Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#1 von Köf , 08.09.2024 18:54

Hallo,

ich bin ein Neuling im Stummi-Forum, mein Name ist Uwe, Jahrgang 1974. Ich bin in Kirchhain/Hessen einen Steinwurf vom Bahnhof entfernt aufgewachsen und war schon immer von Eisenbahn fasziniert, allerdings eher von den in Kirchhain abzweigenden Nebenbahnen (Wohratalbahn, Ohmtalbahn) als von der elektrifizierten Main-Weser-Bahn. Das freundliche Personal am Bahnhof hat mich damals ab und zu auf Führerstandsmitfahrt auf der Bahnhofs-Köf mitgenommen, daher mein Forum-Name. Ich habe mich als Jungspund auch ein wenig mit Modellbahnerei beschäftigt, aber dann 30 Jahre Pause gemacht. Jetzt ist die Zeit gekommen für einen Wiedereinstieg. Ich hatte begonnen, einen Baubericht im "Kleine Spuren"-Unterforum zu posten, aber man mich ermutigt, den Bericht hier unter "Anlagenbau" zu veröffentlichen.

Anscheinend ist hier ein "Grundlagenfragebogen" gewünscht:

1. Titel
Traktionswandel in Mittelland

2. Spurweite & Gleissystem
Spur Z - Märklin

3. Raum & Anlage
Multifunktionszimmer mit etwa 10 Quadratmetern, davon ca. 1.5 Quadratmeter verfügbar für Modellbahnerei - klassische Rechteck-Platte 1.75m x 0.75m

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Spielbahn

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Nebenbahn, ohne konkretes Vorbild aber inspiriert von den langen Nebenbahnen um Rahden und der Gegend um Wesergebirge und Mittellandkanal.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Märklin Z R2

4.4 Maximale Steigung
Spur-Z-Loks haben keine Haftreifen und sind Leichtgewichte, daher keine Steigungen außer am Hafenanschlussgleis mit etwa 25 Promille.

4.5 Maximale Zuglänge
Theoretisch 80cm im sichtbaren Bahnhof , praktisch 50 cm wegen kürzerem Schattenbahnhof (reicht für vier Vierachser-Umbauwagen plus Lok).

4.6 Anlagenhöhe der Hauptebene
etwa 1 Meter

4.7 Anlagentiefe (minimal, maximal)
75cm uniform

4.8 Eingriffslücken / Servicegang
Nicht nötig, Anlagentiefe und Relief erlaubt Zugriff auf Schattenbahnhof

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Auf gleicher Ebene im Anlagenhintergrund mit zwei Durchgangsgleisen und ein Stumpfgleis für Triebwagen, plus eine seitliches Stumpfgleis als "fiddle yard" zur Zugumbildung.

4.10 Oberleitung ja / nein
Dem Vorbild entsprechend Nein.

5. Steuerung
Analog

6. Motive
6.1 Epoche
Epoche III, frühe 60er Jahre mit einsetzender Verdieselung. Denkbar auch spätere Epoche mit Dampf-Museumsbetrieb.

6.2 Bahnhofstyp(en)
Durchgangsbahnhof mit abzweigender Strecke

6.3 Landschaft
Relativ wenig, Bahnhof und Ort auf Flussterasse, Fluss nur angedeutet im Hafenbereich, wenig erhöhtes Gelände zur Verdeckung des Schattenbahnhofs auf gleicher Ebene im Hintergrund

6.4 Szenerie
Ländlich mit etwas Industrie/ Gewerbe

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
Kleinst-Bw

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
BR 24, BR 86, VT98, Donnerbüchsen, Umbau-Dreiachser, Umbau-Vierachser, diverse Güterwagen - Anschaffung von V60, V100, V160 anvisiert

7.2 Gleisplan
Einfaches Oval mit Bahnhof vorne und Schattenbahnhof hinten, Schwerpunkt auf Zugkreuzungen und Rangierbetrieb. Streckenverzweigung links vor Schattenbahnhof wieder zusammengeführt. Durchgangsverkehr und Spitzkehrenbetrieb möglich, aber leider keine Wendemöglichkeit.



7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Einzelspieler

7.4 Budget
Limitiert, sollte alles inklusive 2000€ nicht übersteigen.

7.5 Zeitplan
Nur kein Stress


Historische Hintergründe und Anlagenplanung:

Wie gesagt, bin ich Wiedereinsteiger nach 30 Jahren Abstinenz. Als Kind hatte mich mein alter Herr mit einer Lima-HO-Startpackung zu Weihnachten angefixt, aber der Platzbedarf war zu groß und daher kam nur eine Teppichbahn während der Ferien in Frage. Als Jugendlicher haben ich von einem Verwandten, der Spur-Z-Material geerbt hatten aber damit nichts anfangen konnten, ein paar Weichen, Gleise, Wagen und eine 89 und eine 24 erhalten, was den Bau einer kleinen aber permanent aufgebauten "Platte" mit Nebenbahn- Durchgangsbahnhof und Oval samt rudimentären Landschaftsbau erlaubte - die aber mangels ausreichend Taschengeld - oder lag es an den schon damals hohen Preisen ? - nie wirklich fertig wurde. Irgendwann kam als wohlgemeintes Geschenk meiner Mutter noch eine Württembergische C in Fotoanstrich hinzu, ein Börsen-Fundstück - aber die passte so gar nicht zum Anlagenthema und wurde daher mein bisher einziges "Vitrinenobjekt".

