Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#1 von Trutz , 25.09.2024 18:53

Hallo zusammen,

mein Vater und ich planen seit geraumer Zeit eine Modellbahnanlage. Wir würden nun gerne erstmal mit einer kleinen Anlage anfangen: 150x50cm groß soll das ganze werden. Die Planung ist für H0, die Spurweite ist aber erstmal nicht von Relevanz. Eine Info vorab - mit vielen Details zur Planung kann ich nicht aufwarten. Wir wollen erstmal einen Kasten bauen, eine Spanplatte draufpacken und mit Zügen hin-und herfahren und dann mit den gesammelten Erfahrungen fortfahren. Oder auch nicht, wenn es keinen Spaß macht.

Meine erste Frage dreht sich um die Konstruktion der Basis. Wir wollen einen Kasten bauen, 150x50x20cm (die Höhe ist variabel, da haben wir uns auf wenig festgelegt). Unsere Idee ist es, eine Art Spantenkonstruktion zu bauen: Zwei Längs-und fünf (ggf. mehr) quer. Die Querspanten würden wir mit Winkeln aus dem Baumarkt mit den Längsspanten verbinden. Beine bräuchte das Ding erstmal keine - wir wollen es erstmal auf einen Tisch stellen und einfach wieder wegräumen können. Die Querspanten sollen Löcher für evtl. spätere Kabelführung enthalten.

Zu meinen Fragen:
1. Ist die Konstruktion, die mir vorschwebt (ich weiß, es ist ohne Zeichnung nicht ganz einfach nachzuvollziehen), stabil genug? Ist es ggf. overkill, würde hier auch eine einfachere Konstruktion reichen?
2. Gibt es ein spezielles Holz, zu dem man greifen sollte, oder kann man hier nach den Kriterien "günstig" und "gut zu verarbeiten" vorgehen?
3. Ist diese Konstruktion, wenn wir später ein Geländerelief auf Basis der Querspanten bauen wollen, sinnvoll? Uns schwebt vor, auf die Querspanten Erweiterungen mit dem gewünschten Geländerelief aufzusetzen, sollten wir die Anlage weiterbauen wollen. Hierzu reiche ich gerne eine Zeichnung nach, wenn die Vorstellung schwierig ist.
4. Gibt es hierzu ggf. bereits Threads zu Anlagen, in denen eine derartige Konstruktion en detail dokumentiert wird? Gibt es Guides im Internet hierzu?
5. Eine allgemeine Frage: Gibt es Dinge, die wir bei der Konstruktion, die uns vorschwebt, vergessen haben?

Gebt gerne Bescheid, falls weitere Informationen notwendig sind. Falls es hierzu bereits einen ausführlichen Thread gibt, den ich bei meiner Suche in den FAQ übersehen habe, gerne verlinken und zumachen.

Edit: Zwei weitere Anmerkungen: Die Anlage soll, auch mit späteren Erweiterungen, keinen Schattenbahnhof haben. Da die Anlage nicht tief ist, ist es auch nicht notwendig, dass die Konstruktion eine Person aushält.

Beste Grüße,
Trutz


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#2 von robert991122 , 25.09.2024 21:01

Hallo Trutz,

vorab erstmal: Ja das wird schon halten. Die Platte ist ja schon eher klein. Die Spanten stabilisieren das Ganze schon brauchbar.Je höher sie sind, desto biegesteifer wird das Ganze. 20cm reichen aber locker aus.
Die Spanplatte ist schon eher fraglich. Spanplatten sind wasserempfindlich und schwer. Eine Tischler- oder dicke Sperrholzplatte ist da schon besser.

Zum Thema Rahmenbau gibt es hier im Forum diverse Meinungen und Erfahrungen, welches Material und welche Bauweise hier am günstigsten bzw. besten ist. Da musst du dich wohl oder über durchwühlen und suchen.
Hier ein Beispiel: Welches Material brauche ich für den Bau einer MoBa?

