MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#1 von 3Sbahner , 10.10.2024 01:03

Moin zusammen!
Dies ist der Versuch, hier meinen ersten Baubericht über konfektionierte Modelle zu erstellen; gleichzeitig sind es zum ersten Male die Lasercut-Modellbausätze von Stangel aus Polen; die hier angesprochene Dorfstraße ist eine Serie von Gebäuden die nach Vorbildern aus dem Osten Deutschlands entstanden sind; sie passen insofern zu meiner Epoche, die hier bei mir bei I-II und bei meiner Minimax-Gruppe bei III angesiedelt ist.
Was bei mir aber nicht viel bedeutet, da ich quer durch die Szene alles bastele, was bei 3 nicht aus meinem Sichtkreis ist!
Die Bausätze von Stangel enthalten grundsätzlich alles, was zum Bau und Gestalten der Gebäude erforderlich ist. Eines enthalten sie allerdings nicht oder nur sehr selten - Teile aus durchgefärbtem Karton. Alle Bauteile für die Gebäude bestehen aus Finnischer Holzpappe unterschiedlicher Stärken; sie sind sauber gelasert und enthalten nicht Schmauchspuren, die aufwendig entfernt werden müssen; ich habe diesbezüglich mit MZB so meine Erfahrungen gemacht, wo meine Finger und Teile des Arbeitsplatzes nach einer Viertelstunde aussahen, als hätte ich in Holzkohle gegraben, vom Geruch ganz schweigen, welcher der Plastiktüte entfleuchte. Dies bitte nicht als Wertung für die jeweilige Qualität - lediglich als Hinweis zu nehmen.
Der Werkzeugbedarf ist schnell erklärt und befindet sich wohl bei jedem im Zugriff? Abbrech-Klingenmesser - ich verwende Olfa 30° Klingen; einen Schleifklotz von 50 x 120 mm - Stück Tischlerplatte 13 mm - beidseitig aufgezogenes Schleifleinen 240 und 400er Körnung; erlaubt sauberes Entfernen der "Angüsse" und eventuelle Nachpassungen. Und einen kleinen Winkel.
Als Klebstoff verwende ich Bindulin BINDAN RS - andere Marken gehen sicherlich auch - nur dieser Hersteller verwendet keine Füllstoffe, der Leim ist schadstoffrei, keine Lösungsmittel und zudem schimmel- und feuchtigkeitsbeständig. Klar, dass er auch bei meinem Modulbau die erste Wahl ist.
So, nun wird es aber Zeit an den Basteltisch zu gelangen, wo ich mich wohler fühle als hier im Wettbewerb um den Pulitzer-Preis für Bauberichte ...
Zur Anwendung kommen nun die Gebäude Dorfstraße 11 - Scheune, Speicher; Dorfstraße 7 - kleines Wohnhaus sowie Dorfstraße 12 - größeres Wohnhaus mit Apotheke/Drogerie - schon etwas größer und pompöser für eine Dorfstrasse....
Bilder mögen meine Stammeleien nun ersetzen ...



Aufbau der beiden Gebäude ist fertig; wichtig, noch nicht die Rückwand ankleben. Die Scheune hat schon ihren Anstrich mit Primer von Valejo erhalten; manche Kollegen empfehlen ein Grundieren vor dem Anstrich mit Einlaßgrund oder ähnlichen stinkigen Sachen zur Vermeidung des Aufquellens der Finnpappe -



Nein, es fand nicht statt. Sehr gut kann man hier die Oberflächenstruktur des Materials erkennen; verputztes Mauerwerk quasi frei Haus...

Hier bei einer Standprobe - Kontinuität gibt es im Werkeln, nicht beim Fotografieren in diesem Falle; normalerweise arrangiere ich mit Hintergrund und vom Stativ - diese sind aus der "Hüfte" geschossen, weil ich spontan einen Bericht hier gestartet habe ...



Ich möchte noch auf die Fenster eingehen; bei IGRA, Kreativ3d und auch bei Stangel ist es üblich, dass die Fenster auf Kunstoffolie selbstklebend in 1 oder 2 Ebenen zu verwenden, gelasert sind; eine feine Sache - ich habe gleich einen ganzen Schwung meiner Fenster mit Sprühlack versehen; man kann sie sauber aufeinander kleben und zum Schluß auf eine Klarsichtfolie ... ich mag es...



Soviel für den Augenblick;
In diesem Sinne hoffe ich, wie die Maurer, das die Mauer stehenbleibt, wenn das Gerüst entfernt wird?
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#2 von 3Sbahner , 11.10.2024 00:31

Moin zusammen!
Danke für den Zuspruch und die erhobenen Daumen. Hat mich jedenfalls sehr gefreut. Bei mir spielen Gebäude eine sehr vitale Rolle; ob als Hintergrundgestaltung für Fahrzeuge oder als Staffage auf meinen Eisenbahn-Modulen oder einfach so - als Modell selbst.



Wie man unschwer erkennen kann, bin ich gerade bei Nr. 12 am Werkeln; hier der bereits vorher erwähnte Winkel; ich schneide aus Resten oft kleine Dreiecke als Hilfe beim Verkleben damit ich den Winkel in der Trocknungsphase entfernen kann.