Der Anlagentorso und das Rollmaterial lagen dann 30 Jahre lang auf dem Dachboden bei meinen Eltern, während ich rumstudierte, ins Berufsleben eintrat und eine Familie gründete. Jetzt, 30 Jahre später, ist ein Kinderzimmer frei geworden - Sohnemann studiert ebenfalls. Aber es gibt Umnutzungskonflikte - das Bett muss bleiben für Übernachtung im Besuchsfall, meine bessere Hälfte will schon lange ein Deko- und Nähatelier - und der Familienrat hat mir letztendlich eine Wand und etwa 1.5 Quadratmetern Fläche für meinen MoBa-Wunsch zugestanden - endlich Gelegenheit, das Spur-Z-Material zu sichten und das schöne Hobby wieder aufzunehmen!

Der Anlagentorso wurde abgebaut und einige wiederverwendbare Weichen und Gleise gewonnen. Dem Fahrgerät hatte das Dachbodenklima wohl nicht gefallen, der Trafo war jedenfalls hin. Die - völlig verharzten und bewegungsunfähigen - 89, 24 und C habe ich auf einer Börse tatsächlich an eine Bastler verramschen können und ich habe mir dafür eine 86 gebraucht gekauft - meine Lieblingslok. Um an weitere Schienen und einen neuen Trafo zu kommen, habe ich mir dann eine Start-Packung gekauft - damit hatte ich dann wieder eine 24, aber die neue Version mit Glockenanker-Motor. Diese Fahrzeuge bestimmten dann auch die Suche nach einem Vorbild, dazu gleich mehr.

Ich bin vom Modelbahner-Typ her eher ein "Rangierer". Es ist mir wichtig, Züge nicht bloß auf einem wie auch immer verschlungenen Gleisplan "sinnlos im Kreis" fahren zu lassen, es sollte einen halbwegs vorbildnahen Betrieb mit glaubhaften und nachvollziehbaren Transportaufgaben geben - aber ohne in das andere Extrem des Betriebs nach historischem Fahrplan zu fallen. Schwerpunkt liegt auf Güterverkehr mit entsprechender Infrastruktur, aber auch Zugkreuzungen im Personenverkehr etc. Eine gewisse historische Genauigkeit muss schon sein, ohne allerdings allzu sklavisch dem bahntechnischen Realimus oder der "Nietenzählerei" zu huldigen. Es geht eben was möglich gewesen wäre - d.h. zum Beispiel die Verwendung einer 86 oder eines Hochbordwagens in DR-Ausführung für ein Epoche III-Thema geht durch, weil die Fahrzeuge auch in dieser Epoche im Einsatz waren und die Unterschiede in Beschriftung etc. minimal sind. Aber eine 212 in ozeanblau-beige oder ein Sps-719 Rungenwagen (erst ab den 70er Jahren gebaut) geht auf einer Epoche III-Anlage gar nicht. Ich bin also sozusagen ein Realo-Spielbahner. Ich fahre auch gerne selber, von Automatisierung und Digitalisierung halte ich nicht viel - da man seine Aufmerksamkeit augentechnisch ja nur auf einen Zug konzentrieren kann, bringt mir ein Mehrzug-Automatik/Digitalbetrieb wenig "Lustgewinn" - mal abgesehen vom Preis und meinen nicht vorhandenen technischen Fähigkeiten.

Das vorhandene Rollmaterial, der beschränkte Platz und ein beschränktes Budget - zwei Kindern muss derzeit das Studium finanziert werden - zwingt zu einem Anlagenthema mit überschaubaren Anforderungen - die klassische eingleisige Nebenbahn halt. Die elektrifizierte doppelgleisige Paradestrecke mit Großstadtbahnhof und abzweigender Nebenbahn samt Schattenbahnhof auf Ebene Zwei muss auf den Lottogewinn warten. Aber da ich sowieso Nebenbahnfan bin, passt das schon.

Nach meinen Recherchen über die Einsatzgebiete der BR 24 bei der DB schränkt sich das potentielle Anlagenthema auf die Epoche III bis in die frühen 60er Jahre in Norddeutschland ein, v.a. die langen Nebenbahnen rund um das Bw Rahden, wo die Steppenpferde bis 1965 im planmäßigen Einsatz waren. Im Netz habe ich auf Fotonachweise von 86er im Einsatz im Raum Rahden gesehen, passt also. Ich habe mich also entschlossen, eine Anlage zu planen, die gedacht am Südrand der Norddeutschen Tiefebene im Übergang zum Weser-Bergland liegt - also relativ flaches, beginnend hügeliges Gelände durchquert von einem schiffbaren Fluss bzw. dem Mitellandkanal.

