RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#26 von 2mm Klaus , 03.01.2024 22:46

Da hab ich doch...
.. über N- Kupplungen gemeckert und noch keine Alternativen dazu gezeigt.
Ich meine weder die Fleischmann-Erbse noch Klauenkupplungen aller Arten wie Kadee, Dapol, MicroTrains etc, die natürlich für Amerika, Asien und Indien optimal sind.
Am Liebsten wäre mir optisch die magnetisch zu bedienende MFK-Kupplung, auch SMK oder EMMA genannt, die vor 20 Jahren eingeführt wurde und u.a. bei Fremo-FiNescale zuhause ist. (erhältlich bei Schiffer-Design und bei MaGo Finescale) Sehr schön, machbar, aber doch ein wenig fummelig. (Ewiger Dank an Hr. Emmermann! - Die Bavaria im Foto unten aus Messing gibt es ja nicht mehr, die wäre noch schöner, aber nicht so funktionell)
Auch eine Kettenkupplung ist sehr schön für frühe Epoche 1, aber das Kuppeln dauert dafür auch so lange, wie im Original. Die Chiemseebahn wird bei mir sowas bekommen. Und auch ein paar sehr frühe Bayern.
Meine britischen Freunde haben da ein paar Sachen zu bieten: schon mal von AJ- (Alex Jackson), B&B- oder DG-Kupplungen gehört, oder von Electras? Und da gibt es noch mehr Varianten...
Mal kurz angerissen:
https://www.2mm.org.uk/products/instruct...ts/pdf3-113.pdf Diese DG lassen sich magnetisch vorentkuppeln
https://www.mmrs.co.uk/technical-article...ckson-coupling/
https://www.2mm.org.uk/2FS_Manual/2fs-ma...ouplings-v1.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=XNZKwEGuGfI Electras Baututorial (Weiterentwicklung der AJ)

Die Hammerschmid-Kupplung wäre auch noch Finescale-tauglich- und wieder erhältlich: Spur-N-Teile.de oder Eichhorn-modellbau.de
Gibt es eigentlich irgendwo eine Übersicht über N-Kupplungen?

Grüße
Klaus

Nachtrag:
Dunkelbahn-Magnetkupplung http://www.dunkelbahn.de/dunkelbahn-Mg-K...N_20160229.html (Danke, Hubert!)

Fotos von oben nach unten:
3-Link (brit. Kettenkupplung) ;3 -Link mit Magnet
MFK (SMK, EMMA)
diverse Steifkupplungen (oft auch in 3D-Druck, nicht immer fest genug)
Roco (alt)
Scharfenberg-Kupplung (dm-toys)
BAVARIA (nicht mehr erhältlich)
Peho-Magnetkupplung, Option elektr. Anschluss
Hammerschmid-Kupplung ( https://www.n-tram-shop.de/Zubehoer/Zube...gen-fuer-Spur-N )
Peho-Clip
MFK mit Magnet von unten ausgelenkt


[falschen Link entfernt]

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3 link 1.jpg   3 link magnet.jpg   MFK.jpg   NEM stiff couplers.jpg   Roco 2.jpg   Scharfenberg.jpg   Screw Link by Bavaria.jpg   electr peho magnet.jpg   hammerschmid6.jpg   peho clip1.jpg   underneath1.jpg  

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#27 von Gelöschtes Mitglied , 04.01.2024 02:45

Hallo Klaus,
na dann solltest unbedingt mal live ein Fremo-Treffen besuchen.

Die Diskussion um die Finescale-Landschaftsgestaltung gab es schon vor gut 20Jahren bei 1zu160 als Edward, Jens &Co. aber auch meine Wenigkeit dort noch aktiv waren. Jens hatte mich damals zu Olaf geschickt..........und so nahm alles seinen Lauf
Dem Frank hatte ich damals nach meinem Herzkasper, und der damit verbundenen Reduzierung meiner Planung,
das Gros vom überzähligen Gleismaterial überlassen.

Die Magnetkupplung gibt es auch bei Schiffer https://www.rudolf-schiffer.de/mb-1/umba...tteile-h0-tt-n/
wobei mich im gekuppelten Zustand die Erbse/Klaue im Fahrbetrieb gar nicht so sehr stört, eher am Zugschluss und bei Fotos.
Von Hammerschmid habe ich auch welche im Einsatz, fällt gefahren halt erst in Augenhöhe positiv auf.
KKK fällt m.E. eher ins Gewicht, ich kaufe auch bei Gebrauchtware nix mehr ohne

@Hubert, Danke für deine Lobeshymne auf meinen Garten ohne die Bäumchen von dir im Umfeld wäre er nur halb so gut.
Für mich zählt immer zuerst der Gesamteindruck, dann verliere ich mich gerne auch in den Details, falls vorhanden

Gruß Uwe


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#28 von hubedi , 04.01.2024 10:28

Hallo zusammen,

eine im Betrieb gut funktionierende Kupplung, die auch noch vorbildähnlich aussieht scheint mir so etwas wie der heilige Gral der N-Bahner zu sein. Ich würde mich Uwes Ansicht anschließen ... die klobigen Varianten stören erst recht am Zuganfang und am Ende. In der normalen Draufsicht fallen die Klötze weniger auf. Im Idealfall stellen die Kupplungen sogar noch eine zweipolige elektrische Verbindung her. Die eierlegende Wollmilchsau eben ...

