieso nur 2,70m lang es würde für die Länge und Breite nicht ausreichen. Sie müsste dann ja mind. 3,20 plus Verschnitt lang sein. Selbst wenn ich sie nicht um die Ecke ziehe, ist das nicht so tragisch, da ich meine Mobaräume inzwischen ja alle sowieso schon himmelblau gestrichen habe.



Da es inzwischen schon 22 Uhr war, deshalb verschiebe ich den Anbau des Stellpultes auf morgen, bzw. inzwischen heute., wollte ich wenigstens schon mal grob sehen, wie es später mal aussehen könnte und verlegte mal grob die Gleise. Mein Plan geht definitiv auf und ich habe in jeder Richtung mehr als genug Reserve. In der Länge kann ich am Außenkreis sogar 1/2 Länger mehr einbauen, wie ursprünglich geplant. Der Innenkreis bleibt trotzdem unangetastet.



Auf der Anlagenrückseite die Gegengrade des Außenkreis. Schön zu erkennen, hier kann ich sogar noch ein bisschen Landschaft andeuten. Hier hatte ich 2,5cm mehr als Reserve eingeplant. 7,5cm hätten auch ausgereicht, aber die Erweiterungskasten unter 10cm zu bauen macht nun auch keinen Sinn. Nach den Feiertagen werde ich die Anlage wieder vorziehen und die Trasse vorbereiten. Ob ich in dem hinteren Bereich noch eine Weichenverbindung einsetzen werde, überlege ich mir noch, denn eigentlich habe ich benötigte Verbindungen im Bahnhof bereits eingeplant. Ein paar der alten Weichen möchte ich mir auch noch als Reserve halten. Außerdem kann ich die immer noch nachträglich einbauen, sollte ich mal wieder ein paar gute Weichen bekommen. Im Moment hat der Außenkreis und Bahnhof höchste Priorität.



Auf der linken Seite bekomme ich auch wieder meine 3 Häuser und die Einfahrt zum Sägewerk, wie zuvor hin. Einzig die Straße muss einen minimalen Bogen machen. Durch den Kreuzungsbereich kann ich das aber recht gut kaschieren. D.h. erstmal die Gleise verlegen und Technik machen, die ganzen Schraubenlöcher und Spalten verspachteln und die Bahnübergänge wieder an spachteln.



Der Bahnhof ist deutlich angewachsen, statt zwei gibt es nun 3 Durchgangsgleise, den Anschliesser Sägewerk wie zuvor, nur das dieser jetzt aus Gleis 3 angeschlossen wird und rechts noch ein weiteres Gütergleis dazu kommt. Als Highlight habe ich hier eine 1/2 Hosenträger Verbindung eingesetzt. So, kann ich das Gleis 3 in ganzer Länge nutzen. Ich könnte, sondern ich noch eine Links- und eine Rechtsweiche hätte versuchen da noch ein viertes Durchgangsgleis hinzu bekommen, wobei das auf Kosten der Nutzlänge von Gleis 3 gehen würde. Einen Schnellzug mit 4 Wagen und großer Dampflok, der aktuell ins Gleis 2 und 3 rein passt, möchte ich schon haben. Außerdem stellt sich die Frage, ob mir der Platz ausreicht, um den 1/2 Hosenträger noch einbauen zu können und mit dem Anschluß ans Sägewerk hin komme. Das könnte eng werden

Auf der rechten Seite sieht es leider so aus, das das kleine Wohnhaus vorne und die Wassermühle hinten weichen muss. Eventuell reicht der Platz noch dazu aus, die Wassermühle wieder ganz hinten rechts in das Eck hin zu bekommen. Hier kann ich die Gleise aber entsprechend anpassen. Statt der 1/2 Gerade im Bahnhof nur 1/4 gerade mehr als ursprünglich geplant, würde reichen. Damit könnte das kleine Wohnhaus auch eins weiter nach außen rücken und es würde auch da wieder aussehen, wie zuvor. Für weitere Häuser ist leider nicht viel Platz. Ein Stellwerk würde nun passen. Da habe ich auch schon zwei zur Auswahl. Das entscheide ich aber erst wenn die Gleise liegen.

Zwischen Gleis 2 und 3 wird es dann noch einen Inselbahnsteig geben. Mal sehen was ich da machen werde, wahrscheinlich wird es aber wieder ein Eigenbau im Retrostil. Mal sehen. By the Way hatte da Grauberle nicht etwas in der Richtung ?