Dabei bin ich natürlich nicht untätig und wende mich den Fenstern zu, derer es bei diesem Gebäude einige sind:



Eine Sache ist mir bereits bei Nr. 7 aufgefallen; Stangel hat die Fenster so konzipiert, daß sie nicht - wie bei einigen meiner Modelle, auch denen, die ich selbst gezeichnet habe - in die Laibung schlüpfen sondern hinter die Mauerwand geklebt werden. Siehe die hellen Streifen, die den Fensterausschnitt angeben.

Welches Gebäude ist denn die Nummer 7? Hier die Vorderansicht - und bitte nicht irritieren lassen, im Laufe meiner Berichte wird das Puzzle aufgelöst;



Ein Eingang wie bei den Hochherrschaftlichen vom Gestüt derer von Schuldenmacher; und dann noch mit Balkonien ...



In Kommentarsprache der Fussballwelt würde man jetzt wohl sagen, nach hintenraus ... mir geht es darum, die Struktur dieses Herstellers bei seinen Bausätzen zu zeigen.

Resinbausätze folgen da oft anderen Gesetzmäßigkeiten; als Verwender von Artitec aus seinen Anfängen bin ich da ein wenig bewandert.

Karton, Pappe ist ein wunderbarer Werkstoff, Papier ebenso - viele kluge Gedanken und vor allem Wissen sind auf diesem Werkstoff verewigt worden. Ich liebe die Haptik dieses Materials, den Geruch von frisch Gedrucktem ...Von den vielen Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus dem eigenen Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte..
Diesen Text von Heinrich Heine in seiner ganzen Länge habe ich damals mehrere Wochen als Lehrling am Setzkasten mit Winkelhaken "pinnen" dürfen ... so etwas prägt ...

Ich hoffe, ich habe nicht gelangweilt und schon mal ein schönes Wochenende.
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#3 von 3Sbahner , 14.10.2024 19:52

Moin zusammen,

und Danke für die Belobigungen; wobei ich mir als Autor - auch in anderen Foren - immer denke, was denn nun genau hat den Betrachtern gefallen - oder einfach alles?  :D
Den Putzern und Kalkern hier ist das Wurscht; die haben direkt weiter gearbeitet - wenn man denn heute noch Facharbeiter bekommt?




Das Aussehen der Gebäude aus Finnpappe hat sich etwas verändert; nach dem Versuch mit dem Primer bin ich direkt dazu übergegangen und habe mit Acrylpaste ein wenig gespielt; mit einem kleinen Borstenpinsel - flache Spitze die Paste flächig aufgetragen und dann nach einer Weile - schnelle Abbindezeit - getupft. Glatte Wände waren damals äußerst selten, außer bei den Gebäuden in Berlin, die mit edleren Baustoffen hantieren konnten.
Auf dem Lande wurde gekalkt und geputzt .. manchmal auch mit Bier angerührt, der Mörtel.

Bei der Scheune habe ich schon mal in den noch leicht feuchten Putz stark verdünnte Acrylfarbe lasierend aufgetragen, einfach um meinem Spieltrieb zu frönen.

Denn, alles was ich hier beschreibe, tue ich zum ersten Mal mit diesen Bausätzen von Stangel.
Und ich stelle auch hier wieder fest, Mut zum Manschen und Panschen - das Ergebnis entsteht aus dem Tun - hier selten aus Planung.



Tja, und wie ich da so für mich hin plastifiziere, lasiere und sinniere, kommt mir in den Sinn - warum eigentlich nicht?
Nimm doch mal die Reißnadel zur Hand und ... mach' aus Nr. 7 einen Sanierungfall ...



Ich gebe zu, bei Plastikmodellen hätte ich mir vermutlich eine Sehnenscheidenentzündung geholt - aber die Acrylpaste läßt doch einiges über sich ergehen ...



Zum Abschluß noch eine Ganzkörperaufnahme. Nummer 12 hat schon einen Anstrich bis zur ersten Etage bekommen ...

Ich wünsche einen schönen Tag und immer daran denken, den Spaß am Tun nicht zu verlieren!

Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#4 von SvennyJensen , 14.10.2024 20:13

Moin!

ich behalte das mal im Auge, ich habe mir nämlich auch gerade ein paar Bausätze von Stangel kommen lassen,
den Wasserturm, das Stellwerk, den Landgasthof und ein üaar kleinere Ausstattungselemente.


https://epoche1modellbahn.jimdofree.com/


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#5 von SupmaKni , 14.10.2024 20:23

Hallo Wilfried,

Zitat von 3Sbahner im Beitrag #3

und Danke für die Belobigungen; wobei ich mir als Autor - auch in anderen Foren - immer denke, was denn nun genau hat den Betrachtern gefallen - oder einfach alles?  :D


Das hast du gut erkannt, in deinem Fall hat einfach alles gefallen. Ich werde den Baufortschritt weiter verfolgen. Auf den Sanierungsfall Nr. 7 bin ich gespannt, das muss glaub bald eingerissen werden so wie die Risse aussehen

Gruß Heiko


Mein Nebenbahn Kopfbahnhof wirres Allerlei.


