Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#1 von Ben84573 , 16.02.2024 22:50

Ich habe vor in Österreich eine oder zwei Strecken nachzubauen in 1:87 nur bin ich mir unsicher wie das mit der Länge gehen soll.Ich habe nur als Beispiel die Kamptalbahn im Waldviertel genommen welche rund 26km lang ist.Dies habe ich durch 87 gerechnet und bin auf rund 500 gekommen!😲500 Meter in der Länge sind unmöglich selbst 5 wären schon eine Menge.Habts ihr irgendwelche Tipps um realistische längen zu bekommen bei welchen aber auch die Strecken voll auf ihre kosten kommen können und nicht eingeengt sind. Lg und schon danke im Voraus!


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#2 von Horsthausen , 16.02.2024 23:10

Hallo, ich verkürze die Längen wie auch die Zeit ( Modellzeit ). Gefahren wird mit 60-80 km/h Streckengeschwindigkeit / 87. Es wäre mir aber zu langweilig 10 Minuten auf den nächsten Zug zu warten. Also 1:5 nur 2 Minuten, deshalb auch die Strecken 1:5 ( und nochmals durch 1/87 iss klar!) verkürzt. Bahnhöfe weniger, je kürzer etwas ist des so näher an 1:87. Trotzdem braucht es wohl auch eine Beschränkung in der Vorbildwahl, es sei denn man hat eine Turnhalle.
Mit freundlichen Grüßen Horst


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#3 von Horsthausen , 16.02.2024 23:11

Und noch was: verdeckte Abschnitte helfen enorm. Mit freundlichen Grüßen Horst


 
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#4 von iwii , 17.02.2024 00:16

Zitat von Ben84573 im Beitrag #1
nur bin ich mir unsicher wie das mit der Länge gehen soll


Wenn du nicht mehrere hundert Quadratmeter Fläche hast: gar nicht. Wenn du weniger Platz hast, kannst du dich nur auf markante Punkte einer Strecke beschränken (auf einer typischen Heimanlage vielleicht zwei oder drei).

Gruss, iwii




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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#5 von Gelöschtes Mitglied , 17.02.2024 05:36

Beim Konzept ,immer an der Wand entlang, könntest bei wenig Bautiefe zumindest mehr Längenmeter herausholen. Bei allem ist vielleicht auch zu Bedenken wo bist du wenn deine Züge fahren. Die meisten Modellbahner sitzen an zentraler Stelle vor ihrem Stellpult. Je nach Ablagenform brauchst unter Umständen einen Drehstuhl um deinen Zügen folgen zu können.



RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#6 von PCvD , 17.02.2024 06:56

Hallo,

ich empfehle Dir, mal auf sinnfällige Szenen zu prüfen, die du als einzelne Teile einer Bahn darstellen kannst.
Ich mache das auch so: Einen größeren Bahnhof kann ich in 1:87 Umsetzung zwischen zwei Brücken darstellen, wo sich auch noch eine betrieblich spannende Gleisanlage befindet.
Ebenso setzt mein Projekt weitere kleine Szenen um, bei denen ich Tunnelportale oder Waldkanten als optisches Ende nutze. Daraus ergibt sich, dass ich z.B. Neustadt/Wstr. Hbf. auf ca 250m in Originallänge baue, und die beiderseits zu den Bahnsteiggleisen liegenden Weichenfelder im Off verschwinden und dort in "unansehbaren" 55cm-Radien der Wendekurven liegen.
Das Ganze gelingt natürlich um so besser, wenn du eine konkrete Strecke nehmen willst, die im Vorbild durch die Topologie der Umgebung dazu viele Ansätze bietet.

