Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#1 von NordischByNature , 10.09.2024 22:50

Moin liebes Forum,

In einem anderen Thread hatte ich bereits verschiedene Aufstellungsmöglichkeiten für eine Anlage mit diesem Titel zur Diskussion gestellt - die Entscheidung ist nun gefallen:
Die Grundplatte wird als Zwischendecke im Giebel des Wohnzimmers einziehen. Der Betrachter kann hier durch Aussparungen wie durch Ausgucke auf Augenhöhe mit den Figürchen und mittendrin im Geschehen die Anlage begutachten.

Der Maßstab ist ebenfalls gesetzt, H0 ist der richtige Kompromiss aus meinen Möglichkeiten zur Detaillierung und "genug Gleisen".
Den Hinweis, mich mehr auf's Wesentliche zu konzentrieren versuche ich ebenfalls zu beherzigen - versuche aber trotzdem, die Nebenthemen mit nur kleinen Szenen auch auf der Platte unterzubringen.

Von dem Thread erhoffe ich mir ein paar frische Ideen für den Gleisplan und die Gestaltung - an einigen Stellen wie dem Verschachteln von Ebenen und einigen Gleisverbindungen bin ich nämlich noch nicht ganz so geübt.

1. Titel
Karlshafen
___

2. Spurweite & Gleissystem
H0 / Gleise noch nicht gesetzt, tendiere zu Piko A
___

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
___
3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Rechteck mit Aussparungen.
___
3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
350x370 cm, 60x110 cm große Aussparung in der Mitte der unteren Kante (Kaminschacht).

___

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Spielbahn mit halbwegs realistischen Abläufen. Es sollen also die Gleisanlagen und Züge nicht zwingend vorbildgetreu sein - die Zugbewegungen aber plausiblen Mustern folgen (Versorgung der Industrie, Personenverkehr nach Fahrplan).
___
4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Zweigleisige Strecke für den Personenverkehr, Güterverkehr als Nebenbahn
___
4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Personenverkehr min. R2, vorzugsweise R3 im sichtbaren Bereich
Güterverkehr R2, bei Abschnitten für Züge mit sehr wenigen Wagen auch R1 denkbar
___
4.4 Maximale Steigung
3%, auf geraden Rampen 4%
___
4.5 Maximale Zugslänge
Personenzüge 140 cm
Güterzüge 220 cm
___
4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
___
4.7 Eingriffslücken / Servicegang
Betrachter steigen auf ein Möbelstück/einen Tritt um durch Aussparungen auf die Ebene der Platte zu kommen. Diese Aussparungen sollten kreisförmig 60 cm Durchmesser haben oder in rechteckiger Form min. 70x30 cm groß sein.
Von diesen aus sollen alle befahrenen Gleise mit ca. 80 cm Eingriffstiefe erreichbar sein. Ein Querbalken blockiert von 100 bis 120 cm von der oberen Kante den Weg auf die Platte.
___
4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
Die Grundplatte "Ebene 0" ist auf ca. 2,2 m Höhe über dem Fußboden in der Mitte des Raumes. Wegen des Querbalkens kann überall wo dieser Balken nicht im Weg ist auch bis ca. -10 cm unter der Grundplatte geplant werden. Der Ausschnitt an der unteren Kante ist ein Kaminschacht.
Dachschrägen starten an den langen Seiten (links und rechts) auf ca. 15 cm Höhe und steigen dann im 45°-Winkel bis zur Anlagenmitte an. An den Rändern können Gleise also maximal auf +8 cm liegen.
___
4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Hier gibt es zwei Varianten:
Dachboden: An die obere Kante grenzt auf gleicher Höhe der Dachboden an, Zufahrten wären nur auf 60 Zentimetern von der linken Ecke und 85 cm von der rechten Ecke möglich da in der Mitte hinter der Wand zum Dachboden ein Hindernis ist.
Wohnzimmerwand: Ein Wendel in der linken unteren Ecke der Anlage führt mit einer Abfahrt pro Umdrehung nach unten, die Züge sind somit zur Ausstellung an der Wohnzimmerwand geparkt.
___
4.10 Oberleitung ja / nein
Nur dekorativ
___
5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
digital
___
5.2 Steuern analog oder digital
digital
___
5.3 PC-Steuerung
ausschließlich
___