 
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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#6 von 3Sbahner , 14.10.2024 20:41

Zitat von SupmaKni im Beitrag #5
Auf den Sanierungsfall Nr. 7 bin ich gespannt, das muss glaub bald eingerissen werden so wie die Risse aussehen


Keine Sorge, Heiko – ich arbeite an einer Weiterverwendung ...

Lieber Gruß
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#7 von 3Sbahner , 15.10.2024 00:45

Zitat von SvennyJensen im Beitrag #4
Wasserturm


Moin Svenny,
bitte öffne den Bausatzkarton und überprüfe auf Vollständigkeit; dann schaue Dir sehr genau an, ob alle Mauerteile sauber gelasert sind. Ich musste beide Punkte 2mal reklamieren und bekam dann einen kompletten Bausatz als Ersatz. Tomasz Stangel hat mich dann informiert, dass Plotter und Laser in den Wartungsmodus müssen; ich habe ihn daraufhin entsprechend in den Senkel gestellt. Daß ist jetzt kein Urteil über die Qualität von Konstruktion, Umfang der Bauteil und Ausgestaltung – eher von mangelndem Qualitätsmanagement bei Auslieferung; meine Berichts- und Sorgfaltspflicht gegenüber meinen Lesern gebietet es aber, dies mitzuteilen.
Lieber Gruß
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#8 von 3Sbahner , 15.10.2024 23:47

Moin zusammen!

Danke für Euer Interesse, und ja - eines habe ich für mich schon festgestellt - diese Gebäude von Stangel machen süchtig; nicht dass ich die Restpappe mit Joghurt bestreiche und dann während des Bastelns nasche ...
Es ist zum einen das Gewicht; ich erstelle sie ja für meine Module - und da kommt es mir auf jedes Gramm an - muß ja auch transportabel bleiben und man wird nicht jünger; da sie ja so gut wie nie durchgefärbten Karton wie zum Beispiel hier von Joswood haben:



Oder die Gebäude von Walfried Fehse - MAKAMO - die lasergedruckte Bauteile beinhalten,





kann ich mich hier mit freier Gestaltung so richtig austoben; ach so, ja der Spachtel; ich nehme den von Stangel, hatte ich mir gleich mitbestellt. Kann man mit Wasser verdünnt und Pinsel aufbringen oder mit einem billigen Borstenpinsel getupft applizieren; erspart mir auch gleich, falls erforderlich, die Grundierung.



Wenn man es übertrieben hat, mit dem Putz - nach kurzer Trocknungszeit mit einem Schleifleinen auf das erforderliche "Maß" glätten.


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#9 von v100anderlingen , 15.10.2024 23:59

Zitat von 3Sbahner im Beitrag #8

...

...


Hallo Wilfried,

tolles Gebäude!
Und super gebaut und auch fotografiert!

Grüße
Dieter




Basteleien auf meiner MiniMax-Homepage
https://minimaxbahn.wordpress.com/

Offizielle MiniMax-Hompage
https://minimaxmodellbahn.wordpress.com/


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#10 von 3Sbahner , 17.10.2024 00:28

Moin zusammen!
Wie immer zuerst ein Danke für die erhobenen Daumen; ich arbeite im Moment schon an der Fortsetzung dieser Baureihe über die Modelle von Stangel, die ja alle im Original im Osten oder besser noch, weit im Osten angesiedelt waren; eine Gegend, die uns durch den Grössenwahn eines Führers verloren ging. Ich versuche, diese menschlichen Gebäude, die ich zum Teil noch in kleinen Dörfern und Städten in Meck-Pomm und Brandenburg fand und immer noch finde, so ein wenig als erzählte Geschichte in Modellen zu verstehen und arrangiere sie dann auf meinem Modulen. Es lohnt immer wieder, den Osten - wobei es eigentlich die Mitte Deutschlands einmal war - jenseits der Autobahnen zu erkunden und Abstecher zu machen.
So, nun aber an den Basteltisch - daß nächste Bild ist jetzt kein Fingerzeig, auch nicht die Anleitung für subkutane Infusionen in Fingerspitzen ...



sondern mit diesem Werkzeug forme ich mir meine Firstpfannen.
Ich habe lange nach brauchbaren Pfannen gesucht, aber weder gelaserte am Stück noch ebensolche aus Plastik hielten meinen bescheidenen Ansprüchen stand.
Stangel legt seinen Bausätzen deswegen erst einmal gar keine bei! Auch eine Ansage.
Vor 2 Jahren begann ich erste Häuskens zu zeichnen und kam auf folgende Idee für meine Zwecke: rotes Tonpapier trapezförmige Kleinteile, die einen schwarzen Verlauf bekamen... aber dass hatte ich wohl auch schon in einem meiner früheren Beitrage erzählt?



Sie harmonieren wunderbar mit dem Kremper Altdach, was ich der Hausnummer 11 spendiert habe.