Ich bin die Kamptalbahn mal zu Teilen im Luftbild abgeflogen, weil ich die Gegend nicht kenne.
Es sieht schon flacher aus als bei mir im Pfälzerwald.
Aber mit Brücken von Umgehungsstraßen, größeren Gebäuden/Werksgeländen und ansteigenden Flanken neben der Strecke ließe sich da auch einiges finden.
Besser gelingen kann die Motivwahl, wenn du die Motive dann mehr in der Seitenansicht denkst: Welche Elemente könnten den Betrachter im Glauben lasssen, dass der nur hälftig ersichtliche Bahnhof sich fiktiv fortsetzt, während du tatsächlich im Off mit den Gleisen verschwindest und dort bspw. in einer Wendekurve das zweite Weichenfeld angelegt hast?

Dann könntest du bspw. eine zweistöckige Bahn bauen, die je nach Position der Seitengänge 4-7 Motive im bereits genannten "An-der-Wand-entlang" Modus enthält.


Gruß,

PCvD
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#7 von Aedelfith , 17.02.2024 09:18

Stichwort Modellzeit und das rauspicken markanter Punkte wurde ja schon gesagt. Jedoch würde ich die Markanten Punkte in Relation zur verfügbaren Fläche begrenzen, damit es nicht überladen wirkt. Auch sind stilistische Mittel wie Einschnitte etc. zur optischen Verkürzung gut geeignet.
Falls dir das Mapudforum was sagt hilft es dir vllt auch weiter. Da geht es nämlich speziell um Anlagendesign und Betrieb.

Beste Grüße
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#8 von Mattsche , 17.02.2024 09:24

Moin,
26km in real entsprechen in H0 nur rund 300m - das ist die gute Nachricht
Trotzdem muss gestaucht werden, logisch.
Welche Weichen verwendest du? Miss diese aus und du wirst merken, dass bereits die gestaucht sind - mal angenommen auf ein Drittel, das reicht natürlich immer noch nicht.

Um eine Strecke so wiederzugeben, das deren Charakter erhalten bleibt, kannst du aber die jeweiligen Strecken zwischen Betriebstellen/Bahnhöfen brutal stauchen. Du möchtest ja auch nicht, dass dein Zug, der mit beispielsweise 60km/h fährt, eine halbe Stunde dafür benötigt.

Deine Wunsch-Strecke kenne ich nicht, denke aber, die ließe sich auf 10-15m (rein aus dem Bauch) Länge noch abbilden, ohne wie eine Karikatur zu wirken.
Reicht dir auch das noch nicht, dann lasse halt die Milchkannenposten weg.

Gruß
Matthias


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#9 von Freetrack , 17.02.2024 11:23

Guten Morgen,

was ist dir wichtiger? Die Originalstrecke maßstabgerecht nachzubilden oder die Verwendung von H0-Material?

Wenn ersteres zutrifft, dann kommst du mit T-Gauge (Variante 1:480) mit 54 Laufmeter aus. Als Multilevelanlage an der Wand entlang machbar.

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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#10 von Verlusti , 17.02.2024 14:53

Mach doch einfach mal einen Trip an der Strecke entlang und fotografiere mal Punkte die Du als Eyecatcher auf deiner Moba haben willst. Dann sortierst das bis auf 2-3 aus und stellst die Abschnitte mit groben Skizzen der Gleisanlagen in diesen Bereichen und den Fotos hier vor. Zusammen mit einer Entscheidung für ein Gleisystem, dem Raumplan usw... (Steckbrief), sind dann schon eimal eine Menge Infos da und jemand wird bestimmt jemand eine Idee für einen Plan haben.

H0 ist schon relativ groß. Wenn es eine Landschaftsanlage werden soll, vielleicht nimmst ja N. 1:160 ist ein vollständiger ICE je nach Baureiche so 2,5m lang. ein 600m Güterzug liegt so bei 3,75... und die gäbe es ja auch noch ne Ecke länger2... Ich meine wenn du über reale Längen nachdenkst, sollten ja auch die Züge realistisch sein ;) Ein schönes Beispiel für eine N Landschaftanlage ist diese hier Moselanlage 1:160

Wie du an den Zuglängen siehst, du solltest Dich nicht zu sehr auf das real versteifen. Mit dem rauspicken von 2-3 guten Punkten, auch wenn die Strecke dazwischen eventuell viel länger wäre, kann man eine schöne Illusion erschaffen, bei der Kennner der jeweiigen Landschaft/Punkte/Strecke erkennen, was Du gebaut hast. ZUdem ist es am Ende eine Modellbahn und soll ja vor allem Spaß machen.


