Hier möchte ich Neu- und Umbauten von Häusern im klassischen Faller-Stil zeigen - wobei hier auch Modelle und Komponenten anderer Hersteller mit einbezogen werden.
Also Modelle im Zwischenmaßstab 1:110 - wobei Faller hier einen guten Kompromiß gefunden hat: die Erdgeschosse wurden dabei stets in maßstäblicher Höhe nachgebildet, nur die Obergeschosse in der Höhe etwas "gestaucht". Somit fällt der eigentlich zu kleine Maßstab gar nicht so sehr auf, wenn Figuren und Fahrzeuge neben einem solchen Gebäude stehen. Ich finde, wer mit seinem verfügbaren Platz haushalten muß, ist mit solchen Modellen nach wie vor gut bedient, wenn er eine richtige Stadt aufbauen und sich nicht mit einem kleinen Dorf begnügen möchte.
Los geht es mit einem abgewandelten Modell aus dem wiederaufgelegten Stadtbausatz 109924 - das Eckhaus mit romanischen Stilementen war bereits in verschiedenen Variationen auf meiner Anlage vertreten. Deshalb habe ich dieses Haus nun stark abgewandelt.
Es wurden Teile aus dem Bausatz weggelassen - u.a. die "romanischen" Fenster sowie sämtliche Dachkomponenten. Dafür wurden Teile aus der Bastelkiste ergänzt, die teilweise ebenfalls aus alten Faller-Bausätzen stammten. Das Dach entstand mit Dachplatten von Kibri neu, die Dacherker stammen aus dem Bausatz.
Die offenen Arkaden im Erdgeschoß wurden verschlossen und eine neue Rückwand eingesetzt. In den Obergeschossen wurde ein im ersten Stock verglaster, im zweiten Stock offener Balkon angebaut. Im ersten Stock wurde auch eine Inneneinrichtung nachgebildet.
So entstand ein Haus, das zwar in Grundmaßen und Form noch weitgehend dem Ursprungsmodell von Faller entspricht, jedoch eine grundlegend veränderte Optik aufweist.
Gruß Florian
Freie Fahrt für Bus und Bahn statt "Freie Fahrt für freie Bürger"!
gefällt mir durchaus. Wenn Du mit dm Zwischenmaßstab gut leben kannst, um so besser.
Wusstest Du, dass faller von Mitte der 50er bis Mitte der 70er des vergangenen Jahrhunderts eine Zeitschrift, das Faller Magazin herausgab, im dem genau solche Umbauten besprochen wurden? In diesem Sinne betreibst Du hier "historischen Modellbau" im doppelten Sinne...
Gern mehr davon!
Mit freundlichem Gruß
Stefan
Epoche III/IV Deutsche Bundesbahn Südwestdeutschland 2L-GS analog
Die bereits vorgestellte Häuserzeile ist nicht das einzige derartige Modell, das ich aus klassischen Faller-Teilen für den Stadtbereich meiner Anlage erstellt habe. Bereits davor entstanden aus Teilepackungen von Faller - originalverpackt auf Ebay erworben - und Teilen aus der Bastekiste solche Reliefhäuser als Einzelgebäude.
Auch sie wurden farblich nachbehandelt, dank der guten Gravur dieser Teile läßt sich damit optisch noch einiges herausholen.
Die Hintergrundkulisse stammt von MZZ.
Gruß Florian
Freie Fahrt für Bus und Bahn statt "Freie Fahrt für freie Bürger"!
Ursprünglich Teil der Altstadt-Serie - dieses Modell wurde aus Resten wieder bzw. neu zusammengesetzt und leicht adaptiert. Die Dacherker entstanden als 3D-Druck.
Gruß Florian
Freie Fahrt für Bus und Bahn statt "Freie Fahrt für freie Bürger"!
Die Vorderfassade mit der Rückfassade aufgestockt: so entstand dieses Kulissenhaus aus einem Kibri-Plattenbau. Das Ausgangsmodell war jahrelang im Regal gestanden, wies auch gewisse Fehlteile und Beschädigungen auf. Nach dem Umbau fand es dann einen festen Platz auf der Anlage.
Gruß Florian
Freie Fahrt für Bus und Bahn statt "Freie Fahrt für freie Bürger"!
ich bin auch ein Fan von Umbauten/Verwendung von "Altbrauchbarem", siehe meine Altstadt die tatsächlich aus teilweise 40 Jahre alten Gebäuden entstand. Leider ist der Maßstab der ollen Gebäude (bei mir oft Auhagen und Mamos...) im Maßstab 1:100 oder fast TT. Ich habe (schwierig zu sägen!) oft die Geschoßhöhen durch dazwischen gelegte 1-2mm Streifen (die weißen von StipSyrene) je Etagen erweitert. Bei Fachwerkhäusern lässt sich dann auch die Auskragung (die Etagen ragen immer ein Stück weiter heraus, früher im Modell nicht oft so dargestellt) nachträglich darstellen... bemalen tut man danach eh ein bisschen um den bleichen Plastiklook zu kaschieren. Auch in der Breite kann man noch mal 1mm links und rechts zugeben und einen "Fundamentsockel" druntersetzen. Speziell im Bild mit der alten Tram sieht man leider die viel zu starke Verkleinerung.
die Gebäude von Auhagen (Mamos) wurden ja so konzipiert, daß sie für H0 und TT verwendbar sind. Faller ging hier etwas anders vor - das Erdgeschoß wurde in der Geschoßhöhe i.d.R. maßstäblich ausgeführt, die Obergeschosse dagegen etwas niedriger. Bei Kibri variierte das, da gab es Wohnblöcke, bei denen auch das Erdgeschoß eher TT war, als H0.
Gruß Florian
Freie Fahrt für Bus und Bahn statt "Freie Fahrt für freie Bürger"!