Auf der rechten vorderen Anlagekante kommt ja das Abstellgleis dazu. Für einen Anschliesser wird das recht eng dort. Im Hinterkopf habe ich aber den Schrank. Vielleicht finde ich für das Ding noch ein anderes Plätzchen, dann könnte ich da ja um 90 Grad um die Ecke gehen und noch ein Segment mit Anschliesser z.B. Kiesverladung oder ähnliches Andeuten. Naja das ist Zukunftsmusik, erst mal wieder die Bahn zum Laufen bekommen. Ach ja die Elektrik, außer Beleuchtung werde ich auch komplett neu verlegen. Ich muss ja sowieso alle Kabel vom alten Stellpult zurück bauen. So hart das für mich die nächsten paar Tage wird, das ich mal meine alten Fleischmann Schätzchen nicht fahren lassen kann, um so mehr freue ich mich , das ich bald zwei Züge gegenläufig gleichzeitig fahren lassen kann. Alleine schon das, ist mir der Umbau in dem Fall wert, zudem habe ich wieder etwas zu basteln, ohne das ich jetzt so viel mehr wie das Holz benötige. Mein Fleischmann Standardbestand reicht für den Umbau gerade aus. Lange Gerade, kurze Gerade 1/4 und 1/8 hab ich noch jede Menge, ebenso 1/1 Kurvengleise. Eng wird es nur mit 1/2 Gerade ( die ich mir zur Not aber aus 1/1 Gerade basteln kann ), ebenso 1/2 Kurvengleise. Für die Zukunft werde ich mir aber noch ein paar Weichen ( Ersatz ), elektrische Entkuppler ( langfristig alle Handentkuppler ersetzen ) , Prellböcke und Schaltgleise ( vielleicht für optionale kleine Automatik, oder Bü Steuerung ) zulegen. Auf der Wunschliste steht weiter, Oberleitung von Vollmer passend ( beide Tunnel werde ich vorbereiten ), also es gibt noch viel zu tun und es wird auch nicht der letzte Umbau bleiben, da geht noch was.


Mfg Manu


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#44 von Manuel K , 02.01.2025 02:53

weiter gehts...

Inzwischen ist mein neues Stellpult schon vorbereitet und anschraubt. Weiterhin konnte ich mein Gleispuzzle weitermachen und kam nun zu einem finalen Ergebnis.

Nachdem ich mir das Ganze gestern noch mal in Ruhe angeschaut hatte, dachte ich mir, da müsste doch eigentlich noch ein viertes Bahnhofsgleis reinpassen. Fixpunkte sind die Weichenabgänge ( links und rechts ) des Gleis 2 in Richtung Außenkreis, sowie der Anschluss des Sägewerks. Weiterhin war zu beachten, das keine Weiche im Bereich des Bahnübergangs liegen wird und natürlich die Nutzlänge der einzelnen Gleis maximal ausgenutzt wird. Die äußersten beiden Weichen des Aussenkreises legte ich für die Planung fest. Dann probierte ich die optimale Lage für die Weichen Gleis 3 und 4 festzulegen. Durch die starren Radien war das nicht ganz so einfach. Aber ich habe dennoch eine passende Lösung gefunden, welche all meine Kriterien entspricht und ich nicht mal ein Sondergleis anfertigen muss. Perfekt.

Wie schon zuvor im Text erwähnt, möchte ich einen Mittelbahnsteig einbauen, als Muster diente mir ein desolater alter Kibri Bahnsteig, den ich noch da liegen hatte. Auf dem Bild sieht man, die spätere Lage des Mittelbahnsteigs. Der Bahnsteig selbst wird aber final über die gesamte Länge gezogen und ggf. noch ein wenig in den Bogen rein. Ziel ist es das locker 4 D-Zug Wagen an den Bahnsteig passen. Die Ausfahrsignale werden noch vor dem Bahnübergang + Reserve stehen. Also auch das wird passen. Mit 5 Wagen könnte es auch noch gerade so gehen, die Bahnübergänge begrenzen den Bahnhofsbereich. Also mit einer großen
Dampflok und 5 D-Zug Wagen wäre es schon recht knapp. Trotzdem wenn man bedenkt, das die Anlage nur 1,95m Länge hat ist das schon beachtlich.



Gleis 4, 4a und 4b sind als reine Gütergleise gedacht.
Der Spielwert erhöht sich hier gewaltig. Zuvor hatte man nur 1 Zug bzw. 2 Züge die abwechselnd auf die Strecke gehen konnte und der zweite Zug musste so lange im Bahnhof stehen. Dazu hinten die Gütergleise und der Anschluss Sägewerk, der erst neu dazu kam.
Jetzt aber, kann ich unabhängig in beiden Richtungen fahren, wobei insgesamt maximal 4 Züge möglich sind, dazu kommen die hinteren Gütergleise und die beiden Anschlüsse vorne. In der Praxis werden dann aber nur 3 Züge eingesetzt, damit noch ein wenig Platz zum Rangieren vorhanden ist. Der Umbau erhöht den Spielwert der Anlage gewaltig, ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon und kann es kaum erwarten, das auch mal ein längerer D-Zug über die Bahn rauschen kann.



