ich möchte eine Lok mit einem Appel-Lokdecoder auf einer analogen Anlage einsetzen.
Den Analogbetrieb habe in den CV-Werten, unter CV 29, aktiviert.
Ergebnis:
Die Lok fährt dann auf einer Strecke von ca. 30 cm ganz schnell hin- und her, mehr nicht oder eine kurze Strecke, aber unruhig. Ich habe das dann sofort beendet, um den Lokdecoder nicht zu ruinieren.
Gibt es da eine Möglichkeit, den Digitalbetrieb am Appeldecoder gänzlich zu deaktivieren bzw. abzuschalten, sodass die Lok analog so funktioniert, als wäre der "Brückenstecker" drin und kein digitaler Decoder?
Das ist kein typisches Verhalten für die Appel-Dekoder, bei mir funktionieren die analog mit Gleichstrom!! einwandfrei, einzig wie bei jedem Dekoder im Analogbetrieb brauchen sie ca. 5v am Gleis bevor etwas passiert. Da ist was anderes faul, Dekoder durch verdreckten Motor überlastet, sehr schlechte Stromaufnahme der Lok.. übrigens ist bei den Appel-Dekodern der Analogbetrieb in Werkseinstellungen aktiv, da muss man normalerweise nichts umstellen.
Könnte es sein das Du den Appel analog mit einem Impulsbreitenfahrpult oder einem mit ausgeprägter Halbwellenanfahrhilfe ansteuerst denn da kriegen die Appels (aber auch einige andere Decoder) Schluckauf. Am Krassesten reagieren die auf den gleiseingespeisten Motorstrom eines anderen Decoders denn da gibt´s dann nur noch Vollgas ein oder aus...
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Mir ist kein Decoder bekannt wo der Digitalbetrieb deaktiviert werden kann. Widerspricht ja auch der Funktion eines „Digitaldecoder“. Eigentlich ist es ja andersrum, Analogbetrieb lässt sich deaktivieren.
Alexander aus dem südlichsten Allgäu Digital mit altem Blechgleis auf dem Boden TamsMC, Booster B4, alte Digitalkisten Bekennender ATF-Öl Anwender
diese PIKO 57996 - Diesellok BR 223 ist fast nagelneu und wurde analog gekauft. Ein Moba-Freund hat mir die Lok digitalisiert und "Rot/Weiß-Lichtwechsel" eingebaut. Digital, fährt die Lok gut, da ich gemäß Appel-Decoderanleitung, die CV-Werte feinfühliger eingestellt habe. Meine Analge wird jeden 2-4 Tag von möglichen Staub befreit, weil ich von meiner Oma den Putzfimmel geerbt habe.
Hallo Petz1,
ich steuere nicht mit einem Trafo oder so, sondern mit einer Software, die auf einem Fahrkreis, durch Blockeinteilung (genügend Blöcke müssen auf der Anlage dann vorhanden sein), analog und digital steuern kann.
Hallo alexus,
Du hast recht, Digitalbetrieb, bei einem Decoder kann man nicht deaktivieren. Wäre ja sonst "Unsinn".
Ich werde nochmals einen Test durchführen. Kann sein, dass ich etwas übersehen habe.
Du schreibst, du steuerst mittels einer Software die Blöcke, aber irgendwoher muß ja der „Saft“ kommen. Von daher vermute ich, bei analoger Steuerung eine PWM Endstufe die ihre Signale via Software erhält. Und wie Markus (Petz1) schreibt, Digitaldecoder kommen mit analogen PWM Signalen nicht gut klar. Ich hab das mit Tams, Zimo und auch Appel getestet.
Alexander aus dem südlichsten Allgäu Digital mit altem Blechgleis auf dem Boden TamsMC, Booster B4, alte Digitalkisten Bekennender ATF-Öl Anwender
Das kann ich nicht bestätigen. Bei mir laufen ESU Decoder problemlos mit PWM. Dem Thread Ersteller würde ich mal einen Lokpilot 5 Basic zum probieren empfehlen.
