zu Weihnachten habe ich mir eine Ausrüstung zum Löten gekauft. Ich wollte die Kabel meiner Weichenlaterne an die Lötpunkte meiner Platine anlöten. Trotz mehrmaliger Versuche hat es nicht gelungen. Meiner Meinung nach ist die Lötspitze nicht heiß genug. Bei 350° schmilzt das Lötzinn nicht, an der Spitze. Sondern nur im oberen Teil. Die Spitze habe ich verzinnt und mit einem feuchten Schwamm nach Benutzung abgestreift. Vielleicht fehlt mir auch die Erfahrung/Übung.
Im Internet bin ich auf stromführende Kleber gestoßen. Hat jemand Erfahrung mit einem stromführenden Kleber, der für solche feinen Verbindungen geeignet ist? Wenn ja, welcher Kleber ist der Richtige?
Danke Tuermer
Märklin, H0, C-Gleis., MS 2 V 3.121 (60653), Digital decoder, Dampflok (39881). Fuori Muro 36191, BR 191, Epoche VI.
Angefügte Bilder:
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Leitkleber kann man bei kleinen Strömen verwenden, je nach Kleber und Dicke der Klebeschicht sind ca. 10mA/mm² machbar. Ansonsten würde ich tippen das mit dem Lötkolben etwas faul ist oder er einfach zu schwach ist. Für mal eben auf die schnelle habe ich einen geregelten 80W-Lötkolben für 18,- von A...., der ist fast erschreckend gut brauchbar. Für alles andere eine Lötstation mit 60W. Wichtig ist nur das "geregelt", dann kann der Lötkolben auch gerne 100W haben. Damit kann man dann sicher schnell Löten. Auch die Qualität des Lotes ist entscheidend, no-name-Chinalot ist nicht mit gutem Marken-Lot von z.b. Stannol zu vergleichen. Säurefreies Elektronik-Lötfett, flüssiges Flussmittel für Elektronik oder auch Löthonig helfen auch oft weiter. Aber niemals Lötwasser aus dem Klempnerbedarf!!!
das mit dem Kleber solltest Du erst gar nicht probieren. Denn im Modellbahnhobby muss man immer wieder mal löten, und zwar richtig, mit Lötkolben und Lötzinn. Zeige doch mal Deine gekaufte Lötausrüstung. Du schreibst, Du hast die Spitze verzinnt. Ja wie denn, wenn sie angeblich nicht heiss genug wird um das Zinn zum Schmelzen zu bringen ? Auch mit dem billigsten Lötkolben kann man Kabel anlöten. Ich würde Dir empfehlen, bleihaltiges Lötzinn mit Kolophoniumseele zu besorgen, damit tut man sich als Anfänger wesentlich leichter. Gibt es immer noch auch für privat zu kaufen. Auch ich benutze solches vom freundlichen Chinesen. Denn auch dort können sie löten.
Wie Du selbst schreibst, fehlt Dir die Erfahrung bzw. Übung, also solltest Du da ansetzen. Löten üben an ausgedienten Platinen oder einfach mal abisolierte Litzen verzinnen und miteinander verlöten. EIne teure Lötstation braucht ein Gelegenheitslöter nicht. Ich habe mit einem einfachen 30-Watt Lötkolben schon elektronische Orgeln mit 65.000 Lötpunkten gebaut.
Zitat von Tuermer im Beitrag #3Danke. Ich werde es mit dem Kleber probieren.
finde ich gut, wenn Du auch bereit bist, objektiv über Misserfolge zu berichten. Die üblichen Kleber auf Silberbasis eignen sich nach meiner Erfahrung vor allem um isolierte Radsätze mittels SMD-Widerständen Stromfühler tauglich zu machen. Auch hier bedarf es der Übung, damit der Gesamtwiderstand - nach dem Aushärten - im angestrebten Bereich ist. Über die Langzeitstabilität (Jahre oder gar Jahrzehnte) des Leitwertes habe ich noch keine eigenen Erfahrungen, aber für die Stromversorgung von Gleisabschnitten, auf denen zuverlässig Loks fahren sollen, ist das m. E. nicht geeignet. Eine LowCurrent-LED wird man vermutlich irgendwie dazu bringen können, Licht abzugeben. Im unglücklichsten Fall allerdings nur einmal ganz kurz
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Kriegt man solche Klebungen eigentlich wieder auseinander?
Nach der Digitalisierung fährt eine Lok auch schon mal gerne in die falsche Richtung, weil das graue Kabel eben an die linke Bürste will und nicht an die rechte (bei der nächsten Lok ist es dann genau umgekehrt).
In diesen Fällen löte ich dann einfach um (Schrumpfschläuche werden erst dann geschrumpft, wenn alles stimmt), das softwaremäßige Umdrehen gefällt mir nicht.