Der Bahnsteig diente mir nur als Muster, er wird wie schon oben erwähnt gegen einen längeren ersetzt. Noch habe ich zwar keinen, aber ich werde mir da noch ein passendes Modell entweder besorgen, oder gar komplett in passenden Stil bauen. Anders gesagt, der beschauliche Bahnhof mit Nebenbahnflair ist nun gewaltig gewachsen und wird nun zu einem bisschen größeren Hauptbahnhof.



Die neue Stellpult Platte ist angebracht, sie wurde etwas länger ( 65 statt 50cm ) als zuvor geplant und das war auch gut so. Die Breite mit 20cm habe ich so ausgewählt, das jeder Fleischmann Trafotyp darauf Platz hätte. Die Stellpulte von Fleischmann welche ich für die Bahn benötige habe ich soweit schon mal zusammen gesteckt. Auf der linken Seite habe ich noch ausreichend Reserve gelassen, da werden wahrscheinlich noch Schalter dazu kommen, weiterhin finden noch zwei große Fleischmann Trafos Platz darauf. Vorne habe ich noch eine kleine Ablagefläche. Das Brett selbst ist unter den Längsspanten mit mehreren Schrauben befestigt, zusätzlich gibt es auf der rechten Seite noch eine Stütze, der Oberseite ich an der Form der Fleischmann Trafos 6750 / 55 angepasst habe.
Noch bin ich am überlegen, ob ich zwei gleiche Exemplare des Typs, oder eventuell zwei 712, oder 722 einsetzen werde. Zum Fahren und Schalten der Weichen reicht das aus. Die Beleuchtung und ggf. Zusatzfunktionen werden von einem weiteren Lichttrafo ( 14V / 3 Ampere ) der unter der Bahn montiert ist übernommen.

Die Löcher für die Kabelführung auf der Rückseite und die Befestigung der Schaltelemente habe ich bereits gebohrt. Als nächstes kann ich die Elemente alle wieder abschrauben und das Stellpultbrett lackieren. Dann kann ich mit der Neuverkabelung der gesamten Anlage anfangen.




Mfg Manu


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#45 von Manuel K , 02.01.2025 02:54

Vieles beim Bau ist anders zu Handhaben, als normal üblich, von daher muss jeder Schritt gut durchdacht werden.

Nachdem ich meinen Gleisplan festgelegt hatte, wurde es nun Zeit den Unterbau, sprich die Trassen zu bauen. Bei dem alten Teil hatte ich alle Gleise auf 2mm Kork gelegt. Die Geräuschdämmung spielt hier keine Rolle sondern es geht mir hier einfach nur um den Gleiskörper selbst. Leider ist der Kork ( Ökolit ) aus dem Sortiment unserer Bauhäuser entfallen, so das ich auf eine andere Alternative umsteigen musste. Zwar gibt es den Kork auf Rollen noch im Internet zu bestellen, aber 80 Euro plus Versand war mir dann doch zu heftig. Eine günstigere Alternative zu Kork ist Selitac, eine Packung reicht für 15m² ( zumindest lt. Packung ) und ist für ~20 Euro zu haben ( vor ein paar Jahren lag das mal bei 7€, irre wie die Preise angestiegen sind).



Ich Handhabe das immer so, das ich zuerst in etwa in den Bereichen, wo später die Gleise liegen sollen, die Trittschalldämmung lege und dann die Gleise exakt darauf fixiere. Mit einem Messer schneide ich Freihand die Trasse aus, dabei halte ich das Messer ca. 45 Grad, um gleich die Böschung mit anzudeuten. Bevor ich nun die Gleise bei Seite lege, umfahre ich die Trittschalldämmung mit einem Bleistift, so das die Teile exakt auf der Deckplatte zu erkennen sind. Nun kann ich Gleise und Trittschalldämmung abnehmen und die Trittschalldämmung mit Weißleim aufkleben. Nachdem das getrocknet ist, grundiere ich die Fläche mit brauner Abtönfarbe.

Nach ein paar Stunden ist das bereits durch getrocknet und ich lege meine Gleise wieder auf, um zu kontrollieren, ob alles passt, oder ob ich ggf. noch nacharbeiten muss. Wenn man richtig gearbeitet hat, sollte es aber passen. Ein genaues Arbeiten vorausgesetzt.



