ich habe gerade einen bei mir noch vorhandenen Tams Elektronik Lokdecoder LD-W-32.2 in eine noch gut erhaltene Märklin SNCF Y 50 101 eingebaut.
Die Lokomotive habe ich weitgehend im Originalzustand gelassen. Das Feldmagnet mit der Spule sowie die Glühlampe blieben erhalten und, wie das so üblich ist, sind die Fahreigenschaften im Digitalbetrieb schon einmal spürbar besser als im Analogbetrieb.
Eigenes Bild der Märklin Lokomotive beim Einstellen der CV-Werte mit einer Trix Mobil Station im DCC-Modus auf einem Testgleis. Der Tams Lokdecoder ist mit einem Tesa-Malerabdeckband provisorisch fixiert.
Da ich beabsichtige, in nächster Zeit weitere ältere Märklin Lokomotiven zu digitalisieren, wäre es klug, einmal die verschiedenen CV-Werte gemeinsam anzuschauen, die ich eingestellt habe, um diese gegebenenfalls zu verbessern. Leider sind die Informationen im Netz zum Thema Einstellen der CV-Werte nicht gerade breit gestreut.
Wer stellt da was ein bei den älteren Märklin Lokomotiven mit dem Rundmotor, hätte jemand der selber einen Tams Lokdecoder verbaut hat allenfalls einen Verbesserungsvorschlag?
Die übrigen relevanten Einstelldaten sind die folgenden:
Der Grund: Die Maximalgeschwindigkeit der SNCF Diesellokomotive Y 50 101 (entsprechend der DB V 36) beträgt 60 km/h. Mit dieser Einstellung fährt die Lok im Streckengang umgerechnet etwas mehr als 80 km/h schnell und im Rangiergang etwas mehr als 40 km/h. Dies ist für dieses alte Märklin-Schätzchen völlig in Ordnung für mich.
Ich komme in der Angelegenheit nicht wirklich voran.
Wer hat für die CV 2, 3, 4 und 65, Werte die eventuell besser wären?
An und für sich bin ich abgesehen von der Beleuchtung zufrieden.
Aber es gibt immer Luft nach oben. Gerade im unteren Geschwindigkeitsbereich, im Rangiergang. Noch fährt sie etwas zu schnell, wenn sie denn ein paar Minuten warm gelaufen ist.
Die Stirnlampen sind trotz eines CV 62-Wertes von 255, der kein Dimmen der Ausgänge AUX1 und AUX2 zur Folge hat, bezüglich der Leuchtstärke der Glühlampe und damit der Spitzenbeleuchtung zu schwach und somit nicht wirklich befriedigend. Was könnte man da sonst noch machen? Ist allenfalls die Spitzenbeleuchtung auch bei anderen baugleichen Varianten der Märklin V 36 (der Wehrmachtslokomotive WR 360 C 14) eher etwas schwach? Ich möchte jetzt nicht gleich den Lichtleiter herausreissen und hinter jede Lampe eine LED einbauen. Ich möchte aber auch nicht, dass die Glühbirne kaputt geht.
Beim Programmieren ist nach meiner Erfahrung immer Ausprobieren angezeigt, weil idR keine Fahrzeuge identische Fahr- eigenschaften aufweisen.
Meine Vorgehensweise: Decoder auf Werkseinstellung (=Reset) CV 3 und 4 auf Wert "0", damit die Lok ohne Verzögerung anfährt/anhält CV 65 erhöhen, bis sie in FS 2 bzw.3 losfährt CV 2 anpassen, bis sie in FS 1 bzw. 2 losfährt
Wenn das Ergebnis nicht gefällt, dann Motorfrequenz ändern (=CV 9 auf Wert "1") und das Ganze von vorn programmieren.
Erst danach CV 3 und CV 4 nach Belieben einstellen.
Aber Vorsicht! Die Programmierung kann -auch wenn es nur eine Handvoll Parameter sind- längere Zeit beanspruchen, weil die Lok hierbei ggf. über eine längere Strecke fahren muß (dauert bei mir manchmal 1 Std.)...
Dass die Beleuchtung sich beim Dimmen nicht verändert, ist seltsam. Probier mal einen ganz niedrigen Wert, um zu testen, ob sich die Lichtstärke überhaupt ändert. Evtl. liegt es aber auch nur an der Konstruktion der doch recht langen Lichtleiter.
Jetzt zum Speziellen: Die V36 und Schwestern sind eher für Langsamfahrten gedacht - hierfür fehlt den Allstrommotoren aber die notwendige Lastregelung. Daher würde ich zum Umbau raten: Entweder Feldspule mit Uhlenbrock 76200 oder Permanentmagnet und Tams LD-G32 bzw. 42. Meine Loks mit LD-W-Decodern sind allesamt Streckenloks, bei denen mir die Langsamfahreigenschaften nicht so wichtig sind.