kürzlich habe ich rein zufällig herausgefunden, dass die Msd3 Decoder von Märklin den konstanten Bremsweg anbieten. Das musste ich natürlich sofort ausprobieren.
Leider habe ich da ein Problem:
Je langsamer die Lok in den Bremsabschnitt einfährt, je länger ist der Bremsweg. Das würde mich jetzt nicht stören, wenn zwischen der schnellsten Geschwindigkeit und der Langsamfahrt wenige cm liegen würden. Leider ist der Unterschied hier unermesslich.
Der Unterschied von 100 km/h in H0 und ca. 45 km/h in H0 liegt schon bei etwa 20 cm. Ich vermute, dass bei einer richtigen Langsamfahrt von 20 km/h bei mindestens 40 cm liegt. Das kann ich nur leider nicht herausfinden, weil die Lok dann leider schon im Stoppabschnitt Zwangsgestoppt wird.
Kann mir jemand sagen, ob man da irgendwas machen kann. Habe schon ein bisschen rumprobiert, leider ändere ich damit immer nur sämtliche Bremswege, aber nicht die Differenz zwischen den Geschwindigkeiten.
ich habe gerade die genaue Version im Kopf, es ist aber auf jeden Fall die aktuellste Firmware drauf.
Würde erst vor 3 Tagen up to date gebracht.
VG Philip
Hi Philip,
gebe bitte IMMER konkrete Versionsnummern an - es führt regelmäßig zu Problemen, wenn trotz der Angabe "aktuelle Version" leider doch nicht die wirklich letzte Version genutzt wird.
Nicht jede Programmiermöglichkeit führt zur aktuellen Firmware - bei mLD3 und mSD3 zum Beispiel ist nur über den Stick die letzte Version zu bekommen - CS3 hat die Vorletzte, CS2 sogar nur die vorvorletzte Version.
bezieht sich der konstante Bremsweg auf das bei Märklin übliche DC-Bremsen oder können die Märklin-Decoder mittlerweile auch ABC-Bremsen?
Mangels notwendiger Hardware kann ich das leider nicht dem mDecoderTool entnehmen.
Grüße Thomas
Die Sucht nach Bahn/Modellbahn hat mich nie losgelassen, ich habe sie aber auch nie richtig ausgelebt. Nun erfülle ich mir all die Wünsche der letzten Jahrzehnte.
Nun habe ich mich auch noch mal genauer damit befasst und folgende Entdeckung gemacht:
Egal wie ich an den CVs 248 bis 255 rumspiele, der Bremsweg wird im allgemeinen immer nur generell kürzer oder länger. Die Distanzen der endgültigen Haltepunkte zu den jeweiligen Geschwindigkeiten bleibt aber gleich.
Das heißt, die Lok fährt egal bei welchen Einstellungen bei Eingangsgeschwindigkeit 40 km/h immer Pauschal 20 cm weiter als bei 100 km/h.
Was auch deutlich auffällt. Bei 100 km/h (also voller Fahrt, habe die Loks da abgeregelt) ist es eine ziemlich gleiche Bremskurve wie bei der normalen Bremsverzögerung. Nur am Ende rollt die Lok noch ca. 3 cm in Minimalgeschwindigkeit. Bei z.B. 40 km/h allerdings, bremst sie etwas geschmeidiger runter und ab dem Punkt wo sie normalerweise halten müsste läuft sie dann noch 20 cm in Minimalgeschwindigkeit weiter. Wenn sie sich das nur sparen würde, hätte ich keine Probleme.
Und je langsamer die Eingangsgeschwindigkeit ist, umso länger rollt sie ab dem eigentlichen Haltepunkt in Minimalgeschwindigkeit weiter.
Die Geschwindigkeiten beziehen sich immer noch auf H0, gemessen mit dem PIKO Expert Messwagen.
Ich werde verrückt. Wie sage ich dem Decoder, dass er eigentlich schon richtig ist und eigentlich nur noch abschalten muss
Ok - 3.3.1.0 ist, wie vermutet, nicht die aktuelle Version.
Aktuell ist 3.3.6.x. Daher, bevor du weiter experimentiert, lade diese Firmware erstmal in den Dekoder - wie oben geschrieben, derzeit nur über den Programmierstick (60971) zu bekommen.
Ist am Dekoder die Getriebeuntersetzung und der raddurchmesser der Lok korrekt eingestellt?
Da sich mein Stick vor ein paar Tagen leider verabschiedet hat, wird das erstmal leider nichts mit dem Update.
Wie findet man diese Werte denn heraus? Es soll für die Hobby-Traxx aus der Startpackung 29841 sein. Das steht derzeit alles noch auf Werkseinstellungen.
Aber diese Werte beeinflussen doch eigentlich nur den gesamt Weg, also damit die cm Angabe korrekt sein kann. Somit müsste sich das doch nicht auf unterschiedliche Geschwindigkeiten auswirken.