Auch in anderen Fällen muss schonmal wieder ab- und woanders angelötet werden.
Geht das mit diesen Klebungen überhaupt?
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
ich habe mal ein wenig nach solchen Klebern "im Internet" geschaut. Ich habe zwar einige Silber- und Graphitleitkleber gefunden, aber ein vernünftiges Datenblatt dazu leider nicht. Was bei allen steht: mindestens eine Stunde aushärten. Das dauert dann. Nach meinem Eindruck ist der Einsatzzweck eher Platinenreparatur (Leiterbahnen nachziehen...)
Als Lötersatz, vor allem bei mechanisch beanspruchten Verbindungen (Kabel an Platine oder am Motor) würde ich das nicht verwenden.
Löten lernen ist im Modellbahnhobby schon eine Voraussetzung, wenn man ein wenig mehr macht, wie nur fertige Komponenten zusammen zu stecken.
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #2Leitkleber kann man bei kleinen Strömen verwenden, je nach Kleber und Dicke der Klebeschicht sind ca. 10mA/mm² machbar. Ansonsten würde ich tippen das mit dem Lötkolben etwas faul ist oder er einfach zu schwach ist. Für mal eben auf die schnelle habe ich einen geregelten 80W-Lötkolben für 18,- von A...., der ist fast erschreckend gut brauchbar. Für alles andere eine Lötstation mit 60W. Wichtig ist nur das "geregelt", dann kann der Lötkolben auch gerne 100W haben. Damit kann man dann sicher schnell Löten. Auch die Qualität des Lotes ist entscheidend, no-name-Chinalot ist nicht mit gutem Marken-Lot von z.b. Stannol zu vergleichen. Säurefreies Elektronik-Lötfett, flüssiges Flussmittel für Elektronik oder auch Löthonig helfen auch oft weiter. Aber niemals Lötwasser aus dem Klempnerbedarf!!!
Dreamhigh® Lötkolben Set 80W LCD Einstellbar Temperatur, mit Ein/Aus Schalter, 50g Lötdraht, 5 Lötspitzen, 1.5M Zinndraht Entlötpumpe,
Märklin, H0, C-Gleis., MS 2 V 3.121 (60653), Digital decoder, Dampflok (39881). Fuori Muro 36191, BR 191, Epoche VI.
Zitat von Paule im Beitrag #4das mit dem Kleber solltest Du erst gar nicht probieren. Denn im Modellbahnhobby muss man immer wieder mal löten, und zwar richtig, mit Lötkolben und Lötzinn. Zeige doch mal Deine gekaufte Lötausrüstung. Du schreibst, Du hast die Spitze verzinnt. Ja wie denn, wenn sie angeblich nicht heiss genug wird um das Zinn zum Schmelzen zu bringen ? Auch mit dem billigsten Lötkolben kann man Kabel anlöten. Ich würde Dir empfehlen, bleihaltiges Lötzinn mit Kolophoniumseele zu besorgen, damit tut man sich als Anfänger wesentlich leichter. Gibt es immer noch auch für privat zu kaufen. Auch ich benutze solches vom freundlichen Chinesen. Denn auch dort können sie löten.
Wie Du selbst schreibst, fehlt Dir die Erfahrung bzw. Übung, also solltest Du da ansetzen. Löten üben an ausgedienten Platinen oder einfach mal abisolierte Litzen verzinnen und miteinander verlöten. EIne teure Lötstation braucht ein Gelegenheitslöter nicht. Ich habe mit einem einfachen 30-Watt Lötkolben schon elektronische Orgeln mit 65.000 Lötpunkten gebaut.
Rudi
Das sind die Daten:Dreamhigh® Lötkolben Set 80W LCD Einstellbar Temperatur, mit Ein/Aus Schalter, 50g Lötdraht, 5 Lötspitzen, 1.5M Zinndraht Entlötpumpe. Von A....
Märklin, H0, C-Gleis., MS 2 V 3.121 (60653), Digital decoder, Dampflok (39881). Fuori Muro 36191, BR 191, Epoche VI.
unter "dreamhigh" finde ich nichts, aber auch mit dem billigsten China-Lötkolben kann man vernünftig löten. Ich habe 3 Stück für 10,--€ gekauft, funktionieren alle 3 einwandfrei. Sind aber vermutlich die gleichen wie Deiner. Zur Lebensdauer kann ich nichts sagen.
Wenn Du die Spitze verzinnen konntest, ist der auch in Ordnung. Denn dann hat er das Zinn zum Fliesen gebracht und dazu sind mindestens 300 Grad nötig.
Also nochmal: üben, üben, üben........ möglichst mit bleihaltigem Lot.