Und weil wir gerade dabei sind, möchte ich noch eine Kupplungsidee vorstellen: Die Dunkelbahn-Magnetkupplung. In der H0-fein Version gefällt mir die Idee noch besser..

Vom Prinzip her funktioniert die Sache wohl so: Die Kupplungshaken mit dem angehängten Haltemagneten, wird mit Hilfe einer Feder zunächst zürückgezogen. Nähert sich ein anzukoppelnder Wagen, ziehen sich die Magnete an und klicken zusammen. Die Kraft reicht aus, um die Feder am Haken zu dehnen und damit die Kupplung so vorzuspannen, dass die Puffer tatsächlich aufeinander liegen. Im Schiebebetrieb fährt der Zug also wirklich Puffer an Puffer. Das wird natürlich nix bei den Radien R1 oder R2.
Wird die Fuhre gezogen, können sich die Federn weiter bis zu einer maximalen Länge dehnen. Das erleichtert die Kurvenfahrten durch den mehr oder weniger kleinen Abstand der Puffer. Ein Anschlag definiert die maximale Ausdehnungslänge (siehe Darstellung auf der Webseite).

Als ich diese Prinzip entdeckt hatte, begannen bei mir gleich die Gedanken zu rotieren. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen, diese Idee weiter auszuspielen und sogar bis hin zu einer stromleitenden Version weiterzuentwickeln. Erste Experimente verliefen gar nicht schlecht. Aber das ist alles andere als zeigenswert und in einem sehr frühen Stadium.

Zwischenzeitlich habe ich dann beschlossen, mich nicht noch weiter zu verzetteln. Ich experimentieren gerade mit der Peho-Magnetkupplung herum. Diese Kupplung bietet von der Größe her gegenüber der Standardkupplung nur einen bescheidenen Fortschritt. Aber sie funktioniert mit ein paar Modifikationen recht gut.

Jetzt wohnen zwei, drei oder noch mehr Seelen in mir ... mit dem Größenkompromiss der Peho-Kupplung leben, mich selbst auf den Weg zu machen und eine Modifikation der Dunkelbahnkupplung voranzutreiben, eine der genannten Finescale-Kupplungen einzubauen, die Standardkupplung weiter einzusetzen (was zwar hässlich wäre, aber für schnelle Ergebnisse sorgen würde denn die ist schon da) oder ... ich weiß nicht.

Die Erfahrung lehrt, solche offenen Entscheidungszustände sind nervig. Der aktuelle Favorit ist die Eigenentwicklung ... ich liebe inzwischen elektrisch leitende Kupplungen und ich halte das Ziel für erreichbar. Aber ... wie war das noch mal mit diesem "verzetteln" ... seufz ...

Aber das wäre vielleicht auch etwas für eine gemeinsame Entwicklung ... ... dann wäre ich nicht so furchtbar allein unterwegs ... nochmal seufz ...

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#29 von 2mm Klaus , 04.01.2024 13:20

Danke Hubert,
für den Link. Das ist echt interessant.
Meine Erfahrung mit Federn an Puffern oder Haken ist allerdings für N oder 2mm nicht so berauschend: meist zu viel Kraft oder bringt bei geringer Federkraft nichts, weil die Reibung/Adhäsion/etc. nicht überwunden wird..
Je nach dem, was man erreichen will und welche Einschränkungen man akzeptiert, ist allerdings so eine Art Lego-Kupplung gar nicht schwierig.
Ein Stück Büroklammer oder ein Kettchen zwischen 2 Magneten zieht immerhin 5 oder 6 Wagen. (Fotos: mal aus der Bastelkiste gezogen)
Es gibt auch 1mm-Magneten, mit denen man die Dunkelbahn-Magnetkupplung verkleinern könnte. Ob das was zieht?
Ein Bisschen verschönern... Da könnte man ja einen eigenen Faden draus machen...: Experimente mit Magnetkupplungen

Gruß Klaus

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#30 von hubedi , 04.01.2024 21:59

Hallo Klaus,

ich will das Thema Magnetkupplungen hier jetzt auch nicht überstrapazieren. Für mich sehe ich eine ganze Reihe von Vorteilen sowohl beim Rangieren als auch bei der Vekleinerung der Kupplungsdimensionen. Die Magnete sind nach meiner Erfahrung stark genug, um längere Garnituren ohne die Gefahr eines Abrisses über meine Wendel zu ziehen. Kupplungen mit einem feststehenden Zylindermagneten haben allerdings den schwerwiegenden Nachteil, die Wagen nur in einer bestimmten Richtung kuppeln zu können. Nord- und Südpol müssen eben aufeinander treffen und magnetische Monopole wurden noch nicht entdeckt. Daher der Einsatz von Ringmagneten bei der Dunkelbahn, die sich immer in die passende Richtung drehen wenn sie diametral magnetisiert wurden. Für Spur N sind die verfügbaren Ringmagnete allerdings zu groß.

Gut, lassen wir das. Vielleicht haben wir doch unterschiedliche Auffassungen, wie man mit den Finescale-Themen umgehen kann und was dazugehört. Ich habe für mich nicht nur die konsequente Vorbildnähe im Kopf, sondern auch den praktischen Einsatz im Betrieb. Für mich sind Vorbildnähe und Betrieb gleichgewichtig. Im Zweifel würde ich mich persönlich für den Betrieb entscheiden. Wie auch immer ...