Wie man hier sehen kann:



Erste Pfanne liegt - Ausschneiden, Ausformen und behutsam aufbringen - daß ist es doch was viele wollen, entspannen und entschleunigen ...
Zwischendurch habe ich schon mal die Fenster für Nummer 7 mit Glas komplettiert; durch die Klebefolie erfolgt es komplett fadenfrei, wie ich es oft erlebt habe mit Kunststoff-Fenstern. Oder Klebeflecken, die dann mattierten ....
Eine Fensterhälfte wird geöffnet dargestellt; deswegen am unteren Bildrand die Teilung der Scheiben.



Der Bausatz sieht verbretterte Tür sowie unteres Fenster vor; daß geht ja nun mal gar nicht, also war freies Gestalten angesagt:



Ein neues Fenster, einfache zweifarbige Tür sowie Hausnummer und Briefkasten - schnell gezeichnet und ausgedruckt. Die rustikalen Verbretterungen gab es - ich habe es gesehen, nur kurz vor der Wende in Halle/Saale. Heute ist diese Stadt - neben anderen - eine architektonische Augenweide.
Dachrinnen nehme ich am liebsten von Auhagen; wenn Endstücke nötig sind, grauer Karton und Lochzange sind hilfreich; die ausgestanzenten Stücke halbieren und plazieren ...



Firstpfannen auf Nummer 11 sind komplettiert und die seitlichen Bretter auch angebracht ...



Meine Bastel- und Plauderstunde geht nun zu Ende und ich wünsche Euch wie immer, einen schönen neuen Tag.

Mit einem lieben Gruß
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#11 von 3Sbahner , 18.10.2024 00:02

Moin zusammen!

Vor dem Wochenende kurz noch ein kleiner Bericht, wie es im Moment im "Hochbau" aussieht.
Die Dacheindeckung erfolgte bei Nummer 7 mit Pfanne Altdach im Maßstab TT; mir erschien sie passender in der Proportion als die Version H0. Die Dacheindeckungen und Fenstersätze beziehe ich seit Jahren bei Jürgen Düll; kreativ3.de. Wenn man Sonderformate braucht, reagiert er sehr flexibel.
Anschließend der Einbau der Fenster sowie der Tür nebst Hausnummer und Briefkasten.



Die Vorhänge stammen aus meinem Fundus; ich hatte mir bei IGRA nebst einigen Bausätzen auch die Selbstklebefenster bestellt und sie enthielten eine feine Vorlage:



Einmal gescannt und dann entsprechend den Erfordernissen skaliert.

Die Dachrinne stammt hier aus dem Programm von BUSCH; sie haben es tatsächlich geschafft, sie als Zubehör anzubieten. Das Fallrohr ist aus 1 mm Messingdraht gezogen und im unteren Bereich mit Seidenpapier umwickelt; die Halter ebenfalls aus Seidenpapier; ist ein bißchen Fidelei, schult aber die Feinmotorik ungemein.



Der Türbeschlag ist aus einem Ätzrahmen von Modelbau-Kaufhaus. Da ich fast alle Gebäude selbst baue oder aus vorhandenen Bausätzen überarbeite, hat sich ein entsprechender Fundus von Zubehörteilen als sinnvoll erwiesen.





Schornstein und Dachluke - bei der nächsten Hausnummer nehme ich die von mir gestalteten - ergänzen und dann geht es mit dem nächsten Gebäude weiter.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#12 von 3Sbahner , 28.10.2024 23:05

Moin zusammen!

erst einmal Danke für eure Anerkennung meines Tuns. Bauberichte sind aus meiner Sicht kein Selbstzweck, sondern haben bei mir immer dazu geführt, von anderen Bastlern zu lernen oder Ideen, Werkzeuge, Farbhinweise und Techniken zu übernehmen. Ich hoffe, ich kann hier auch etwas dzu beitragen.

Ein guter Tip war, irgendwo einmal gelesen, das Anbringen von Gardinen; nicht direkt ans Fenster sondern mit etwas Abstand;



Ich habe hier die Reste von Teilerahmen verarbeitet; der Abstand schien mir brauchbar.

Ein anderes Werkzeug, welches ich nicht mehr missen möchte, ist meine Naßpalette; die habe ich mir abgeguckt von den TableTop-Künstlern;



Eine DIN A5 große Wanne, in der ein Fliess aus Kunststoff liegt, welches Wasser aufsaugt und darauf eine Art Butterbrotpapier; darauf lassen sich wunderbar Farben mischen und - bei entsprechender Feuchthaltung - ein paar Pipetten Wasser genügen, kann ich angemischte Farben gut eine Woche lang verwenden. Acrylfarben bringe ich direkt auf die Palette auf, keine eingetrockneten Näpfchen und das Mischen von Farben läßt sich wunderbar bewerkstelligen.

Apropos bewerkstelligen, daß vom Hersteller angebotene Tor für Nummer 11 schien mir doch etwas rustikal;



Eigentlich sind es Böden für Güterwagen; aber die Größe passte, flugs eine Schablone angefertigt und - Böden sind selbstklebend - ausgelegt, drauf gebabscht und Kontur geschnitten.

Mit diesen Böden lassen sich locker ganze Scheunenwände und ähnliches gestalten.