6. Motive
6.1 Epoche
IV-VI
___
6.2 Bahnhofstyp(en)
Für Personenverkehr zum Umstieg von Fernbahn und Charterzügen in die Regionalbahn.
Abstellbahnhof für Güterzüge.
ggf. Haltepunkt für die Regionalbahn.
___
6.3 Landschaft
Küste bzw. in Küstennähe
___
6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
in absteigender Priorität würde ich gerne Folgendes unterbringen:
a) Abstell-/Rangierbahnhof
Hier kommen "lange" Güterzüge an und werden auf die lokale Industrie bzw. den Hafen verteilt.
b) Industrie mit Gleisanschlüssen:
Chemiewerk mit Lagertanks, Rohrbrücken, Destillationskolonnen, Fertigungshallen, Tankwagenabfüllung.
c) Hafen:
Kleines Hafenbecken für Schubschiffe und kleine Küsten-/Binnenschiffe. Ca. 110 cm Kaimauer mit Gleis, Kränen und Pumpstation.
d) Personenbahnhof:
Kleiner Bahnhof in dem Fahrgäste vom kürzesten ICE (Piko ICE 4: 135 cm), kurzen Charterzügen oder "großen" Regionalbahnen in eine lokale Nebenbahn umsteigen können.
e) weitere Industrie:
Maschinenbauer o.ä., die große Teile vereinzelt über die Bahn verschicken.
f) Haltepunkt für die Regionalbahn:
Auf einer Insel, an einem Strand o.ä. ein ca. 90 cm langer Haltepunkt für die Nebenbahn.
g) Stadt:
Am Bahnhof ein älteres Bahnhofsviertel, in den Leerräumen der Gleisanlagen Kleingärten und Kleingewerbe.
h) Küste/Insel:
Attraktionen an der Küste wie Badestrand, Fischerdorf, eine vorgelagerte Insel, die mit der Bahn zu erreichen sind.
___
6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
nicht vorgesehen, ggf. Abstellgleise für Loks/Zugteile.
___

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
- Rangierloks, Kesselwagen, zweiachsige Güterwaggons
- E-Lok mit Personenwagen
- Regio BR 648.2
___
7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
einige Varianten habe ich bereits durchgetestet. Worauf ich jeweils achte und was mir dementsprechend stellenweise noch nicht gut genug gefällt:
+ Sichtlinien: Interessante Perspektiven durch Fluchten, Brücken etc.
+ Kaschierung mit Szenerie: Die Aussparungen zum Betrachten/Eingreifen sollten von den jeweils anderen aus möglichst von Szenerie/Gelände verdeckt sein (deshalb genau in der Mitte eher ungünstig).
+ abwechslungsreiche Fahrmöglichkeiten: Verbindungen vom Güterbahnhof zu Kai, Industrie und zurück. Wechsel vom Hauptring in den Güterabschnitt und zurück. Umfahrung des Personenbahnhofs möglich.
- Gleiswendel nimmt Platz auf Anlage und im darunter liegenden Wohnzimmer weg (die Möglichkeit, die Züge dort auszustellen ist aber attraktiv)
- Gleisdreieck beansprucht sehr viel Platz ist für die Fahrmöglichkeiten aber super
(siehe Anhänge)
___
7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
einzeln
___
7.4 Budget
vorhanden oder über die Zeit vorhanden
___
7.5 Zeitplan
Baubeginn Anfang 2025
___
8. Anhänge
Schattenbahnhof auf dem Dachboden, Übergang von Güter- zu Personenbahn möglich:





mit Gleiswendel:




Schattenbahnhof auf dem Dachboden aber kein Übergang von Güter- zu Personenbahn möglich:



Vielen Dank schonmal für eure ungefilterten Vorschläge, Anregungen und Bedenken!


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#2 von E 69 , 12.09.2024 15:19

Hallo
auch hier ist weniger mehr. Also auf das wesentliche
Konzentrieren.
Und du sparst nicht nur Geld
sondern man kann auch Fehler scnneller finden.

Mfg
Wolfgang


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#3 von E-Lok-Muffel , 12.09.2024 15:41

Hallo,
bei Deinen ganzen Anlagen-Vorschlägen als "Zwischendecke" ist mir der hohe Wasser-Anteil aufgefallen.
Das könntest Du als Stilmittel benutzen. Du musst ja zwischen Anlagen-Oberfläche und "Decke" ja noch Platz für Elektrik usw. haben und das Wasser braucht auch Abstand zur Kaimauer.

