Ich liebäugle mit dem Wagenset des Transportes einer Windkraftanlage von Märklin (47134) und hab mal bei Google nach Vorbildfotos gesucht - die Aufnahmen der Gütertransporte zeigen viel größere Anlagen als das kleine Windrad, das Märklin nachbildet. Weiß jemand, ob das Modell von der Grösse her realistisch ist?
Hallo Hauke, ich denke die Windräder gibt es in unterschiedlichsten Größen, daher würde ich mir da gar nicht so viele Gedanken machen.
Allerdings kann ich Dir nur beipflichten, was in der Realität wohl eher üblich ist. Ich bin vor 3 Wochen im Urlaub am Feldberg mehrmals an einem abgestellten Schwertransporter mit einem Windradflügel (oder Rotor?) vorbeigefahren. Der war gigantisch - anders kann man es nicht sagen. Hab sowas zum ersten Mal direkt vor mir gesehen. Ich schätze allein der Flansch, wo es an die Motoreinheit angeschraubt wird hatte locker 3-4 Meter Durchmesser. Wenn ich diesen Flügel als Vergleich nehme, hätte der nie auf diesen Wagen gepasst, und schon gar nicht 3 davon.
Ich verweise da mal auf diese Grafik mit Enercon-Anlagen:
Die Zahl hinterm E ist der Rotor-Durchmesser, bei einer "E66" ist also ein Rotor nur gut 30 Meter lang. Das heißt selbst bei so einer relativ kleinen Anlage ist ein Flügel länger als 2 große Seecontainer (12.2m/Stück). Sicher gibt es noch kleinere Anlagen, aber ich würde mal vermuten, dass diese mittlerweile im kommerziellen Bereich die Ausnahme darstellen.
Ex-Teppichbahner bei der Rückkehr ins Modellbahnhobby, Stück für Stück. Wissenslücken bitte verzeihen. Meine Sammlung bei Instagram: https://www.instagram.com/flachlandschweiz
Die Flügel sehen wirklich gigantisch aus, da würde ein Ganzzug sicherlich beeindrucken
...und das 2016...
Heutige Windkraftanlagen überschreiten meist die Möglichkeiten der Bahn im Regelbetrieb. Sie werden i.d.R mit dem Schiff und mit Schwerertransporter geliefert.
Der Märklin Rungenwagen dürfte wohl ca 18 m Ladelänge haben, genutzt werden wohl eher 15 m - das macht einen Rotordurchmesser von gerade Mal 30m.
Rotorblattlängen unter 50 m sind wohl eher selten geworden. Laut Statistika lagen Rotordurchmesser schon 2013 deutlich über 70m, also Blattlängen über 30m! Da passt Das Bild von Haucke @Dr Koma ; die Blätter sind wohl eher 40m lang und benötigen 3 Flachwagen zum Transport. Auf der Modellbahn kaum umsetzbar
Auch Wikipedia zeigt einen zeitlichen Verlauf der Windradgrößen. Märklins Transport dürfte demnach wohl spätestens in den 90er Jahren Geschichte gewesen sein. Max_S hat diese Grafik vor mir gepostet
Damit dürfte dieser Transport wohl eher Fantasie sein.
LG
Horst
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märklin muss sich da an den wagenlängen bzw. gleisradien orientieren. Mann kann ja die flügellänge umrechnen und dann an oirger grafik feststellen, um welches vorbild es sich handelt.
Habe vor einigen Jahren mal einen Transport von Aurich Richtung Emden gesehen, sind einige Zeit auf der Bundesstraße nebenher gefahren. Die Blättrr haben über mehrere Wagen gereicht. War sehr interessant anzusehen. Märklin hat einen Kompromiss gemacht....
Zitat von Ulf325 im Beitrag #2Zumindest die Rotorblätter sind schon arg kurz
Alles darüber dürfte aber die Möglichkeiten der allermeisten Mobahner überschreiten und würde sich nur an eine winzig keine Gruppe richten.
Das kann nicht Ziel eines Herstellers wie Mätrix sein.
Ist halt ne kleinere Anlage.
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
Zitat von Dr Koma im Beitrag #1 Ich liebäugle mit dem Wagenset des Transportes einer Windkraftanlage von Märklin (47134) und hab mal bei Google nach Vorbildfotos gesucht - die Aufnahmen der Gütertransporte zeigen viel größere Anlagen als das kleine Windrad, das Märklin nachbildet. Weiß jemand, ob das Modell von der Grösse her realistisch ist?
Ein, es ist Phantasie.
Ein Blätterlänge von rund 15 Meter endet aus als mehr oder weniger ein Micon M750/400, ein 400kW WKA mit 31 m rotor. Das ist ein WKA von rund 1990 - 30 Jahre alt. So es sollte en gebrauchtes 400 kW WKA sein in EP VI.
In exakt 1:87 wären das 63,2 cm, also die Länge von etwas mehr als zwei n- oder m-Wagen.
Nur die Ladung. Am Stück.