Und das mit dem Kleben ist für unsere Zwecke absolut untauglich.
eventuell hast Du auch das falsche Lötzinn! Mit dem neuen bleifreiem Lötzinn kann nicht jeder. Ich habe - trotz 55 Jahren Löterfahrung auch meine liebe Not damit. Gut nur, dass ich genügend Lot der alten Sorte gebunkert habe. Aber normalerweise schmilzt das Lot an der vorverzinnten (Dauer)Lötspitze - sonst ist etwas faul. Ich benutze eine alte Lötstation von Weller und komme seit dreißig Jahren gut damit zurecht.
Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby und bleib gesund. Glück auf und bis demnächst aus dem fiktiven Essener Stadtteil Altenbeck
Zitat von Paule im Beitrag #11Also nochmal: üben, üben, üben........ möglichst mit bleihaltigem Lot.
Bleihaltiges Lot kann man sich inzwischen komplett sparen. Ordentliches bleifreies Lot funktioniert inzwischen genau so gut wie bleihaltiges. Die Oberfläche der Lötstellen ist halt etwas Matter, das war es auch schon. Was regelmäßig für Stress sorgt ist wenn man bleihaltiges und bleifreies Lot mischt, die dabei entstehenden Legierungen haben oft deutlich höhere Schmelzpunkte. Für Reparaturen an alter, verbleiter Elektronik bleihaltiges Lot, bei neuer Elektronik nur noch bleifrei.
wobei industriell gefertigte Elektronik auch heute noch überwiegend bleihaltig gelötet wird. Denn bei den Grossverbrauchern wurde es ja nicht "verboten".
Zitat von Paule im Beitrag #15wobei industriell gefertigte Elektronik auch heute noch überwiegend bleihaltig gelötet wird. Denn bei den Grossverbrauchern wurde es ja nicht "verboten".
Sprich: EU-Logik
Wo wird denn heute außer bei Medizintechnik und im Bereich Luft- und Raumfahrtelektronik noch verbleit gelötet? Das ist längst nicht mehr zulässig und auch nicht notwendig.. Zitat von der Reichelt-Website: Seit 2006 ist es nach einer Umsetzung der EU-Richtlinie 2002/95/EG in das Elektroaltgerätegesetz für die allermeisten industriellen Elektronikfertiger vorschrieben, dass Sie bleifreie Lote für die Herstellung ihrer Baugruppen verwenden müssen.
ich lese da was von 5 Spitzen. Vieleicht hast Du nur eine zu dünne Spitze benutzt. Diese hat dann zu wenig Masse um diese Lötflächen auf dem Weichendecoder zu erhitzen. Versuche mal eine dickere Spitze zu benutzen. Die können mehr Hitze halten und abgeben.
Gruß Huby. 😎
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
magst Du uns mal dem Link zu diesem Produkt hier rein schreiben. Vielleicht übersehen wir etwas was hier noch nicht Thema war und wir können Dir helfen. Und/Oder ein Foto von Deinem Lötversuch.
Zum Thema Kleber kann ich Dir nix sagen.
Gruß Huby. 😎
Bekennender Weichenauffahrer mit eckiger Spannung an den Gleisen.
Zitat von MYKer im Beitrag #21Es fehlen Angaben darüber aber es erscheint mir sehr dick zu sein
Ja, da steht nichts.
0,5 bis 0,7 mm sind gut, mit Flussmittelseele.
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
Wenn die Lötstation in Ordnung und die Spitze festgeschraubt ist kann man mit der Station auf jeden Fall ordentlich Löten. Gutes, flußmittelhaltiges natürlich vorausgesetzt. Das was da zu sehen ist würde ich eher für Wasserrohre nehmen, bei mir kommt nur 1mm bzw. 0,5mm dickes Elektroniklot zum Einsatz, immer mit Flußmittelseele.
wenn das Lot bleifrei sein sollte dann nehme ich immer 400 Grad, alle Versuche mit weniger Temperatur haben bei mir nicht funktioniert. Bei günstigen Lötkolben ohne digitale Regelung liegt die Temperatur an der Spitze oft (deutlich) unter dem Sollwert. Ich hatte das bei meiner Lidl-Station mal nachgemessen. Und die hatte noch so eine fiese Eigenart: Automatische Temperaturabsenkung und die greift natürlich dann wenn man zum Lötkolben greift und löten will. Das gab nur Murks...Einigermaßen Erfolg habe ich mit einem China-Derivat, bei dem das Heizelement in der Sitze des Lötkolbens sitzt und nicht in der Station selbst. Soweit ist jetzt alles gut bei mir. Jetzt muss ich es nur noch schaffen beim Löten von 0603 LEDs mir dauernd die Spitzen mit Kunststoffgeschmore zu versauen..
Edit: auf den Lötzinnrollen scheinen irgendwelche Aufkleber zu sein. Bevor jetzt weiter spekuliert wird, kannst Du vielleicht ein Foto von denen posten?