Wenn Du jetzt das "Wasser" als Glasplatte transparent gestaltest, hättest Du wahrscheinlich einen schönen Effekt im Wohnzimmer, wenn die Anlagenbeleuchtung brennt...

Ist allerdings nicht ganz einfach die Anlage freitragend zu konstruieren ohne durchgehende Träger, die Wasser-Transparenz beeinträchtigten...

war auch nur so ne Idee...

Gruß
uLi


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#4 von Zugschubser , 12.09.2024 16:41

Hallo Nordlicht,

planst Du etwa so etwas?


Grüße aus Frankfurt
Matthias


 
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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#5 von NordischByNature , 12.09.2024 22:33

Zitat von E 69 im Beitrag #2
Hallo
auch hier ist weniger mehr. Also auf das wesentliche
Konzentrieren.
Und du sparst nicht nur Geld
sondern man kann auch Fehler schneller finden.

An "mehr" stört mich höchstens die unrealistische und überladene Optik – ansonsten habe ich glaube ich mehr Spaß am Bauen und Fehler suchen – und damit an komplizierten und umfangreichen Bauten – als am Fahren selber.

Wo fange ich an zu entschlacken? Auf die zweigleisige Rundstrecke verzichten? Statt dem aktuellen viergleisigen Durchgangsbahnhof einen kleinen Kopfbahnhof in einem der "Schenkel" platzieren? Dafür eine Art Paradestrecke mit durch Tunnel kaschierten Wenden einbauen?

Zitat von E-Lok-Muffel im Beitrag #3
[...]
Wenn Du jetzt das "Wasser" als Glasplatte transparent gestaltest, hättest Du wahrscheinlich einen schönen Effekt im Wohnzimmer, wenn die Anlagenbeleuchtung brennt...

Machbar wär's wohl, klingt schon ziemlich abgefahren!
Glaube mich würde eine lichtdichte "Zwischendecke" mehr reizen, dann könnte auf der Anlage auch tagsüber perfekt Nacht sein.
Im Dunkeln sähen Lichtwechsel durch solche "Wasserflecken" in der Decke wiederum sehr cool aus.

Zitat von Zugschubser im Beitrag #4
Hallo Nordlicht,

planst Du etwa so etwas?

Kurzum: Ja!


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#6 von Gelöschtes Mitglied , 12.09.2024 23:35

In erster Linie würde ich doch schauen welche betrieblichen Abläufe im Vorbild zu deinem Thema passen. Hafenbahnen fahren halt selten im Kreis. Dazu kommt das du gestalterisch mehrere Krater wie aus der Vulkaneifel auf deiner Platte sein sollen. Klar , keine Vulkane, aber Löcher oder Löcher wo jemand seine Rübe durch steckt um zu gucken. Wirklich schön ist die Kraterlandschaft nicht, ein wirklich rundes Bild ergibt das ganze weder von unten noch von oben.



RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#7 von NordischByNature , 13.09.2024 08:24

Zitat von Zwiebel im Beitrag #6
In erster Linie würde ich doch schauen welche betrieblichen Abläufe im Vorbild zu deinem Thema passen. [...]


Zum Thema Vorbild: Das Werksgelände wo ich arbeite liegt zwischen zwei Gleisen der Hafenbahn. Dort werden regelmäßig wenige oder sogar einzelne Tankwagen zu und von der Wilhelmsburger Niederlassung der Haltermann-Raffinerie transportiert.
Gegenüber auf der Hohen Schaar ist ein größerer Abstellbahnhof, wo die langen Tank- und Getreidezüge zusammengestellt bzw. aufgeteilt werden. Es wird auch nicht gewendet, die Loks stehen auf Abstellgleisen neben der Gleisharfe – also vom Abzweig (von der Hauptstrecke in Wilhelmsburg) aus mit Lok vorne dran rein, Lok fährt weiter durch und über eine Umfahrung nach vorne und von dort auf's Abstellgleis. Rangierloks holen/bringen die Wagen der Reihenfolge nach und am Ende fährt eine Lok wieder vorne dran und es geht den selben Weg zurück zum Abzweig.

Hier hätten wir im Vorbild also Verladung vom Schiff (in diesem Fall Getreide), Zusammenstellung/Aufteilung von Güterzügen (Gleisharfe Hohe Schaar) und deren Zufahrt von der Hauptstrecke, den Transport von Kleinverbänden auf Nebenstrecken durch's Industriegebiet und die Lieferung, Abfüllung und Abholung auf dem Werksgelände von Haltermann.