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zuletzt bearbeitet 17.02.2024 | Top

RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#11 von Dreispur , 17.02.2024 16:06

Hallo !

Die Kamptalbahn ist ein anspruchsvolles Thema.
Nachbaupunkte sollten Pflicht sein :
Schönberg mit Heiligenstein als Hintergrund

Plank am Kamp Güterumschlag , und weiter bis Gars am Kamp

die davorliegende Eisenbogenbrücke etwas Häuser und Flußwasserkraftwerk rechts u. links Schloßberg

Kammegg ist rechts Felswand Fluß links herum führt die Bahn , mit Eisenbogenbrücke und Strassenübergang zu Bahnhof Rosenburg

Rosenburg wiederum links hoch oben die Burg u. das Renaissonceschloßvor Rosenburg als Kulisse nicht vergessen .

In ungefäher die Streckenführung . Allerdings darf man die schroffen Felswände beziehungsweise krasse Taleinschnitte NICHT ausser Acht lassen , müssen nachgebaut werden . Sonst ist der Charaker futsch .

Die Brücken sind und blieben Original trotz Umbauten und Erneuerungen ,und sind Wahrzeichen der Kamptalbahn . Die gibt es sogar fast Modellgetreu als HO Bogenbrücke .


Für meine begriffligen Wahrnehmung wären das Pflichtpunkte . Es gibt sicher noch das Strandbad Plank . Die Gleisführung ist in dem Abschnitt sehr entgegenkommend . Den von Schönberg bis Plank gibt es die markante seitenverkehrte S Kurve um den rechten Fels . Da ist dann eine Gerade und die Eisenbogenbrücke über Fluß mit dann links Kurve nach Plank . Das läst sich optional bei HO mit ca. 90 cm breite nachbauen .
Jetzt sollte man noch wissen was für eine Fläche zur Verfügung steht .


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#12 von Minexfan , 17.02.2024 16:15

Hallo,

bitte bedenke auch, dass für den Betrachter eine massstäbliche Anlage sehr wahrscheinlich langweilig wäre. Erst die Verdichtung der Themen weckt häufig das Interesse des Betrachters. Das Wesen einer guten Modellbahn ist es die Illusion zu erzeugen man sehe das Vorbild. Und dabei genügend Szenen und Themen zu offerieren, ohne dass dies aber auch nicht überladen wirken darf. In der Komposition solcher Anlagen zeigen sich nach meiner Meinung die wahren Meister der Anlagengestaltung, ohne dass dieses Ergebnis vom Maßstab her betrachtet einer sklavischen Wiedergabe des Vorbildes entspricht. Ohne dass ich behaupten will, dass ich selbst einer dieser Meister der Anlagengestaltung bin. Ich sehe nur mit viel Respekt und Bewunderung was zum Beispiel im Miniaturwunderland geschaffen wurde. Die Anlagen dort sind für mich vom Vorbild her glaubhaft, ohne dass man dies mit einem Meterstab verifizieren kann. Aber die Erbauer haben eben genau dieses Gespür, was für das Vorbild charakteristisch ist und wo unbemerkt für den Betrachter die Anlage angepaßt werden kann.

Gruß

MINEXfan.