Zentrales Element ist somit eine ländliche Kleinstadt in Norddeutschland mit Durchgangsbahnhof einer "wichtigen" Nebenbahn (über die auch "Heckeneilzüge" Bremen-Frankfurt verkehren), der gleichzeitig Abzweigbahnhof einer weniger wichtigen Nebenstrecke ist und somit auch auch Spitzkehrenbetrieb erlaubt. Dieser "Mini-Eisenbahnknoten" rechtfertigt auch ein Mini-Bw. Dazu gibt es reichlich Lade- und somit Rangiermöglichkeiten, u.a. einen Flusshafen, Holzverladung, Brennstoffhändler, kleine Fabrik oder alternativ Landhandel, landwirtschaftliche Produkte wie Vieh, Rüben, Getreide, Milch. Im Anlagenhintergrund verbirgt sich ein kleiner Schattenbahnhof und auf der rechten Seite ein "fiddle yard", um Zugumbildungen für einen "realistischen" Güterverkehr zu ermöglichen. Der Übergang in den nicht-sichtbaren Bereich muss ohne Tunnels erfolgen, das sich diese in dem relativ flachen Gelände nicht glaubwürdig rüberbringen lassen. Die Strecken verschwinden also im Wald, hinter Gebäuden oder Brücken und Dämmen.

Zu Planungszwecken habe ich mir die Software "3D Modellbahn-Studio" gekauft und mehrere Studien und Varianten für mein Projekt entwickelt, um zu sehen was auf den maximal 1.75m x 0.75m Grundfläche machbar ist. Ich stelle hier die 13. und finale Version vor, die ich als reale Anlage umsetzen möchte. Die ersten Gleise liegen schon, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.





Ob Dampfloks oder Heavy Metal : Regler bis zum Anschlag - wenn die Ohren nicht klingeln, war es nicht laut genug!

MfG,
Uwe


 
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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#2 von RC-Flieger , 08.09.2024 20:15

Hi Uwe
Dann schreib ich hier mal n kurzes HALLO und stell mal den Fuß in die Tür um nix zu verpassen.

Gruß Thomas


RE: " Einmal rund um die Werkstatt " Dioramen mit Verbindungsgleisen
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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#3 von fmm , 08.09.2024 22:49

Moin Uwe,

gefällt mir. Und die Gedanken die du dir zur Region und zum Betrieb gemacht hast, klasse.


liebe Grüße aus dem Norden
Frank


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#4 von Köf , 09.09.2024 12:18

Meine Materialbestellungen von MBZ und von der Modellbahn-Union sind gerade daheim per Post angekommen - aber ich muss noch bis 18h arbeiten!

Ich sitze auf glühenden Kohlen - kein Wunder, da sind u.a. der Lokschuppen-Bausatz und der Kohlebansen drin^^


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#5 von RC-Flieger , 09.09.2024 18:10

Hi Uwe
Das kenne ich irgendwie. Da kommt die zugestellt Meldung von nem Paket auf das du sehnsüchtig gewartet hast, und du musst wieder bis zum Feierabend warten. Ist n bisschen fies .

Gruß Thomas


RE: " Einmal rund um die Werkstatt " Dioramen mit Verbindungsgleisen
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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#6 von Köf , 09.09.2024 23:40

Zitat von RC-Flieger im Beitrag #5

Ist n bisschen fies .



Das grenzt an Folter!

So, die Pakete sind ausgepackt und gesichtet.

Mein Gott auf was habe ich mich da eingelassen - so ein Fitzelkram!^^

Der Kesselwagen fehlte mir noch für den Anschluss des Brennstoffhändlers, sieht gut aus und ist immerhin halb so groß wie mein Ringfinger.

Lokschuppen, Kohlebansen, Wasserkran, Lagerschuppen etc. - sind ganz schön filigran diese Lasercut-Bausätze von MBZ. Das wird eine Herausforderung! Lasercut habe ich noch nie gemacht, bisher habe ich nur Plastikbausätze zusammengeschustert. Was ich nicht wusste ist, dass die Lasercut-Bausätze letztendlich alle bemalt werden müssen - in den Beschreibungen stand meist "der Bausatz sollte individuell bemalt werden", das klang nicht wie "müssen" - aber es wird doch notwendig sein, v.a. für Backsteinmauerwerk. Das werde ich also nochmal ein Farbset nachbestellen müssen. Die Ergebnisse werden dank meiner völligen Unerfahrenheit vermutlich grausam sein, aber mein Projekt ist ja auch nur eine Spielbahn ohne künstlerische Ansprüche. Der Herr Oswald möge mir verzeihen, das hier Perlen vor die Sau geworfen werden, aber ich hatte halt keine Wahl, einen einständigen Lokschuppen in Z habe ich eben nur bei MBZ gefunden. Und Eigenbau würde sicherlich noch furchtbarer ausfallen. Den Bau der Gebäude werde ich vermutlich erst im nächsten Urlaub in Angriff nehmen, da brauche ich Ruhe für.

Was sonst noch - Grasfasern, Kornfeld, Büsche, Kopfsteinpflaster-Band - brauche ich alles auch erst später, aber was man hat, das hat man.

Ich habe mich für die Plastik-Gras-Sprühflasche von Noch entschieden anstatt für einem elektrischen "Grasmaster", da die zu begrasenden Flächen ja nicht so groß sind. Wird sich zeigen wie das aussehen wird.

So, alles wieder eingepackt für später - erstmal muss ich den Gleisbau und die Verkabelung erledigen, bevor der Landschafts- und Gebäudebau beginnt. Gute Nacht!