Um zügig weiterzuarbeiten habe ich, zwischenzeitlich auch die neuen Anbauteile, die Stellpultplatte und die Deckfläche lackiert. Seitenteile und Stellpult wie immer in silbergrau ( Acryllack ), Deckplatte ( Abtönfarbe ) durchgehend braun.



Als nächstes entfernte ich die Gleisstücke ( Gruppenweise, um später noch zu wissen, wo welche Gleise hinkommen ), strich die Trassen satt mit Weißleim ( leicht verdünnt ) ein und bestreute die Fläche mit Schottergrauem Sägemehl. Direkt danach benetzte ich die geschotterte Fläche mit Wasser/Spüli zusätzlich ein, damit der Leim wirklich alle Sägespäne umfassen und fixieren kann. Wenn man den Leim leicht milchig zwischen dem Streugut erkennen kann, wird das später bombenfest halten. Wichtig ist nur, das man zuvor Tests mit dem Streumaterial macht, um Sicher zu gehen, das es nicht verfärbt, oder gar abfärbt. Bei dem Produkt von Faller funktioniert das recht gut.

Nach 12 Stunden kann man dann endlich final die Gleise verlegen und exakt ausrichten. Bei dem uralten Gleismaterial ist es wichtig jede Schienenverbindung exakt zu prüfen und ggf. zu richten. Außerdem sollte die Schienenteile nicht verbogen, defekt, oder verrostet sein. Das Hohlgleisprofil hat da schnell mal eine Macke oder ist sonst irgendwie durch falsche Handhabung, oder Lagerung beschädigt.
Grundsätzlich verschraube ich die Schienen in dem Fall nur, damit man jederzeit defekte Gleise, oder Weichen tauschen kann.

Hat man es dann geschafft, können die ersten Probefahrten durchführen. Jetzt geht es um das Thema Spannungsabfall. Grundsätzlich sollte man bei so alten Gleisen wirklich alle Meter Stromeinspeisungen vornehmen.


Hier mal Impressionen der linken Bahnhofseinfahrt, noch ohne weitere Details oder Grünzeugs. Der alte Teil der Anlage ist bereits neu verkabelt, der neue Teil ist bereits angefangen. Züge können schon fahren. Die Weichen funktionieren, die Signale müssen noch angeschlossen werden. Für den späteren Bahnsteig habe ich mir schon eine Holzleiste 980x60x10mm besorgt und angepasst.



Hier die rechte Seite des Bahnhofs. Die Signale müssen noch angeschlossen werden. Über die denkende Funktion geht es in dem Fall leider nicht, da muss ich mir etwas anderes einfallen lassen. Gleis und Weichenschaltungstechnisch, kann man aber schon fahren.



Zwischen durch habe ich den alten Bereich rund um die Wassermühle zurück gebaut und verschoben in die neue Ecke angefangen wieder aufzubauen.



links und rechts wäre es noch möglich den Bahnsteig selbst etwas in den Bogen zu ziehen und zu verlängern. Mal sehen wie ich das löse, wenn ich mit der Elektrik durch bin. Zuerst hat nun die Technik Priorität



4 D-Zug Wagen passen exakt an den Bahnsteig



Hier musste ich leider eine kleine Rampe bauen, denn die Gleise des Sägewerks hatte ich fälschlicherweise auf 5mm Kork gebaut. Alle Gleise auf der Bahn jedoch liegen bei 2mm Höhe



aktueller Zwischenstand und erste Gesamteindrücke




Mfg Manu


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#46 von Manuel K , 02.01.2025 02:55

Aktuell habe ich mich um das Thema Elektrik gekümmert. Statt 3 Stromkreise gibt es nun 5 Stromkreise.
Trafo 1 ( aktuell verbaut 6755, MSF FS 1,1 Ampere / LS 1,0 Ampere) = Fahrstrom Außenkreis, Lichtstrom für Weichen *
Trafo 2 ( aktuell verbaut 6750, FS 1,0 Ampere / LS 1,0 Ampere ) = Fahrstrom Innenkreis , Lichtstrom für Lichtsignale *
Trafo 3 ( 705 nur Lichtstrom, ca. 3,5 Ampere ) = ausschließlich Häuserbeleuchtung ( bewusst nur Glühbirnchen, keine Leds ) und Motoren der Mühlen. Der Trafo ist nicht sichtbar unter der Bahn.

* eventuell werde ich die Trafo gegen optisch passendere Nr. 712, FS / LS1 mit je Ausgang Ampere austauschen. Aus optischen Gründen möchte ich die ältere Version.


