Meine Liebe zur Modellbahn hat ihre Wurzeln in einer Anlage, die mein Vater mit meinen drei älteren Brüdern gegen Ende der 50er Jahre langsam und Stück für Stück aufgebaut hat. Mal ein paar Schienen zu Weihnachten oder ein Wägelchen zum Geburtstag, mehr Geld war nicht da. Meine erste Begegnung damit war sehr schmerzhaft. Auf allen Vieren ins Kinderzimmer gekrabbelt, den Lötkolben am Boden nicht gesehen, oh oh oh, was für ein Geschrei. Es hat aber keine dauerhaften Schäden hinterlassen.
Die Architektur war einfach, aber genial und wunderschön ausgestaltet: ein langes Oval kombiniert mit einer Acht. Eine Diagonale der Acht war der dreigleisige Hauptbahnhof, die andere war die Brückendiagonale, deren vorderer Anstieg außerhalb des Ovals lag. Der Güterbahnhof war Teil des Ovals, hatte zwei Haltegleise, ein Durchfahrtsgleis und vier Abstellgleise. Dieser grundlegende Aufbau findet sich in allen meinen späteren Anlagen wieder. Und schon damals gab es Eigen-Kreationen, wie das Bahnhofsgebäude Meiningen, die Lagerhalle im Güterbahnhof und den Schwarzwald-Bauernhof. Ich habe lange und gerne damit gespielt, aber irgendwann, etwa Mittelstufe, war Schluss. Ich habe sie sorgfältig zerlegt und das Material auf uns vier Brüder verteilt. Einer hat gleich abgewunken, so dass ich zwei Kartons bekam (darunter seine TM800 und meine BR81).
Alles Weitere findet sich in Bild und Wort auf meiner Heimatseite, moehring-muenchen.de/Thomas-Seite/Meine-Modelleisenbahn, sie ist chronologisch aufgebaut. Mein Anliegen ist, dieses wunderschöne Spielzeug am Leben und Laufen zu halten, möglichst viel im Original-Zustand, auch wenn manches nicht wirklich realitätsnah ist, wie die aufsteckbaren Schlussleuchten, die knallroten Kipploren, die Wagenabstände oder die M-Gleise. Hauptsache es funktioniert, sieht schön aus und zaubert ein Lächeln auf die Gesichter. Und nebenbei, die Anlage muss transportabel und somit leicht zerlegbar sein.
Trotz analogem Betrieb findet sich auch Elektronik auf und unter der Anlage:
- Die Ansteuerung der Magnetartikel über ein selbst entwickeltes Bussystem, das ohne Adressen auskommt,
- Die langsame Bahnhofsdurchfahrt bei grünem Signal und das sanfte Abbremsen bei rotem Signal mithilfe antiparalleler Dioden,
- Die Wagenbeleuchtung mit LEDs ohne Gleichrichter, mit einfachem Vorwiderstand, einfach, billig und effektiv,
- Die automatische Steuerung des Schattenbahnhofs mit Hilfe von Schaltgleisen und des o.g. Bussystems.
Details dazu gerne auf Anfrage.
PS: Ich glaube ja, dass nicht Intel, sondern Märklin die 8-Bit-Welt erfunden hat. Seit sie Doppelspulen verwenden, ab 1947, haben die Schaltpulte 8 Ausgänge. Intels erste CPU hatte lächerliche 4 Bit, 1971.