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#7 von Köf , 10.09.2024 09:53

Zitat von fmm im Beitrag #3
Moin Uwe,

gefällt mir. Und die Gedanken die du dir zur Region und zum Betrieb gemacht hast, klasse.


liebe Grüße aus dem Norden
Frank


Danke Frank! Die Region kenne ich leider nicht aus eigener Anschauung sondern nur aus Google Earth, Karten und Bildern, aber ich habe auch nicht vor, die für die Gegend typische Architektur nachzubauen - das wird alles approximativ bleiben.

Das ganze Projekt ist sowieso eine Ansammlung riesiger Kompromisse hinsichtlich der Geographie. Die Heckeneilzuge Bremen-Frankfurt (über Marburg, meiner Geburtsstadt, daher die Inspiration) liefen ja in Nord-Süd-Richtung, aber mein Bahnhof liegt parallel zum gedachten Fluss bzw. Mittellandkanal am Südende der Norddeutschen Tiefebene, also im Urstromtal der ehemaligen Vergletscherungszone - und das Tal verläuft eher in Ost-West-Richtung. Die Notwendigkeit einer Ost-West-Ausrichtung ließe sich noch durch kleinräumliche Topografie wegerklären, aber dann müsste halt wenigstens eine der Bahnhofsausfahrten nach Süden abknicken anstatt alle beide bzw. drei nach Norden, um das glaubwürdig rüberzubringen - das geht auf einer so kleinen Rechteck-Platte aber nicht.

Nach Norden übrigens weil der Bahnhof auf der Nordseite des Urstromtals liegen wird, also auf der Seite der Sanderflächen mit dem leichten Anstieg hin zur Endmoräne, und nicht auf der Südseite im Löss und dem Anstieg zur Mittelgebirgsschwelle. Warum? Hauptsächlich auch wieder den vorhandenen Fahrzeugen geschuldet, nämlich den Fcs-Wagen der "Quarz-Werke", die mit Sand beladen sind - der Quarzsand kommt aus natürlich aus den Sanderflächen im Norden und nicht aus dem Löss im Süden.

Ja ok, das sind alles Gehirnverrenkungen eines ehemaligen Geographiestudenten - im Grunde könnte die Anlage auch an der Unstrut oder der Donau verortet sein, wenn man sich nicht dran stört dort eine BR 24 einzusetzen. Aber ich bin halt ein "Realo-Spielbahner" und habe mir für mein Projekt dieses Rollenspiel-Szenario ausgedacht.


So, jetzt aber mal Butter bei die Fische, dass hier ist ja das Bauforum und nicht das Planungsforum. Wie angedeutet, liegen die ersten Gleise bzw. sogar schon ein Großteil davon, aber ein paar Lücken sind noch zu schließen.

Die Grundlage ist eine klassische um nicht zu sagen altmodische 20mm Spanplatte 1.75 x 0.75 - aber eingefasst in Metallprofilen zwecks Verwindungssteifheit und zur Anbringung von Scharnieren. Die Anlage sollte ursprünglich klappbar unter dem Fenster angebracht werden - was auch die Maße der Platte diktiert hatte - und wenn aufgebaut durch zwei Stützen in der Horizontalen gehalten werden. Aber der Standort hat sich letztes Wochenende geändert, mehr dazu im nächsten Teil.

Auf der Spanplatte zwei Schichten 20mm Styropor- Wärmedämmplatten, alles mit Holzleim zusammengepappt. Ja, ich hätte auch lieber Styrodur genommen aber das war im Baumarkt gerade nicht verfügbar und ich wollte nicht warten - dann habe ich halt ein wenig Sauerei mit den Kügelchen, aber dafür gibt's Staubsauger.

Die erste Lage Styropor, die durch glückliche Fügung genau so hoch ist wie die überstehende Kante des umfassenden Metallprofils - ist die Höhe des Wasserspiegels, von dieser Lage ist nur vorne Rechts ein Stück exponiert wo der Hafen hinkommt.

Die zweite Lage Styropor ist die Hauptebene, die gedachte Flussterrasse, auf welcher der Bahnhof und der Ort angesiedelt sind. Darauf kommen dann weitere zurechtgeschnittene Styroporblöcke, um grob das Relief zu formen. Die Feinarbeiten will ich dann mit Gips machen. Es ist das erste Mal, dass ich diese Bauart anwende, es soll halt möglichst leicht werden, weil die Platte samt Metalleinfassung schon schwer genug ist.

Auf dem Styropor habe ich eine 5mm- Lage Korkstreifen zurechtgeschnitten, die als Unterlage und "Bahndamm" für die Gleise dienen. Der Kork wurde ebenfalls mit Holzleim verklebt. Die Gleise sind mit feinen Stecknadeln fixiert, natürlich die Version ohne die bunten Plastikköpfe. Das hält ziemlich gut und erlaubt problemlose Korrekturen / Umbauten. Erst wenn alles läuft, wird geschottert werden. Diese Bauweise mag schalldämmungstechnisch nicht ideal sein, ich habe hier einiges über Schallbrücken, elastische Kleber und PiPaPo gelesen - aber ich hoffe, das die Leichtgewichte der Spur Z da nicht allzuviel Lärm machen werden. Und wenn doch, immer noch besser als das Geschrei der Nachbars-Gören auf dem Spielplatz vorm Haus...