Daher gibt es Landschaftsmäßig noch nicht viel Neues zu sehen. Elektrotechnisch gab es jede Menge zu tun. Das inzwischen schon über 60 Jahre alte Standard Gleissystem von Fleischmann ist für das Alter wirklich sehr gut und die Weichenantriebe äußerst robust. Schwachpunkt sind aber die verbauten Umschalter. Gerade, wenn man die Umschalter der Weichen als " denkende Weichen" oder zum Schalten anderer Dinge benötigt, dann sollte man auf jeden Fall den alten Draht der am Umschalter verbaut ist austauschen. Die Kabel sind in der Regel schon recht spröde und bruchig und sorgten in der Vergangenheit hier und da für Probleme. Bemerkbar machte es sich, das die Umschaltkontakte entweder gar nicht funktionierten, oder einen extremen Spannungsabfall verursachten. Inzwischen habe ich alle Weichenschalter mit neuen Kabel versehen. Nun klappt es auch einwandfrei.

Beim Schalten von Signalen fiel der Spannungsabfall nicht mal so groß auf, aber wenn man Gleisabschnitte damit schalten wollte, viel es unangenehm auf. Um, solche Fehlerquellen künftig zu vermeiden habe ich nun alle Weichen mit neuen Kabel versehen.

Das blaue Kabel ist bereits das neue Kabel. Ich benutze dazu ein Hochflexibles Kabel ( z.B. Dekoderlitze ). In der Hand halte ich das alte brüchige Originalkabel, man muss schon genauer schauen, um das haardünne Original Käbelchen überhaupt zu erkennen.



Wo ich nun sowieso an den Weichen war, habe ich nun alle! Weichen mit dem Zubehör Nr. 77, den Weichenlaternen aufgerüstet. Die Teile sind inzwischen schon recht rar.
Hier eine fertig verbaute Weiche. Alle sichtbaren Anschlusskabel, werden ich, wie gehabt später in Mattschwarz lackieren, um sie so etwas zu kaschieren. Die Kabelfarben fallen sonst, in der gestalteten Landschaft, in direkter Gleisnähe nämlich unangenehm ins Auge. Unter der Platte kann man die Kabelfarbe ja immer noch erkennen.



Wie schon mal erwähnt, ist es ratsam, bei so einem alten Gleissystem, besonders jede Gleisverbindung ( Verbindungslasche, aber auch das Hohlprofil selbst ) zu prüfen, da es aufgrund des Alters schon öfter mal zu Kontaktschwierigkeiten kommen kann. Zusätzliche Stromeinspeisungen habe ich alle 1m beidseitig angebracht. In wenigen Fällen war es auch notwendig, die Schienen auch mal zusammenzulöten ( natürlich mit einem Stück Draht an der Außenseite des Profils ). Betriebssicherheit geht in dem Fall vor Optik, auch wenn ich hier versuche, die Optik so weit wie möglich Original zu lassen.



In der Regel habe ich die abschaltbaren Gleisabschnitte praktischerweise über die denkenden Weichen gelöst. Dort wo in Abhängigkeit Signale mit angesteuert werden kam noch ein Hilfsrelais ( ausrangierte Weiche mit z.b. stark verrostetem Profil nicht mehr befahrbar, aber als Relais immer noch nützlich ) dazu. Trotzdem gibt es zwei Bereiche auf der Bahn die über diese einfache Methode nicht so angesteuert werden können. Hier sind dann zusätzlich Schalter erforderlich. Mein Stellpult ist daher auch ordentlich gewachsen. Aktuell verbaut habe ich alle Signal- und Lichtschalter die ich noch hatte. Derzeit sind hier die alte Bauform aus Metall und die etwas modernere Version mit Plastikgehäuse verbaut. Auf lange Frist würde ich gerne alle neueren Exemplare gegen die alte Version mit Metallgehäuse austauschen. Da heißt es Geduld haben und Suchen.

Nebenbei erwähnt, kann man hier auf der rechten Seite der Anlage noch erkennen, das ich die Trasse für das Abstellgleis etwas verbreitern musste. Nachdem ich meine Hauptgleise exakt ausgerichtet hatte, lag mir das Abstellgleis zu nahe am Abgrund und auch zu eng zum Hauptgleis. Ich fügte hier eine 1/2 gerade ( Trenngleis ) gerade in der Diagonale ein, das führte zur der Improvisation. Hierzu nahm ich eine 1cm starke Buchenleiste und verschraubte diese mit mehreren kräftigen Metallwinkel an der Anlagenkante. Zudem liegt die Trasse auch auf dem Stellpult auf.