Was eher ein Problem darstellt ist die Größe der Platte. Ein Kreis mit R1 (C-Gleis) hat einen Außendurchmesser von 760mm. Auf der Platte ist kein Kreis möglich. Bei der Länge von 150cm ist auch das Hin- und Herfahren ein eher "kurzes" Vergnügen. Zum reinen Ausprobieren, ob eine Modelleisenbahn überhaupt Spaß macht, würde eine Startpackung mit einem Oval und Ausweich- und Abstellgleis erstmal reichen.
Das geht auf dem Boden oder direkt auf dem Tisch, eventuell mit Platte, aber auch ganz ohne Rahmen.

Gruß
Robert


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#3 von BahnmoellerHH , 25.09.2024 22:19

Baue dir lieber zwei im Grundriss gleiche Sektionen. 1500mm sind kaum händelbar allein.
750*500 und 100mm hoch.
Material: 8 bis 10mm gutes Sperrholz.
Querstreben brauchen nicht so hoch sein und sollten erstmal nur von oben verschraubt werden. Merke: wo ein Querspant ist, kommt später ein Weichenantrieb hin.
Darauf passt ein kleiner Landbahnhof und links und rechts dann fliegende Kehre oder Fiddleyard.

Carsten Bahnmoeller


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#4 von Jerge57-H0 , 25.09.2024 22:21

Hallo Trutz,

Robert hat ja schon fast alles gesagt. Allerdings ergibt sich bei Verwendung von gebrauchten Märklin K oder M-Gleisen bereits bei einer Tiefe von 65cm die Möglichkeit, ein Oval zu bilden. Und bei einer Breite von 150cm bleibt im Innenraum des Ovales immer noch genug Platz, mit Weichen und Kreuzungen viele Rangiermöglichkeiten zu bilden.

Klar kommen da nur relativ kurze Loks und Wagen herum, aber diese Einschränkung gibt es bei R = 360cm auch.

Aber einem Zug mal eine Weile zusehen zu können, ist schon eine deutliche Erweiterung, als nur hin und her. Hier kann ich auch den YT Kanal "Modellbahnkeller" empfehlen.

Viele Grüße
Fritz


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#5 von Xrot , 26.09.2024 06:10

Hallo Trutz,

Ich baue im Moment ein Segment aus 12mm-Sperrholz mit ganz ähnlichen Dimensionen, 160x44cm (x24cm hoch). Ich verschraube die Bretter direkt miteinander, ohne Winkel zu verwenden. Mein Segmentkasten ist vorne und oben offen, die Gleise verlaufen im Innern des Kastens.



Auf dem folgenden Bild sind einige Schrauben, die die Kastenbretter miteinander verbinden, rot eingekreist. Auf der Unterseite des Segmentes (im Bild nicht sichtbar) gibt es noch eine ganze Reihe solcher Schrauben, die die Rückwand mit der Bodenplatte verbinden.



Der Kasten ist sehr stabil, verbiegt und verwindet sich nicht (oder so wenig, dass man nichts sieht oder bemerkt) und ist durchaus noch handlich. Link zum Bau des Segmentes.


Zitat von robert991122 im Beitrag #2
Was eher ein Problem darstellt ist die Größe der Platte. Ein Kreis mit R1 (C-Gleis) hat einen Außendurchmesser von 760mm. Auf der Platte ist kein Kreis möglich. Bei der Länge von 150cm ist auch das Hin- und Herfahren ein eher "kurzes" Vergnügen. Zum reinen Ausprobieren, ob eine Modelleisenbahn überhaupt Spaß macht, würde eine Startpackung mit einem Oval und Ausweich- und Abstellgleis erstmal reichen.
Das geht auf dem Boden oder direkt auf dem Tisch, eventuell mit Platte, aber auch ganz ohne Rahmen.
Zitat von Jerge57-H0 im Beitrag #4
Und bei einer Breite von 150cm bleibt im Innenraum des Ovales immer noch genug Platz, mit Weichen und Kreuzungen viele Rangiermöglichkeiten zu bilden.