Hier Nummer 11 in ganzer Pracht, nein ich will nicht übertreiben; irgendwo fand sich noch ein Werbeschild in meinem Fundus; feines Schleifpapier sorgt für etwa Alterung ... ja, der Spieltrieb ...

Ich strebe bei meinem Basteln nicht die absolute Originaltreue an, für mich muß die Anmutung stimmen oder das so-könnte-es-damals-ausgesehen haben. Denn die Welt war auch in den 20er und 30er nicht ohne Farbe, ganz im Gegenteil.

Farbe ist das Stichwort für die Nummer 12.



Hier habe ich die mitgelieferte Schwalbenschwanz-Eindeckung verwendet und entsprechend behandelt. Ich habe mich bei der Wahl der Gardinen an diesem Foto orientiert; welches auch schon wieder bei mir Phantasien ausgelöst hat:



Und Werbung gab es damals schon - heute würde wohl kaum jemand solche Schilder an ein großbürgerliches? Wohnhaus dengeln.

Ach so, bevor ich wieder Bilder vergesse, hier der Stand der Bautätigkeit:



Stadt, Land, Fluß - Klein-Diorama oder Modul; jeder mag sich die Fahrzeuge seiner Epoche, seines Landes davor vorstellen. Ob Fuhrwerk oder Lastkraftwagen; Pkw oder Kutsche?
Ob sie jemals in dieser Reihenfolge auf einem Modul ihren Platz finden, oder einzeln - mir völlig egal, es macht einfach Spaß mit diesen Bausätzen zu experimentieren - die Scheune rechts zum Beispiel; mach' das Tor auf, füge an die rechte oder linke Seite einen Schornstein und eine Dorfschmiede kann entstehen; oder eine Stellmacherei?



in Spur 0 wird sie von Stangel angeboten; solche Steilvorlagen kann ich nicht liegen lassen!

Die Geschichte der Dorfstraße ist noch nicht zu Ende erzählt; der Weg geht weiter. Schön, wenn Ihr mich begleitet ...

Schöne Woche und viel Spaß
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#13 von SupmaKni , 29.10.2024 06:18

Hallo Wilfrired,

Zitat von 3Sbahner im Beitrag #12
Ich hoffe, ich kann hier auch etwas dzu beitragen.

Ein ganz klares JA. Deine Beiträge sind sehr hilfreich, besonders die Nasspalette finde ich gut. Das sollte ich mir auch mal zulegen.

Gruß Heiko


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#14 von fbstr , 29.10.2024 07:34

Zitat von 3Sbahner im Beitrag #1
ich verwende Olfa 30° Klinge.


Hallo Wilfried,
vielen Dank für den Begriff für die Klingen. Die 30° habe ich aus meiner Zeit in Singapur und konnte hier nie Ersatzklingen finden.

Und toll was Du uns hier zeigst!


Gruss
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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#15 von e9tmk , 29.10.2024 11:16

Moin Wilfried,

tolle Arbeit


Beste Grüße
Günter
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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#16 von 3Sbahner , 02.11.2024 02:32

Moin zusammen,
nachdem ich nun 3mal einen Anlauf genommen habe, um dieses Thema zu erweitern, habe ich die Lust verloren. Ich bin sehr vertraut mit diversen Forensoftwaren. Schreiben und externe Bilder einbinden; Vorschau zeigt den Beitrag an und dann abschicken und nichts passiert ... ne, muss ich mir nicht antun.
Tut mir leid, aber damit ist meine Karriere als Beitragsschreiber hier zu Ende.
Schönes Wochenende und ein lieber Gruß
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#17 von fbstr , 02.11.2024 05:22

Hallo Wilfried,

das ist aber sehr bedauerlich! Vor Jahren hatte ich das auch einige Mal. Aber nicht nur beim Stummiforum. Da habe ich mir angewöhnt vor dem „Beitrag speichern“ den mühselig eingetippten Beitrag erst zu kopieren und im Notepad zu speichern. Wenn dann ein Timeout (weil das Erstellen des Beitrages sehr lange gedauert hatte) zuschlug hatte ich nichts verloren.
Seit langer Zeit ist mir das aber hier nicht mehr passiert.


Gruss
Frank
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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#18 von Freetrack , 02.11.2024 08:09

Zitat von 3Sbahner im Beitrag #16
... und externe Bilder einbinden; Vorschau zeigt den Beitrag an und dann abschicken und nichts passiert ... ne, muss ich mir nicht antun.
Tut mir leid, aber damit ist meine Karriere als Beitragsschreiber hier zu Ende.


Guten Morgen,

hast du dabei möglicherweise einen Hinweis ganz oben übersehen, dass die eingebundenen Bilder die maximal zulässige Bildbreite überschreiten?

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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#19 von SupmaKni , 02.11.2024 08:33

Hallo Wilfried,

Sehr schade, aber ich kann es auch nachvollziehen. Die Forensoftware ist leider Mist und legt einem da manchmal schon Steine in den Weg.

Vielleicht sieht man aber das ein oder andere Gebäude auf ein paar Bildern der MiniMaxler.