Hier ein Foto vom Bauzustand im August - ist leider schattig, ich musste die Vorhänge zuziehen da volles Gegenlicht.



Soweit bis nächste Woche, wenn ich von Dienstreise zurück bin.


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#8 von RC-Flieger , 10.09.2024 10:05

Servus Uwe
Ich wohne Luftlinie ca 5 km von der Donau weg, bei Ulm, und bei mir fahren die Baureihen 89, 74, 85, 03, 44, 41, 24, 38, 75, V100, 216 und n Schienenbus. Also hier an der Donau gibt's alles .
Zum Thema Lärmschutz. Meine Werkstattrunde ist direkt mit den Dachbalken verschraubt und die Märklin M-Gleise sind ohne Schallschutz direkt auf die Trassenbretter geschraubt. Davon ist ein Stockwerk darunter nichts zu hören. Auch nicht ein 2,2 m langer Güterzug aus BR41 und lauter 2-achsigeb Blechwagen. Mir gefällt das klack klack - klack klack - klack klack von Blech auf Blech. Aber viele MoBaler stören sich dran und dämmen. Bei Z würde ich mir da wegen der Nachbarn gar keine Sorgen machen.
Ach ja, gibt's noch Bilder vom Großeinkauf?

Gruß Thomas


RE: " Einmal rund um die Werkstatt " Dioramen mit Verbindungsgleisen
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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#9 von Köf , 16.09.2024 14:58

Hallo Thomas, ich bin zurück aus Stockholm und bedanke mich für deine Rückmeldung.

Da fährt ja bei Dir eine schöne Sammlung an Maschinen bei Ulm, um Ulm und um Ulm herum^^ bzw. um die Werkstatt.

Jau, ich war auf Deinem Faden auf Gegenbesuch. Durch Deinen herzlichen Empfang hier im Forum warst Du mir gleich sympathisch, das Du Rock und Metal hörst steigert das ganze noch.

Glückwunsch zu Deiner modellbaubegeisterten Tochter, ist heutzutage selten. Meine beiden Jungs sind nur für virtuelle Konstruktionen à la Minecraft zu haben.

Hier ein Bild vom Styroporgemetzel des Landschaftsbaus. Der erste Plastikbausatz steht auch schon am Hafen, die Kibri-Shedhalle, bei der ich die Tordurchfahrt der eigentlich massiven Wand aufgesägt habe, um Güterwagen ins Innere der Halle schieben zu können.



Und hier ein Bild vom "Groß"einkauf - soviel Zeugs ist es ja nicht, aber ging schon ins Budget. Lokschuppen, Kohlebansen, Wasserkran, Lademaß, Bohlenwege, Verladerampen, Schuppen und Kohlelager für den Brennstoffhandel, Kaimauern, eine Brücke, Betonplatten/Pflasterstein/Ziegelmauerfolien, Grünzeugs - alles für die Wintermonate auf Vorrat gekauft.


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#10 von Köf , 23.09.2024 17:04

So, habe gerade wieder ein Päckchen bekommen, diesmal aus Göppingen - bin jetzt offiziell ein "Insider".^^

Als Begrüßungsgeschenk war der Jahreswagen 2020 mit dabei, ein gedeckter Güterwagen Gl 11 Dresden als Privatwagen der Firma Kuba-Imperial. Epoche III - passt! Der Firmensitz dieses Herstellers von "Tonmöbeln"und Fernsehgeräten war in Wolfenbüttel - passt auch zu meinem eher norddeutschen Thema. Das fängt gut an.

Wie bereits angedeutet ist die Anlage umgezogen, aufgrund von "Homestaging"-Ideen meiner besseren Hälfte. Also weg vom Fenster und 90 Grad gedreht an die Wand, neben dem Einbauschrank.

Das ist lichttechnisch gut weil jetzt das Tageslicht nicht mehr "von hinten ", sondern von der Seite auf die Anlage fällt. Aber dafür passen jetzt die Abmessungen nicht mehr - die Platte ist 10cm tiefer als der Schrank und steht somit über, während links theoretisch etwa 50cm mehr Platz wäre. Ich sollte also in der Tiefe abspecken aber dafür in der Breite zulegen.

Ich müsste dann aber quasi nochmal von vorne anfangen - Plan ändern, Gleismaterial kaufen, den Unterbau neu machen oder vorne absägen und seitlich anstückeln, neue Syropor-Sauerei... Und weniger Tiefe bedeutet engere Radien, während noch mehr Gleislänge im Bahnhof bei dem Nebenbahnthema nicht unbedingt sein muss. Für eine anständige Paradestrecke wiederum reicht das Mehr an Breite nicht wirklich aus. Zuviel Aufwand für wenig Gewinn. Da das "überstehen" der Platte noch vertretbar ist, bleibt die Anlage so wie sie ist. In ein oder zwei Jahren wird vielleicht noch ein Zimmer frei, dann ergeben sich sowieso andere Möglichkeiten.

Die Gleise liegen nun alle und die Trennstellen wurden provisorisch verdrahtet, so dass erste Probefahrten stattgefunden haben.