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#13 von Aedelfith , 17.02.2024 17:13

Zitat von Minexfan im Beitrag #12
Hallo,

bitte bedenke auch, dass für den Betrachter eine massstäbliche Anlage sehr wahrscheinlich langweilig wäre. Erst die Verdichtung der Themen weckt häufig das Interesse des Betrachters. Das Wesen einer guten Modellbahn ist es die Illusion zu erzeugen man sehe das Vorbild. Und dabei genügend Szenen und Themen zu offerieren, ohne dass dies aber auch nicht überladen wirken darf. In der Komposition solcher Anlagen zeigen sich nach meiner Meinung die wahren Meister der Anlagengestaltung, ohne dass dieses Ergebnis vom Maßstab her betrachtet einer sklavischen Wiedergabe des Vorbildes entspricht. Ohne dass ich behaupten will, dass ich selbst einer dieser Meister der Anlagengestaltung bin. Ich sehe nur mit viel Respekt und Bewunderung was zum Beispiel im Miniaturwunderland geschaffen wurde. Die Anlagen dort sind für mich vom Vorbild her glaubhaft, ohne dass man dies mit einem Meterstab verifizieren kann. Aber die Erbauer haben eben genau dieses Gespür, was für das Vorbild charakteristisch ist und wo unbemerkt für den Betrachter die Anlage angepaßt werden kann.

Gruß

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Finde das ist nun aber auch subjektiv und eher abhängig von dem was der Anlagenbauer will. Will das MiWuLa nun nicht schlecht machen aber die verfolgen und bedienen nun sicherlich ein anderes Publikum als beispielsweise die Modellbundesbahn oder von Josef Brandl gebaute Anlagen.
Ich persönlich ziehe ja Anlagen vor in denen die Bahn nur die Nebenrolle spielt. Bzw die Landschaft weite wiedergibt und die Bahn sich harmonisch unspektakulär einfügt als 3 brennende Finanzämter und übertrieben gesagt Köln Hbf auf 1m Anlagenlänge quetschen.
Aber wie gesagt nur meine persönliche Meinung.
Jeder soll so bauen wie es ihm gefällt.

Beste Grüße
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#14 von iwii , 17.02.2024 17:18

Zitat von Minexfan im Beitrag #12
dass für den Betrachter eine massstäbliche Anlage sehr wahrscheinlich langweilig wäre.

Das finde ich nicht, wenn man eine Anlage von der Perspektive "mitten drin, statt nur dabei" konzipiert. Derselbe Blickwinkel einmal sitzend und einmal stehend:



Um so näher der Betrachter dem Boden kommt, um so spannender wird die Szenerie. Der Blickwinkel wird schmaler und die Tiefendimension verliert ihre Bezugspunkte. Dadurch entsteht auf gleicher Fläche der Eindruck von mehr Weite. Zudem wird man beim Betrachten weniger von äußeren Einflüssen abgelenkt.

Zitat
Erst die Verdichtung der Themen weckt häufig das Interesse des Betrachters.



Das ist ein Wettlauf, den man nicht gewinnen kann. Egal was man veranstaltet (mehr Züge, mehr fahrende Autos, mehr Lampen, mehr Aktionselemente, mehr...), alles wird sich mit der Zeit abnutzen - um so mehr, desto schneller.

Zitat von Minexfan im Beitrag #12
Ich sehe nur mit viel Respekt und Bewunderung was zum Beispiel im Miniaturwunderland geschaffen wurde. Die Anlagen dort sind für mich vom Vorbild her glaubhaft, ohne dass man dies mit einem Meterstab verifizieren kann.


Jetzt wird es spannend. Such dir im MiWuLa ein 5m langes Anlagenstück, was nicht besonders tief ist. Nun stellst du dich 10 Stunden davor. Danach wirst du feststellen, dass diese Anlage mitnichten von der Verdichtung lebt, sondern das pro Flächeeinheit eigentlich recht wenig los ist. Die subjektive Reizüberflutung entsteht einfach durch die Größe des MiWuLa.