Also es geht nicht um eine direkte Nachbildung aber das ist die Inspiration für das Hauptthema.


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#8 von Thinkle , 13.09.2024 15:04

Zitat von NordischByNature im Beitrag #5
Zitat von E 69 im Beitrag #2
Hallo
auch hier ist weniger mehr. Also auf das wesentliche
Konzentrieren.
Und du sparst nicht nur Geld
sondern man kann auch Fehler schneller finden.

An "mehr" stört mich höchstens die unrealistische und überladene Optik – ansonsten habe ich glaube ich mehr Spaß am Bauen und Fehler suchen – und damit an komplizierten und umfangreichen Bauten – als am Fahren selber.

Wo fange ich an zu entschlacken? Auf die zweigleisige Rundstrecke verzichten? Statt dem aktuellen viergleisigen Durchgangsbahnhof einen kleinen Kopfbahnhof in einem der "Schenkel" platzieren? Dafür eine Art Paradestrecke mit durch Tunnel kaschierten Wenden einbauen?



Das ganze Konzept erscheint mir nicht funtkional. Die Löcher sind spack eng, wenn du mal im Betrieb eingreifen musst, wird das eine einzige gefährliche Fummelei! Das Konzept "Betrieb auf Augenhöhe" und Betrachtung der Anlage aus flacher Perspektive kann sehr interessant sein, aber die Funktionalität darf nicht leiden!
Und ich schließe mich den anderen an: weniger ist absolut mehr, ich sehe da keine rote Linie mit funktionierenden Gleisanlagen, auf denen man wirklich Betrieb machen kann und sich nicht ständig auf den Füßen steht. Es geht ja nicht darum, dass das ganze irgendwie nach Bahn aussieht, sondern, dass es betrieblich funktioniert! Wahrscheinlich musst du dafür im Maßstab der dargestellten Betriebsgröße ein bis zwei Stufen zurück, aber dann bekommst du plötzlich etwas Funktionales!

Bau die Anlage doch U-Förmig, an beide Enden Gleiswendel, unten einen durchgehenden SBH, oben bloß eine durchgehende Paradestrecke, auf der der Verkehr ohne Halt durchrauscht und einfach mal 8m ungestört am Stück fahren darf.

Auf den einen Schenkel kommt deine Aufstellgruppe und auf den anderen der Hafen und in der Mitte, wo das Wasser sein sollte, ist ein Durchbruch für den Betrachter. Dann kannst du den Industriezweig manuell bewirtschaften und die Hauptstrecke vllt. automatisert fahren, damit Hintergrundrauschen entsteht.
Anlagen dieser Größe haben schon häufiger in Räume gepasst und sich bauen und betreiben lassen, aber für deine Anlage sehe ich das noch nicht! Wie willst du durch die Löcher die ganze Oberfläche gestalten?


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#9 von NordischByNature , 13.09.2024 18:05

Zitat von Thinkle im Beitrag #8

Das ganze Konzept erscheint mir nicht funktional. Die Löcher sind spack eng, [...]Wie willst du durch die Löcher die ganze Oberfläche gestalten?[...]

Also die Argumente gegen das Konzept mit den Löchern als Zugangspunkte haben mich noch nicht überzeugt. Ich denke, da werde ich überall eine Lösung finden können.
Dadurch werden wesentlich längere Sichtlinien und abwechslungsreichere Perspektiven möglich als das mit dem klassischen "Schenkel + Gänge"-Prinzip geht. Irgendeinen Vorteil muss ich ja daraus ziehen, dass ich den Platz am Wohnzimmerboden verschone.
Zitat von Thinkle im Beitrag #8
Und ich schließe mich den anderen an: weniger ist absolut mehr, ich sehe da keine rote Linie mit funktionierenden Gleisanlagen, [...]
Bau die Anlage doch U-Förmig, an beide Enden Gleiswendel, unten einen durchgehenden SBH, oben bloß eine durchgehende Paradestrecke, auf der der Verkehr ohne Halt durchrauscht und einfach mal 8m ungestört am Stück fahren darf.

Auf den einen Schenkel kommt deine Aufstellgruppe und auf den anderen der Hafen und in der Mitte, wo das Wasser sein sollte, ist ein Durchbruch für den Betrachter. Dann kannst du den Industriezweig manuell bewirtschaften und die Hauptstrecke vllt. automatisert fahren, damit Hintergrundrauschen entsteht. [...]

