#1 von
Langsamfahrer
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gelöscht
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, 13.04.2008 06:54
Hallo zusammen,
meiner grössten und schönsten Dampflok wollte ich auch einen ebenwürdigen Antrieb spendieren.
Es sollte der HLA mit dem 60902 Decoder werden. Wirklich lange habe ich überlegt, wie ich den Decoder vernünftig einbaue, mechanisch fixiere und die Kabel verlege, denn der Decoder wird in den Tender eingebaut. Wichtig war mir eine saubere Bauausführung, denn das Bauen und Basteln hat für mich nun mal einen höheren Stellenwert als das Fahren selbst.
Als Anregung anbei einige Bilder vom Umbau.
Erst mal raus mit der guten alten Bocksprung-Technik ...
... und rein mit dem HLA
Die beiden Stützen im Tender kommen gerade recht und bekommen je ein doppelseitiges Spiegelklebeband
Der 60902 wird fixiert
Der Decoder steht zwar auf dem Kopf - aber egal ...
Die unbenutzten Kabel aufgewickelt, die beiden Drosseln wurden in den Tender verlagert
Der Tender ist nun schon fertig. Der Lampensockel (links) wurde als Ersatzteil beschafft (259920)
Etwas schwieriger gestaltete sich das Verlegen der Kabel für die Spitzenbeleuchtung und des Raucheinsatzes. Die drei Kabel müssen mit Klebeband fixiert werden, sonst bekommt man die "Bremsklötze" nie mehr montiert
Die drei Kabel hier noch mit rotem Stoffklebeband fixieren, sonst springen die Kabel immer wieder raus
Noch das Kabel an den Lampensockel bzw. Dampfeinsatzkontakt anlöten. Schwierig, denn der Kunstoff ist kaum hitzebeständig. Gelötet mit nur 275 Grad - und das war noch zu heiss ...
Auf die Magnethalter aus weissem Kunststoff kommt auf beiden Seiten doppelseitiges Spiegelklebeband. Darüber lasse ich die Kabel laufen - das hält perfekt.
Hier die andere Seite. Drei Kabel links - drei Kabel rechts
Und hier nochmal der Blick auf das Motorschild. Auch oben am Schild ist kaum sichtbar ein kleines Klebepad
Hier nochmal der hintere Lampensockel. Im Original hat die M-3085 KEIN Rücklicht. Ein Lichtleiter ist aber vorhanden, ebenso ist der Halter für den Sockel bereits angespritzt.
Hier das gesamte Gespann. Es ist vollbracht ...
Jetzt wieder "angezogen"
War eine ganze Menge Arbeit. Aufwand ca. zwei lange Abende. Hat aber Spass gemacht. Und es ist genau so, wie ich es wollte ...
#3 von
Christian A.
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gelöscht
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, 13.04.2008 08:43
Hallo Günter,
da hast du sehr saubere Arbeit geleistet. Die beiden Drosseln dienen jedoch der Unterdrückung von durch den Motor erzeugten Störungen und sollten so dicht wie es geht an den Motor heran gerückt werden, damit sie ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Guten Morgen Günter, ...das solltest du hauptberuflich machen , da kann sich mancher eine Scheibe abschneiden und es noch genügend für dich übrig. (Das ist ein dickes fettes Lob ) Grüße, Hans.
Hallo Günter, sehr schöne, strukturierte Arbeit. Einen winzigen Kritikpunkt habe ich aber anzumerken: die Käbelchen zwischen Lok und Tender sollte ausreichend Bewegungsfreiheit und Spiel haben. Beim Umbau meiner BR 41 habe ich die Erfahrung gemacht, wenn die Leitungen nicht beweglich genug sind, hüpft der Tender bei Rückwärtsfahrt in Kurven gerne aus dem Gleis.
„Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt — er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.“ Henry Ford, ein außergewöhnlicher Manager, Geschäftsmann und Erfinder, 1863 - 1947
Superarbeit. Wenn ich meine alten umgebauten Loks aufmache, fallen mir immer die Kabel entgegen. Wenn ich Deine Bilder sehe, muss ich mich direkt schämen. Ich habe vor einigen Jahren die ältere 003 160-9 mit Rauch und einem LDEC 3000 Decoder umgebaut (mit altem Motor). Ich habe hierbei die gleichen Erfahrungen wie Uwe gemacht: bei schneller Rückwärtsfahrt ist der Tender entgleist. Die Kabel sind zu steif. Ich habe mir dann auf der Intermodellbau einen Satz dünnerer Kabel besorgt. Deine Bilder sind Anlass für mich, meiner alten 003 einen HLA mit besserem Decoder zu spendieren.
dann möchte ich auch noch eine Anregung zu Deiner sehr akkurat ausgeführten Arbeit geben. Ich schwärze die Kabel immer im Bereich zwischen Lok und Tender, dann fallen sie noch weniger auf.....
aber wie schon gesagt, super Arbeit und toll dokumentiert. Danke
perfekte Arbeit, Kompliment. Wie Ulrich schon geschrieben hat, tut man sich mit dünner Decoderlitze (z.B. von Conrad) wesentlich leichter, weiterhin kann man dann auch die schwarze Litze zwischen Lok und Tender nehmen, so fallen die Kabel kaum auf und sind auch beweglicher als die Originalkabel.
Meine Loks dürfen diese Bilder nicht sehen, sonst schämen sie sich und streiken vielleicht. Bisher habe ich geglaubt, ich arbeite auch recht sauber, aber da liegen Welten dazwischen.
Gratulation zu dieser Arbeit, die mir ein Vorbild sein wird.
#14 von
Rirarunkel
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gelöscht
)
, 13.04.2008 19:09
Zitat von Bubikopf
Zitat von Langsamfahrer
Hallo Günter, sehr schöne, strukturierte Arbeit. Einen winzigen Kritikpunkt habe ich aber anzumerken: die Käbelchen zwischen Lok und Tender sollte ausreichend Bewegungsfreiheit und Spiel haben. Beim Umbau meiner BR 41 habe ich die Erfahrung gemacht, wenn die Leitungen nicht beweglich genug sind, hüpft der Tender bei Rückwärtsfahrt in Kurven gerne aus dem Gleis.
Hallo,
wenn wir schon bei dem Thema sind: Die sichtbaren Kabel zwischen Lok/Tender oder zwei Lokhälften male ich mit einem Edding immer Schwarz an. Das finde ich bedeutend dezenter und realistischer.
Hallo, durch Schrumpfschlauch werden die Leitungen versteift, das ist kontraproduktiv. Seien wir mal ehrlich, wenn die Leitungen so sauber verlegt werden, darf man doch kein Gehäuse mehr drauf machen. Oder ein durchsichtiges. Gruß Holger
mal ein Wort zu den "kritisierten" Drosseln: Bei allen Märklin Loks dieser Bauart, wo sich der Dekoder als Platine im Tender befindet, sind die Drosseln werksmässig gleich an der Platine, also an gleicher Stelle wie bei Günther, angelötet. Kann also so falsch nicht sein.
Wenn Du das nächste Mal den Dekoder richtig herum einbauen möchtest, gibt es hierzu von Märklin einen Dekoderhalter(ET Nr habe ich gerade nicht parat), den man mit der Schraube vom Fahrtrichtungsschalter an gleicher Stelle befestigt. Damit sitzt der Dekoder deutlich stabiler als mit den Klebestreifen. Allerdings musst Du ihn aus der Kunststoffhülle befreien und nur die Platine einklipsen.