Die Frage des Hin-und-her- oder Imkreis-Fahrens können wir Dir, Trutz, nicht abnehmen. Aber Du sagst ja selbst, dass Du erst mal hin- und herfahren willst und dann vielleicht fortfahren. Das ist ein sehr guter Plan. Das könnte nämlich z.B. heissen, dass Du weitere Segmente bauen willst (z.B. Kehrschlaufen) und diese am bestehenden Kasten anschliessen willst. Mit Kehrschlaufen an beiden Enden kannst Du dann im Kreis fahren, falls gewünscht. Oder eben nicht und anders fortfahren.

Übrigens, wenn das Innere eines Ovals viele Rangiermöglichkeiten bietet, dann kann man auch auf einer Platte der Grösse 150x50cm schön rangieren.

Neben den Hin-und-her- und Imkreis-Fahrern gibt es auch noch die Bastler und Modellbauer (z.B. mich), die neben fahren vor allem auch gerne bauen und ausgestalten. Und dafür eignet sich eigentlich jede Form und Grösse einer Platte. Lose Gleise auf dem Stubentisch oder eine Platte ohne Rahmen sind dann eher weniger geeignet. Vielleicht gehörst Du und Dein Vater ja in diese Kategorie Modellbahner; Du redest ja von Geländerelief! Das kommt gut auf einer Platte mit Rahmen.


Zitat von BahnmoellerHH im Beitrag #3
1500mm sind kaum händelbar allein.

Das stimmt meiner Meinung und Erfahrung nach überhaupt nicht. Ich trage meinen Kasten immer wieder (manchmal täglich) vom Mobazimmer zur Werkstatt und zurück. Immer alleine und ohne Mühe, sogar um Ecken und über Stufen. Und da Du, Trutz, das mit Deinem Vater bauen möchtest, bist Du höchstwahrscheinlich noch einige Jahre jünger und kräftiger als ich.

Viel Vergnügen beim Bau des Kastens und dann beim Spielen und/oder Ausgestalten. Moba ist ein tolles und sehr vielseitiges Hobby.


Liebe Grüsse über den Atlantik, Thomas


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#6 von Jerge57-H0 , 26.09.2024 10:42

Hallo zusammen,

so ein Modul ist schon eine aufwendige und spezielle Sache und ob das für einen Einsteiger, der noch nicht weiß, wohin die Reise gehen soll, der richtige Ansatz ist, weiß ich nicht.

Da würde ich schon eher zu einer einfachen Plattenanlage raten, wie sie im YT-Kanal "Modellbahnkeller" immer wieder beworben wird. Die könnte zum Beispiel so aussehen:



Im Vordergrund ist der Rangierbereich, in dem Spiele nach Inglenook ablaufen können, und wenn der Zug zusammengestellt ist, kann er von der Streckenlok, die im Hintergrund links auf dem Abstellgleis steht, abgeholt werden und auf "Strecke" gehen. Der kleine Personenzug, zum Beispiel ein Schienenbus, steht derweil auf dem Ausweichgleis. Da läßt sich nach meiner Erfahrung schon sehr viel spielen.

Nur ein Vorschlog ohne Anspruch auf Richtigkeit

Gruß
Fritz


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#7 von Trutz , 26.09.2024 11:55

Hallo zusammen,

vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Das hat viel weitergeholfen!