Das klingt nach sehr guten Ansatzpunkten:
– Eine längere Strecke mehr oder weniger am Rand der Platte entlang will natürlich gegen die Wand dahinter gut kaschiert werden, das Prinzip dass auch Züge fahren, die nichts weiter auf der Anlage machen als auf der Hauptstrecke durchzufahren, ist super!
– den Abstellbahnhof ("Aufstellgruppe" wie ich jetzt gelernt habe) würde ich nochmal so planen, dass ich keine Durchfahrt/Wende an beiden Seiten brauche
– da ich nicht unter der gesamten Fläche Platz für eine untere Eben habe (oben ist ein Teil wegen des Trägers davon ausgeschlossen) wird ein richtiger Bahnhof unter der Platte wahrscheinlich schwierig, aber für einige Züge und Fahrwege wäre das definitiv eine "naheliegende" Lösung, da mehr unterzubringen


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#10 von NordischByNature , 14.09.2024 11:22

Hier nochmal ein 3D-Bild des Giebels, mit den Maßen und der Grundebene aus den 2D-Gleisplänen eingezeichnet. Mit einem Foto kann ich leider im Moment nicht dienen (wir sind noch nicht umgezogen) zumal dort, von wo die Perspektive in diesem Bild ist, ja auch eine Wand ist.


Wenn ich jetzt mit den für den Fahrbetrieb an sich wichtigen Elementen anfange, würde ein Beispiel der Aufstellgruppe so aussehen. Ein Gleis 220 cm, vier ca. 170 cm und eine Umfahrung mit Abstellgleisen für Lokomotiven. Etwas abgeknickt damit die Zufahrt später nicht mit der Paradestrecke kollidiert. Unten das einzelne Gleis ist für Loks zum Rangieren, wenn die vorwärts reinfahren werden sie vom Zug abgekoppelt, fahren auf das Stumpfgleis und dann in die Umfahrung.

Eine Paradestrecke um die Anlage rum würde tatsächlich auf 8-9 m kommen. Je nachdem wie rum ich den Wendel rotieren lasse, wäre der Start links außen oder mittig. Mittig würde noch ein Anlagenelement links vom Start der Paradestrecke erlauben, was vielleicht abwechslungsreicher wäre.

Da die Paradestrecke nah an den Rändern mit Dachschrägen lang führt, könnte ich sie nicht weit erhöht führen. Dann würde ich sie eher auf den letzten 2,5 m abfallen lassen, so dass sie in der Kehre rechts unten in einem Tunnel in die untere Ebene und dort zurück zum Wendel (eine Umdrehung tiefer) führt.


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#11 von Lokführer01 , 15.09.2024 09:43

Moin,

weil du DC fahren willst, solltest du bei den Kehrschleifen beachten, dass dort der gesamte Zug rein passen muss. Bei dem Plan wird es eng:

Da passt nur ein Kurzzug rein.


Gruß Andreas

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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#12 von Thinkle , 16.09.2024 00:23

Zitat von NordischByNature im Beitrag #10
Hier nochmal ein 3D-Bild des Giebels, mit den Maßen und der Grundebene aus den 2D-Gleisplänen eingezeichnet. Mit einem Foto kann ich leider im Moment nicht dienen (wir sind noch nicht umgezogen) zumal dort, von wo die Perspektive in diesem Bild ist, ja auch eine Wand ist.


Wenn ich jetzt mit den für den Fahrbetrieb an sich wichtigen Elementen anfange, würde ein Beispiel der Aufstellgruppe so aussehen. Ein Gleis 220 cm, vier ca. 170 cm und eine Umfahrung mit Abstellgleisen für Lokomotiven. Etwas abgeknickt damit die Zufahrt später nicht mit der Paradestrecke kollidiert. Unten das einzelne Gleis ist für Loks zum Rangieren, wenn die vorwärts reinfahren werden sie vom Zug abgekoppelt, fahren auf das Stumpfgleis und dann in die Umfahrung.

Eine Paradestrecke um die Anlage rum würde tatsächlich auf 8-9 m kommen. Je nachdem wie rum ich den Wendel rotieren lasse, wäre der Start links außen oder mittig. Mittig würde noch ein Anlagenelement links vom Start der Paradestrecke erlauben, was vielleicht abwechslungsreicher wäre.