Sonderfall 1 Signale rechte Seite

Hier wird nur das innere Signal links über die denkende Weiche angesteuert. Die beiden äußeren Signale jedoch musste ich auf die Schalter ( sie Bild oben zweite Reihe ) ansteuern. Hätte ich sie über die denkende Weichen angesteuert würden fälschlicherweise immer 2 Ausfahrsignale Hp1 zeigen. Das geht mal gar nicht. In dem Fall habe ich dann tatsächlich Gleise und Signale über die Signalschalter angeschlossen. Man könnte es aber auch über Relais logisch ( also wenn das innere Signal auf Hp1 steht, müssen die Zuleitungen der beiden äußeren Signale Hp1 abgeschaltet werden und Hp0 der beiden äußeren Signale angesteuert werden. Dazu benötigte man ein weiteres bistabiles Relais 2 pol, welches über die entsprechende Ausfahrweiche verschalten wäre ) , um auf separate Bedienung mittels Schalter zu verzichten. In dem Fall entschied ich mich aber für den einfacheren Weg, mittels Schalter. Eventuell werde ich, wenn ich Lust habe die Schaltung noch mal entsprechend abändern, damit entfallen zumindest zwei der Signalschalter und ich hätte mit der Ausnahme des Gleis 2 eine einheitliche Bedienung logisch gesteuert nur über die Weichen gesteuert.



Sonderfall 2, Gleis 2 des Bahnhofs

Das Gleis 2 kann man ja für Innen- oder Außenkreis ( Zugfahrten und Rangierfahrten ) benutzen. Nun hätte man das ja einfach so machen können, das man die beiden Fahrkreise voneinander trennt und das Gleis 2 an einem der beiden Fahrtrafos fest zuweist. Möchte man aber das Gleis 2 z.B. vom Außenkreis befahren, könnte auf dem Innenkreis der Zug nicht einfach weiterkreisen, umgekehrt würde man vom Innenkreis auf Gleis 2 fahren, könnte auch auf dem Außenkreis kein Zug kreisen, da man in beiden Fällen, ja die Trafos in die selbe Richtung drehen müsste, um den Fahrstromkreis wechseln zu können. Das kann man eleganter lösen. Hierzu wird nur ein 2 poliges Umschaltrelais benötigt

Im Bereich der roten Markierungen sind beidseitig die Gleise mit Isolierverbinder versehen. Die Weiche 7 ist die Verbindungsweiche ( Überleitstelle ) zum Innenkreis.
Die Weiche 7 spielt eine tragende Rolle bei Zug- und Rangierfahrten. Jede Zug- / und Rangierfahrt über Gleis 2 führt über diese Weiche. Daher nehme ich diese Weiche und steuere ein Hilfsrelais ( bistabil, 2xUm, z.B. Fleischmann 522, oder 6956 oder jedes andere bistabile Relais anderer Hersteller ) mit an. Über die Stellung der Weiche, wird dann das Gleis 2 automatisch dem Fahrtrafo zugewiesen, von dem aus ich in, oder aus dem Gleis fahren möchte.



Sonderfall 3 im Gleis 2

Nutze ich das Gleis 2 für den Außenkreis, dann muss Gleis 2 immer unter Fahrstrom stehen ( also nicht abschaltbar ), der Halteabschnitt befindet sich hinter W7 und dem dazugehörigen Ausfahrsignal auf der rechten Seite.
Nutze ich aber das Gleis 2 für den Innenkreis, dann möchte ich da aber auch einen Zug abstellen können, daher kommt hier in die Zuleitung vom Fahrtrafo 2 noch ein Signalschalter, der auch das Ausfahrsignal im Gleis 2 linke Seite mit ansteuert. Um es nicht noch komplizierter zu machen, habe ich das Gesamte Gleis 2 abschaltbar und nicht nochmal separat einen Halteabschnitt darin eingerichtet. Jetzt nachdem aber die ganze Schaltung fix und fertig eingebaut ist und perfekt funktioniert könnte man das noch nachtragen. Der Aufwand dazu wäre nicht so hoch.