Ich stelle mal ein bisschen mehr Informationen zur Verfügung, warum die Planung bisher so ist wie sie ist, und wo wir hinwollen. Bisher wirkt es glaube ich so, als hätten wir noch gar keinen Plan. Ich hoffe, ich kann unsere Idee gut darstellen:

Wir haben einen relativ genauen Plan für eine Anlage. Es soll eine Anlage nach britischem Vorbild werden. Der Fokus liegt für uns mehr auf Gestaltung. Konkret stützen wir uns grob auf zwei Bahnhöfe: Vom Prinzip her auf den Bahnhof Falmouth in Cornwall und vom Gleisbild auf den ehemaligen Bahnhof Ashburton in Devon. Das ganze soll eine L-Förmige Anlage werden mit Fokus auf Rangieren - wir planen keinen großen Fahrbetrieb, deswegen ist es für uns auch nicht notwendig, ein Oval zu erstellen. Anbei eine grobe Zeichnung (erstellt in Powerpoint, es tut mir Leid, ich bin auf Dienstreise und habe keine anderen Tools für eine übersichtliche Zeichnung zur Verfügung):



Zeichnung ist absolut nicht Maßstabsgetreut. Module in Orange, Schränke in grün. Auf den Modulen A und B soll zunächst der Bahnhof grob am Vorbild von Ashburton entstehen: Ein Endbahnhof mit zwei Personengleisen und einem Abstellgleis, wir werden bestimmt noch zwei kleine Anschlüsse und ggf. ein weiteres Abstellgleis hinzudichten. Vom B an soll, nach Vorbild des Bahnhofs Falmouth, an den Bahnhofsanlagen auf A vorüber hinab über D nach C die Hafenbahn verlaufen (parallel zur Strecke). Der Hafen soll in C angedeutet werden (wir wollen keine großartigen Kaianlagen bauen, vielleicht einen Verladekai und eine im Hafen ansäßige Firma andeuten, ggf. eine Wendeschleife, aber das ist alles Zukunftsmusik). Die Module sollen später aufgeständert werden, die würden nicht auf dem Boden liegen.

Warum die Modulbauweise? Es gibt mehrere Gründe:
1. Wir sind beide berufstätig. Uns ist es wichtiger, erstmal eine Anlage mit Betriebsmöglichkeit zu erstellen, dafür bietet es sich an, nicht direkt mit der vollen Größe anzufangen.
2. Wir wollen die Anlage Schrittweise bauen: Der Plan ist es, erst eine kleine Rangieranlage auf einem Modul zu bauen, die temporär ist, dann Modul B dazuzubauen, dann ein Geländerelief zu entwerfen, etc. Den Modulkasten wollen wir bereits nun bauen, damit wir ein paar Erfahrungen sammeln können. Wir sind beide keine Handwerke, wir haben beide Berufe, in denen man fast nur am Computer arbeitet. Entsprechend wollen wir hier einen kleinen Testlauf machen, um erste Erfahrungen zu sammeln.
3. Falls mal renoviert wird, wird es (unserer Meinung nach) einfacher sein, die Anlage in dieser Form abzubauen.

Das nur als weitere Hintergrundinformationen, warum die Planung bisher so aussieht - und wir nicht einfach mit einer Platte anfangen (was sonst natürlich die einfachere Lösung wäre).

Ich bin dankbar für jedes Feedback, gerne auch über den Bau des Rahmens hinaus: Ob unsere Idee in sich schlüssig ist, ob hier offensichtliche Probleme übersehen werden. Kurzum: Wir freuen uns über jegliche Erfahrungen von eurer Seite.

BG
Trutz/Christoph


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#8 von Michael K. , 26.09.2024 12:29

Hallo Christoph,

spannendes Thema wollt Ihr da bauen, klasse. Wenn ich mir den Grundriss so ansehe, dann mutmaße ich, der grüne Teil wird Fiddleyard, das Orange rechts der Endbahnhof?
Modular ist aus meiner Perspektive immer die bessere Wahl, auch für mögliche Umzüge oder die Arbeiten im Untergrund. Was das Holz und die Bauweise angeht, auch da würde ich auf einzeln handhabbare Teilabschnitte achten. Sperrholz ist m.E. nach eine gute Wahl, wobei ich heute eher 9/12mm Multiplex nähme als die 10 mm Pappel, die ich in der Vergangenheit verbaut habe. 10cm Höhe sind auch mehr als ausreichend.
Was den Einbau von Längs- und Querspanten angeht, dass würde ich erst dann einplanen, wenn die Gleislage eindeutig klar ist; hier mal ein Bild von der Unterseite eines meiner Bahnhofsmodule, aus dem vielkleicht klar wird, warum das sinnvoll ist:



