Zitat von JanD im Beitrag #76
Hallo,
damit geht es ja los, was bedeutet eingestellt? Wahrscheinlich stumpf alles auf das berühmte Mass 13,8mm eingestellt und los geht‘s.
Ich meine wenn nicht irgendwelche Foumsmitglieder behaupten, 3 Leiter muss auf 13,8mm eingestellt werden, weil sich das vor 70 Jahren so eingebrannt hat,
sondern ein Händler das einem Käufer einer brandaktuellen Märklin Lok rät, der diese auf einer C-Gleisanlage fährt,
wenn das alles geschluckt wird und es niemand hinterfragt, dann kann „eingestellt“ alles Mögliche bedeuten.
Und dem würde ich persönlich gerne auf den Grund gehen.
Ein erster Schritt wäre, die Hürde Radsatzinnenmass zu nehmen und sich an das Leitmass und die Spurkranzbreite zu machen.
Wenn das vernünftig an das Gleissystem angepasst ist (Abstand Radlenker-Herzstückspitze), funktioniert schon vieles problemlos, gezogen, geschoben auf schlanken Weichen in Schrittgeschwindkeit bis 120km/h ohne Kurzschlüsse und Entgleisungen, zumindest in meiner kleinen Blase.
Meine s.g. AC Fahrzeuge von DC Herstellern haben durchweg nichtisolierte DC Radsätze mit angepasstem Radsatzinnenmass aber zu kleinem Leitmass,
weil die Spurkränze sehr schmal sind, unter NEM310. Daher kommt es zu Kurzschlüssen aber nicht Entgleisungen, mit etwas Einstellarbeit ( Leitmass, nicht Radsatzinnenmass) sind auch die weg.
Warum nicht daran arbeiten und die Diskussion um das Radsatzinnenmass totmachen?
Gruß
Jan-Dirk
Hi,
Das 13,8 nicht mehr aktuell ist (für aktuelle ac gleissysteme) haben tatsächlich noch lange nicht alle gemerkt.
Aber unabhängig davon, ja mir ist bewusst, dass das leitmaß das wichtigste maß ist, aber erstens ist es kaum messbar, höchstens durch mehrer Messungen verschiedener Maße und Rechnerei herleitbar, zweitens ist das leitmaß auch nur bei entsprechender radsatzgeometrie „das Maß der Dinge“!
Den ein dc radsatz mit deinen schmaleren Rädern und kleinerem Spurkranz hat, wenn er auf das ac c-Gleis leitmaß gebracht wurde zu viel spiel quer im Gleis, und verursacht so neue Probleme.
Ja, man kann es optimieren, aber die Probleme werden nur geringer (aber verschwinden nie völlig!), aber der radsatz wird nie so zuverlässig laufen wie ein korrekter ac radsatz.
Ich behaupte mal, dass ich durch unsere Tischbahnings „ausreichend“ Erfahrungen habe:
Ein Zug mit Original ac radsätzen fährt tagelang (teilweise am Stück!) fehlerfrei über unsere Anlagen (bis zu 1400 m c-Gleis, mit über 500 Weichen im Layout).
Ein Zug mit schlecht angepassten dc radsätzen fährt keine Runde fehlerfrei, ein Zug mit gut angepassten radsätzen fährt 2 oder auch mal 3 runden, bis es doch wieder „spontan“ eine Entgleisung oder einen Kurzschluss an schlanken Weichen gibt.
Und ja, mit einem booster, der nicht auf kürzeste „Wischer“ an den Weichen reagiert, könnte man das Problem der Kurzschlüsse eliminieren, hätte dann aber wieder Brandstellen an den Radsätzen, von diesen „Wischern“.
Mit dem Tams b4 haben wir aber einen solchen booster - und ich bin froh darum. Denn mit den früheren booster Typen, die wir eingesetzt haben, haben wir immer wieder Beschädigungen an Radsätzen und Fahrweg festgestellt.
Viele Grüße, Michael