Ein kleines Manko gibt es jedoch, soll z.B. ein Güterzug vom Außenkreis ( entgegen Uhrzeigersinn ) ohne Halt in den Innenkreis wechseln, dann muss man den Signalschalter im Gleis 2 auf Fahrt stellen, das Signal leuchtet dann natürlich fälschlicherweise in Gegenrichtung grün. Würde man eine Diode zum Schalter einbauen könnte man das zwar vermeiden, jedoch im Fall das Gleis 2 wird über den Innenkreis gespeist, steht auf Gleis 2 ein Zug und man würde die Fahrtrichtung entgegen des Uhrzeigersinn drehen, weil man z.B. im hinteren Bereich der Anlage am Rangieren ist, dann würde der eigentlich abgestellte Zug durch die Diode bedingt einfach rückwärts losrauschen. Trotz des kleinen Mankos, kann man auf einer reinen Spielanlage durchaus mit dem kleinen Schönheitsfehler leben, da ansonsten die Schaltung mehr Vorteile und vor allem Bedienungskomfort bietet.

Um das Manko zu beheben, ziehe ich noch Weiche 1 ( Weiche 1, Stellung Abzweig, führt ins Gleis 2, Gleis 2 kann ja sowieso nur befahren werden, wenn es frei ist. ) dazu. Über die Schaltkontakte der Weiche überbrücke ich den Signalschalter ( Fahrstrom ) und kann somit auch ohne Probleme durchfahren. Das Signal bleibt dann weiterhin richtigerweise auf Halt.


Mfg Manu


Wusel, Floechen, RC-Flieger, Mornsgrans und Lok-Elektriker haben sich bedankt!
 
Manuel K
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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#47 von Manuel K , 02.01.2025 02:56

nachdem die Elektrik, bis auf ein paar Lampen fertig gestellt ist, ging es heute mal mit dem Landschaftsbau ein bisschen weiter.

Ich fing vorne an und arbeitete mich nach rechts bis auf die Gegengerade vor. Ende der Gerade etwa in Höhe Lokschuppen, kann ich ja noch nicht weiter machen, bevor der neue Berg gebaut ist. ich hab mich nur um die Bodengestaltung gekümmert, Büsche, Bäume und weitere Details folgen noch. Also nicht wundern, wenn es hier und da noch etwas seltsam aussieht.

Neben den Rangiergleisen gibt ein einen Dienstweg für die Bahnmitarbeiter



Das Abstellgleis auf der rechten Seite dient nun als Freiladegleis, dazu habe ich in dem Bereich einen kleinen Schotterplatz angelegt. Hier fehlen natürlich noch jede Menge an Ausschmückungsdingen. Ich denke da an Kabeltrommeln o.ä. Auch könnte ein Förderband oder ein Bagger da stehen, um einen Kohlewagen zu entleeren. Es gibt viele Möglichkeiten



Alle Signale und auch die Andreaskreuze ( blinkend mit altem Faller Taktgeber ) funktionieren ordnungsgemäß und sind echt schön anzusehen.



Den Bahnübergang hatte ich heute nochmal mit Feinspachtel überzogen und die Straße glatt geschliffen und coloriert. Die Holzbohleneinlagen muss ich jedoch noch anfertigen.
Funktionsfähige Schranken wären hier noch ein Highlight. Vielleicht habe ich irgendwann mal Glück und finde die von Kibri 2670?



Hier mal aus der anderen Richtung Stadteinwärts geschaut



Die beiden Ausfahrweichen mit ihren Weichenlaternen sind einfach nur herrlich anzusehen. Wenn man bedenkt, die Bauteile sind schon 60 Jahre alt und funktionieren auch heute noch tadellos.
Ich mag den nostalgischen Look total, da stören mich die Antriebskasten und seitlichen Klemmen überhaupt nicht. Im Gegenteil, frei Klemmen reizen mich eher da noch etwas anzuschließen.



Die Szene mit der Wassermühle habe ich nun in etwa so, wie sie zuvor war wieder aufgebaut, nur eben ein Gleis weiter rechts. Hier habe ich auch die ersten zwei Bäume wieder aufgeklebt. In der Mitte der beiden Gleise gibt es eine ganz leichte Anhöhe mit einem flachen Fels, um die ansonsten monoton wirkende Fläche etwas zu brechen. Später werde ich hier noch ein paar zeitgenössische Islandmoos Büsche setzen.



Die BR55 geht mit ihrem Güterzug gerade auf die freie Strecke



Hier mal der rechte bereits grob vor gestaltete neue Bereich in der Gesamtansicht



Nachdem ich dann auf der linken Rückseite wegen dem noch fehlenden Berg nicht weiterkam und den Berg auch heute noch nicht anfangen wollte, kümmerte ich mich um den vorderen linken Bereich.
Auch hier hatte ich die Bahnübergang gestern gespachtelt, heute dann mit Feinspachtel überzogen, geschliffen und coloriert. Leider ist durch die Gleise weniger Platz auf der Außenseite links der Straße, so suchte für die beiden Häuser die da zuvor auch standen und dem kleinen RS Häuschen das zuvor auf der rechten Seite stand einen neuen Standort.
Nähe der Zufahrt legte ich nun die neue Siedlung bestehend aus den drei Häuser parallel zur Gleistrasse an. Eine befestigte Straße zu den Häusern gibt es aber noch keine. Wir befinden uns irgendwo im Zeitraum 1955 bis 1965, damals war das noch nicht so wie heute üblich, das zuerst die Straßen und dann die Siedlung angelegt wurde.



