Hallo zusammen,
mir ging es beim letzte Versuch hier meinen Bericht upzudaten ebenso. Die Software meckerte warum auch immer. Da das aber nun dankenswerterweise schnell aufgeklärt wurde, kann und möchte ich gerne weiter berichten...
erneuter Versuch ( mein Bilder max.1024 Pixel, ( Max. Wert gilt für Hoch oder Quer )
Hallo zusammen,
ich habe es schon wieder getan....
Hm, da ist doch noch ein nicht ausgenutztes Eck, mal schnell ausgemessen, 47,5 x40cm Erweiterung könnte man hier noch anpassen.
Leider bekomme ich den Schrank nicht wo anderes aufgestellt, sonst könnte man da ja noch längeren und größeren Schenkel anbauen. Naja, übertreiben wollen wir das ja nun auch nicht und mit einem knappen 0,5 m² lässt sich ja auch schon etwas anstellen.
Also, ab in den Baumarkt. Deckplatte 12mm Multiplex, Rahmenteile wie immer 15mm Multiplex, Rahmen ( H =8,8cm ) mit Deckplatte 10cm hoch. Knapp 15 Euro kostet mich die Erweiterung, passt.

Kaum daheim angekommen, war ich auch schon am messen, anzeichnen, bohren, senken, verkleben und schrauben. Nicht mal eine Stunde war das Erweiterungsteil anbaufertig. Kaum angefangen, schon wars auch wieder fertig ( ca. 45 min ), ach ja ist ja auch nichts mehr so wie früher.... *lach
Um die neue Erweiterung an der Anlage anbauen zu können, hab ich das Stumpfgleis erst mal zurück gebaut, weiter die rechte Trafoplattenhalterung. Da nach konnte ich das neue Teil schon andocken. In etwas hatte ich schon einen groben Plan, also habe ich erstmal die Gleise so gelegt´, wie ich es mir dachte und die Nutzlängen auf maximal gebracht. Ein Stumpfgleis führt zu einem weiteren Anschließer, das andere dient als Ausziehgleis.

1960 brachte Vollmer das schöne Kieswerk auf den Markt, das passt doch zeitlich sehr gut zu meiner Retrobahn, zudem habe ich drei Stück davon, also kann ich ruhig mal eins verbauen. Ich nahm eins der drei Gebäude überprüfte die Funktion und restaurierte die abgebrochenen, aber noch vorhandenen Teile. Wie man schön im 1960er Katalog von Vollmer sehen kann, wurde das Kieswerk auch damals schon patiniert und das Umfeld wurde auch recht aufwendig gestaltet. Wirklich toll, genauso könnte ich mir das auch auf meiner Bahn vorstellen. Nur leider habe ich nicht so viel Platz dazu.
Dadurch das die Nutzlänge nicht so toll lang ist, wird es beim Beladen interessanter. Es können maximal nur zwei Wagen beladen werden. 5 der Schotterwagen habe ich aber, so muss recht ordentlich rangiert werden, wenn dann alle Wagen befüllt werden sollen, das macht doch die Sache wieder richtig interessant. Abgesehen davon, passt ins Kieswerk selbst sowieso nur maximal 1,5 bis 2 Wagenladungen an Material, dann muss man den Bunker schon wieder von Hand nachladen. Aber das soll ja auch sein, denn es ist eine Retro- Spielanlage!

Um nun den genauen Standort des Gebäudes zu ermitteln habe ich alle Funktionswagen von Fleischmann getestet, es passen maximal 2 Schotterwagen aller Art, bis auf die Erz 3D Wagen da rein. Letztere passen da sowieso vom Ladegut her nicht dazu. Ich habe den Standort so gewählt, das die linke Schütte genau bündig mit dem zweiten Wagen Ladekante steht. Sicherheitshalber habe ich dann nochmals alle Wagen getestet.
Da ich aber keine Original Fleischmann Prellbock des Gleissystems, oder auf schraubbare Prellböcke mehr hatte, habe ich einen Originalen Prellbock gemessen und das hinten am, Ende des Gleises mit ein wenig Reserve natürlich mit berechnet.

