Hallo @DGU,
aber die Radien sind zwangsläufig eng, obwohl die Entwürfe natürlich interessant aussehen. Ich habe mal versucht, das so in etwa nachzuzeichnen mit dem Märklin-Material und den Bogenweichen mit den Radienangaben 1394/1550 mm (andere gibt es bei Märklin wohl nicht).
Vor und hinter den Bogenweichen wäre nichts größeres als der Märklin-Radius 1176 mm anwendbar, da man ja noch die im Entwurf vorgesehenen Gleisabstände und Abstände zum Rand einrechnen muss (Anlagenbreite 3150 mm).
Ein Radius von 1176 mm würde in H0 nur 432 mm entsprechen. Eigentlich würde man gerade in den großen Spuren neben der noch besseren Detailierung dann auch einigermaßen vernünftige Radien erwarten, vor allem, wenn hier Modelle wie BR 01 und E 103 ihren Auslauf erhalten sollen (wobei das leider kaum einen echten Auslauf für solche Modelle ergibt; die kann man praktisch stehen lassen).
Hallo Lars (@Lars14):
Du hast einen (Anfangs-?)Bestand an 4 schönen Loks. Hast Du Dir Gedanken gemacht, ob es dabei bleibt oder nachher doch schnell mehr werden könnte?
Ich möchte noch einen ganz anderen Anstoß geben, denn ich halte die Raumbreite 3,15 m für Spur 1 ganz einfach für kaum geeignet. Wenn es doch mehr an Loks geben wird (wobei auch bei Märklin ein Lokmodell Spur 1 inzwischen bei rund 3k € liegt), dann wäre genau jetzt der Zeitpunkt der Überlegung, ob es darum geht, große und eindrucksvolle Loks durch die Landschaft rauschen zu sehen und ob hierzu die Spur 0 nicht schon genügt. Ich selbst würde mir bei der Raumlänge den pers. Traum einer Spur 0 in schöner Landschaft erfüllen. Es gibt heute wunderschöne Spur 0-Loks, die der Spur 1 eigentlich auch nicht nachstehen.
Eine „An der Wand lang“-Anlage lebt vom Hintergrund, sonst wirkt die Anlage nicht. Das gehört schon in die Anfangsplanung. Da gibt es sehr gute professionelle Anbieter. An der einen Längsseite Landschaft, an der anderen ein kleiner Bahnhof, mit entsprechend anderem Hintergrund. Eingleisig dann im Kreis herum. Dass es nur ein Kreisfahren wäre, würde mich nicht stören, denn die Modelle, die ich selbst sonst nur in der Vitrine oder auf Messen bewundern konnte, hätten hier ihre eindrucksvolle Umgebung. Die Radien an den Raum-Schmalseiten wären o.k. So wäre für mich der Traum von Modellbahn, und die Modelle viel bezahlbarer als Spur 1.
Eigentlich will ich Dich nicht beeinflussen (es ist Deine Bahn), und tue es doch ein bisschen. Es geht mir nur darum, dass Du nicht irgendwann denkst „ach hätte ich doch“.
Übrigens: den Unterbau einer Wand-Anlage kann man sehr gut und einfach mit 16 mm-Tischlerplatte machen (kein aufwendiger Rahmen oder so). Das ist sehr verzugsfrei, stabil und eben; ggf. auch 19 mm stark (ist dann halt ziemlich schwer). An der freien Raum-Längsseite 5 x Länge 1,31 m und jeweils an den Enden auf 2 der Wunschhöhe entsprechend lange Füße aufgeschraubt. Eine Querversteifung braucht man dabei nicht, denn komplett aufgebaut lassen die Wände ja kein seitliches Verrutschen zu. Man sollte aber mittig auf der Unterseite jeweils Aluschienen zur Widerstands-Erhöhung gegen Durchbiegung anschrauben. An meiner „an der Wand lang“ H0-Testanlage mit Tischlerplatte 16 mm habe ich ein Segment mit 1,40 m Länge und Alu-Schiene ungleichschenklig 30 x 20 x 2 mm, andere 1,10 m lang ohne Schiene. Null Probleme. So eine Metall-Versteifung ist aber auch dann gut, wenn im Raum deutliche Feuchte-Änderungen denkbar sind.
Eine Wandanbindung der Platten ist eigentlich nur dort nötig, wo die Klappbrücke gemacht wird.
Viele Grüße
Uwe