So, Hallo Hallo,
Da die Spachtelmasse sich doch noch Zeit lässt, habe ich mich heute, obwohl anders geplant, mit der Elektrik des Triebkopfs befasst.

Das ist die Ausgangslage. In der Mitte sind zwei 6V 4Ah Bleigelbatterien, vorne sind bereits der Regler (der ja ein Drehzahlsteller ist, aber so heißen die Dinger eben...) und der Empfänger mit Montageband angeklebt. Diese Elektronikbausteine habe ich vorne montiert, da ich mir eines fernen Tages die Option freihalten möchte, den Zug ggf doch über eine echte Oberleitung zu betreiben. Dazu wird aber, vermute ich, irgendeine Art der Spannungsverarbeitung im Triebkopf nötig sein. Und daher wollte ich den Platz unter dem Stromabnehmer frei halten.

Tja, und da ist das Schlangennest. So etwas braucht viel Zeit und Sorgfalt. Alleine die Kabel so zu führen, dass die Haube nachher wieder problemlos draufpasst, ist schon schwierig genug. Die Platte am hinteren Ende wird den Hauptschalter aufnehmen, der ist aber noch irgendwo bei DHL. Erstmal provisorisch verbunden.

Da guckt die Kabelage raus. In fertig montiert wird hier nur der Wippschalter zu sehen sein... Die beiden Schrauben unter dem Wagenübergang halten das Gehäuse fest! Für Eigenbauten aus meiner Werkstatt was ganz neues: Das Gehäuse ist mit drei Schrauben fest, dreht man die raus, kann man es einfach nach oben abnehmen. Was für den Rest der Welt selbstverständlich ist, stellt für meine Produkte ein Novum dar!

Vor dem Frontspoiler findet sich die dritte Schraube.
Da mir der Kopf dann doch so öd und leer aussah, habe ich noch etwas anderes eingebaut:

Lokführer mit Fahrpult. Das ganze ist nur recht grob aus Sperrholz und ein bisschen Plastik, aber ich denke dass es nachher im Garteneinsatz eh kaum zu sehen sein wird. Solcherlei Details wollte ich eigentlich erst später beackern, aber ich bin hier ja nicht auf der Arbeit und Abweichungen vom Plan also geduldet.

Was ist das? Besonders hässliche Stecknadeln? Halluzinogene Fadenpilze? Nein, weder noch. Das sind LEDs, genauer gesagt, warmweiße SMD LED. Jedes Weihnachten wird man ja seit einigen Jahren im Einzelhandel mit LED Lichterketten quasi beworfen. 1,99 für eine LED Kette mit 50 Lichtern und einem Batteriekasten mit eingebautem Schalter. Ich erkannte natürlich mit Argusaugen, dass es sich dabei um nichts anderes handelt, als bedrahtete SMD LED, wasserdicht eingeschlossen in jeweils einem Tröpfchen Heißkleber. Da schnippel ich mir immer welche ab, wenn ich welche brauch :D Stippt man die in roten Lack, lassen sie sich auch dazu überreden, rotes Licht zu machen. Damit werde ich die Spitzen und Schlussbeleuchtung des ICE bestücken. Diese LED sind sogar ziemlich leuchtstark. Für das Fernlicht gibt's dennoch jeweils zwei eigene ultrahelle, warmweiße LED. Das hilft in der Dämmerung enorm, die Schnecken rechtzeitig zu sehen... Das ganze ist und bleibt ein Gartenbahnfahrzeug mit entsprechender Betriebswirklichkeit.
So, das ist der Fortschritt heute. Die Verkabelung hat wie immer unglaublich lange gedauert. Aus eigener Kraft gefahren ist er auch schon. Aber nur ein bisschen hin und her, es war schon dunkel und das Licht ist noch nicht eingebaut. Ich wollte nicht mit dem nagelneuen ICE gleich eine Schnecke totfahren.
Guts Nächtle
Alex