Hallo, im Internet ist ja die Trickschaltung mit inverser Polarität der Feldspule beschrieben (hat jemand anderes erfunden!). Durch die Trickschaltung wird erreicht, dass auch bei analog-Betrieb mit analogem Umschalter das Spitzenlicht mit der Fahrtrichtung wechselt. Das Thema hatte mich gereizt und deshalb habe ich es nachgebaut. Hier ein paar wichtige Dinge, die mir dabei aufgefallen sind:
- Umschalter muss gegen Gehäusemasse isoliert sein - Spule des Umschalters nicht an Gehäuse des Umschalters belassen (feines Drähtchen an Umschalter-Gehäuse-Kontakt ablöten und mit einem Kabel an die Gehäuse-Masse der Lokomotive führen) - Umschalter mit Kunststoff-Schraube befestigen - Umschalter-Unterseite mit Plastikschiene gegen Gehäusemasse isolieren (z.B. mit Plastikschiene von Umschaltern mit Vorschaltelektronik) - Spule des Umschalters separat an Schleifer und Masse der Lokomotive anschließen (nicht über Metallgehäuse des Umschalters)
Gruß Stefan _______________________________ Märklin H0 Analog- und Digitalbahner
Moin, was ist der Vorteil gegenüber der klassischen Verkabelungsmethode von Märklin? Da gab es keinen isolierten Umschalter. Leuchten die Lampen ggf. heller?
bei der Märklin-eigenen Trick-Schaltung war der Umschalter NICHT gegen Gehäusemasse isoliert. Die Umschaltung des Lichtes beruhte auf zwei Prinzipien: 1) die nicht leuchtenden Birne wurde letztendlich kurzgeschlossen 2) die leuchtende Birne bekam ihren Strom über die Spulenwicklung des Stators, war deshalb etwas dunkler als eine vergleichbare Birne, die direkt an Mittelleiter angeschlossen wurde.
So nachzulesen unter anderem auch in den älteren Ausgaben von "Die Märklin H0-Bahn und ihr großes Vorbild" (oder so ähnlich).
bei der Märklin-eigenen Trick-Schaltung war der Umschalter NICHT gegen Gehäusemasse isoliert. Die Umschaltung des Lichtes beruhte auf zwei Prinzipien: 1) die nicht leuchtenden Birne wurde letztendlich kurzgeschlossen 2) die leuchtende Birne bekam ihren Strom über die Spulenwicklung des Stators, war deshalb etwas dunkler als eine vergleichbare Birne, die direkt an Mittelleiter angeschlossen wurde.
So nachzulesen unter anderem auch in den älteren Ausgaben von "Die Märklin H0-Bahn und ihr großes Vorbild" (oder so ähnlich).
Genau! So wie „silz_essen“ es beschreibt kenne ich das auch und habe es seit ewig in meinen analogen Loks, soweit sie keine Vorschalt-Elektronik haben. Der Umbau ist extrem einfach: die Kabel zu den Glühbirnen an der zentralen Lötstelle zwischen Schleifer und Motor ablöten und an die beiden Kontakte des Umschaltrelais anlöten. Dann leuchten zwar diese Lampen etwas dunkler, ersetzt man sie aber durch LED-Lampen der gleichen Fassung (z.B. von Schönwitz) leuchten sie modellmäßig hell, und die LED erhalten nicht mehr die volle Umschaltspannung.
Das ist aus meiner Sicht die einfachste und preiswerteste Lösung: 2 LED-Birnchen, 2 Lötstellen - kein anderes Umschaltrelais, keine Isolierung von Relais oder Lampenfassungen, keine Elektronik (die LED-Birnchen enthalten Vorwiderstand und Diode) und leuchten über einen weiten Spannungsbreich nahezu konstant.
Das alles ist überflüssig:
Zitat von CSinus im Beitrag #1 - Umschalter muss gegen Gehäusemasse isoliert sein - Spule des Umschalters nicht an Gehäuse des Umschalters belassen (feines Drähtchen an Umschalter-Gehäuse-Kontakt ablöten und mit einem Kabel an die Gehäuse-Masse der Lokomotive führen) - Umschalter mit Kunststoff-Schraube befestigen - Umschalter-Unterseite mit Plastikschiene gegen Gehäusemasse isolieren (z.B. mit Plastikschiene von Umschaltern mit Vorschaltelektronik) - Spule des Umschalters separat an Schleifer und Masse der Lokomotive anschließen (nicht über Metallgehäuse des Umschalters)
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
Moin, bei der klassischen Trickschaltung gibt es Einbußen bei der Motorleistung und wie schon geschrieben wurde, sind die Glühbirnchen in der Regel dunkler. Bei der Trickschaltung mit inverser Feldspulen-Polarität gibt es keine Einbußen der Motorleistung (deshalb auch für Trommelkollektor-Motoren geeignet) und die Länpchen leuchten mit normaler Helligkeit. Aber es gibt den Nachteil, dass die Lämpchen beim Umschaltimpuls kurz hell aufleuchten.
Gruß Stefan _______________________________ Märklin H0 Analog- und Digitalbahner
Zitat von CSinus im Beitrag #5Moin, bei der klassischen Trickschaltung gibt es Einbußen bei der Motorleistung und wie schon geschrieben wurde, sind die Glühbirnchen in der Regel dunkler. Bei der Trickschaltung mit inverser Feldspulen-Polarität gibt es keine Einbußen der Motorleistung (deshalb auch für Trommelkollektor-Motoren geeignet) und die Länpchen leuchten mit normaler Helligkeit. Aber es gibt den Nachteil, dass die Lämpchen beim Umschaltimpuls kurz hell aufleuchten.
Hi Stefan,
das mit den Einbußen an Moterleistung ist oft zu lesen - ich habe in meiner Analogen Zeit nichts in der Art festgestellt. Und das Dunklere Leuchten der Lampen ist relativ - mir war es immer noch hell genug.