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#31 von 2mm Klaus , 17.01.2024 23:03

Ja,
ich finde auch, die Magnetkupplungen könnten noch graziler sein. Auch die "elektrischen".
Die Bilder oben waren nur Gebastel auf die Schnelle.

Hat jemand mit gefederten Haken oder Puffern in N schon gute Erfahrungen gemacht?
Ich hab mal versucht, Puffer aus Nägeln in Klemmhülsen aus dem Angelbedarf zu bauen.
Weil das so schön rutschte, hab ich dann auch Federpuffer gebastelt.
Eine Hülse führt den Puffer(Nagel). eine zweite Hülse wird von innen auf den Puffer geschoben und auf korrekten Abstand fixiert.
Die Feder ist eine E-Gitarrensaite aus Nickeldraht.
Allerdings war die Federkraft entweder so groß, dass sie in der Kurve nicht eingedrückt wurden oder so schwach, dass die Puffer danach drin blieben.
Also noch etwas von der Serienreife entfernt. (Und dennoch habe ich genau so etwas letztens käuflich erwerbbar gesehen. Deutlich hübscher und teurer natürlich.)
Und bei meinem Versuch, Haken zu federn, führte das bei mir dazu, dass ich 4 Wagen mit Federspannung völlig steif gekuppelt hatte.
Umgekehrt hätte ich es natürlich auch nicht so gerne, dass jeder Zug mit mehr als 3 Wagen stets lang gekuppelt ist.
Die Modelle im Foto sind von Hocan.cz und Worsleyworks.
Grüße
Klaus

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#32 von hubedi , 18.01.2024 10:29

Hallo Klaus,

es dürften wohl so einige Versuche erforderlich sein, um die richtige Federkraft zu ermitteln. Spontan sind mir bei Deinen Bildern zwei mögliche Probleme aufgefallen:

Die Nägel scheinen an der Oberfläche ziemlich rau zu sein. Speziell in der Nähe des Kopfes - der nun den Pufferteller nachbilden- sehe ich am Schaft einige Artefakte, die das reibungslose Eintauchen in die Hülse unterbinden könnten. Ich denke, die Stifte müssten geglättet oder gar poliert werden. Das ginge sicherlich prima auf einer Drehmaschine. Ich habe vor Zeiten mit gedrehten Messingpuffern und Hülsen experimentiert. Das war einigermaßen erfolgversprechend. Ich habe es aber nicht weiter verfolgt. Ich hatte dann mit Federkontakten oder "Pogo Pins" herumgespielt. Aber deren Federkraft ist i.d.R zu hoch.

Mir scheint, der Federdraht zum Zurückziehen des Hakens ist zu stark. Hier dürften Drahtstärken von 0,1 mm richtig sein. Vergleiche Deinen Federdraht mal, mit den hauchdünnen Drähten, wie sie manche Hersteller zum Ausrichten der Kurzkupplungskulissen einsetzen. Wehe, wenn so eine Kulisse bei der Wartung auseinanderfliegt. Die Federchen beweisen dann gern ihre Reiselust und hüpfen auf Nimmerwiedersehen davon. Ich habe mir als Ersatz gleich einen Ring mit solchem Federstahldraht in den Vorrat gelegt. Da kann ich mir bei Bedarf helfen. Der dürfte auch zur Abfederung des Hakens geeignet sein. Oder man nimmt gleich eine Spiralfeder. Ich könnte mir vorstellen, die sind einfacher am Wagen bzw. am Haken zu fixiren. Die Auszugslänge sollte dann mechanisch begrenzt werden.

Mir geht die Idee noch nicht aus dem Kopf, an einen Solchen Haken eine Lasche mit einem Kupplungsmagneten zu hängen. Zum Ankuppeln ploppen die Magnete aneinander. Der Federhaken könnte m.E. eine Abfederung der Puffer überflüssig machen.

Vor einigen Jahren - so meine ich - waren eine Menge Berichte in der Miba zu Federpuffer in H0 zu lesen. Eine ganze Reihe von heute z.T. nicht mehr existierender Kleinserienhersteller boten solche Puffer an. Ich meine, mich an viele Berichte erinnern zu können, in denen das Verhaken der Federpuffern speziell in Kurven oder bei nicht ganz perfekt verlegten Gleisen beklagt wurde.

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#33 von 2mm Klaus , 18.01.2024 14:09

Hubert,
danke, dass Du meine Monologe begleitest
Das mit der Rauigkeit täuscht allerdings: das ist verchromtes Messing/Stahl.
Was Du vielleicht siehst, sind die Spuren des Anlötens der Pufferteller. Hocan liefert mit seinen Ätzbausätzen auch Pufferteller mit einer mittigen Vertiefung, weil nicht jeder Zugang zu gedrehten/gedruckten/gegossenen Puffern hat. Die Länderbahnwagen haben auch Teile für richtige 4-fach geschlitzte Korbpuffer. Da liegt es nahe, sich den Spaß zu machen. Ich habe es aber nur bei der Diesellok probiert und nicht bei den Wagen.
Es gibt ja ein paar Dinge, die im Modell schlecht skalieren und die man sich deshalb sparen kann. Ich denke, das mit der Federkraft gehört dazu. 0,1er Draht hätte ich schon, aber das ist im Nu kaputt: der Draht war schon beim Einbau verbogen. Die Federpuffer könnten aber eher klappen, als die gefederten Haken. Mit etwas kompromissberitschaft und nicht zu vielen Erwartungen. Zeig doch mal was von Deine Basteleien. So Aussagen aus der Hüfte sind ja nett, aber Fotos bringen bessere Anregungen!
Soviel für heute
Grüße
Klaus

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#34 von eXact Modellbau , 18.01.2024 15:42

Klaus, Du lötest viel zu heiß.


