Diese Woche ist doch tatsächlich ein Modell geliefert worden, das ich vor mehr als 10 Jahren (!) bestellt hatte: die E.405 der FS von ACME.
Der Umbau auf AC gestaltet sich mechanisch einfach, zumal das Modell für die Schleiferaufnahme (sehr gut geht ein Brawa 2225) vorbereitet ist. Die Änderung der Verkabelung im Lokinnern gestaltet sich dann eher etwas mühsam.
Die Drehgestelle weisen 4 längliche Schlitze auf, in welche die Laschen des Brawa-Schleifers eingefädelt werden können:
Zuerst demontiert man das Gehäuse durch Spreizen und mit Hilfe von Zahnstochern. Das geht gut (war bei ACME auch schon heikler). Anschliessend kann das Unterteil auf den Rücken gelegt werden. Die beiden Drehgestell-Schrauben dreht man heraus. Noch lässt sich der Drehgestellboden nicht entfernen, denn dieser ist in der Drehgestell-Mitte noch an 4 Rastnasen eingerastet. Diese Verbindung wird sorgfältig ausgehebelt. Am Schleifer lötet man ein Kabel an und fügt seine Laschen in die 4 Schlitze ein. Ich habe sie vorsorglich im Innern des Drehgestells mit Klebband isoliert (was wahrscheinlich nicht zwingend nötig gewesen wäre). Und so sieht das Drehgestell mit Schleifer aus:
Das rote Kabel könnte man zwecks schlechterer Sichtbarkeit noch schwarz einfärben bzw. man hätte von Anfang an auch ein schwarzes Kabel nehmen können ...
Auf der Platine muss das Schleiferkabel an TRKR angeschlossen werden, während die Radanschlüsse auf TRKL zusammengefügt werden. Was üblicherweise sehr einfach geht, ist bei ACME-Loks neuerer Produktion eine echte Knacknuss. Man hat die ursprünglichen Kabelanschlüsse nämlich mit Mikrosteckern ausgerüstet, was durchaus gut gemeint ist. Nur war ich nicht in der Lage, die Kabel aus diesen Mikrosteckern zu entfernen. So musste ich sie durchschneiden und neu zusammenfügen, was angesichts der kurzen Kabellänge einigermassen heikel ist. Dies stellt somit die schwierigste Operation dieses ansonsten sehr einfachen Umbaus dar. Vielleicht kann mich jemand beraten, wie dies besser gemacht werden könnte. Evtl. könnte man auf der Platine die entsprechenden Leiterbahnen freilegen und die Kabel unter Umgehung der Mikrostecker direkt dort anlöten.
Der mit DIP-Schaltern umfangreich bestückte Brückenstecker muss noch durch einen Dekoder ersetzt werden, dann ist die E.405 auf System Märklin fahrtüchtig. Ich habe einen LokPilot V5 genommen, welcher der Lok auch im AC Analogbetrieb sehr gute Fahreigenschaften verleiht. Die Lok hat eine MTC-21-Schnittstelle.
Geduld zahlt sich (meist) aus! Gratuliere dir zur neuen Lok! Wie immer auch toll dein Umbau bzw. die Ertüchtigung für den Fahrbetrieb auf Mittelleitergleisen.
Schön, dass auch bei ACME nun die Schleifermontage vorbereitet ist! Jetzt sollten sie nur noch das Platinenlayout bei Hornby Rivarossi anschauen... Deren neue Loks haben ja extra ein Lötpad für den AC-Umbau.
Ist das eigentlich eine Lok, die nochmals neu angekündet wurde, oder wurde die einfach jetzt produziert? Als Neuheit kommt die Lok ja auch in der silber-roten Farbgebung als Mercitalia.
Viel Spass mit deiner neuen Lok!
PS: Bei mir gibt es einen "leichten" Überhang im Arbeitsvorrat - eigentlich wäre alles da, Loks, Decoder, Platinen - nur das mit der Zeit will nicht so recht... Vielleicht ist es auch die Motivation - Anderes ruft wohl mehr...
Lok war schon vor Jahren von ACME geliefert worden. Ich habe das ACME-Modell 60171: E 405 029 und Dummy E 405 004. Die angetriebene Lok war von meinem damaligen Umbauer auf Mittelleiter unter Verzicht eines angetriebenen Drehgestelles umgebaut worden.