Hallo liebe Spur N Fans,
die Schnittmenge zum NIOE88 (Nostalgie-Orient Express 1988) ergab sich für mich als damalige Japanbahnerin, weil KATO den herausgebracht hat. Nach der historischen Fahrt wurde der NIOE nämlich nach Japan gebracht und tourte dabei auf Meterspur-Drehgestelle umgesetzt durch das ganze Land. Die Japaner lieben Luxuszüge, und es wird behauptet, dass dieser Besuch die Inspiration für die berühmten "Blue Trains" der JR war.
So bin ich also zu meinem Orient Express gekommen. Mir reicht die Box 2 von Kato, die vollen 14 Wagen kriege ich nie auf unseren Esstisch.

Den ganzen Zug sieht man auf diesen Bildern am Besten. Für die Anpassung an die japanischen Klauenkupplungen kam am Anfang des Zuges ein entsprechend umgebauter Packwagen der JR zum Einsatz; am Ende wurde ein gleichfalls umgebauter Generatorwagen der JR eingesetzt. Die EH800 ist die Zugmaschine für die Fahrt durch den Seikantunnel; diese findet auf der Shinkansenstrecke statt und daher auf Normalspur. Auf Hokkaido gibt es wenig Elektrisierung, deswegen übernimmt dort die DF200, eine kräftige Diesellok der JR Hokkaido, wieder auf Meterspur. Die Spur zu wechseln ist für den NIOE übrigens nichts Besonders gewesen; in Europa Normalspur, in Russland Breitspur, in China wieder Normalspur... warum dann nicht auch Meterspur in Japan?
Und davor, jenseits der Fähre nach Hiroshima, zieht man meine gute alte EF65 den NIOE auf seiner Parade durch Honshu. Es gab auch teilweise Dampfbetrieb mit einer C62 (das ist so ungefähr das japanische Gegenstück zu unserer BR 01), die Lok habe ich, aber im Moment leider kein Bild davon.
Angeregt durch diesen Lokwechsel dachte ich mir damals, "warum nicht auch andere Loks aus dem Lauf des NIOE?". Und habe angefangen zu suchen. Historische Korrektheit war mir dabei (ehrlich gesagt) nicht so ganz wichtig. 

Los ging es mit 181 209 und 181 210, die im Benelux-Deutschland-Verkehr tatsächlich Züge in Doppelbespannung gezogen haben. (Die sind sehr schön, aber für den NIOE schon mal nicht historisch. Who cares?) Also, von der französischen Grenze bis durch Westdeutschland kommen wir schon mal mit dem Zug.
Für den Weg durch die (damals '88 gerade noch existierende) DDR kam eine kosmetisch leicht verbesserte alte Piko-Lok zum Einsatz. Auf diesem Bild ist auch der (m.W.) einzige Generatorwagen zu sehen, den die DB je hatte. Der war im Vorbild aus einem Gepäckwagen umgebaut worden, also habe ich auf ein Modell des Gepäckwagens im Wesentlichen eine Abgashutze draufgesetzt. 
Über die Transsib zieht natürlich eine russische Doppellok den NIOE. Die Gehäuse für die beiden Lokhälften sind aus den del Prado-Sammelboxen gefleddert und mit Antriebsgestellen versehen (ich weiß nicht mehr genau, ob das Tomix-Unterbauten sind, die habe ich für mehrere Mods dieser Art verwendet). Del Prado hatte den Modellen absolut gruselige Stromabnehmerimitationen verpasst, deswegen habe ich da richtige Abnehmer aus dem Spur N Ersatzteilhandel drauf gesetzt. Die russischen Weitstreckenwagen zwischen Lok und dem NIOE stammen auch wieder aus alten Piko DDR Beständen.
In China kam die DF4 zum Einsatz. Auch ein Prado-Modell, hatte mir damals im JNS-Forum jemand verraten, dass da der Antrieb einer Kato SD40 reinpasst.
Die Lok mag zu groß für den Zug aussehen, das ist auf Bildern des Vorbildes gegenüber den Wagen eines Zuges aber auch so ein "Berg auf Rädern". Die DF4 hat mächtig Kraft, sie wurde ursprünglich zum Ziehen sehr langer Kohlezüge gebaut.
Auch hier ein Weitstreckenwagen hinter der Lok, die chinesische Staatsbahn hatte die russischen Wagen schlicht nachgebaut, also kam hier Piko in einer anderen Farbe zum Einsatz.
Aufmerksame Leser haben sicher gemerkt, dass da noch ein paar Länder fehlen. Ich hab mich deshalb an weiteren Mods von Gehäusen aus del Prado Boxen versucht.
Die CC7100 der SNCF hat tatsächlich den "Train Bleu" von Paris nach Nizza gezogen. Da dachte ich mir, den NIOE könnte sie auch gut ziehen. Das Modell ist wieder ein del Prado Gehäuse, diesmal aber auf den Unterbau einer Minitrix 151 verpflanzt, wie die folgenden Bilder zeigen. Die Stomabnehmer der 151 sind dabei gleich mit umgezogen. 


Andere Lokomotiven hatte ich in Planung (jemand eine Idee für Polen?), insbesondere, als zu der Zeit in einem der Foren über den "Beringstraßentunnel" fantasiert wurde. Also, da bräuchte es dann einen Diesel für Alaska oder von Canadian National, in den USA könnte man vielleicht die legendäre GTEL 8500 in Spur N basteln (hab ich sogar angefangen, leider im Moment kein Bild mehr davon). Weiter westlich in den USA könnte eine der legendären Dampfloks übernehmen. Also hab ich mir die Class J 611 von Norfolk & Western aus den USA importiert. Schönes Set mit zusätzlichem Wassertender (leider im Moment auch ohne Bild).
Ich sollte mal ein paar Fotos machen, glaube ich...









. Es gibt so viele schöne europäische Lokomotiven, dafür gibt es überhaupt keinen Grund!