Vom Faller gab es mal schöne Prellböcke in Holz gefertigt, von denen möchte ich mal welche haben ( wenn es sich dann ergibt ), so lange helfe ich mir mit selbst konstruierten Prellböcken, die den Faller ähnlich sind aus. Natürlich hätte ich sie auch aus Holz bauen können, andererseits kann ich sie mir aber auch schnell in x- beliebiger Menge drucken und farblich anpassen. Sollte ich mal ein Original Faller bekommen, kann ich den aber auch einfach austauschen. Außerdem, kann man sowas immer mal gebrauchen, auch bei anderen Projekten.
Ich habe dann gleich zwei gemacht, einmal mit Aussparung für Kupplungen, und einmal ohne. Die Prellböcke kann man einfach aufstecken, passend für alle H0 Gleissysteme. Wenn man möchte kann man sie auch aufkleben, oder bevor man das Gleis montiert auch von der Unterseite her schrauben. Für andere Spurweiten kann ich ihn ebenfalls skalieren und passend machen.

Hier mal ein Probedruck noch ungereinigt und unlackiert. Ich hab sie für den Fall das ich sie austausche nur mit Fixogum fixiert.

Wie ich Styrodur schnitzte, vergipste, Felsen ausarbeite und Coloriere hab ich ja schon oft genug ausführlich gezeigt und beschrieben, das spare ich mir hier ( wer es trotzdem gerne nachlesen möchte, der kann gerne in meinen anderen Bauberichten nachschauen ).
Hier bereits 2 der Prellböcke lackiert und verbaut.
Hier mal die ersten Eindrücke, während des Bauens

Beim Colorieren hab ich mir gleich mal in etwa die gedachten Wege gemalt, um zu sehen, ob ich überhaupt mit dem Platz so hin komme, wie ich mir das dachte.

Mir war es wichtig, trotz der engen Platzverhältnisse so viel wie möglich Tiefenwirkung dahin zu bekommen.

47,5 x40 cm sind in H0 nicht gerade ein üppige Fläche für einen Steinbruch darzustellen, daher war das schon eine kleine Herausforderung. Gut, ich stelle ja auch eigentlich keinen kompletten Steinbruch da, sondern genau genommen nur die Verladestation. und deute eine Steinbruch an. Die Felswand zur Wand hin hat gerade mal eine Stärke von 4 cm, Richtung Schrank an der schmalsten Stelle sogar nur 2cm. Hier war schon etwas Tricksen angesagt.

Man beachte, mein großzügiges Abkleben an Wand und Schrank *lach Aber! Ich habe nichts versaut!

Wie gesagt, eigentlich ist es ja nur eine Verladestation. Aber wie kommt den nun der Schotter eigentlich da in den Vorratsbunker. Leider kann man das bei den meisten, die das Kieswerk verbaut haben nicht erkennen. Meistens wird das Ding da einfach nur irgendwo hin gestellt und fertig.
Schaut man mal im Katalog, so sieht man das es angedacht war, die Verladestation mittels Loren die da von Hand hingeschoben wurden versorgt wurde.
Ziemlich altbacken und mühselig, mag das wohl gewesen sein.
Hier mal mein Gedankengang. Früher gab es tatsächlich mal die Loren, die führte neben den Felsen an die Verladestation und führte dann seitlich an das Gebäude heran. Den Betonklotz für die Lorenbahn mit Drehkreuz hat Vollmer angedeutet und kann man auch gut erkennen. Bei meinem Modell fehlte übrigens die Rampe dazu.

Doch dann kamen so langsam die Lkws ins Spiel, die Loren waren nicht mehr effektiv genug, also wurde die Lorenbahn zurück gebaut und die Lkws übernahmen nun die Aufgabe. Der Betonklotz bleib einfach stehen und man baute die Anlage ein wenig um. Neben dem Klotz befindet sich nun eine Schütte, hier kippen nun die Lkws den Schotter hinein, der rutsch dann zu dem innenliegenden Förderband und wird dann zum Vorratsbunker befördert.