Hochbetrieb in Kleinrahdenhafen. Das Steppenpferd hat den Heckeneilzug aus Frankfurt in Bönde übernommen und wird ihn über Bessum zum Endbahnhof nach Bremen bringen. Der Kühlwagen für die Milch-Versorgung der Hansestadt wurde in Bönde angehängt, er wird mit dem abendliche Gegenzug leer wieder zurückgebracht. Der Schienenbus aus Nienberg hat "Kopf gemacht" und wird nach der Kreuzung mit dem Heckeneilzug nach Bönde weiterfahren. Die 86 warten geduldig vor ihrem Nahgüterzug darauf, dass die Personenzüge die Gleise freigeben, um die Wagen auf die verschiedenen Hafen- und Industrieanschlüsse zu verteilen bzw. Wagen abzuholen.





Die Probefahrten haben ein, zwei Stellen mit nicht ganz sauberer Gleislage ans Tageslicht gebracht, was aber zu beheben ist.

Schlimmer sind die Kontaktprobleme, die bei drei Weichen festgestellt wurden. Die Weiche hinten rechts zum fiddle yard und die Weiche der Streckengabelung Bönde - Nienberg haben auf einem Gleis der Weichenzunge keinen Saft, die Weiche links zum Gleis 3 (Umfahr- und Guterzuggleis) hat keinen Strom auf einer der Schienen zwischen Zunge und Herzstück.

Reinigung und vorsichtiges Biegen der Kontaktbleche brachten keine Besserung.

Ich überlege, dünne Drähte einzulöten, um die stromlosen Schienen mit benachbarten stromführenden Schienen zu verbinden - aber ich bin ein miserabler Löter und habe auch nur einen recht grobschlächtigen Lötkolben.

Wäre Leitlack eine Möglichkeit?

Ach ja, während die neue BR 24 und der neue Schienenbus mit ihren Glockenankermotoren recht annehmbare Fahreigenschaften zeigen, ist die olle 86er mit Ihrem Dreipoler so naja. Ich werde für den Güterzug- und Rangierdienst wohl die V100 nehmen, die ich am Wochenende in einem Shop in Belgien gefunden habe und die in ein paar Tagen bei mir eintreffen sollte. Die 86er wird dann den zweiten Personenzug aus Donnerbüchsen und Umbau-Dreiachsern übernehmen.


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#11 von Köf , 27.09.2024 16:03

Die V100 ist heute angekommen!

Hier ist die Schönheit:



Ich kann es gar nicht abwarten, eine Probefahrt zu machen.

Das muss aber warten, weil die Platte gerade "aufgebockt" ist:



Nach 20 Min in der Hocke oder auf Knien unter der Platte hatte ich nämlich schon die Schn... voll - ich bin ja keine 20 mehr.

Also kurzerhand drei Winkeleisen auf den Unterschrank geschraubt, Abstandshalter oben drauf und jetzt kann bequem verdrahtet werden.

Die Verkabelung erfolgt nach zwei ehernen Grundsätzen:

1. Was man nicht sieht, muss nicht schön sein.
2. Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos.

Wird leider ein wenig dauern, das MoBa-Zimmer ist auch Gästezimmer und ist am WE belegt - Arbeitspause.

Edit: Man beachte die Wehrmachts-Staukiste links, ein Erbstück der Familie meines besten Kumpels, der mein Interesse an solchen Dingen kennt und mir die Kiste "in guten Händen wissend" überlassen hat.
Die Kiste wurde übrigens zuletzt genutzt, um das Märklin-HO-Material des nun leider verstorbenen Vaters meines Kumpels zu lagern. Ich werde diese Tradition in Spur Z würdig weiterführen.


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#12 von Köf , 11.10.2024 15:13

Die letzten Tage gab es nur langsame Fortschritte bei der Kabelverlegung, man hat ja nebenbei noch ein Arbeits- und ein Familienleben und auch noch andere Hobbies.

Hier eine Illustration wie die zwei ehernen Grundsätze bisher umgesetzt wurden - Ordnung im Chaos.

Links die Weichen bzw. Fahrstrassen, rechts der Fahrstrom für die abschaltbaren Gleisabschnitte.

Nächste Etappe ist der Bau des Schaltpults und dessen Verbindung mit den Lüsterklemmen.


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#13 von Köf , 19.10.2024 19:25

"Schaltpult" ist eine Übertreibung - eine Sperrholzplatte mit zwei Alu-U-Profilen links und rechts als Führungsschienen zum "versenken" unter der Platte bei Nichtbenutzung, ins Sperrholz ein paar Löcher gebohrt und grob - sehr grob - ausgefeilt, um die Schalter einzubauen. Auf ein paar Millimeter Versatz kommt es mir gar nicht an, muss nicht schön sein sondern funktionieren - "form follows function". Versuch außerdem mal jemand mit Sonntags-Heimwerker-Werkzeugen millimetergenau Feinarbeiten zu erledigen.

Unterm Sperrholz ist eh noch schlimmer, sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa und die Lötstellen werden wohl nur durch das Iso-Band zusammen gehalten. Egal.

Die Schalter für die Stromabschaltung der diversen Abstellgleise funktionieren, bei den Weichen gab es Ärger.

Bei der Fiddle-Yard-Weiche waren die Kabel für Gerade und Abzweig vertauscht, hatte ich wohl falsch markiert - wieso kann Märklin nicht drei Kabelfarben benutzen anstatt zweimal blau für Gerade und für Abzweig?