Zwecks der neuen Straße ist die Verbandsgemeinde schon länger mit dem Sägewerksbesitzer in Verhandlung, der aber zeigt sich zäh und fürchtet um seinen Holzumschlagplatz, der sich direkt vor den neuen Wohnhäuser befindet.



Auch hier ist der nähere Bereich rund um die Häuser nur grob vor gestaltet, Details fehlen noch. Nur die Fahrzeuge rund ums Thema Sägewerk stehen wieder an ihrem Platz



Hier mal die Szenerie von der Gleisseite betrachtet. Inzwischen ist ja die Gleisanlage ordentlich gewachsen, so das auch ein Stellwerk, bzw. genau genommen zwei Stellwerke erforderlich geworden sind. Aktuell habe ich aber nur drei Exemplare da. Das große Faller Nr. 124 und ein noch größeres Kibri Nr. 0/48/6 sind für meine Bahn leider viel zu wuchtig und wirken dadurch nicht. Das dritte Stellwerk Faller Nr. 121 würde meiner Meinung nach passen, jedoch ist mein Exemplar leider nicht mehr Original. Vorerst werde ich es aber wohl verbauen und später gegen ein schöneres Stellwerk ersetzen. Ob ich auf der rechten Seite ein weiteres Stellwerk hinbauen werden, weiß ich derzeit noch nicht. Ob final auch das Faller Nr. 121 dort stehe bleibt weiß ich aktuell auch noch nicht, kommt drauf an was ich finden werde. Gefallen würde mir auch Faller Nr. 18 bzw 122, Vau-Pe 1116



Nebenbei gab es noch einen kleinen Gleisumbau. Durch Zufall fand ich noch ein noch nie verbautes Handentkupplergleis. Das macht mir das Rangieren vor allem beim Zustellen zum Sägewerk, wesentlich einfacher.



ein Schnappschuss zwischendurch, mal übers Sägewerk geschaut



zweiter Schnappschuss, mal über den Bahnhofs geschaut



Die Zufahrt zum Sägewerk ist inzwischen auch wieder hergestellt, der Kreuzungsbereich ist dieses Mal etwas großzügiger gestaltet, damit die schwer beladenen Holz Lkws da auch besser um die Ecke kommen.



Das Stellwerk gefällt mir auf dem Platz, es lockert den ansonsten ziemlich toten Raum zwischen den recht weit auseinander liegenden Schienen, zudem passt das Läutwerk vorm Stellwerk auch noch dazu.



Das Bild ist mein Favorit aus der Bilderserie. Wenn da mal alles fertig gestaltet ist, wirkt das in meinen Augen recht stimmig und es vermittelt den Eindruck eines größeren Bahnhofs



Naja, so klein ist er ja auch tatsächlich nicht mehr




So nun seit Ihr auch auf dem aktuellstem Stand der Dinge, Schluss für heute morgen geht es dann munter wieder weiter


Mfg Manu


 
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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#48 von Zelluloid , 02.01.2025 05:56

Ich bin begeistert, auch wenn ich trotz des Nostalgiethemas nicht die Pappschienen, sondern das Modellgleis verwendet hätte.

Falls Du noch was brauchst; ich hab irgendwo noch ne große Kiste Pappschienen und Weichen und ne Kiste mit Stellpulten - auch in Metall.

Finden ist das Problem!

LG Martin


Achtung! Normaler Gleichstromer!


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#49 von Mornsgrans , 02.01.2025 11:16

Tolle Projekterweiterung, Manuel

Viele hatten damals(TM) mit ihrer Anlage das Problem, mit wenig Aufwand die Anlage derart zu erweitern, dass deutlich mehr Spielspaß daraus entstehen kann. Deine Lösung wäre den meisten sicher recht gewesen.

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich


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RE: Manuel K: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Hohlprofilschienen mit Pappschwellen )

#50 von Y-Weiche , 02.01.2025 13:49

Großartig!

Ich habe riesigen Respekt vor dem ultrarealistischen Modellbau heutiger Tage, aber bei so einer tollen Retro-Bahn geht mir absolut das Herz auf!

Gib uns mehr (Bilder)!
Andreas


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