Gruß Heiko


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#20 von Enztalbahner , 02.11.2024 14:47

Hallo Wilfried,

Wirklich bedauerlich ! Gerade in Zeiten, wo viele gute Beiträge hier im Forum durch die Abschaltung des Upload Servers unwiederbringlich verloren gegangen sind, freue ich mich über jeden, der seine Tricks und Kniffe verrät. Insbesondere, wenn es um handwerkliche Arbeit mit hoher Qualität wie in deinem Fall geht.

Ich schreibe meine Beiträge vor und kopiere den vollständigen Text einfach ein, Bilder hinzufügen, fertig. Es gibt ja auch die Bearbeiten Funktion. Habe es zwar selbst noch nicht ausprobiert, aber es ist damit sicher möglich, Bilder anzufügen.

Aber vielleicht ist es ja auch gar kein Problem der Forumssoftware. Deine Seite kartonskipper ist aktuell auch nicht erreichbar.

Ich würde mich jedenfalls über weitere Beiträge freuen.

Viele Grüße
Rainer


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Enztalbahn mit MiniMax – ein Fiddle-Yard für die Enztalbahn

Gebäudebau
Gebäude für die Enztalbahn – EG Neuenbürg


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#21 von 3Sbahner , 02.11.2024 19:37

Moin zusammen!

Ich danke Euch für die hilfreichen Tips. Ich starte noch einmal einen neuen Versuch. Es lag tatsächlich an einem Bild, dessen Breite nicht den Wünschen der Forenbetreiber entsprach. Bisher hatte ich meine Bilder immer auf die Breite von max. 1200 px eingestellt: Ist übrigens auch Wunsch - kelne kleinen Bilder - in meinem französischen Forum. Nun denn; jetzt habe ich es kapiert - Diese Art der Limitierung kannte ich sonst nur von Foren, die die Bilder selbst hosten. Was meine Seite kartonskipper angeht, so habe ich sie im Moment in den privaten Modus geschaltet. Die Seite soll neu gestaltet werden, nur fehlt mir dazu die Zeit. Danke noch einmal für Euer Interesse an meinem Tun.



Hier der Bauteilrahmen des nächsten Projektes aus der Dorfstrasse, die Eckkneipe.

Der Spaßfaktor und die Faszination dieser Gebäudebausätze von Stangel liegt genau darin, Grundform und aus dem Karton gebaut oder eben freies Gestalten. MBZ bietet mit seinen Modellen eine ähnliche Möglichkeit.
Dieses Merkmal unterscheidet sie von Joswood, MKB, Moebo - wo ich nach 2 Jahren immer noch auf Ersatzlieferung von fehlenden Teilen warte - und IGRA, deren Modelle ich seit Jahren sehr schätze. Und wo wir schon dabei sind; ich empfehle auch als Einstieg die Modelle von Scale Scenes, die man als PDF-Datei selbst skalieren kann - in England ist 1:76 der Standard - und so oft ausdrucken kann, wie man möchte.
Aber ich schweife schon wieder ab in meine Werbekampagne für nachhaltige Bausätze ...

Die Fertigstellung der Dorfstraße 12 - es wird eine Preussisch-Privilegierte Apotheke - war nicht so ganz nachhaltig;





Regenrinne, Fallrohre sowie die Handläufe - Kunststoff und Metall; manchmal geht es eben nicht ohne.

So ist es auch bei Prof. Dr. Jakubeit, der gerade daß Haus verläßt. Er ist seit Jahren Nachbar der Apothekers-Witwe, die im oberen Geschoss ihre Wohnung hat;



Ihre Tochter, Freifrau von Stuttenfels, ist gerade mit ihrem Enkel zu Besuch und wartet nur darauf, dem Herrn Professor noch nachzurufen, denken Sie bitte an die Flasche Danziger ...



Der jedoch ist schon auf der Strasse, als er von seinem alten Freund, Leiter des Vorwerks auf Gut Düsternbrook angesprochen wird; der wegen Magenbeschwerden sich noch mit einer Großpackung Bullrich-Salz aus der Drogerie nebenan eingedeckt hat.
Denn der Rotspon aus Lübeck schmeckt ihm - trotz der Mahnungen seines Arztes - immer noch hochwohllöblich.



Das Maß aller Dinge ist der Mensch; leider nicht mehr sehr häufig - aber in der Modellwelt bekommen Gebäude erst ihren Sinn, wenn sie nicht nur der Staffage dienen sollen, durch Figuren, die in einen Dialog treten oder eine Beziehung zur Szenerie ermöglichen.
Ich bin seit Jahren immer wieder auf Recherche nach Bildern, Szenen und Eindrücken aus der Epoche, die mich so interessiert, weil sie in meiner Schulzeit nur ganz am Rande erwähnt wurde. Und - sie war bunt und die Häuser sauber und zeigte eine Vielfalt in der Architektur, wie ich jetzt an Beispielen aus Ostpreussen zeigen möchte.



