Da ich mich als ehemaliger "länger gedienter Soldat" immer schon für Fahrzeuge der Bundeswehr interessiert habe, möchte ich hier einmal einen Prototyp vorstellen, der sehr gut im Modellbau ebenfalls Verwendung finden könnte.
Es handelt sich hier um den Prototyp des "Radpanzers 90", welcher in den 80er Jahren von Daimler Benz für die Bundeswehr entwickelt worden ist, aber tatsächlich dann nicht in die Truppe eingeführt worden war.
Gleichwohl nach meinen Informationen lediglich ein Exemplar gebaut worden sein sollte, war dieses intern nach der Ablehnung durch das BMVtg später als Serie einem arabischen Staat angeboten worden. Zu diesem Geschäft kam es aber dann auch nicht, weil dieser Staat letztlich den Leo 2 erworben hat.
Der Radpanzer 90 sollte bei Einführung den Namen "Fretchen" erhalten, weil er ja in die Kategorie Jagdpanzer einzuordnen war. Er besaß den leicht abgewandelten Turm des Leopard 1 A3, wog 32 to als Gefechtsgewicht und sollte beim Test eine Höchstgeschwindigkeit von 105 St/km erreicht haben. Wahlweise wäre die Ausstattung mit einer KWK von 90mm bis 120mm denkbar gewesen.
Bei diesem Modell handelt es sich um ein sogenanntes Resin Modell. Wobei ich mit dem Hersteller höchst unzufrieden bin, weil das erste Modell thermisch verzogen und Teile abgebrochen waren. Beim zweiten Modell fehlte ein Rad. Mehrere Reklamationen blieben von dort unbeachtet. Eine Kommunikation mit dem Hersteller/Vertreiber gestaltete schwierig, da höchst unfreundlich!
Ob die KWK beim Transport auf 12 Uhr gerichtet war, entspricht meiner Fantasie, da das Vorbild auf der Frontpanzerung über keinerlei Rohrabstützung verfügte. Hier ist eine 120 mm L 40 KWK des Leopard 2 dargestellt.
Verzurrt ist das Fahrzeug mit den von mir entwickelten Spannketten, die tatsächlich in der Anwendung nachspannbar sind.
Besser wären die Original Conti Reifen gewesen, aber es wurden nur 7 Stück geliefert.....
Die Rohrablage ist eine selbst gelötete und nach Vorbild entstandene Konstruktion
Das Tarnmuster entspricht Fahrzeugen eines arabischen Staates
Hier noch einmal die selbst gelötete Rohrstütze der KWK

Beide "Fretchen" zusammen....
Hier ist die KWK hinten (auf 6 Uhr) abgelegt
dieses Modell ist mit einer 90mm L70 ausgestattet
vorne rechts die Abbrüche und Beschädigungen, auf die der Lieferant einfach nicht eingegangen ist
Ich habe die Haltegriffe am Turm durch Bronzefederdraht ersetzt, weil diese ebenfalls abgebrochen waren. 
Da auch bei dem Modell die KWK völlig thermisch verzogen war und mir das Richten auch im heißen Wasser nicht gelang, musste ich das ursächliche Rohr duch ein Messingprofil ersetzen.
Hier noch einmal die Verladeketten und die Ladungssicherung
Die "rote Nummer" sagt es aus, dass das Fahrzeug in Erprobung sich befindet und der Transport erfolgt nun auf der Anlage "Günthersbronn"
Meine Grüße in die Runde
vps