Gruß Larry

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https://www.youtube.com/@eXactModellbau


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#35 von 2mm Klaus , 18.01.2024 15:44

...zu heiß:
Ja, das war mit der offenen Gasflamme.
War auch2-3 Jahre her..


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#36 von hubedi , 18.01.2024 16:02

Hallo Klaus,

zeigen ... hm, da muss ich mal in meine Kiste schauen, wo die ganzen vorerst eingestellten Projekte ruhen oder ob ich es schon entsorgt habe. Ich wollte zunächst einmal meine Anlage wieder in einen betriebsbereiten Zustand versetzen. Ich experimentiere ja gern herum, aber es kommt nicht immer etwas Sinnvolles/Brauchbares dabei heraus. So war es auch bei den Federpuffern. Um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, habe ich meine Höhle schwer ausgemistet, Sachen verschenkt oder Reste in den Orkus entlassen.

Tja ... was soll ich sagen ... ich komme immer noch nicht an meine Anlage. Irgendwas ist immer ... seufz ...

LG
Hubert

PS: Federstahldraht ... gleich verbogen ... hm? Bist Du Dir sicher, dass es Federstahl ist? Die von mir angeführten Federdrähte zum Ausrichten der Kurzkupplungskulissen verbiegen sich auch nicht so ohne Weiteres.


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#37 von 2mm Klaus , 17.02.2024 22:05

Hallo Freunde!
Über Räder hab ich noch nichts gesagt. Gut, da kennt Ihr Euch aus und kennt schon 100 Lieferanten.
Für Finescale sind die alle zu breit, also nach meinem Geschmack und für FS160, FiNescale und 2mm Finescale.
Die Räder von Luck und weiland von Bavaria sind N-taugliche Kompromisse.
Jeder Hersteller hat seine eigene Achslänge, evtl sogar andere Winkel an der Spitze der Achsen.

Bei Finescale sind die Räder 1,3mm breit, sie brauchen, wie schon geschrieben, "spezielle Weichen".
Die 2mm Scale Association hat fast stets 12,25mm Achslänge in ihren Modellen und ein paar Achslängen zum Tauschen, und sogar "richtige N-Räder" mit 12,25 mm- Achse.
Nur keine 15,4mm. Da sitzen dann Minitrix-Wagen zu tief. Wenn man einen Einsatz für die Achsaufnahme (mit Messingbuchsen) einsetzt, geht es wieder. Man kann aber die Achsen tauschen.
Im Foto unterschiedliche Raddurchmesser und Gestaltungen von Graham Farish, Kato, Peco, Minitrix, Bavaria und 2 x 2mmFS. Ich hab offenbar ein Faible für Speichenräder.
Es gibt natürlich noch mehr...
Soweit mal dieses Thema angerissen.

Wer gemütlich über Basteln reden möchte, gern auch währen des Bastelns oder mit Lieblingsgetränk: Ich freue mich auf einen Chat im Zoom-Meeting 2mm FiNescale und Co. jeden 1. Mittwoch im Monat, 21 Uhr.

Ich hab auch gesehen, dass es ein Wiki gibt (oder heisst das schon "gab"?). da wäre so etwas eigentlich besser aufgehoben. Da habe ich leider nur wenig höherwertige Einträge gefunden. Und heute auch den Zugang nicht. Schade! Gibts das noch?

Grüße
Klaus

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#38 von slpa , 26.02.2024 20:50

Hallo in die Runde,

all denjenigen, die sich für N ohne Walzenräder interessieren, seien die französischssprachigen Beiträge von Rémy Fauvet im "Le Forum Du N" und im "Le Web des Cheminots" (Nutzername Rémy 54) empfohlen. Leider kann ich hier noch keine unmittelbaren Links einfügen. Rémy Fauvet geht noch einen Schritt über 2mm/ N-Fineschale hinaus - er baut Proto:160.

Ein paar Worte zu mir: Ich habe vor zuletzt 25 Jahren selbst mit Proto:160 experimentiert. Der Einstieg in die berufliche Selbständigkeit ließ dann alle weiteren Aktivitäten versiegen. Derzeit spiele ich mit dem Gedanken, meine Experimente wieder aufzunehmen, nachdem seit ein paar Jahren ein kleiner Lorch-Uhrmacherdrehstuhl mit vollständigem Zubehör in der Werkstatt steht.