Gruss, iwii




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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#15 von Ben84573 , 17.02.2024 17:24

Ja danke für die Zahlreichen antworten und wie auch aufgezeigt wurde ist meine Ursprüngliche Rechnung von 500 falsch. Sind aber noch immer 300 Meter aber nach ein paar Tipps von euch werd ich mal schauen ob das gut geht


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#16 von Frank 72 , 17.02.2024 19:24

Da maßstäblich lange Bahnanlagen im Modell meist unnatürlich wirken, bin ich schon seit langem ein Freund der "sinnvollen" Verkürzung. Durch einige Beiträge im TT-Board habe ich für mich die Drittel-Kürzung als Ideal festgelegt - auch bei der Zugbildung. Das erfordert bei Betriebsstellen, wie vor allem Bahnhofsanlagen, natürlich etwas extra Planerei, da man ja gewisse Bauten nicht kürzen kann (Drehscheibe z.B.). Entsprechend würde ich auch langsamer fahren. Von schneller laufender Uhr halte ich nichts.

Nun bin ich aber mal neugierig: Hast du denn für das Projekt eine Fabrikhalle, die du gern füllen möchtest? Und grundsätzlich würde ich für so ein Vorhaben eine Rundum- oder Kamm-Anlage mit mind. zwei Ebenen wählen. Oder wie stellst du dir das Konzept vor?


Gruß Frank


 
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#17 von Elektrobahner , 18.02.2024 10:56

Hallo Ben,

wenn Du Interesse an Betrieb auf viel Strecke und weniger Gleiswüste auf der Platte hast, kannst Du Dich mal beim FREMO (dem "Freundeskreis Europäischer Modellbahner") umschauen. Dort geht es genau darum: Keiner hat zu Hause eine Turnhalle, um lange Strecken und vorbildlichen Betrieb realisieren zu können. Deshalb trifft man sich (in verschiedenen Gruppen und Baugrößen) und spielt gemeinsam. Dazu tragen die Mitglieder sog. "Module" bei, die über genormte Endstücke verfügen und zu großen "Arrangements" zusammengefügt werden können. Schau Dich einfach mal auf der FREMO-Webseite bzw. auch bei YouTube um, es gibt dort viel Information und Videos von solchen Treffen.

Viele Grüße,
Christian


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#18 von iwii , 18.02.2024 12:35

Bei den Modulisten geht es ja in erster Linie darum, den realen Betrieb nachzustellen. Hier scheint mir der Fokus mehr auf dem Landschafts-/Modellbau zu liegen. Das ist auf bewegten Modulen von mehreren Personen nur selten überzeugend umsetzbar.

Gruss, iwii




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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#19 von Frank 72 , 18.02.2024 13:05

Im Eröffnungsbeitrag verstehe ich Ben84573 so, dass er eine bzw. zwei konkrete Strecken nachbauen möchte. Somit kommen die Modulisten eigentlich nicht in Frage, denn dort geht es ja nur um vorbildliche Betriebsabläufe, aber nicht/selten um konkrete Vorbilder. Somit könnte er ja auch einfach irgendwas bauen. Zumal fehlender Platz ja offensichtlich nicht sein Problem ist.
Ob er großen Wert auf Landschaftsbau legt, wissen wir noch nicht.

Aber ich finde das Thema interessant und bin gespannt, was er uns noch dazu mitteilt.


Gruß Frank


 
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#20 von 8erberg , 18.02.2024 16:43

Hallo,

jein, es gibt Modulanlagen die getreu einem Vorbild sind (z.B. die Fremo Anlage "Ondrup").

Das Verkürzen kann man nur dynamisch von Fall zu Fall entscheiden. Ein Bahnhof in dem ein Schnellzug hält sollte auch passende Bahnsteiglängen haben...

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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#21 von Frank 72 , 18.02.2024 16:54

Zitat von 8erberg im Beitrag #20
jein, es gibt Modulanlagen die getreu einem Vorbild sind (z.B. die Fremo Anlage "Ondrup").