Kann Dir insoferne zustimmen als das die ESU´s diejenigen sind die mit PWM noch am ehesten zurechtkommen. Aber auch die laufen deutlich besser mit normaler Gleichstromversorgung. Gebrauchte alte Fahrregler ohne den "PWM-, bzw. Halbwellenluxus" gäb´s zu Bruchteilen des Preises eines Decoders; bei einer bestehenden Regelung liessen sich die PWM - Impulse auch mit einem entsprechenden nachgeschalteten Kondensator glätten.
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Zitat von 8erberg im Beitrag #10Und wenn ich PWM wieder "verschmiere" wird das Laufverhalten der ollen Brummelköppe mit 3-poler auch nicht besser...
Einen Tod muss man sterben.. Nach eigenen mehr oder weniger zufälligen Versuchen: Lokdekoder reagieren ziemlich allergisch auf PWM am Gleis wenn die Frequenz in ihrem Fangbereich für DCC/MM-Gleissignale liegt bzw. bei ca. der Hälfte. Der Sweetspot ist dabei einmal ab rund 3 Khz bis ca, 4,5 Khz sowie zwischen 7 und 9 KHz. Zusammen mit irgendwelchen unvermeidlichen Störspitzen am Gleis kann das die Dekoder heftig aus dem Tritt bringen. Aber auch außerhalb dieser Bereich reagieren sehr viele Dekoder auf PWM allergisch, der Verlauf der Gleisspannung ähnelt einfach zu sehr dem was im Digitalbetrieb anliegt. Bei einfachen Dekodern wie den Appel-Dekodern (übrigens im Kern auch nur ein Arduino Uno/Nano) fehlen schon in der Hardware die Ressourcen um das Gleissignal so differenziert auszuwerten um da im Analogbetrieb mit jedem PWM-Gleissignal klar zu kommen. Die gucken nur entweder steigende Flanken im passendem Takt -> Digitalbetrieb -> versuchen das Signal auszuwerten oder Spannung liegt an aber kein passender Takt -> Durchreichen der Gleisspannung in passender Polarität. Ist dann auch noch ein ordentlicher Pufferelko verbaut sehen einfache Dekoder eh nur noch "Vollstrom" weil sich bei PWM am Gleis der Pufferelko auf die Spitzenspannung der Gleisspannung auflädt.. Übrigens lassen sich Dreipoler wie z.B. die Rivarossi-Topfmotoren selbst mit den Appel-Dekodern zu sehr zivilisiertem Laufverhalten im Digitalbetrieb erziehen...
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #11Übrigens lassen sich Dreipoler wie z.B. die Rivarossi-Topfmotoren selbst mit den Appel-Dekodern zu sehr zivilisiertem Laufverhalten im Digitalbetrieb erziehen...
Kann ich nur bestätigen; auch wenn das manchmal in längeres CV - Getüftel ausartete, hab ich zumindest bis dato mit allen möglichen Oldtimerdreipolern zwar keine unbedingt zu Begeisterungsstürmen hinreißenden aber akzeptable Ergebnisse erzielt; so ist deren Preis-Leistungsverhältnis absolut ok.
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Zitat von Petz1 im Beitrag #12Kann ich nur bestätigen; auch wenn das manchmal in längeres CV - Getüftel ausartete, hab ich zumindest bis dato mit allen möglichen Oldtimerdreipolern zwar keine unbedingt zu Begeisterungsstürmen hinreißenden aber akzeptable Ergebnisse erzielt; so ist deren Preis-Leistungsverhältnis absolut ok.
Hallo Moba-Freunde bzw. diejenigen, die mir helfen wollten:
Ich habe mein Vorhaben aufgegeben, da ich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass Loks mit Decoder, digital gefahren werden sollten, und Loks mit Brückenstecker, dementsprechend, analog. Ausnahmen, bestätigen die Regel.
Zitat von KatMobaN im Beitrag #14da ich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass Loks mit Decoder, digital gefahren werden sollten, und Loks mit Brückenstecker, dementsprechend, analog. Ausnahmen, bestätigen die Regel.
bei der Verwendung von Sparbrot-Decodern ist das sicher eine gute Entscheidung. Ansonsten darf man gerne etwas differenzierter daran gehen - muss das aber nicht tun.