Um es vorweg zu nehmen: Proto:160 funktioniert, wenn man bereit ist, sehr sorgfältig zu bauen. N-Finescale in analoger Anwendung der Normen der 2mm Scale Association funktioniert erst recht. Aber lohnt es sich? Nach meiner derzeitigen Auffassung im Regelfall wohl eher nein. Begründung: Mit ganz erheblichem Aufwand wird an der einen Stelle eine Schwäche beseitigt, was dann aber weitere Schwächen in der unmittelbaren Nachbarschaft nur um so stärker hervortreten lässt. Ein Beispiel: Ein Güterwagen erhält feine Radsätze mit schmaler Lauffläche und niedrigen Spurkränzen. Nun wird erst recht deutlich, dass die Langträger einen viel zu großen Abstand zueinander haben. Die Achshalter sind dicke Kunststoffteile, die unterhalb der Langträger sitzen und nicht hinter diesen. Zwischen der Radfläche und dem Achshalter klafft vorbildwidrig ein gewaltiger Spalt.

Soll die Sache Hand und Fuß haben,

_ muss aus dem Wagenboden der Länge nach ein Streifen herausgeschnitten werden, um den Abstand der Langträger zu reduzieren,
_ müssen die klobigen Achshalter entfernt werden
_ müssen statt dessen feine Achshalter aus Blech gefertigt und eingeklebt werden
_ und muss die Länge der Achse angepasst werden.

Nun fällt auf, dass die Bremsbacken an der falschen Stelle sitzen und deren Aufhängung vollkommen unvollständig nachgebildet ist. Und so geht es weiter und weiter... Irgendwann kommt man zu dem Ergebnis, dass ein vollkommen neu entwickeltes Ersatzfahrwerk in Ätztechnik mit viel weniger Aufwand verbunden wäre. Genau solche Fahrwerke bieten übrigens die diversen Shops an, die der 2mm Scale Association angeschlossen sind.

Nicht anders sieht es bei Dampflokomotiven aus: Die Rahmen sind viel zu schmal, damit auch die 05 oder die 45 noch durch den 20-cm-Radius passt. Hinter den neuen, schmalen, Rädern klaffen plötzlich groteske Lufträume. Und die klobigen Nietverbindungen der Steuerung sehen auch irgendwie anders aus als die Gabelverbindungen beim Vorbild. Auch die drei Ebenen des Gestänges Kuppelstange - Treibstange - Steuerung folgen nicht nicht auf dicht wie beim Vorbild, sondern haben einen ganz erheblichen Abstand zueinander.

Wer das "große Bild" von Eisenbahn in der Landschaft mit Fahrzeugen aus der kontinentaleuropäischen Großserienindustrie wiedergeben will, ist in der Baugröße N meines Erachtens besser beraten, sich an solchen Beispielen wie der Anlage "Rambach" (hier im Stummiforum vor einigen Jahren ein Thema) oder den Bücherregal-Dioramen, die Wolfgang Besenhart regelmäßig im N-Bahn-Magazin beschreibt, zu orientieren. Niedrige Spurkränze ja, unbedingt - aber der darüber hinausgehende Aufwand bleibt, wenn er nicht zum Lebenswerk werden soll, auf halbem Wege und im Inkosequenten strecken.

Soweit einmal meine Gedanken und mein derzeitiger persönlicher Standpunkt. Ich lasse mich gerne davon überzeugen, dass ich Unrecht habe, und freue mich auf einen weiteren Austausch.

Beste Grüße
Stefan


ckuhnertb, Taunusbahner, 2mm Klaus und hubedi haben sich bedankt!
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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#39 von 2mm Klaus , 27.02.2024 19:30

Hallo Stefan!

Ich glaube, Du hast da was mißverstanden.
Es geht nicht darum, nur die Räder zu tauschen. Das was Du da aufführst, ist schon richtig: Es fallen die Kompromisse und teilweise etwas schrägen Proportionen an Fertigmodellen auf, wenn man mal anfängt, z.B.mit Rädertausch.
Entweder, man lebt damit, passt das an oder baut sich geeignete Modelle aus Bausätzen ,oder aus dem Vollen gelutscht.

Über Proto:160 hab ich jetzt gerade nicht so viel gefunden und auch nicht so viel Beispiele zu Dampfloks im französischen N Forum.
Ich hab aber nur oberflächlich gesucht und würde mich über einen Link freuen.

Vielleicht meldest Du Dich ja auch im Zoom-Meeting am nächsten Mittwoch Abend.

Grüße
Klaus


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#40 von slpa , 27.02.2024 20:54

Hallo Klaus,

noch einmal ein Versuch, die Proto:160-Seiten von Rémy Fauvet zugänglich zu machen und zugleich die Link-Sperre für Neumitglieder (ich bin hier im Stummiforum wohl irgendwann einmal wegen Untätigkeit einer Datenbereinigung anheimgefallen, möglicherweise im Zuge des Wirksamwerdens der DSGVO) zu umgehen:

youtube.com/@Remy54F

le-forum-du-n.1fr1.net/t10349-proto-160

le-forum-du-n.1fr1.net/t1989-les-modules-s-n-cf-de-remy

cheminots.net/topic/22991-modules-en-n/

In der Tat geht es bei Finescale - nicht nur, aber erst recht - in der Baugröße N um weit mehr, als nur die Räder auszutauschen. Bereits ein kleines Sortiment an Bauteilen wie z. B. geätzte Achshalter und andere Fahrwerksteile nach Verbands-, Austausch- und UIC-Vorgaben wäre hilfreich. Hier ist Selbsthilfe - vielleicht auch in Form einer Kleinstserie - angesagt.