Ok, eine Modulanlage, die eine komplette Vorbildstrecke (über mehrere Stationen) abbildet, existiert sicherlich auch. Dürfte aber extremst selten sein. Entspricht dann ja auch nicht mehr wirklich dem Modul-Gedanken. Zumal das ja dann eher eine Segmentanlage wäre, da sie ja immer in selber Konstellation aufgebaut sein müsste.

Zitat von 8erberg im Beitrag #20
Ein Bahnhof in dem ein Schnellzug hält sollte auch passende Bahnsteiglängen haben...


Bei meiner "Drittel-Kürzung" wird ja beides um je ein Drittel gekürzt: Bahnsteiglänge genauso wie Zuglänge. Passt somit wieder. Wobei dann auch vorbildgerecht der eine oder andere Schnellzug überhängt - denn auch bei der großen Bahn passt nicht immer alles an den Bahnsteig (planmäßig!). Hängt auch ein bisschen vom gewählten Vorbild bzw. der Epoche ab. Bei den heute überwiegenden Trieb- und Ganzzügen fällt die Kürzung eher auf als zu früheren Zeiten mit lokbespannten Zügen.
Aber grundsätzlich hast du Recht. Sollte man bei der Planung alles berücksichtigen.


Gruß Frank


 
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#22 von Ben84573 , 19.02.2024 00:57

Ein wahrer Kenner der Region nicht schlecht


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#23 von Ben84573 , 19.02.2024 01:02

Fremo kenne ich natürlich auch schon überlege aber tatsächlich wirklich was eigenes was wohl auch lang werden muss.


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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#24 von Betulaceae , 19.02.2024 09:02

Moin,

ein interessanter Ansatz!
Auf die Idee das zu versuchen wäre ich nichtmal gekommen.
Auch wenn ich im Modulbau eine Kurve aus Plön in 1:87 nachbaue, das sind aber nur 6,5 m.
Die wird dann aber ohne landschaftlich passende Fortsetzung in unsere große Modulanlage eingepasst,
was mich bisher nicht gestört hat.

Ich sehe aber nicht nur Probleme beim Platzbedarf,
sondern auch bei der Umsetzung, wie viele Jahre werden wohl dabei draufgehen,
300 m Bahnumgebung mit Landschaft zu versehen, vermutlich noch sehr viele Eigenbauten an Gebäuden,
ausgiebige Vorbildrecherche etc.
Ist das alleine überhaupt zu schaffen in einem Leben?

Ich halte Fremo da für einen guten Ansatz, vielleicht finden sich Gleichgesinnte, die auch Lust auf den Nachbau genau dieser Strecke haben,
und Stück für Stück kann die Strecke im Modell entstehen, und es gibt über den Fremo auch die Räumlichkeiten das aufzubauen, mit einzuplanen.

Die Alternative wäre eine Multideckanlage, die sich an der Wand entlang nach oben schraubt, und so, je nach Raumgröße und Steigung, auch durchaus beachtliche Längen erreichen könnte.
Gleichzeitig bräuchte es wirklich nur einen Drehstuhl um dem Zug folgen zu können, statt wie beim Fremo die Laufschuhe.

Welche Räumlichkeiten und Zeitfenster zum Bauen hast du denn zur Verfügung?

Grüße Birk


Mein Projekt: Altenbonn, lange Züge im Weserbergland
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RE: Wie reale Längen ins Modell umsetzen?

#25 von JoWild , 19.02.2024 09:48

Hallo,
wer so etwas im häuslichen Rahmen vor hat, sollte sich als erstes von H0 trennen und z.B. wie schon genannt an N-Spur denken. Dann muss man die freie ohnehin gewundene Strecke auch noch sinnvoll aus der Geraden in eine z.B. W-Form bringen und sinnvoll im Längenmaßstab stauchen. Dann ist schon vieles möglich.
Wegen Bahnsteiglängen usw. braucht man sich außer an den "Endstationen" Hadersdorf und Sigmundsherberg keine großen Gedanken machen, denn da gibt es keine langen Bahnsteige auf dieser Regionalbahn und es fahren auch keine langen Züge.


Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


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