So zeigen es zumindest meine Tests. Es verändert sich nur die Länge, die Differenz zwischen schnell und langsam bleibt.
Da sich mein Stick vor ein paar Tagen leider verabschiedet hat, wird das erstmal leider nichts mit dem Update.
Wie findet man diese Werte denn heraus? Es soll für die Hobby-Traxx aus der Startpackung 29841 sein. Das steht derzeit alles noch auf Werkseinstellungen.
Aber diese Werte beeinflussen doch eigentlich nur den gesamt Weg, also damit die cm Angabe korrekt sein kann. Somit müsste sich das doch nicht auf unterschiedliche Geschwindigkeiten auswirken.
So zeigen es zumindest meine Tests. Es verändert sich nur die Länge, die Differenz zwischen schnell und langsam bleibt.
VG Philip
Hi Philip,
Schau doch mal in Projekte von ab Werk mit mLD3/mSD3 Dekodern ausgerüstete Hobby Traxx - die Projekte findest du direkt im mdt3 Tool, oder auch bei Märklin auf der Homepage.
Ansonsten halt klassisch - mit dem Messschieber den Raddurchmesser messen, und mit einer Markierung an der Schwungmasse und Rad die Motorumdrehungen zählen, bis das Rad exakt eine Umdrehung gemacht hat.
Was hast du gemacht, damit dein Stick jetzt kaputt ist? Bzw. was ist kaputt?
da sind exakt die Werte drin, die auch beim mSD3 ab Werk sind.
Lustigerweise nach bzw. während eines Decoderupdates. Ich meine es lief normal durch und dann ging nix mehr.
Er wird vom PC und vom Märklin Tool erkannt, aber wenn ich auf den Decoder zugreifen will, seiner Auslesen oder Schreiben, sagt er der Decoder antwortet nicht. Aber bei allen Decodern die ich bisher getestet habe.
Lustigerweise funktioniert der upgedatete Decoder auch nicht mehr, auch nicht auf der Anlage, reagiert gar nicht mehr.
Ich muss aber fairerweise dazu sagen, dass der Decoder auch Schuld am Desaster gewesen sein kann. Die MTC Schnittstelle war nicht mehr ganz in Ordnung.
Habe gestern noch 2 bis 3 Stunden experimentiert. Wenn der Testlauf für jede Einstellung nicht immer so lange dauern würde...
Jedenfalls war ich dem Ziel so nahe wie nie zuvor. Ich hatte den Decoder sogar so Weit, dass der angegebene Bremsweg sogar bis auf vlt. 2 cm stimmte. Höchst bis 1/3 Geschwindigkeit liefen bereits perfekt. Dann kam aber noch das untere Drittel. Da dann leider wieder das gleiche Spiel, gefühlt endloses ausrollen...
Wie kam ich denn bis dahin. Ich habe mir dann doch mal Randumfang und Übersetzung genauer angesehen. Entsprechend habe ich das selber Pi mal Daumen errechnet und die Übersetzung solange angepasst, bis der Bremsweg stimmte.
Wenn man nur irgendwie an das Übersetzungsverhältnis kommen könnte. Durch das Schneckengetriebe wird es leider etwas komplizierter und das Getriebe auseinander bauen ist für mich aktuell keine Option.
Bitte korrigiere mich jemand, wenn meine Pi mal Daumen Rechnung falsch ist, aber der Durchmesser von den Märklin Hobby Traxx 36xxx Radsätzen ist doch 9 mm oder???
Habe gestern noch 2 bis 3 Stunden experimentiert. Wenn der Testlauf für jede Einstellung nicht immer so lange dauern würde...
Jedenfalls war ich dem Ziel so nahe wie nie zuvor. Ich hatte den Decoder sogar so Weit, dass der angegebene Bremsweg sogar bis auf vlt. 2 cm stimmte. Höchst bis 1/3 Geschwindigkeit liefen bereits perfekt. Dann kam aber noch das untere Drittel. Da dann leider wieder das gleiche Spiel, gefühlt endloses ausrollen...
Wie kam ich denn bis dahin. Ich habe mir dann doch mal Randumfang und Übersetzung genauer angesehen. Entsprechend habe ich das selber Pi mal Daumen errechnet und die Übersetzung solange angepasst, bis der Bremsweg stimmte.
Wenn man nur irgendwie an das Übersetzungsverhältnis kommen könnte. Durch das Schneckengetriebe wird es leider etwas komplizierter und das Getriebe auseinander bauen ist für mich aktuell keine Option.
Bitte korrigiere mich jemand, wenn meine Pi mal Daumen Rechnung falsch ist, aber der Durchmesser von den Märklin Hobby Traxx 36xxx Radsätzen ist doch 9 mm oder???
VG Philip
Hi Philip,
Der Radduchmesser wird bei 13 bis 14 mm liegen (1250:87, wenn er Vorbildgerecht umgesetzt wurde).