Die Weiche im Schattenbahnhof, welche die Gabelung von/nach Bönde bzw. Nienburg regelt, stellte sich nur auf Abzweig, bei Gerade keinen Mucks. Also aufgeschraubt und festgestellt, dass ein Kabel an der Spule abgerissen war - und das bei einer der Weichen, die ich neu gekauft hatte! Ich habe es dann nach drei Versuchen geschafft, das Kabel so wieder anzulöten, das es beim "Deckel draufschrauben" nicht wieder abgegangen ist - und es sogar vermieden, die Spule dabei zu verbraten! Also auch geregelt.

Die Schattenbahnhofsweiche zum Gleis III jedoch - eine von den 30 Jahre alten - ist und blieb trotz aller Versuche tot, die werde ich austauschen müssen, wenn das Budget 2025 verfügbar wird. Bis dahin ist halt Handbetrieb angesagt - der Schattenbahnhof liegt ja zum Glück innerhalb der Armlänge-minus-Bauch-Reichweite.




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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#14 von RC-Flieger , 19.10.2024 19:49

Servus Uwe
Na so schlimm sieht's doch gar nicht aus unter deinem Schaltpult. Das bündelst du ein wenig mit ein paar Kabelbindern und schon sieht's ordentlicher aus. Da du ja ordentlich beschriftet hast kannst du das ja immer wieder nachvollziehen.
Ich hätte statt Styropor aber Styrodur verwendet. Das kann man gut mit dem Messer schneiden und es krümelt nicht so.

Gruß Thomas


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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#15 von Köf , 23.10.2024 14:10

Hallo Thomas, ja hast Recht, ich hätte auch lieber Styrodur genommen, aber mein örtliche Baumarkt hatte nur Styropor-Wärmedämmplatten vorrätig als ich da war, und ich wollte halt nicht warten.

Ich habe nun mit dem Straßenbau angefangen, besser gesagt mit dem Betonieren des Hafenbereiches. Es handelt sich angenommen um einen Hafen an der Weser oder am Mittellandkanal, die Anlagen wurden in den 1910er-20er Jahren gebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg repariert. Ich nehme an, zu diesen Zeiten wurde schon betoniert, aber nicht durch Verlegung von Fertig-Platten sondern noch "aus einem Guss". Als Baumaterial dienen mir hauptsächlich Verpackungskarton von Lebensmittel - hier Müsli und Kartoffelknödel - mit schöner grauer Rückseite. Bei der nächsten Materialbestellung werde ich aber noch richtige Betonfarbe (bzw. betonfarbige Farbe) kaufen. Die Stützmauer ist auch aus Karton, beklebt mit einem Ziegelsteindruck von Thomas Oswald. An den Kanten muss ich noch verspachteln und mit Bewuchs tarnen. Mit Farb-Alterung habe ich so gut wie keine Erfahrung, da muss ich erst mal mit einem übrig gebliebenen Stück Pappe üben.


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#16 von Köf , 04.11.2024 10:53

Ich habe mal wieder Post aus Deutschland bekommen, mei Mudda hat mir den verstaubten Karton vom Dachboden geschickt, der meine MoBa-Häusersammlung enthält. Schon lustig, ich kann mich nicht erinnern, wo ich gestern meine Haustürschlüssel abgelegt habe - aber in welcher Ecke vom Dachboden ich vor über 30 Jahren diesen Karton deponiert hatte, dass wusste ich noch präzise.

Das meiste Zeug in dem Karton ist N-Kram (als Bub hatte ich auch eine kleine N-Anlage, die im ungenutzten Innenbereich der Spur 0-Anlage von Paps ihre Hundeknochenrunden drehte), das Zeug wird hoffentlich später mal wieder gebraucht wenn ich mehr Platz habe. Es ist aber auch das Spur-Z Empfangsgebäude "Rodach" darin, dass ich trotz des dilettantischen Zusammenbaus und "Alterung" damals als 15-jähriger aus nostalgischen Gründen weiterverwenden will.

Das Bahnhofsgebäude war im Laufe der Zeit in drei Teile zerfallen, was sich aber einfach wieder zusammenkleben ließ. Ein paar Teile sind abgebrochen und insgesamt sieht das EG eher schaurig aus, aber für meine Spielbahn reicht es.

Leider musste ich feststellen, dass der Bahnsteig und die Güterschuppenrampe abstandsmäßig nicht mit dem bereit verlegten Gleisen harmonieren, daher musste der Hausbahnsteig per Säge etwas schmaler geschnitten werden. Gleisneuverlegung kam nicht mehr in Frage, da ich zwischenzeitlich in der Verlängerung des Schuppengleises eine Kopf-Seitenrampe gebaut und fest verklebt hatte. Jaja, die Ungeduld...

Außerdem habe ich aus Sperrholz einen Mittelbahnsteig zurechtgesägt und -gefeilt. Ich suche noch nach der passenden Methode der Oberflächenveredelung, die Bahnsteige sollen Schüttbahnsteige werden mit einem Belag aus Schlacke aus dem noch zu bauenden Mini-BW. Der Farbanstrich allein ist nicht überzeugend, kennt jemand zufällig passendes Schlacke-Streumaterial ? Die Vorbildbahn ist übrigens im 2 WK als Umleitungsstrecke "hauptbahnmässig" ausgebaut worden, daher der für eine Nebenbahn relativ lange Bahnsteig von umgerechnet 125 Metern Länge. Da wird vielleicht noch gekürzt.