Im Rahmen dieses Thread ging es bereits um Kupplungen. Vielleicht ist dem einen oder anderen Mitleser noch die Railino-Kupplung aus den späten 90ern in Erinnerung, entwickelt von Wolfgang Besenhart (er war eine Zeitlang unter dieser Bezeichnung aktiv). An den Fahrzeugen waren Kupplungshaken entsprechend dem Vorbild angebracht. An einer Fahrzeugseite wurde ein aus einem Ätzteil gefalteter Bügel eingehängt, der von oben betrachtet aussah wie die Spindelkupplung und von der Seite, U-förmig nach unten führend, an die durchhängenden Bremsschläuche erinnerte. Mittels dieses U-förmigen Bogens konnte der Kupplungsbügel durch ein ganz gewöhnliches Entkupplungsgleis angehoben werden. Der NEM-Kupplungsschacht entfiel.

Ich selbst habe damals auch mit einem Paar selbst gebauter und zielmlich maßstäblicher gefederter Spindelkupplungen (ohne funktionierendes Gewinde ) experimentiert. Die Gelenkbolzen hatten einen Durchmesser von 0,15 oder 0,2 mm; unter anderem fummelte ich mit einem 0,2-mm-Bohrer herum (und brach diesen natürlich sogleich ab). Das sah in Verbindung mit den damals von Udo Böhnlein angebotenen Puffern toll aus und ließ das übrige Fahrwerk in seiner Kaugummiartigkeit nur um so mehr hervortreten. Ich weiß nicht, ob mir das heute noch einmal gelingt.

Das Zoom-Meeting habe ich mir vorgemerkt.

Beste Grüße
Stefan

Nachtrag: Sehenswert ist auch der YouTube-Kanal "GK-train" in französischer Sprache mit der Anlage "Bessèges":

youtube.com/@gk-train5199


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#41 von hubedi , 28.02.2024 11:00

Hallo zusammen,

Ihr habt eine interessante Diskussion zum Thema Räder in Spur N geführt. Damit habe ich mich ebenfalls herumgeschlagen und für mich war das Umarbeiten der Räder ursprünglich ein wichtiges Argument zur damaligen Investition in eine kleine Drehmaschine. Wie im richtigen Leben kam es dann ganz anders. Aber das ist eine eigene Geschichte.
Stefan hat m.E. die Sache in seinem Dampflokbeispiel prima auf den Punkt gebracht:

Zitat von slpa im Beitrag #38
... Nicht anders sieht es bei Dampflokomotiven aus: Die Rahmen sind viel zu schmal, damit auch die 05 oder die 45 noch durch den 20-cm-Radius passt. ...


Die konsequente Umsetzung selbst der Finescale-Ansätze - von einem streng maßstäblichen Modellbau will ich erst gar nicht anfangen - fordert die Berücksichtigung aller Aspekte des Anlagen bzw. Dioramenbaus. Der exemplarische 20-cm-Radiuns wäre für mich persönlich bereits bereits bei der Anlagenplanung ein Tabu, wenn ich über Finscale nachdenke. Das passt einfach nicht. Nun will ich das Beispiel auch nicht überstrapazieren ...
Was Stefan in diesem Zusammenhang zu den Weichen gesagt hat ist genauso richtig. Finscale-Räder haben auf einer Weiche nach NEM keinen Chance. Die Fahrzeuge wackeln gnadenlos durch jede Herzstücklücke. Das sieht m.E. im Betrieb noch schlimmer aus als Walzenräder.
Es gibt leider wie ich selbst feststellen musste keinen sooo großen Spielraum für Kompromisse. Wenn an einer Stelle in ein aufeinander abgestimmtes System eingegriffen wird, hast Du mit Sicherheit jede Menge Nebenwirkungen an der Backe, die Dich lange beschäftigen oder im Extremfall sogar verzweifeln lassen. Die Industriemodelle sind nun mal für Walzenräder oder sonstige Grausamkeiten konstruiert worden. Und neben den technischen regieren in der Industrie nicht zuletzt noch monetäre Zwänge. Ein Freund von mir hat gerade das Hobby u.a. wegen der daraus resultierenden Unzulänglichkeiten hingeschmissen und baut jetzt Modellschiffe ... auch nicht schlecht.

Lange Rede kurzer Sinn ... wenn Finescale, dann im gesamten technischen System. Andernfalls kann man es besser bleiben lassen. Im gleichen Augenblick stehst Du recht allein und verlassen da. Die Industrie - von wenigen Kleinserienherstellern abgesehen - hilft wenig bis gar nicht. Hast Du Dein Herz dann z.B. an die Raillino-Kupplungen verschenkt, bist Du u. U. in wenigen Jahren in Verlegenheit, weil es die Dinger nicht mehr gibt. Und wer kann schon den gesamten Fahrzeugpark mit einer so aufwändigen Eigenbau-Spindelkupplung austatten, wie es Stefan beschreibt. Und was bedeutet eine solche Kupplung für den späteren Betrieb? Die Optik ist ja nur ein Aspekt. Gut, den Dioramenbau ohne große Funktionalität will ich mal von meinen Überlegungen ausklammern.
Aus der Regel folgt, wenn sich dann beim Anlagenbau herausstellt, es wurde ein oder mehrere wichtige Aspekte vergessen und es funktioniert nicht richtig, dann ... ja dann ... wird es lustig. Woher ich das weiß ... öhh ... ja nee, iss wohl klar.
Ich habe so viel Zeit verbraten, die Dinge irgendwie zum Laufen zu bringen, dass ich diese Geschichte schon zum Hobby im Hobby erklären musste, um nicht alles zu planieren und neu anzufangen. Dieses Herumknobeln macht ja auch Spaß, ist aber extrem aufwändig und es geht nur sehr mühsam voran.

