Zur Geschichte der Lok Die Elektrolokomotive der Baureihe E 344, (ab 1968 Baureihe 183) der Deutschen Bundesbahn, war eine Zweifrequenzlokomotive, die für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Frankreich und Luxemburg für zwei verschiedene Fahrleitungsspannungen und -frequenzen ausgerüstet war:15 kV 16⅔ Hz und 25 kV 50 Hz .
Im Jahr 1962 wurde von AEG die E 344 01 (später 183 001 bezeichnet) als Versuchslok fertiggestellt. Der Lokkasten wurde auf Basis der E 41 im Aw Freimann gebaut, die Drehgestelle und der Brückenrahmen stammten von der ehemaligen Höllentallok E 244 21 und die Fahrmotoren von der E 244 22. Die an den Drehgestellen befindlichen Pufferbohlen blieben erhalten, was der Maschine ein unverwechselbares Äußeres verlieh.
Bereits nach sieben Jahren wurde die Lok wieder ausgemustert.
... und so sieht sie aus:
Das Fahrwerk: Wie ja schon aus der Beschreibung ersichtlich stammte das Fahrwerk der E344 01 von der, im Sommer 1960, ausgemusterten 50Hz-Höllentalbahnlok E244 21 (Rahmen und Drehgestelle), die 4 Doppel-Motoren von der 50Hz-Höllentalbahnlok E244 22 (1960 umgebaut in E44 189). Diese Komposition lässt sich im Modell nicht so einfach nachbilden. Der Kompromiss: ein Fahrwerk einer E10/E40 adaptieren. OK, da passen dann die Blenden nicht, aber es gibt ja zum Glück die Säge ...
Bei mir bildet die Basis bildet eine Jouef E10 samt ihrer Drehgestelle (die gar nicht zu diesem Loktyp passen). Also ein Grund mehr die Blenden glatt zu schleifen ... und sie den Drehgestell-Blenden einer PIKO E44 passen ...
... noch ein paar "Stabilisierungs- und Verblendungsbleche" ...
... und fertig ist das E344-Fahrwerk (mit hinreichend genauen Abmessungen).
Das Gehäuse: Um die Drehgestelle der E44 unterzubringen, muß die Front des E10-Gehäuses an das einer E44 angepasst werden. Maßgebend dabei sind die Abmessungen des neuen modifizierten Fahrwerks (siehe oben):
Das Gehäuse der E344 ist von der E41 abgeleitet, nicht übernommen. Die Lüfter- und Fenster-Einteilung ist etwas anders, die Länge größer. Ich habe dazu die Seiten des E10er-Gehäuses entsprechend den Vorbildfotos modifiziert ...
... danach noch das Dach anpassen. Die vorhandenen Fotos geben nur wenig Anhaltspunkte. Hilfestellung geben die Dächer der anderen E320-Versuchsträger und "könnte-so-sein" ...
... und so sieht der Rohbau danach aus ...
... womit wir wieder beim Eingangsbild sind.
Nachdem der Rohbau abgeschlossen ist, erfolgt die Farbgebung, die Beschriftung und die Re-Montage der Dachaufbauten ...
... die Beschriftung Danach alles mit (mattem oder semi-mattem, je nach Geschmack) Klarlack versiegeln
... dann noch etwas "Behang" an den Pufferbohlen
... und fertig ist die E344 01 ... ... wie sie am 08. Juni 1968 im Bw Saarbrücken Bf stand.
---------------------------------------- Zur Erinnerung:
Die E344 hatte ich vor vielen Jahren schon einmal gebaut ...
... und wer hätte es gedacht, ein großer Modellbahnhersteller hatte das Modell schon einmal in seinem Katalog ... Märklin´s E344 01 ... aber gebaut wurde sie von Märklin nie.
Ups, die Bilder "vom Bahndamm" hatte ich vergessen ...
Herzliche Grüße aus dem "Aw Bonn" am Rand der Bundesstadt Bonn Wolfgang _______________________________
Zitat von blauer klaus im Beitrag #1... und wer hätte es gedacht, ein großer Modellbahnhersteller hatte das Modell schon einmal in seinem Katalog ... Märklin´s E344 01 ... aber gebaut wurde sie von Märklin nie.
Diesen Verweis findet man sogar im Modellbau-Wiki. Dabei handelt es sich bei dem Katalogblatt um den Ausschnitt eines vollständigen fiktiven Kataloges, der seine Wurzeln sogar hier im Stummi-Forum hat? Mäkronomicon oder so ähnlich? Ich finde ihn nicht wieder.
Der ultimative Stresstest für eine Prototype-Freelancing-Konzeption: Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten. Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.