Die Farbvielfalt bei den Fassaden läßt sich nur erahnen; grau wurden sie erst später, als Bomben ganze Städte - auch im Osten - vernichteten und teilweise als Ruinen übrig blieben. Der Sozialismus hatte für die Reste weder ein Interesse noch das Geld und die Möglichkeiten der Farblieferung waren sehr eingeschränkt, besonders wenn es um Mietshäuser ging. Aber wem erzähle ich daß? Bei meinen Urlauben, die fast nur noch in Ost- und Mitteldeutschland mehrmals im Jahr stattfinden, freue ich mich über die nun wieder farbige Architektur, die ich überall - egal wie gross eine Ortschaft ist -  antreffe.



Ein Detail am Rande, die blaue Telefonzelle hatte Brawa einmal im Programm. Und Kaiser's Kaffee-Geschäft war auch schon vertreten.

Ich arbeite noch an der Namensgebung für meine Apotheke, auch Werbeschilder sind noch in Arbeit.
Dieses Gebäude ähnelt dem, welches ich zusammengepappt - ich versuche ja immer, nah an der damaligen Wirklichkeit zu sein? Gelingt nicht immer ...



Prüfe Dein Gewicht, diese Waagen gab es damals schon.
Oder diese Version?



Auf der linken Seite eine Zapfsäule von Standard-Oil, diese wurden damals von Apotheken betrieben. Es gibt sie als Modellbausatz von Hauler und ist schon hier gebaut im Fundus.
Wie meine Entscheidung ausfällt, ich lasse sie Euch wissen, wenn es interessiert.

Ich wünsche Euch eine schönes Wochenende.
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#22 von 3Sbahner , 05.11.2024 01:39

Moin zusammen!

Zuvörderst Danke für erhobene Daumen; es geziemt sich, sich zu bedanken; meine Tante damals pflegte noch diesen Sprachstil; höchste Kritik von ihr war, das geziemt sich nicht und zog dabei ein Gesicht, daß einem als Junge sämtliche Gesichtszüge entglitten.

Es vermag sich die junge Generation kaum noch vorzustellen, aber damals war die Dorfkneipe oder der Dorfkrug oder hier – in der Stadt – die Eckkneipe, der Ort, wo soziales Zusammenleben ausserhalb der Wohngemeinschaft gelebt, gelitten und gestritten wurde.
Wohl' an, so sei es denn; die Bauplatte wurde schon vorgestellt; der nächste Schritt, das Zusammenfügen nach dem Anpassen – ein bißchen G(ä)ehrung war angesagt; mittelfeines Schleifpapier auf Klotz und ab die Luzie; der kleine Winkel, wie immer dabei – und ein Fläschen Mattlack als Gegendruck, damit das Gebäude nicht gleich wieder zusammenfällt.



Eine Dachrinne war zwar auf dem Teileplan angegeben, aber solche Teile entnehme ich dann doch meinem Fundus; idealerweise haben die Busch-Dachrinnen eine wunderbare Auflage; diesen und Abstand habe ich dann bei dem nächsten Bauschritt, dem Ankleben des oberen Vorsprungs – keine Ahnung , wie daß in der Architektur heißt – berücksichtigt.



Im nächsten Schritt erfolgte die Kontrolle mit der Rückwand, und ja – zufriedenstellende Edelpapp, -passung. Die Putzer und Kalker haben dann ihr Werk verrichtet - einige Teile des Mörtels wurden offenbar mit Bier angerührt, aber damals war daß wohl so?



Die Glättung der Wände habe ich dann doch selbst übernommen; im nächsten Schritt habe ich die Stellen, denen der Putz fehlte, mit roter Farbe einen Anstrich von Ziegel zu geben; nach Trocknung den Mattlack von Bergs aufgetragen. Kein Problem, doch! Verdünnte, hellgraue, weißliche Acrylfarbe zum Ausfüllen von Fugen mochte er absopartut nicht.



Dann eben nicht – und ich wandte mich der Inneneinrichtung zu; Fenster und Behang, wie gehabt; den Scheibengardinen im unteren Bereich habe ich noch eine Stange aus Polystyrol spendiert;



Die Maler hatte ihre Arbeit in meiner Abwesenheit erledigt; so kann ich leider erst Bilder in diesem Zustand zeigen – in den Zwanziger Jahren ging es den Gastwirten auch schon schlecht; das Bier lief – aber die Kasse quoll nicht über.



Nicht nur meine Schreibe ist rustikal, auch meine Kamera hat diesen Habitus;
eigentlich wollte ich ein dezent gealtertes Gebäude – so mit Wohlfühlcharakter, kann ich nicht; nicht bei dieser Vorlage, da gebe ich dem Affen immer wieder Zucker und so entstehen aus Pappe eines Herstellers Unikate, etwas, daß bei konsequent durchgestalteten Bausätzen nicht immer gegeben?



Ich habe mich mit Mauerankern ausgetobt; die Dachrinnen von Busch hatte ich ja schon erwähnt. Wenn schon keine grauen Fugen im abgeplatzen Teil, dann eben Black Washes von AK .. auch damit kann ich leben. Ob daß nun alles so richtig, stimmig oder überhaupt – wenn es Euch animiert, es auch einmal zu versuchen? Ich bin immer noch in der Findungsphase für diese Art von Gebäudebau – und ich glaube, die Straße wird noch länger...