Hier habe ich auch erstmal stumpf die Spaten gesetzt und dann gemerkt, dass die leider an Stellen sitzen, wo meine mechanischen Weichensteller sitzen oder Weichenantriebe oder Kabelduchlässe hin müssen. Ist bei dem Modul noch harmlos, das Andere musste radikaler gelocht werden. Na gut, war ein Alibi für den Kauf einer guten Tauchsäge
Was das Gelände angeht: Ich würde da eindeutig Styrodur anstelle der Spantenbauweise den Vorzug geben. Mehr Holz und dann u.U. noch Drahtgewebe/Gips ist am Ende auch deutlich mehr Gewicht.
Noch eine Anmerkung zu der Ecke: Aus Deiner Zeichnung wird nicht ganz klar, welche Tiefe die einzelnen Bestandteile haben, aber dort, wo das Eckteil D ist, werdet ihr kaum noch bis in die Ecke kommen, ohne da was abzubauen. Das mag egal sein, wenn ihr eine eingleisige Zufahrt im Vordergund habt und in der Ecke nur Landschaft ist. Liegen da aber auch Gleise fahren dort Züge, werdet ihr spätestens nach der 2. Entgleisung in der letzten Ecke sehr fluchen...

Bis denn
Michael


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#9 von fmm , 26.09.2024 22:38

Moin Christoph,

den Minimax-Faden Kennst du?

MiniMax-Flachland 1965 im Frühherbst: Fahrtag am Vatertag 2024

Die Truppe hat auch eine eigene Webseite. U.A. wird dort erklärt, wie die Module aufgebaut sind.
Vielleicht ist das ja für euch nützlich.
Als Beispiel hier eine Beschreibung, wie die Module aufgebaut sind. Die Maße sind sicherlich anpassbar.

https://minimaxmodellbahn.wordpress.com/...tandard-moduls/
https://minimaxmodellbahn.wordpress.com/downloads/ (hier kann die Bauanleitung für die Module runtergeladen werden)

Liebe Grüße aus dem Norden
Frank


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#10 von Mattsche , 27.09.2024 00:49

Moin Christoph,
das Wichtigste vorab: deine Planung mit den Segmentkästen geht so in Ordnung.

Nun erlaube mir aber ein paar Anmerkungen.
Ich lege Wert auf geringes Gewicht, da meine Module auch als Solche verwendet werden und ich sie alleine transportieren können muss.
Sowohl hier zuhause im Treppenhaus, als auch unterwegs.
Ebenso ist mir eine stabile Oberfläche wichtig, wegen des Transportes.
Das gilt alles bei euch nicht in dem Maße, darf aber gern in die Überlegungen einfließen.

- 10cm Höhe der Kästen reichen völlig aus. Das is stabil genug und du bekommst alles an Elektronik unter - warum also Höhe verschwenden?

- ich verwende 12mm starkes Sperrholz, da ich dort Schrauben hinein drehen kann, zusammen mit Holzleim hält das ausreichend, es sind keine Winkel nötig

- analog dazu dürfen die Seitenteile dünner sein, aus Gewichtsgründen (es spart auch etwas Geld)

- üblich in Baumärkten ist Sperrholz aus Pappel oder Birke, die sind fast überall Lagerware. Pappel ist (etwas) günstiger, aber auch wesentlich leichter und ebenso empfindlicher. Meine Entscheidung fiel daher auf Birkensperrholz (Multiplex). Ihr rüpelt sicher nicht so oft mit den Kästen rum, da darf es auch Pappel sein.

- in Pappelsperrholz kann ich so schrauben, bei Birkensperrholz muss ich vorbohren. Ich nehme es bei meiner Wahl als gegeben hin: für euch kann es ein Argument "pro Pappel" sein?

