ich bin auf der Suche nach einem kompletten Schaltplan um mit einem Arduino, Optokoppler und Diodentrick Rückmelder (für Kontaktgleise) für das Märklin 3-Leiter System zu basteln. Idealerweise ist die 5V Elektronik komplett galvanisch getrennt.
wenn du nur einen Schaltplan als Basis suchst und Anpassungen für Dich kein Problem darstellen und Du die Software selber schreibst, hilft vielleicht das hier:
Das ist zwar für einen PIC, aber der Schaltplan lässt sich auch auf einen Arduino anpassen. Dip-Schalter SW1 und Optokoppler OK1-1 und OK1-2 sind für spezielle Erweiterungenin diesem Projekt, die für S88-Rückmeldung nicht erforderlich sind. Sie können weggelassen werden.
Natürlich kannst Du das auch einfach 1:1 mit PIC nachbauen (ist leider als Bausatz nicht mehr lieferbar). Firmware, Layout und Schaltplan sind ja da: https://www.digital-bahn.de/doku.htmS88-N
vielen Dank. Weisst du was der Zweck der Diode Bav99 (zwischen 3 und 2) oben links ist? Und müsste man allenfalls eine Diode parallel und in Gegenrichtung der Optodiode anschliessen wegen dem Wechselstrom? Oder vielleicht als Alternative z.B. einen PC814. Meine andere Frage ist: Wenn keine Achse die Schienestücke verbindet, ist das eine Potential der Optodiode floating und nicht definiert. Macht das nichts?
über X1 wird das Gleissignal angeschlossen. GLEIS_2 ist der rote Leiter (B) und GLEIS_1 der braune Leiter (0). D10 (BAV99 - 3-2)) richtet das Gleissignal für die Optokoppler gleich und dient als Schutz, da die Reversespannung der Optokoppler-Dioden und LEDs ist nicht besonders hoch ist. Die untere Diode (1-3) wird beim Weglassen von OK1 nicht benötigt. D1-D8 sind die "Diodentrick"-Dioden.
Die Schaltung ist für 12V oder 5V ausgelegt. Bei 5V können auch einige Bauteile weggelassen bzw. durch Brücken ersetzt werden (z.B. IC81). Siehe Anleitung: https://digital-bahn.de/_pdf/ms88_1v50_anleitung.pdf
bei der von mir verlinkten Schaltung ist ja die Optokoppler-Diode und die LED in Serie. Wenn Du nur eine antiparallele Diode zur Optokopplerdiode schaltest, dann ist die LED reversespannungsmäßig ungeschützt. Daher ist die eine Diode in Serie zu allen Optokopplern hier die bessere und einfachere Lösung. Es muss nur eine sein, die den Gesamtstrom (Empfehlung: >200mA) durch die Optokoppler abkann und eine Reversespannungsfestigkeit >30V hat.
hmm, wie kommt es dann, dass Optos für Wechselstrom (z.B. PC814) genau zwei antiparallele Dioden haben? Wenn die Spannung umgekehrt ist, geht Strom durch die antiparallele Diode und das bringt doch die reverse-Spannung über der anderen parallelen Diode runter auf die Forward-Spannung der antiparallellen Diode. Oder nicht?
wenn Du auf die LEDs verzichtest, dann stimmt Deine Annahme. Wenn du die LEDs in Serie zur Optokopplerdiode drin lässt, dann brauchen auch die LEDs je eine antiparallele Diode. Auch LEDS können meist nur max.5V Reverse-Spannung ab. Der Aufwand steigt...
ja ich hätte auf die Leds1-8 verzichtet. Das heisst zusammenfassend: ohne diese Leds könnte ich entweder a) PC817 + BAV99-3-2 oder b) PC814 ohne extra Diode nehmen, und es wäre in beiden Fällen ok und auch der Diodentrick würde funktionieren? Freundliche Grüsse Mike
Hallo Mike, PC814 an AC = jede ! Halbwelle wird erkannt, PC817 // antiparallel Diode an AC = nur jede zweite Halbwelle (Flußrichtung Led im OK) wird erkannt. Volker
Hallo Volker So habe ich das auch verstanden. Aber ist ja eigentlich gut, wenn beide Halbwellen detektiert werden können, oder? Und man könnte sich ein Bauteil (antiparallelle Diode) sparen, hätte ich mal gedacht, aber bin nicht ganz sicher. Freundliche Grüsse Mike
man kann einen Wechselspannungs-Optokoppler verwenden und eine Diode sparen, wenn man auf die LEDs in Serie zur Anzeige verzichtet. Wirtschaftlich ist das aber hier nicht. Es funktioniert auch nur, wenn man den Diodentrick NICHT verwendet. Die Diodentrick-Diode verbindet ja die nicht zur Rückmeldung verwendete Halbwelle mit der Rückmeldeschiene. Dadurch wird die Stromversorgung bei schlechtem Radkontakt verbessert, weil die Trennung für die Rückmeldung nur in einer Halbwelle existiert. Der Optokoppler würde dann durchschalten und immer detektieren.
Zitat von rinderkn im Beitrag #1ich bin auf der Suche nach einem kompletten Schaltplan um mit einem Arduino, Optokoppler und Diodentrick Rückmelder (für Kontaktgleise) für das Märklin 3-Leiter System zu basteln. Idealerweise ist die 5V Elektronik komplett galvanisch getrennt.
Optokoppler machen bei den Kontaktgleisabschnitten des Märklin Mittel-Leitersystems nur Sinn, wenn man kein Urvertrauen in das lange bewährte Märklin-Konzept der gemeinsamen Masse hat. In diesem Fall ist das Ziel, die auswertende Elektronik strikt von den Gleispotentialen zu trennen, damit z.B. größere Stromanstiege beim Anfahren oder beim Laden von vielen Pufferkondensatoren nicht zu Potentialschwankungen führen, die ein Kippen von Rückmelder-Bits zur Folge haben. Weshalb möchtest Du Optokoppler verwenden?
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Hallo Robert, vielen Dank für die Erklärung! Macht Sinn.
Hallo Vik Das ist eine gute Frage. Ich baue auch Arduino DCC Decoder für die Weichensteuerung und bei vielen Anleitungen, die ich gesehen habe waren auch Optos drin. Um konsistent zu sein dachte ich, schadet es sicher nicht, wenn ich auch hier Optos benutze. Wenn ich sonst die gleiche Spannungsquelle benutze für die Arduinos und das Rückmeldemodul wäre es sonst ja ein bisschen witzlos oder?
Zitat von rinderkn im Beitrag #15Würdest du für den Diodentrick 1N4001 oder 1N5822 empfehlen?
so groß wie möglich/nötig.
In dem Fall, für den der Diodentrick gedacht ist, läuft ja der gesamte Strom - den die Zentrale liefern kann, über die isolierte Schiene und damit über die Diodentrickdiode, wenn auch immer nur eine Halbwelle lang. Es kann aber im Unglücksfall auch ein Kurzschlussstrom sein! Also sollte die Diode diesen gepulsten Kurzschlussstrom solange schadlos aushalten, bis die Zentrale abschaltet.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix