ich würde meine Roco-Line mit Bettung gerne möglichst einfach altern. Also nicht erst in ein AirBrush-Set investieren und dann mit viel Lehrgeld üben sondern idealerweise eine 80% Lösung mit 20% Aufwand
Anschließend mit einem Roststift oder Pinsel und Rostfarbe die Gleise anmalen und danach oben mit Roco Rubber wieder abziehe.
Leider finde ich kein passendes Stein-Effekt-Spray mehr, außerdem befürchte ich, dass die Modellbahn dann dauerhaft nach Chemieladen riecht. Und dann hätte ich Schwierigkeiten bei den Weichen, die ich nicht zerlegen kann.
Jetzt bin ich am überlegen, ob es nicht so gehen könnte:
Bettung mit einer Art "Wasserfarbe" in bräunlicher Farbe einpinseln. Dann mit dunkler Farbe drüber und diese oberflächlich abziehen, so dass sie nur in den Vertiefungen bleibt. Und zuletzt mit etwas hellem (so wie Kreide, nur dauerhafter) die Erhöhungen aufhellen. Ist aber auch nicht grade einfach... was denkt ihr oder wie habt ihr das gemacht?
Zitat von tomas3000 im Beitrag #1Bettung mit einer Art "Wasserfarbe" in bräunlicher Farbe einpinseln. Dann mit dunkler Farbe drüber und diese oberflächlich abziehen, so dass sie nur in den Vertiefungen bleibt. Und zuletzt mit etwas hellem (so wie Kreide, nur dauerhafter) die Erhöhungen aufhellen. Ist aber auch nicht grade einfach... was denkt ihr oder wie habt ihr das gemacht?
Moin "thomas3000", das funktioniert in der Theorie sehr gut. In der Praxis bist du schnell bei deinem "Nicht-Wunsch" vom ersten Satz (air-Brush oder ähnliches), wenn es gut aussehen soll.
Herzliche Grüße aus dem "Aw Bonn" am Rand der Bundesstadt Bonn Wolfgang _______________________________
- Gleis aus der Bettung nehmen - Bettungen mit Latexbindemittel einpinseln - Gleis wieder einbauen - gesiebten Schotter drüber streuen und trocknen lassen - überschüssigen Schotter abklopfen.
- Gleisprofile seitlich mit Acrylfarbe bräunlich, rötlich oder Rostfarben einpinseln, - Gleisoberseite reinigen und Fertig!
Bei Weichen wird es schwieriger, man kann ja die Bettung nicht abnehmen und muss dann mit einem feinen Pinsel zwischen den Schwellen das Latexbindemittel verteilen. Aber bei einer rein farblichen Behandlung hätte man das gleiche Problem.
Meinen Schotter färbe ich übrigens auch selbst mit Acrylfarben.
lohnt der ganze Aufwand bei dem Bettungsgleis. Einfacher wäre Roco Line ohne Bettung selbst zu schottern. Im Bahnhof liegen die Gleise flach im Planum, da bringt das Bettungsgleis nicht, da die Zwischenräume eh aufgefüllt werden müssen.
Ich versuche aber noch etwas mehr Richtung schnell und einfach zu gehen, sonst könnte ich wie DGU schreibt, auch gleich alles direkt einschottern.
Bin grad schon am rumexperimentieren. Im Vergleich zum Roco Original kann man mit Wachsmalkreiden von den Kindern / Pastelllkreiden sehr schnell Erfolge erzielen. Gut funktioniert hat erst Mal mit braun über die Bettung gehen (bleibt an den Spitzen hängen) und danach noch Mal mit schwarz (dabei wird die braune Farbe in die Vertiefungen gedrückt und schwarz bleibt an den Spitzen hängen). Nur leider sollte man die Bettung danach nicht mehr zu intensiv anfassen, sonst hat man schwarzbraune Finger
Für den Rost habe ich woanders den Tipp mit "Furnierstiften" bekommen. Leider habe ich grad keinen zur Hand. Ein Test mit einem normalen, schwarzen "Permanent Marker" (Spitze 1-4mm) war nicht so erfolgreich. Die Schienen glänzen weiterhin durch das schwarz hindurch. Ideal wäre ein matt auftragender Stift (evtl. solch ein Furnierstift)?
Das bisschen Roco Line mit Bettung was ich für Dioramen gealtert habe habe ich mit matten Revell-Lacken z.T. stark verdünnt behandelt. Rostbraun mit etwas Ocker aufgehellt stark verdünnt mit dem Pinsel über das ganze Schotterbett, nach dem Trocknen nochmal nur Rostbraun nicht ganz so stark verdünnt links und rechts der Schienenprofile entlang und zum Schluss die Schienenprofile selbst mit Rostbraun unverdünnt..
Zitat von DGU im Beitrag #4lohnt der ganze Aufwand bei dem Bettungsgleis. Einfacher wäre Roco Line ohne Bettung selbst zu schottern. Im Bahnhof liegen die Gleise flach im Planum, da bringt das Bettungsgleis nicht, da die Zwischenräume eh aufgefüllt werden müssen.
Moin DGU, ich denke es ist so viel einfacher und was noch wichtiger ist, ich baue die Anlage so, das man später die (nicht befestigten) Gleise wieder herunter nehmen kann, dann löst man wenige Schrauben, nimmt die Platten ab, schließlich löst man die Stützbeine von den Wänden und kann alles einfach durch die Tür rausbringen.
Es wird keine Verkabelung unter der Anlage geben, die Kabel liegen in den Bettungen ebenso wie die Antriebe der Weichen. Im Bahnhofsbereich und den BWs mache ich es wie Emma73, Selitac-Streifen bzw. Polystyrol-Streifen, die den Gleiszwischenraum füllen und die vorher am Arbeitstisch vorbereitet (also fertig geschottert und mit Grasbüscheln und anderer Dekoration versehen sind) und dann nur noch eingesetzt werden. Fertig!
Ich hab grad meinen neuen Job begonnen, deshalb geht es etwas langsam voran bei mir, aber demnächst zeige ich wieder ein paar Bilder vom Baufortschritt.
Das mit dem Bahnhofsbereich hat mich gar nicht so gestört, ich glaube es gibt auch Bahnhöfe, die zwischen den Gleisen nicht aufgefüllt haben Schwieriger stelle ich mir bei "vorher" fertig präparierten Gleisen z. B. den Übergang zum Bahnsteig vor. Nachdem das Schotterbett nicht glatt ist (sondern körnig), liegt der Bahnsteig mit einem kleinen Spalt an. Dafür brauche ich noch eine Lösung, denn beim späteren Einschottern hätte man das nicht... Und dann natürlich auch die Frage, wie ich die paar Millimeter zwischen den Bettungen (im Bahnhof und auf mehrgleisiger Strecke) möglichst schön mache - evtl. einfach begrünen?
Zitat von tomas3000 im Beitrag #8Nachdem das Schotterbett nicht glatt ist (sondern körnig), liegt der Bahnsteig mit einem kleinen Spalt an. Dafür brauche ich noch eine Lösung, denn beim späteren Einschottern hätte man das nicht...
Moin Thomas,
überall, wo Spalte entstehen, kann man mit einem feinen Trichter, einem Teelöffel oder einer größeren Spritze doch noch etwas Schotter nachfüllen. Man muss dann nicht mal super genau arbeiten ... und wenn man will kann man auch noch etwas Latexbindemittel mit Wasser verdünnt da drauf träufeln. Ich denke, das dürfte einfach von der Hand gehen.
@mobavossi : Hast Du eine Idee, wie Du die Zwischenräume der Bettung zwischen den einzelnen Schienenelementen gut kaschieren kannst? Oder schotterst Du erst drüber, wenn alles schon verbaut ist?