Gestern noch eben schnell dieses Bild aus der Hüfte; ein Freund suchte eine Anregung für das Ende seines Industriemoduls. Der Eingang zum Bierkeller - liegt auf dem Rücken - der Eile geschuldet; der Name der Eckkneipe wird erstellt, wenn ich alle Gebäude zusammen verbraten habe; das Schild: Heute Ruhetag, fehlt leider dann hinter der Eingangstür ...

Lieber Gruß
Wilfried


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#23 von SvennyJensen , 05.11.2024 16:52

Zitat von 3Sbahner im Beitrag #7


Moin Svenny,
bitte öffne den Bausatzkarton und überprüfe auf Vollständigkeit; dann schaue Dir sehr genau an, ob alle Mauerteile sauber gelasert sind. Ich musste beide Punkte 2mal reklamieren und bekam dann einen kompletten Bausatz als Ersatz. Tomasz Stangel hat mich dann informiert, dass Plotter und Laser in den Wartungsmodus müssen; ich habe ihn daraufhin entsprechend in den Senkel gestellt. Daß ist jetzt kein Urteil über die Qualität von Konstruktion, Umfang der Bauteil und Ausgestaltung – eher von mangelndem Qualitätsmanagement bei Auslieferung; meine Berichts- und Sorgfaltspflicht gegenüber meinen Lesern gebietet es aber, dies mitzuteilen.
Lieber Gruß
Wilfried



Moin Wilfried,

Danke für den Hinweis, ich habe den Bausatz gleich mal geöffnet und kontrolliert.
Er ist vollständig und durchgelasert, alles in Ordnung.

LG

Sven


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#24 von traiNscale , 06.11.2024 09:43

Tolles Gebäude!

gefällt und ich denke die ein oder andere Idee könnte ich bei meinem Modellbau auch anwenden!

grüsse
marco


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RE: MiniMax-Module brauchen Gebäude .. Dorfstrasse und einiges mehr

#25 von 3Sbahner , 07.11.2024 23:22

Moin zusammen!
Es geziemt sich, den anerkennenden Zeitgenossen für Ihr Wohlwollen zu danken.

Ich hatte ja schon angedroht, das die Geschichte der Dorfstraße nicht zu Ende erzählt ist. Aus der Sammelpackung der Modelle, die ich mir damals angetan, entsprang auch ein Blumengeschäft; in meinem Zeitrahmen der 20er und 30er Jahre – waren Blumengeschäfte in kleinen Ortschaften oder auf dem Land wohl eher selten? Aber ich lasse mich gerne von geschichtsbeflissenen Zeitgenossen belehren, um meine Leere diesbezüglich aufzufüllen.

So, nun an den Basteltisch ... mittlerweile habe ich auch verstanden, wie Stangel tickt - Rückwand zuletzt!



Die Paßgenauigkeit ist wie immer gut; eine Klinkerfassade zu erstellen, hatte ich noch nie gemacht. Grundfarbe drauf und dann etwas mit anderen Farben gespielt; mit Mattlack versiegelt und dann mit Enamel AK Grau und White Spirit verdünnt gaanz vorsichtig die Fugen gefüllt .. na ja – geht besser, aber ich lebe nun damit. Interessant, wie man heute durch Laser in Karton die Ziegelstruktur erkennen kann.



Hoftür, Sockel, Fenster für das Obergeschoss und die Ladenfront - aufeinanderschichten von verschiedenen Kartonebenen; achtern kommt dann die Folie, die das Glas darstellt.

Ich muss mich hier nicht wiederholen; Bilder sind selbsterklärend; wobei ein Hinweis noch; dieser Bausatz war im Ursprung wohl als Spur0-Version und später dann auf H0 skaliert worden; es gibt viele Teile, die doppelt, verschiedene Materialstärken haben und manche, die schlicht überflüssig sind. Dies tut dem Bausatz insgesamt aber keinen Abbruch. Es ist alles was man braucht, vorhanden. Nur als Hinweis, falls eventuelle Kunden an einen Erwerb und später zweifeln ob Anleitung und der Teile.



Bei mir müssen die Modelle nicht statisch sein; offene Tür, wenn möglich Licht im Laden, das Loch in der Decke des Ladens - die gute Lochzange von Knipex ist auch hier erste Wahl. Die rechteckigen Löcher links und rechts des Gebäudes entspringen einer Idee von Stangel, dass die mitgelieferten Fallrohre in der Dimension eines Abwasserrohrs dort angebracht und mit den ebenfalls gelieferten Messingbändern ummantelt dort hineingeführt werden .. mach' ich schon mal gar nicht. Nächstes Mal spachtel ich sie gleich zu.



Na, so sieht es doch gleich gefälliger aus; und der farbliche Eindruck bekommt so etwas wie Harmonie insgesamt.
Und mit diesem Bauzustand wünsche ich einen schönen Rest der Woche.
Mit einem lieben Gruß
Wilfried


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zuletzt bearbeitet 07.11.2024 | Top

   

RE: Mystica
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