Kommt an Länge für den Wagen dann noch einiges dazu.
Da dürfte der größte Moba-Gleisradius nicht ausreichen …
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
Die einzige Lösung für realistische, moderne Blattlängen auf der Moba wäre wohl, ähnlich wie bei Langschienen, Gummi. Auf der Geraden sieht es ok aus, in kurven macht sich's halt rund. Ob man das dann haben will...naja.
Ex-Teppichbahner bei der Rückkehr ins Modellbahnhobby, Stück für Stück. Wissenslücken bitte verzeihen. Meine Sammlung bei Instagram: https://www.instagram.com/flachlandschweiz
Das ganze Hobby besteht doch aus phantasievoller Umsetzung der Realität auf die räumlich beengten Verhältnisse der Modellbahnanlage. Somit hat Märklin eine sehr vernünftige Lösung gefunden um auch diesen speziellen Ladungswunsch in 1:87 umzusetzen.
Varg
Märklin HO und beim Hobby auch mal Fünfe gerade sein lassen.
@Varg: 100 Prozent Zustimmung! Modellbahn besteht immer aus Kompromissen.
Ich finde das Set toll und habe es um den Betonfundamentwagen vom Bögl (Mä 47152) ergänzt. Zuglok ist eine Gravita 15BB von Brawa. Gesamtlänge 131 cm und sieht einfach toll aus.
das Set ist schon realistisch aber hat halt eine Anlage der 250 bis 400kW klasse zum Vorbild, das hat natürlich mit der heutigen Generation nichts mehr zu tun. Im Onshore Bereich werden die Anlagen so konstruiert, das man sie noch über die Straßen transportieren kann, Offshore spielt das natürlich keine Rolle. Darum gibt es bereits die ersten zweigeteilten Rotorblätter oder Halbschalenelemente für die Betontürme, die auf den Baustellen montiert und später verspannt werden.
Vielen Dank für Eure Antworten, hab mir das Set bestellt. Schön finde ich es allemal, und zur "Das ist grün"-193er von Märklin passt es ja wie der Dings aufs Bums. Oder so. Ich merke schon langsam, wie mir hier im Forum in manchen Threads meine kindliche Naivität (bin erst 60) abhanden kommt und ich selbstverschuldet immer mehr zum Nietenzähler werd. Nietenzählen ist für viel sicher super, für mich aber ist es glaub ich gar nicht gut, insofern waren Eure Antworten für mich genau richtig!
Zitat von Dr Koma im Beitrag #20..... und ich selbstverschuldet immer mehr zum Nietenzähler werd. Nietenzählen ist für viel sicher super, für mich aber ist es glaub ich gar nicht gut....
Genau dazu muß man aber auch offen stehen ! Da darf man doch altersbedingt ganz einfach drüber stehen, das geht auch schon mit 60 ganz gut.
Ich gebe ehrlich zu, daß ich mich bereits schwer tue, auf den ersten Blick eine 03 von einer 01 zu unterscheiden.
Habe ich deswegen etwa weniger Spaß am Modellbahnhobby ?
Ganz sicher nicht, denn gerade übertriebene Pingeligkeit ist doch die Spaßbremse Nummer Eins !
Varg
Märklin HO und beim Hobby auch mal Fünfe gerade sein lassen.
einfach mal als Gedankenspiel. Aktuelle Winkraftanlagen mit 240 m Höhe wären in 1:87 2,75 m hoch 😯😯😯. Da bräuchte es einen MoBa-Keller mit 3,50 bis 4 Meter Deckenhöhe. Wenn Ihr Euch neben das Modell stelltet, wäre es 1,5 Mal höher als Ihr groß seid. Da wurden mir erst auch noch mal so richtig diese Dimensionen durch diesen Faden bewußt. Dies dann auf einen Modellzug zu verpacken, da würde ich mit einem Modellzug von mindestens 2 Metern, eher mehr rechnen. Ich glaube, es war gut, eine viel kleinere Anlage als Vorlage für die Modellumsetzung zu wählen,
aber diese Beladung muss dann auf jeden Fall auch durch den Industrieradius transportiert werden können! Schließlich handelt es sich ja auch um ein Industrieprodukt.
Hier wird diskutiert ob Rotorblätter vorbildlich in der Länge sind und in anderen Beiträgen sind es genau die selben Leute die kaum mehr als 80 cm Bahnsteiglänge auf ihrer Moba umsetzen können. Das Wichtige wurde auch schon richtig erwähnt, es ist alles ein Kompromiss. Wem die Rotorblätter zu kurz sind lässt den Märklinzug halt im Laden und fährt nur im Maßstab richtige Güter auf seinem 300m Ausschnitt von der echten Welt. In dem Sinne viel Freude am Hobby!
Zitat von JoMa im Beitrag #22Da bräuchte es einen MoBa-Keller mit 3,50 bis 4 Meter Deckenhöhe.
Daran erkennt man dann den echten und wahren Mobahner!
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)