Signalbeobachtung mit MARCo-Empfängermodulen - Problem "Grünerkennung"

#1 von Micha_htm , 15.12.2023 17:05

Hallo Forum, ich nutze (will nutzen) MARCo-Empfängermodule zur Signalauswertung. Die Signalstellung wird durch ein Rückmeldemodul 63330 an das Loconet übergeben (RM „belegt“ -> Signalstellung grün, RM „frei“ -> Signalstellung rot). Wenn ich die Rückmeldeadresse direkt als Signaladresse im MARCo (LNCV 6) eintrage reagiert der MARCo nicht, offensichtlich werden die RM-Zustände nicht als Signal- (MA-) Zustände erkannt.
Programmiere ich im Rückmeldemodul eine zugeordnete MA-Adresse (belegt -> „grün“ xxx1, frei -> „rot“ xxx0) und trage diese im MARCo in LNCV 6 ein reagiert der MARCo wie gewünscht.
Im Monitor des Loconet-Tools sehe ich jedoch, dass die MA-Adresse nach kurzer Zeit wieder auf "rot" geht obwohl der zugeordnete Rückmeldeeingang noch auf "belegt" steht. Damit wird zwar der Rotzustand des Signals sicher erkannt, auf "grün" reagiert der MARCo aber erst wenn ein Fahrzeug auf dem Gleisabschnitt steht und ein Signalwechsel grün -> rot -> grün durchgeführt wird.
Offensichtlich ist der MA-Zustand „grün“ xxx(1) nicht dauerhaft.
Meine Frage: wie erzeuge ich einen dauerhaften (bis zu einem erneuten Wechsel von „belegt“ auf „frei“ im RM) MA-Zustand „grün“ xxx1?


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RE: Signalbeobachtung mit MARCo-Empfängermodulen - Problem "Grünerkennung"

#2 von meckh , 16.12.2023 14:36

Hallo Namenloser,

habe lange überlegt ob ich Dir, auf Grund deiner spartanischen Profil-Angaben, überhaupt antworten soll. Du machst keine Angaben über dein Gleissystem, Digitalprotokoll, Zentrale.

In diesem Beitrag sind Deine Angaben mehr als verwirrend.

Zitat von Micha_htm im Beitrag #1
ich nutze (will nutzen) MARCo-Empfängermodule zur Signalauswertung.


Diesen Ansatz verstehe ich nicht, Marco-Module sind primär Railcom –Detektoren die Schalt- und Automatik Funktionen ausführen können und darüber hinaus noch über 2 unabhängige Rückmelder verfügen.

Im UB System werden RM und MA-Adressen unterschieden. Wenn Du also in LNCV 6 des ME eine RM- Adresse eingibst, ist das für den ME eine MA-Adresse.
Ist der Magnetartikel (in deinem Fall ein Signal) im System jedoch nicht vorhanden, passiert auch nichts. Das Signal muss dabei nicht physikalisch vorhanden sein.

Die Anzeigen im Loconet-Monitor zeigen immer die Zustände „rot ein“, „rot aus“, „grün ein“, „grün aus“ an. Das hat aber nicht wirklich etwas mit den Schalt-Zuständen auf der Anlage zu tun.

Willst du also ein Signal über ein RM-Modul schalten, ist im ME (LNCV 6) nur die reine Signal-Adresse z.B. 100 ohne Anhänge (0 oder 1) einzugeben.

Die Programmierung sieht dann folgendermaßen aus:
Im RM-Modul
RM Adresse z.B. 20 belegt: MA(Signal 100) = Wert 1001 = grün
RM Adresse z.B. 20 frei: MA(Signal 100) = Wert 1000 = rot
Im Marco Empfänger
LNCV 6 = 100
Damit wird das Signal im ME dauerhaft grün oder rot geschaltet.

Gruß Klaus (meckh)


Hier stelle ich mich und meine Anlage vor:

t134789f64-M-chte-mich-vorstellen-Teil-Die-Anlage.html#p1511827

und hier meine Steuerung:

Uhlenbrock – voll digital, voll automatisch – ohne PC


Micha_htm hat sich bedankt!
 
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RE: Signalbeobachtung mit MARCo-Empfängermodulen - Problem "Grünerkennung"

#3 von Micha_htm , 07.02.2024 13:47

Hallo Forum,

nachdem ich mein Problem nochmal ausführlicher dem Uhlenbrock-Support geschildert hatte (nach Rückfrage am 06.02.2024) erhielt ich heute!!! (07.02.2024) folgende Lösung, die ich dem Forum nicht vorenthalten möchte:
___
"der Fehler könnte hier in den verwendeten Magnetartikeladressen liegen.
Sie verwenden hier Adressen über 1500.
Wenn ich mich recht erinnere war es in der Daisy II so das nur bis 256 gespeichert wird.
Der Marco muss die Stellung in der Zentrale abfragen können. Bei der hohen Adresse bekommt es keine Antwort, oder eine falsche Antwort.
Versuchen sie mal zu Testzwecken MA-Adressen unter 100 zu verwenden."

___
- genau das war´s :-)

und hier nochmal die Problembeschreibung:
Die digitalen Komponenten werden über eine PiKo-Smart-Control-light-Zentrale (baugleich mit Ihrer DAYSI II ?) gesteuert.
Ich nutze MARCo-Rückmeldemodule (68510) zur Beeinflussung der Fahrzeuggeschwindigkeit in Abhängigkeit der jeweiligen Signalstellung.
Die Signale werden über ein analoges Stellpult geschaltet. Die Signalstellungen werden über Rückmeldmodule (63330) in die digitale Welt übertragen.
Ich habe gelernt, dass die Rückmeldeadressen nicht direkt im LNCV 6 der MARCos eingetragen werden können, da diese die Meldungen ("frei: 2" und "belegt: 3") liefern und in LNCV 6 jedoch "rot: 0" und "grün: 1" erwartet werden. Daher wurde in den Rückmeldern jeweils eine zugeordnete virtuelle (MA-) Signaladresse (z.B. 1501) programmiert, die dann in LNCV 6 des jeweiligen MARCos eingetragen ist.
Das funktioniert prinzipiell auch so. Es tritt jedoch der folgende (unerwünschte) Effekt auf:
befindet sich (noch) kein Fahrzeug auf den beiden, vom MARCo überwachten Gleisabschnitten, wird der Signalzustandswechsel des virtuellen Signals (von rot auf grün) vom MARCO nicht erkannt/registriert und das Fahrzeug hält trotz grünem virtuellen Signal an. Erst ein erneuter Signalzustandswechsel (grün -> rot -> grün) läßt das Fahrzeug wieder starten. Es sieht also so aus, dass der Signalzustand "grün" nicht dauerhaft im Digitalsystem gespeichert ist. Am MA-Artikelmonitor des Handreglers wird jedoch der korrekte Zustand angezeigt...


mzkaytt hat sich bedankt!
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RE: Signalbeobachtung mit MARCo-Empfängermodulen - Problem "Grünerkennung"

#4 von mzkaytt , 27.04.2024 13:32

Hallo Micha,
vielen Dank für deinen Beitrag. Ich bin ja immer wieder begeistert, wie unterschiedlich die Leute an die Lösung ihrer Aufgaben herangehen.
Anfangs war dein Problem zwar schwer nachvollziehbar, da beispielsweise die Info zur Zentrale fehlte. Aber es wurde ja gelöst.
Ich mag die Uhlenbrock Bausteine, da sie echt sehr vielseitig sind. Und eine Daisy ist schon eine Recht preiswerte und gute Zentrale.
Gruß Kay


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