Die Rutsche wird etwa hier hin kommen. Die Tage werde ich das noch basteln und ergänzen. Naja, Drehkreuz für die Lorenbahn ist auch etwas übertrieben, aber egal. Zu der Zeit nahm man es halt nicht ganz so genau. Auch wenn ich mir das Katalogbild mit der Lore, die von einem Männchen geschoben wird anschaue....hmmm
Das Bild habe ich etwas später gemacht, also nicht wundern, das es hier schon etwas mehr farblich zu geht.

zurück zur Landschaft., Wie schon geschrieben, hatte ich mir die Wege schon mal farblich zwecks besserem Vorstellungsvermögen angedeutet. irgendwie gefiel mir das noch nicht so recht, es war mir irgendwie zu langweilig zu flach. Früher, als ich noch Lkw fuhr, war ich auch sehr oft in Steinbrüchen unterwegs und da war es nie so flach.
Also gut, wieder Styrodur auspacken, wieder schnitzen, anpassen, vergipsen, hier und da noch gleich ein paar Steine mit eingipsen, das Ganze wieder colorieren und an dem vorhandenen anpassen.
Dann sah das Ganze doch gleich viel interessanter aus....
Jetzt führt ein Weg weiter nach oben in den eigentlich ( fiktiven ) Steinbruch. Da der Weg recht steil geht, hat das natürlich auch Auswirkung auf die Zufahrten der Verladestation. Hier können nicht nur Wagons beladen, sondern auch andere Firmen mit ihren Lkws Schotter selbst abholen.
Auf dem Bild noch die nasse braune Grundierung ( Abtönfarbe ) zu sehen. Schön zu sehen, die eingegipsten Steine, die farblich sowieso nicht dazu gepasst hätten, hab ich gleich mit lackiert.

Die Verladestation musste wegen der Fleischmann Wagen ca. 5mm höher gesetzt werden. Am Sockel habe ich eine Faller Mauerpappe mit eingearbeitet. Ansonsten ist hier schon die erste Schicht des Bodens aus Sand zu sehen. Bei der Gestaltung der Landschaft habe ich mich etwas mehr an die Vollmer Katalogabbildung gehalten. Die Steine und den vorderen nachträglich gebauten Teil, habe ich an den hintern Teil farblich angepasst.

Man denke sich das Klebeband an der Wand weg, stattdessen einen Wald vor, dann kann man schon gut Tiefenwirkung erkennen.

Hier mal aus einer anderen Perspektive, auch gut zu erkennen, die Höhenunterschiede im Gelände

Hier sind gerade ein paar Wagen zum Beladen angekommen. Die Beladung liegt schön in einer Mulde.
Vorteil: sollte mal was beim Beladen daneben gehen, hab ich die Sauerei nicht überall herumfliegen, es bleibt da einfach in der Mulde liegen.

Auch wenn es jetzt tierisch reizen würde, aber ich möchte keinen Stilbruch, daher gings nun wieder klassisch mit gefärbten Sägemehl weiter. Zum Teil habe ich das gefärbte Sägemehl auch nochmals gesiebt um, schöne Übergänge zu den gesandeten Flächen zu bekommen.

Details die man beim Bau nur allzu leicht vergisst. Nachträglich wird es schwierig Mauerpappe einzubauen.

passend zur schon leicht maroden Verladestelle, sprießt hier und da bereits wieder grün durch

Die Fahrwege, genauer gesagt Schotterwege, so habe ich das nun schön öfter in alten Lektüren der 50iger und 60iger Jahre gesehen, wurden nicht immer mit Sägemehl, grau oder schwarz dargestellt, sondern gegipst und aufwendig farblich gestaltet. Auch das habe ich hier mal umgesetzt, es ist viel Arbeit, aber es sieht einfach viel besser aus, als einfach nur gestreut.

Die ersten Lkws brummen schon, nur an den Bahnübergängen wird es noch ganz schön holprig. Auch ist das Gleis im Bereich unter den Schütten noch viel zu sauber.

Auf der Vorderseite der Verladung, die Zufahrt und Firmengelände sieht es aktuell noch so aus

Holzbohlen ( aus großen Streichhölzer in Moorbraungebeizt und mit 0,5er Minenbleistift die Verschraubung dargestellt ) ergänzt, sowie Schienen im Bereich der Verladung beigeschottert. Damit ist die Grundbegrünung erstmal abgeschlossen. Weitere Akte werden noch folgen, wobei hier weniger mehr ist. Man bedenke es ist immer noch eine Retroanlage Zeitraum ca. 1960 bis 1965

Als nächste Baustelle kommt dann aber erst noch die Schütte für die Lkws im Zulauf der Verladestelle dran.

aktueller, aber noch lange nicht finaler Stand der Dinge.

Und nebenbei, habe ich hier bereits schon wieder zurück gebaut. Da wird sich auch noch was tun.