Die Übersetzung, wie oben von mir geschrieben, auszählen!
wie zählt man das denn dann bei einem Schneckengetriebe?
Allmählich denke ich aber, dass das, ähnlich wie bei der Synchronisierung der Dampfstößen bei einer Dampflok mit Märklin einfach nicht machbar ist, egal wie präzise man die diese Grundwerte herausfindest und einstellt.
wie zählt man das denn dann bei einem Schneckengetriebe?
Allmählich denke ich aber, dass das, ähnlich wie bei der Synchronisierung der Dampfstößen bei einer Dampflok mit Märklin einfach nicht machbar ist, egal wie präzise man die diese Grundwerte herausfindest und einstellt.
VG Philip
Hi Philip,
Habe ich oben doch eindeutig geschrieben:
Markierung an ein Rad, und die Schwungscheibe des Motors - Motor von hand drehen, und Motorumdrehungen zählen - so lange, bis das Rad eine Umdrehung gemacht hat. Fertig!
Ansonsten klassisch, mit Zähne zählen - bei der Schnecke gilt „eine Motorumdrehung = Schneckenrad ein Zahn weiter“ (bei den bei Märklin üblichen eingängigen Schnecken).
Also, Übersetzung "15" und Randumfang "44" sind nun exakt eingestellt. Daran kann es also nicht mehr liegen.
Nun muss ich CV248 Drehzahl-Offset und CV249 Drehzahl-Steigung noch gegeneinander ausspielen. Ich habe aber keine Ahnung wie. Ändere ich das eine, hat es wieder Auswirkungen auf das andere...
Ich bekomme es einfach nicht hin
Die Frage, nach all den Erfahrungen mit Märklin bleibt, geht das überhaupt?
Wenn die spezifischen, mechanischen Daten Übersetzung und Radumfang und die gewünschte Bremsweglänge eingetragen sind, muss ich die im Decoder vorhandenen anderen Motorwerte (Geschwindigkeitskennlinie, Bremsverzögerung, ABV in/aktiv), die ebenfalls die Berechnung der tatsächlichen Bremsweglänge beeinflussen, ausgleichen. Dazu dienen diese zwei Parameter, wobei f(x)=a*x+b (a=Steigung, b=Basisspannung):
(DCC-CV 248) Motordrehzahl-Offset: EMK Basisspannung (0 – 255) (DCC-CV 249) Motordrehzahl-Steigung EMK (0 – 255) Die Formel beschreibt eine Gerade, also eine lineare Funktion. Ist die Geschwindigkeitskennlinie eine nicht lineare, dann wird es wohl nie über den ganzen Bereich stimmen.
Eine Möglichkeit wäre, zuerst die Basisspannung bei einer langsamen Geschwindigkeit so zu wählen, dass die Bremsstrecke stimmt, und dann den Steigungsfaktor bei einer schnellen Geschwindigkeit zu finden, damit die Bremsstrecke auch wieder stimmt. Mich erinnert diese Prozedur ein wenig an die Einstellung der Dampfstöße ohne Sensor.
Meistens genügt es auch, - wenn der Bremsweg bei hohen Fahrstufen zu lang ist, die Steigung abzusenken, - wenn der Bremsweg bei niedrigen Fahrstufen zu lang ist, den Offset abzusenken.
Viele Grüße, Stephan __________________________________________________________________________ [60211{60128connected}+60215{GUI:4.3.0(34)|GFP:3.95}+60216{GUI3:2.5.2(6)|GFP3:12.113}+CS3webApp] Insider seit 1993 - HeimatBf: MIST Wien - http://www.insider-stammtisch.net/
vielen Dank. Der für mich entscheiden Tip war tatsächlich die lineare Geschwindigkeitskennlinie. Nun gibt es zwischen den einzelnen Geschwindigkeiten eine Toleranz von max 8 cm. Damit kann ich so gerade leben
Komisch ist aber, auch wenn es nun funktioniert, dass ich für einen kürzeren Weg die CVs 248 und 249 nicht herab, sondern rauf setzen müsste und dass beide CVs gleich eingestellt sind. Beide sind auf 83 eingestellt. Kann das sein?
ich kenne nicht das mathematische Innenleben vom Decoder; ich habe nur die Beschreibungen der CV interpretiert. Ich kann mir aber vorstellen, dass die jeweiligen konkreten Lastverhältnisse und die Lastparameter ebenfalls einen Einfluss haben. Und dann gibt es ja auch noch mögliche Soundabläufe, die sich vielleicht einmischen - zB beim Bremsenquietschen bis zum Stillstand.
Jedenfalls freue ich mich, wenn ich Dir helfen konnte.
Viele Grüße, Stephan __________________________________________________________________________ [60211{60128connected}+60215{GUI:4.3.0(34)|GFP:3.95}+60216{GUI3:2.5.2(6)|GFP3:12.113}+CS3webApp] Insider seit 1993 - HeimatBf: MIST Wien - http://www.insider-stammtisch.net/