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#42 von 2mm Klaus , 28.02.2024 19:46

Hallo Hubert,
naja, so im Prinzip ist ja die ganze Zeit, die ich mit meinem Hobby verbringe, "verbraten". Zumindest, wenn man Aussenstehende fragt.
Für mich war es viel Spaß und Erfahrung, und auch mal ein verbrannter Finger. Etwas zum Anfassen.
Man lernt viel dabei über Modelleisenbahn und Technik im Allgemeinen, wenn man mal selber dran rumfrickelt.
Reparaturen gehen leichter von der Hand. Und man kann dann auch mal sehen, ob eine bayrische G5/5 machbar ist oder eine österreichische Rh310.

Wenn man kein Finescale will, dann darf man das gern lassen.
Aber madig reden find ich nicht OK.
Wenn man den Kompromiss sucht auf halbem Weg, dann geht das teilweise. Eben mit Kompromissen.
Auf meiner Modellbahn bin ich Gott und mache, wie es mir gefällt. Und das gilt natürlich für alle anderen auch- für ihre MoBa.
Wer Minitrix-Weichen befahren möchte, braucht eine andere Lösung, als wenn eine Finescale-Weiche 1:9 die engste Kurve darstellt.
Mit ein wenig Übung kriegt man das hin. Nicht nur die Cracks, auch ich und Du.
Kam das nicht raus auf den letzten Seiten?

Und natürlich ist das realistische "Ambiente" sehr wichtig. Das hab ich mit meiner etwas technischen Sicht etwas vernachlässigt.
Ich könnte aber auch beschliessen, auf Schienen in Plexiglas zu fahren oder durch ein surrealistische bunte Filzlandschaft.
Oder ich bau mir Steam-Punk-Lokomotiven.

Hast Du ein Foto von den Railino-Kupplungen?

Stefan,
danke für die Links. Find ich schön, aber ich sehe jetzt keinen fundamentalen Unterschied bei Proto 160, sondern eigentlich einen breiten gemeinsamen Nenner. Oder hab ich was übersehen?
Ich finde die Anpassung eines existierenden Modells an Finescale auch nicht als Königsweg. Manche Loks eignen sich, andere sind den Aufwand nicht wert, weil es sichtbares Geknorze wird. Wenn die Proportion verzerrt ist, ist das "nur schwer zu korrigieren". Und wenn man gefühlt jedes Bauteil verfeinern darf, ist es einfacher, bei Null zu beginnen. Zumindest mit dem Fahrgestell. Und das ist ein Ansatz bei 2mm Finescale

Gruß
Klaus
(Foto links: 2 x brit. SDJR 7F, Bausatz von Nigel Hunt; rechts Rahmenrohbau bayr. G5/5 handgefeilt; Räder jeweils 2mmSA)

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Nigel hunt SDJR 7F test and regular etch chassis.jpg   chassis rad g55.JPG  

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#43 von slpa , 28.02.2024 21:30

Hallo Klaus,

FiNescale und Proto160 sind keinesfalls getrennte Welten, sondern - wie Du es im Ergebnis völlig zutreffend siehst - zwei Erscheinungsformen auf einer gemeinsamen Plattform. Proto160 bedeutet lediglich: Spurkranzhöhe und -stärke runter auf bis zu 0,2 mm; Gesamt-Radbreite 0,85 mm. Aber es funktioniert.

Brian Harrap fuhr übrigens Proto220; vgl. hier:

trainboard.com/highball/index.php?threads/proto-z.54925/

youtube.com/watch?v=nwUflUo1wXQ

Beste Grüße
Stefan


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#44 von hubedi , 29.02.2024 02:54

Hallo zusammen,

ich fürchte, wir sind bei den Kupplungen etwas durcheinander gekommen. Ich kenne die von Stefan erwähnten Railino-Kupplungen nur von den ehemaligen Schmslspur und Feldbshnerzeugnissen dieses Kleinserienherstellers aus den 90ern. Die Kupplungen an diesen Fahrzeugen entsprachen m.W. einer Klauenkupplung ähnlich wie sie heute von Dapol angeboten wird. Bilder dieser Kupplung finden sich hier und da bei gebraucht angebotenen Railino-Fahrzeugen. Einzeln kenne ich sie nicht.
Das Programm wurde seinerzeit von Fa. Hammerschmid übernommen und hier wurde parallel auch die bekannte finescale Hakenkupplung angeboten. Vielleicht hat Stefan die gemeint.
Die Fa. Hammerschmid ist nun leider ebenfalls Geschichte. Eine vergleichbare, feine Hakenkupplung kam dann (als Weiterentwicklung?) von N-Tram auf den Markt. Auch dieser Hersteller hat sein Gleis- und Zubehörprogramm inzwischen an Spur-N-Teile.de abgetreten. Dort sind die selbst zu montierenden Kupplungen derzeit vorrätig. Puh ... ich hoffe, ich habe jetzt alles richtig aufgelistet. Falls nein, bitte ich um eine Korrektur.