Mit EG, Bahnsteig und Rampe kann man so langsam einen Bahnhof erkennen.



Im Hafenbreich hat sich auch was getan, die Kaimauer mit einer "Pufferkante" aus Holzbalken wurde angebracht, Grünzeug und Dreck verteilt, und der Plastikglanz des Fabrikgebäudes wurde durch "Einstauben" mit verdünnter weißer Farbe gedämpft - im Hafen wird ab und an Quarzsand in Schuten verladen, da staubt es halt.






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#17 von Köf , 11.11.2024 15:35

Ich habe meine ersten Versuche hinsichtlich Begrasung und Begrünung in der Hafenecke gestartet. Die Farbe des Grases ist etwas zu "flashy" und zu uniform, eine zweite dunklerer Faserfarbe sollte ich mir noch beschaffen. Alles in allem bin ich aber nicht unzufrieden mit den Ergebnissen.










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#18 von it.s_Ronny , 11.11.2024 18:35

Hi Uwe,

Ich bin heute zufällig auf deine Anlagenplanung und deinen Anlagenbau gestoßen....
Deinen Gleisplanentwurf fand ich als Skizze selbst als Spielbahn bissel fragwürdig. Aber nachdem ich mir bis hierhin alles durchgelesen habe und auch deine Landschaftliche Entwicklung gesehen habe, muss ich sagen....
Sehr geil.... 🤩😜👍

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RE: Traktionswandel in Mittelland - Wiedereinstieg in Z

#19 von Köf , 12.11.2024 11:56

Hallo Ronny,

Danke schön, da schiebe ich doch gleich noch ein Foto meines Neuzugangs nach.

Ich bin grosser Fan der 86er und da meine alte dreipolige vergleichsweise besch...eidene Fahreigenschaften hat, habe ich eine unerwartete Bonuszahlung im Job gleich in die neue Glockenanker-Version investiert:


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#20 von it.s_Ronny , 12.11.2024 12:44

Ich denke die 86ziger macht sich sehr gut in deinem Gelände und deiner Anlage. Sie ist durchaus sehr passend...

Aber leider ist mir persönlich deine Epoche zu modern....🤣🤣🤣🤣

Ich hab's eher mit den alten Preußen und gaaanz viel Kutschen . 😝😜

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#21 von Köf , 12.11.2024 13:07

Kutschen? Ah - DER Ronny!

Der Name kam mir gleich bekannt vor, ich war schon auf Deiner Seite und habe Deinen Fahrzeug-, Gebäude- und Landschaftsbau bewundert. Dein Lazarettzug ist der Hammer. Und den Trick mit der Wellpappe als Ackerfläche habe ich mir schon vorgemerkt.

Na, mit alten Preußen kann ich nicht dienen, aber weil Du so nett bist mache ich dir gerne eine Freude


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#22 von Köf , 12.11.2024 14:19

Ja gibt's denn sowas?

Ich war nur mal kurz an der Post und als ich zurückkomme sehe ich, dass die Mittags-Übergabe einen Silowagen am Hafen abgestellt hat.

Sowas hatten wir in Kleinrahdenhafen noch nie!

Keiner der ortsansässigen Betriebe hat Verwendung für solche Mengen an Zement und niemand hat die Lieferung bestellt.

Sehr mysteriös...


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#23 von it.s_Ronny , 12.11.2024 17:47

Hi Uwe,

Vielen Dank für deine ansprechenden Bilder... 🤣👍

Und, ja genau ich bin DER Ronny....
Und wegen dem Zementwagen. Der is doch bestimmt für die Erweiterung der Sheed Halle... 😜

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#24 von Gurkenfein007 , 17.11.2024 12:50

Moin Uwe,

so, nun schaue ich bei dir zum versprochenen Gegenbesuch rein...

Ich habe mir erst mal deinen Einstieg und deine Gedanken zu deinem Anlagenentwurf durchgelesen. Und ich kann sagen:



Es ist schon interessant zu sehen, was man in der Größe -Z- so alles auf die Moba bringen kann.

Na, und zu deinen letzten Bildern, die 86er macht sich doch echt gut.

Und ich will mal hoffen, dass sich das Geheimnis des Silowagens noch auflösen lässt....

Und damit verabschiede ich mich mit besten Grüßen aus dem hohen Norden

der Carsten

meine Anlage: Eckernförde ?......der alte Bahnhof schon...

mein Lebensmotto: Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden . Franz Kafka


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#25 von Köf , 20.11.2024 15:34

Danke Carsten!

Was das Geheimnis des Silowagens angeht, das ist ein "Insider-Witz" für diejenigen, die diesen Fred verfolgen. Spoiler, es geht da u.a. um dubiose Geschäfte und um Schuhe der Marke Dyckerhoff.

Einen Silowagen hatte ich eigentlich gar nicht im Visier für meine Anlage, aber beim Stöbern beim Gebrauchthändler meines Vertrauens auf der Suche nach einem Set Silberlingen bin ich zufällig auch auf den Dyckerhoff-Wagen gestoßen - der Gag war mir die 22 Euronen wert, also gleich mitbestellt.


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