#20 von
Langsamfahrer
(
gelöscht
)
, 13.04.2008 23:51
Zitat von Christian A.Die beiden Drosseln dienen jedoch der Unterdrückung von durch den Motor erzeugten Störungen und sollten so dicht wie es geht an den Motor heran gerückt werden, damit sie ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Hallo zusammen,
die Aussage trifft eher auf den Anschluss der 3 keramischen 1 nF Kondensatoren zu: einer parallel über das Bürstenfeuer und zwei jeweils von einer Kohle zum Gehäuse des Motors. Wobei die letzteren beiden wohl eher optional sind. Bei meinem ICE (M-3770 mit HLA und 60902-Derivat)) sind diese beiden Kondensatoren ab Werk nicht verbaut. Die Drosseln jedoch liegen seriell in den Zuleitungen des Motors und da ist es egal, an welcher Stelle sie liegen. Die sollen ja nicht den Motor schützen, sondern die empfindliche Elektronik des Decoders vor dem Motor, damit selbige nicht "aus dem Tritt" kommt.
@hans-gander: > ...das solltest du hauptberuflich machen Lieber nicht. Vergiss nicht, wie lange ich da gesessen bin. Gut Ding will eben Weile haben. Wenn ich dann hier in anderere Threads lese: Suche billig - wer weiss billig ... - das wäre eine brotlose Kunst !
Allen, die geantwortet haben, vielen Dank für die Hinweise und die lobenden Worte. Dann hat sich die viele Arbeit gleich doppelt gelohnt ...
Zitat von HolsteinHallo, durch Schrumpfschlauch werden die Leitungen versteift, das ist kontraproduktiv. Seien wir mal ehrlich, wenn die Leitungen so sauber verlegt werden, darf man doch kein Gehäuse mehr drauf machen. Oder ein durchsichtiges. Gruß Holger
Moin Holger
Du hättest recht wenn mann den Schrumpfschlauch da dann auch schrumpft
Schlimmer finde ich die Abbindung mit dem Draht
MfG von Uwe dem Oegerjung
Modell/Spielbahner u. Sammler. Testanlage mit M-,K- u. C-Gleis.Modulanlage mit K- u. C-Gleis. Fahre in H0 mit IB (DCC/MM2) oder analog mit AC oder DC. H0 Strab.-, H0m/ H0e Klein- u. Feldbahn mit DC u. DCC Schalten analog m. GBS.
#22 von
Langsamfahrer
(
gelöscht
)
, 14.04.2008 22:40
Nochmal ich,
ein kleines Problem gilt es noch zu lösen: die Spitzenbeleuchtung der Dampflok ist jetzt viel zu hell. Nun kann ich die Nummern der Birnchen nicht recht zuordnen. Die Explosionzeichnung zu meiner Lok zeigt ein Birnchen mit Bajonettsockel, in der Lok ist aber ein Stecksockel verbaut. Also auf dem Weg kommt man (mal wieder) nicht weiter
Der örtliche Fachhandel ist etwas überfordert, die verkaufen Birnchen einer anderen Firma. Da steht dann überall was von 19V drauf und die Birnchen haben eine andere und grössere Bauform (unteres Lämpchen im Bild). Das war also auch nix ...
Dummerweise ist in der Lok der Platz für beide Lämpchen bischen knapp - ganz besonders vorne. Habe diese grösseren Birnchen probiert, das passt nicht recht. Richtig gut passen tut eben das im Bild obere kleinere Lämpchen. Also muss das her.
Jetzt habe ich mal in den Explosionzeichnung meiner anderen Loks mit Stecksockellampen geschaut. Da tauchen meist diese drei Nummern auf: 600080, 610040, 610080. Aber welche ist jetzt die richtige - die weniger helle Lampe ?
Die Lösung für 2. und 3. ist 610080, zu erkennen am roten Farbpunkt im Glas.
lg tron24
Moin Tron und Günter
oder 4. einen Decoder zuverwenden der gedimt werden kann
MfG von Uwe dem Oegerjung
Modell/Spielbahner u. Sammler. Testanlage mit M-,K- u. C-Gleis.Modulanlage mit K- u. C-Gleis. Fahre in H0 mit IB (DCC/MM2) oder analog mit AC oder DC. H0 Strab.-, H0m/ H0e Klein- u. Feldbahn mit DC u. DCC Schalten analog m. GBS.