Mir lag es fern, etwas madig machen zu wollen. Meine Fahrzeuge laufen auch nicht auf Minitrix-Weichen sondern auf selbst entworfenen und gebauten Weichenkonstruktionen mit C40 bzw. C55 Schienenprofil. Wie auch immer ...

Ich halte den Ansatz eines kompletten Fahrzeugneubaus nach meinen bisherigen Umbauversuchen mit diversen Fahrzeugen ebenfalls für aussichtreicher als den Umbau. Industriemodelle können durchaus eine Basis für Verfeinerungen sein. Aber ich persönlich bin nie über Kompromisse hinausgekommen. Die Beispielfahrwerke sind natürlich allerfeinster Modellbau ... Respekt!

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#45 von slpa , 29.02.2024 08:13

Hallo Hubert und in die Runde,

zu den Kupplungen: Wolfgang Besenhart stattet die von ihm entwickelten Nm-Modelle seit jeher mit der Spur-Z-Klauenkupplung von Micro-Trains aus. Das war bereits in den 90ern bei den unter "Railino" und/oder über "Lok 14" aus München angebotenen Fahrzeugen so.

Die von mir erwähnte Railino-N-Kupplung ist nicht identisch mit der zunächst über Hammerschmid und nun unter N-Tram angebotenen Kupplung, die in den NEM-Schacht eingeklipst wird. Diese Railino-Kupplung war in Ätztechnik erstellt. Sie war nach meiner Erinnerung Teil von Pufferbohlen-Detaillierungssets. Diese wiederum bestanden jeweils aus einer Ätzplatine, die eine Pufferbohle mit Puffer-Sockelplatten, Bremsschläuchen und Rangierergriffen umfasste, dazu ein dem Vorbild nachgebildeter Kupplungshaken und schließlich eben jener Kupplungsbügel. Dazu lagen Puffer (Guss-, keine Drehteile) bei.

Meine Recherchen im Internet erbrachten leider keine Bildfunde zu dieser Kupplung. Ich meine mich zu erinnern, dass das Pufferbohlen-Detaillierungsset einmal in der MIBA als Neuheit vorgestellt wurde. Das muss um 1995 gewesen sein.

Beste Grüße
Stefan


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#46 von hubedi , 29.02.2024 11:25

Hallo Stefan,

von Eichhorn gibt es aktuell ein Pufferbohlenset mit Nachbildung einer Hakenkupplung. Ist das Railono-Set hiermit vergleichbar?

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#47 von slpa , 29.02.2024 12:18

Hallo Hubert,

Ja - Dein Beitrag hat sich mit meinem Entwurf einer Ergänzung überschnitten: Der Pufferbohlen-Zurüstsatz befindet sich mittlerweile im Sortiment von Eichhorn Modellbau:

eichhorn-modellbau.de/produkt/pufferbohlenzuruestsatz-15037

Beste Grüße
Stefan


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#48 von hubedi , 29.02.2024 15:09

Hallo Stefan,

ja prima, dann haben wir die Kupplung doch noch gefunden ...

Diese Teile will ich noch an die Front einiger Schlepptenderloks montieren. Leider sitzen bei vielen Dampfern die Pufferbohlen zu hoch, damit die Normkupplung darunter Platz findet. Mit der Montage der Zubehörteile fällt dieses Manko noch stärker ins Gewicht. Das Tieferlegen der Frontaufbauten gestaltet sich zu einem recht aufwändigen Unterfangen. Tatsächlich habe daher ein paar andere Projekte an der Anlage Vorrang.

LG
Hubert


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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#49 von 2mm Klaus , 29.02.2024 19:12

Danke!
Ich hätte noch ein Bild der -nicht mehr erhältlichen- Bavaria-Kupplung (J.Kebbel) zu bieten. Das ist noch etwas graziler.
Wenn mir mal langweilig würde, könnte man so etwas ähnliches mit einem Langloch im Haken kombinieren.
Die "Bügel und Schrauben" in Stahl ätzen, damit es magnetisch ist, wie die MFK/EMMA/SMK.
Momentan bin ich noch dabei, Loks nachzubauen und Wagen und man kann nicht alles auf einmal...
Der nächste Schritt wäre -vielleicht- was reproduzierbares wie eine Ätzplatine für eine Wagen oder eine Lok entwerfen.
Mal sehen

Gruß
Klaus

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RE: 2mm Finescale als Ur-Spur N Finescale

#50 von 2mm Klaus , 11.10.2024 22:48

Hallo Freunde!
Wer dieses Wochenende (12./13.10.2024) in der Nähe von Mainz in Nieder-Olm ein Wenig Modellbahn sehen will:
https://www.inspiration-modellbau.de/
Die N-Modulbahner Rhein-Main zeigen eine Auswahl ihrer Module, es gibt auch ein paar HO-Fremo-Module und Lego Bahn und eine etwas größere BR01 aus Holz...und viel anderes mehr...
Und ich habe auch ein Tischchen mit 2mm-Sachen in 1:152.
Die Chiemseebahn in Nm ist leider bei Weitem nicht fertig geworden.
Grüße von Klaus


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