- eine Deckplatte ist konstruktiv nicht nötig. Lediglich dort, wo Gleise liegen, ist die Trasse auch aus Sperrholz anzufertigen, sagen wir mal in 6mm. Haben wir aber, wie es auf euer erstes Segment wohl zutrifft, fast nur Gleise drauf, weil Bahnhofsbereich, dann gibt es fast keine "holzfreien Bereiche". Also Platte, ja. Bei Landschaftsmodulen, wo sich meine Gleistrasse langschlängelt, kann das ganz anders aussehen...

Für mich allein wäre 150x50cm etwas unhandlich (alleine), das stört euch jedoch nicht.
Auch das Gewicht ist bei euch weniger entscheidend, trotzdem mache ich mal eine Rechnug auf:
150cm Länge, 10cm hoch, 9mm Birke Multiplex. Das ergibt 0,3m² oder 2,1kg
50cm Breite, 10cm hoch, 5 Spanten 12mm Multiplex. Das ergibt 0,24m² oder 2,2kg
Deckplatte 150x50cm, 6mm Pappelsperrholz. Das ergibt 0,75m² oder 3,4kg
Macht in Summe rumbummelig 8kg, was ich als äußerst angenehm empfinde.
(natürlich kommen noch Gleise drauf, ein wenig Gips oder Landschaftspampe und Häuschen - nicht zu vergessen die Heerscharen von Preiserlein...). Zum Vergleich: meine Module in verschiedenen Größen haben 3-6kg, im Rohbau. Das taugt für Handling, Transport und Lagerung im Regal. Dein Kasten ist größer, klar.

Du könntest auch anderes Material nehmen, das dann aber für gleiche Stabilität dicker sein müsste.
Gewicht ist natürlich nicht alles: mache die gleiche Rechnung mit anderem Mateial auf, auch mit Fokus auf die Kosten.

Die Zuschnitte macht dir dein Baumarkt, oder du hast einen guten Draht zum örtlichen Schreiner?
Für den gilt dies jedoch als "Kleinauftrag", so dass du im Baumarkt möglicherweise besser dran bist.
(ich stehe nicht so auf Baumärkte, aber das ist für euer Vorhaben natürlich völlig irrelevant)

Gruß
Matthias


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RE: Rahmenbau für Modellbahnanlage 150x50cm - ein paar Anfängerfragen

#11 von Trutz , 27.09.2024 20:12

Hallo zusammen,

erstmal wieder vielen Dank für die Beiträge!

@fmm Danke dir - nein, den kannte ich noch nicht. Da schaue ich mal rein.

@Mattsche Danke für die umfangreichen Informationen. Der Hinweis mit dem Gewicht ist sehr gut. Einen guten Draht zu einem Schreiner habe ich leider nicht, Freunde von uns (ganz furchtbare Nerds!) haben allerdings eine Werkstatt mit allem an Werkzeug, was das Herz begehrt. Der Zuschnitt sollte da kein Problem sein. Ich übernehme deine Überlegungen!

@Michael K. Der Grüne Teil ist tatsächlich ein Regal. Wir haben derzeit noch das Luxusproblem, das wir zwischen zwei Zimmern für die Bahn wählen. Der andere Raum ist länger (ca. 4m), der Plan ist, den Fiddleyard am längeren Schenkel der Anlage anzubauen. Vielleicht kommt da mal in fernster Zukunft eine Wendeschleife mit Zufahrt zu einem Schattenbahnhof hin. Aber dafür müssen erstmal die Module stehen. Zum Thema Ecke: Die Maße stehen noch nicht ganz fest, es kann gut sein, dass wir etwas Tiefe rausnehmen. Der Hinweis ist allerdings sehr wertvoll und scheint leidiger Erfahrung zu entstammen :D

Beste Grüße und ein schönes Wochenende,
Christoph


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Wie baut man so eine Mauer?
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