Die Alterung der Bettung mit Wasserfarben und Pastellkreide funktioniert ganz gut, morgen kommt auch noch ein Furnierstift, damit versuche ich dann mal die Gleise zu verrosten
Zitat von tomas3000 im Beitrag #11Hast Du eine Idee, wie Du die Zwischenräume der Bettung zwischen den einzelnen Schienenelementen gut kaschieren kannst? Oder schotterst Du erst drüber, wenn alles schon verbaut ist?
Moin Thomas, Du meinst den Übergang zweier Gleisstücke, die aneinander gesteckt werden? Ich will die Bettungen alle vorher am Schreibtisch (wie beschrieben) schottern. Sind die Gleise (m. Bettung) dann ausgelegt und aneinander gesteckt werde ich auf die Übergänge etwas zusätzlichen Schotter streuen, mit dem Finger in Form bringen und etwas "Latex-Bindemittel / Wasser Gemisch" darauf träufeln, fertig!
Zitat von tomas3000 im Beitrag #11morgen kommt auch noch ein Furnierstift, damit versuche ich dann mal die Gleise zu verrosten
Darauf bin ich sehr gespannt, zeig auf jeden Fall mal Fotos von den Arbeiten und dem Ergebnis.
Vorne das Originalgleis. Geschätzter Zeitaufwand pro Meter: 0min
Mitte: Bettung mit braunen und schwarzen Pastellkreiden leicht gealtert und plastischer gemacht. Zeitaufwand pro Meter: 1min, Nachteil: Schwarze Finger wenn man die Bettung anfasst Gleise mit Holzkorrekturstift eingerostet. Zeitaufwand pro Meter: 2min, Nachteil: Gleise glänzen nun bräunlich statt matt bräunlich.
Hinten: Bettung mit Wasserfarben stark (und leider etwas zu rötlich) gealtert und nachträglich mit Pastellkreide (schwarz) plastischer gemacht. Zeitaufwand pro Meter: 3min. Nachteile: Schwarze Finger und vermutlich schwankt die Einfärbung, bei einer Neukombination von Gleisen könnte man die Unterschiede bemerken. Gleise mit schwarzem Edding "brüniert". Zeitaufwand pro Meter: 2min. Nachteil: Glänz und in echt sind die Gleise ja nicht schwarz.
In Kürze dürfte Revell-Rostfarbe und ein "Marken"-Holzfurnierstift bei mir ankommen. Außerdem habe ich neue Wasserfarben gefunden die eher bräunlich denn rötlich sind. Dann gibt es ein Update, vermutlich wird sich der derzeitige Zeitaufwand aber von 3-5min pro Meter verdoppeln. Das mit den Spalten zwischen den einzelnen Bettungselementen ist noch ungelöst, evtl. verdecken die Wasserfarben das, ungünstigerweise heben sie es hervor. Drübergestreuter Schotter wäre in meinem Falle vermutlich auch zu auffällig, da ich den ja sonst nirgends verwende. Evtl. könnte man aber einen sehr sehr feinen Schotter in sehr geringem Maße drüberstreuen?
@mobavossi Leider habe ich kein "Latex-Bindemittel" zum Testen da. Wie sind dessen Eigenschaften? Ist es unsichtbar nach dem trocknen? Könnte es geeignet sein, sehr geringe Mengen von feinem Schotter zu fixieren oder sieht man dann in den Lücken dazwischen unschöne Kleberoberfläche?
Mein Obi-Markt ist etwas kleiner, deshalb haben die das für mich bestellt, größere Märkte haben es bestimmt da ... ... oder einfach online bestellen. Es lässt sich verarbeiten wie Holzleim, bleibt aber elastisch und trocknet matt und unsichtbar ab. Wenn Du diese Technik anwenden willst, würde ich die gesamte Böschung damit und mit Schotter behandeln. Nur die Übergänge damit zu kaschieren stelle ich mir optisch weniger schön vor. Bei meinen Schottertests mit verschiedenen Schottern, habe ich die Bettung in Wasser gelegt, um den Schotter und das Latex-Bindemittel wieder zu entfernen.