Da die Paradestrecke nah an den Rändern mit Dachschrägen lang führt, könnte ich sie nicht weit erhöht führen. Dann würde ich sie eher auf den letzten 2,5 m abfallen lassen, so dass sie in der Kehre rechts unten in einem Tunnel in die untere Ebene und dort zurück zum Wendel (eine Umdrehung tiefer) führt.


Ich bevorzuge ganz deutlich die Variante mit dem beiden gegenläufigen Wendeln, die die Strecke komplett nach außen verlegt.
Wenn du dann einen sehr flachen Betrachtungswinkel hast, muss die äußere Strecke natürlich höher liegen, als das Innere Hafengebiet, damit du nachher überhaupt etwas davon siehst!


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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#13 von NordischByNature , 21.09.2024 11:05

So, ein bisschen weiter in der Planung:
Chemiefabrik und Hafen in der Mitte passt wieder gut, unten rechts weitere Industrie.
Mit der Paradestrecke außen ergäbe sich eine Möglichkeit für einen Bahnhof parallel dazu im linken Schenkel.
Durchbrüche zum Gucken und Eingreifen sind jetzt einmal kreisrund im unteren rechten Schenkel, zwischen der Aufstellgruppe und der Paradestrecke auf der rechten Hälfte der Anlage, in der oberen linken Ecke hinter der Brücke und schließlich oberhalb des Wendels.

Da hier nicht wirklich Platz für ein großes Bahnhofsgebäude ist, würde ich es eher als Vorstadt-Szene ansehen und entsprechend Wohnhäuser, Supermarkt o.ä. unten links über dem Wendel platzieren.
Andeutung einer Stadt würde ich dann oben rechts auf der Anlage machen, vielleicht noch mit ein paar Reliefgebäuden an der oberen Kante entlang.
In 3D mit ein paar Gestaltungselementen:

Mit der Paradestrecke innen wären die Möglichkeiten für einen Bahnhof im linken Schenkel etwas besser, dann allerdings nur als Kopfbahnhof mit Einfahrt von einer Richtung:

Diese Variante in der 3D-Übersicht:

Sicht auf's Chemiewerk vom Durchbruch unten rechts:

Das Gebäude rechts im Bild verdeckt schon ganz gut den Durchbruch oben rechts beim Güterbahnhof, ansonsten gibt es Sichtachsen über 240 cm bis zur Brücke und zum erhöhten Bahnsteig links.

Vom Durchbruch bei der Aufstellgruppe aus werden die "Löcher" beim Bahnhof und beim Chemiewerk ebenfalls von Gebäuden unauffälliger gemacht.
Von hier und von hinter der Brücke aus, lassen sich Züge über die ganze Paradestrecke verfolgen:


DiegoGarcia hat sich bedankt!
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RE: Karlshafen - H0 Industrie/Küste (Zwischendecke im Giebel)

#14 von NordischByNature , 23.10.2024 10:19

Moin,
da sich einige Maße minimal geändert haben und ich einige Gleise zu nah an die Wände gelegt habe mache ich mich daran, den Plan nochmal zu überarbeiten.

– Übergangsbögen
– Abstände von Kurven (NEM 103)

Da ich das Piko-Gleissystem nutze, ist der Standard-Gleismittenabstand 61,9 mm.
Laut NEM 102 brauche ich bei Geradeausfahrt 24 mm freien Raum rechts und links der Gleismitte.
Meine längsten Wagen sind 303 mm und der engste Kurvenradius für diese 421,9 mm (im verdeckten Bereich aber ja mit Parallelgleisen).
In NEM 103 sind für Wagenlängen von 313 mm bei einem Kurvenradius von 450 mm zusätzlich 12 mm lichter Raum je Seite vorgesehen. Gut, jetzt sind die Wagen minimal kürzer und die Kurven minimal enger – sagen wir das nimmt sich nichts und es gelten weiterhin 12 mm.
2x 24 mm Lichtraumprofil + 2x 12 mm Extra-Abstand in den Kurven würde sich zu einem Gleismittenabstand von 72 mm aufaddieren.
Habe ich hier richtig gerechnet, dass ich für Kurven in denen sich Züge auf Parallelgleisen begegnen können einen 10 mm größeren Gleismittenabstand brauche als der Modul-Standard von Piko vorgibt? Mache ich das dann generell als Abstand oder ändere ich das nur wenn es in Kurven geht? Dann passen ja auch die Standardkurvenstücke nicht mehr, da die Radien entsprechend um 61,9 mm ansteigen...


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