überlege, den PIKO Triebwagen VT98/VS98 noch einmal anzuschaffen und die beiden zu koppeln. Warum? a) weil eine 4er-Kombi gut aussieht und b) mehr Traktion auf meiner Steilstrecke nutzbar ist.
Geht das elektrisch zusammen (Koppelstange z.B.) und hat jemand schon so eine Kombi am Laufen?
Moin, wenn ich die Anleitung zum Piko VT98 richtig gelesen habe, leitet die Kupplungsstange den Strom vom Motorwagen zum Steuerwagen. Mehrere Steuerwagen dürfen stromleitend verbunden werden, aber 2 Motorwagen NICHT ! Also beim Kuppeln einer VT-VS-VS-VT Einheit bitte bei einer Kupplungsstange die leiterbahnen entfernen, wie es auch in der Anleitung steht. Ich persönlich würde beide VTs in Multitraktion fahren (also unterschiedliche Adressen), dann kann man sie auch leichter Trennen und die Fahreigenschaften besser aufeinander abstimmen.
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Hallo Johannes, ja, das leuchtet ein. Die Leiterbahnen in der Kuppelstange zu entfernen dürfte kein Problem darstellen. Bevor ich mich aber zum Kauf eines weiteren VT/VS entschließe müsste ich wissen wie das praktisch mit der Steuerung läuft.
Du schreibst Multitraktion mit jeweils eigener Adresse ... hmmm .... Beide VT's mit den gleichen CV's einstellen, das kann ich mir vorstellen. Unterschiedliche Adressen bedeuten doch aber auch dass keine synchrone Steuerung im Fahrbetrieb möglich ist, oder?
Dann wäre noch die Überlegung wie die Fahrtrichtungsabhängige Stirn- und Schlussleuchten konfiguriert werden. Wenn zwei Einheiten gekuppelt sind soll der führende VT 3-Licht-Spitzensignal haben, die Schlussleuchten aus, während beim folgenden VT die Strinbeleuchtung aus und die Rücklichter an sind. Das ganze natürlich Fahrtrichtungsabhängig auch umgekehrt. Könnte man das über CV-Einstellungen anpassen?
Im DCC-Bereich nutze ich für Doppel/Mehrfachtraktion die Consist-Adresse. Alle Fahrzeuge bekommen eine reguläre lange Adresse auf der sie individuell ansprechbar sind. Zusätzlich bekommen sie eine kurze, gemeinsame Konsistadresse auf der sie gemeinsam lauschen. Mit dieser Adresse wird der Verband gefahren. Welche Funktionen dabei aktiv bzw. steuerbar sind ist bei den meisten Dekodern umfangreich konfigurierbar -> Anleitung! Beispiel: VT/VS 1 auf der 1098, VT/VS 2 auf 1099. Fahrtrichtung bei VT/VS 2 im Konsist-Betrieb invertiert, gemeinsame Konsistadresse ist die 98. Fährt man z.b. mit der Z21-App kann man das auch einfach als "Zug" rein in der App definieren, die Lösung mit Konsistadresse ist aber komplett unabhängig von irgendwelcher Software oder Zentrale.
Also erstmal dankeschön für die detaillierte Antwort. Da ich noch nicht lange im DCC-Betrieb aktiv bin, schnalle ich den Zusammenhang bzgl. Mehrfachtraktion/Consist-Adresse/Lange Adresse noch nicht vollumfänglich.
Ich fange mal bei der langen Adresse an: Wozu benötige ich diese? Muss die immer größer 1000 sein? Wenn ja, warum? Die lange Adresse wird mit CV 17 eingestellt (siehe Bedienungsanleitung Piko SmartDecoder XP5.1, Ausschnitt als Foto angehängt). VT1 (welcher im Solo-Betrieb auf Adresse 4 hört) bekommt die 1098, VT2 (welcher im Solo-Betrieb auf Adresse 5 hört) bekommt die 1099.
Nachdem ich in CV 19 bei jeder Maschine die gleiche Consist-Adresse (z.B. 100) eingetragen habe, koppele ich beide VT's zur Mehrfachtraktion. Über die Z21-App kann ich nun beide Maschinen mit der Adresse 100 fahren. Stimmt das so? Warum habe ich dann die langen Adressen 1098 und 1099 in CV 17 eingetragen? Die werden doch nirgends angesprochen? Oder wo liegt hier mein Denkfehler?
Weiterhin grübele ich über den Zusatz bei der Erklärung CV 19 - Umkehr der Fahrtrichtung: in meinem obigen Beispiel wäre das 100 + 128 = 228, was aber den zulässigen Wert in Spalte 3 von 127 übersteigt. Und überhaupt: warum sollte die Fahrtrichtungs geändert werden, beide Maschinen ziehen in eine Richtung? Zu allem Übel verstehe ich die CV's 21 und 22 nicht: Wenn die Belegung der F-Tasten bei beiden VT's gleich sein soll, was muss hier statt Wert 0 eingetragen werden?
Abschließend stellt sich mir die Frage, ob ich mit dem Kauf eines weiteren VT/VS zwecks Mehrfachtraktion in der Praxis eine zusätzliche Zugkraft hinsichtlich der Steigungsstrecke erziele. Alle meine Züge bewältigen diese ohne Murren, nur der VT kämpft sichtlich weil er eben keine Haftreifen hat, was bei zwei angetriebenen Achsen verständlich ist.
Die verschiedenen Adressen im DCC Betrieb sind historisch gewachsen.
Der ursprüngliche DCC Satz sah die standard Adresse in CV3 vor, die im Bereich 1-127 liegen konnte.
Da dieser Adressraum für viele Nutzer nicht mehr ausgereicht hat, hat man die langen Adressen eingeführt, die du in CV17 und CV18 einstellen kannst. Per Norm müssen diese dann im Bereich 128 bis 9999 liegen. Achtung: Lenz hat seinerzeit die Grenze bereits bei 99 gezogen, was stellenweise zu Problemen führen konnte, heute aber meist nicht mehr relevant ist.
Die kurze und lange Adresse können beide zeitgleich im Decoder gespeichert sein. Welche genutzt wird, stellst du mittels CV29 bit 5 ein. Wenn du die lange Adresse nutzen möchtest, musst du an dieser Stelle eine 1 setzen.
Wenn du nun mehrere Fahrzeuge in Traktion steuern möchtest, geht das im Grunde auf zwei verschiedene Arten:
1) Multitraktion in der Zentrale, indem mehrere Loks zusammen gefasst werden. Steuerbefehle werden dann an die verschiedenen Adressen mehr oder weniger zeitgleich gesendet. 2) Die von dir bereits gefundene CV19. In dieser kann eine kurze Adresse hinterlegt werden, die die eigentliche Adresse in CV3 / CV17+CV18 überlagert. Das Fahrzeug reagiert nur noch auf die Consistadresse!
Ein Ablauf wäre in dem Fall dann, die beiden Fahrzeuge mit ihrer normalen Adresse zusammen zu führen und dann per POM eine Consistadresse anzulegen, auf die sie in Traktion reagieren.
Um das Ganze noch etwas umfangreicher zu machen: Je nach Decoderhersteller kannst du auch noch mittels CV20 eine lange consistadresse festlegen, so zB bei Zimo. Ebenso kann man häufig festlegen, welche Funktionen des Decoders, also Lichtausgänge, Sound etc nur auf die Befehle der herkömmlichen Adresse reagieren sollen und welche auf die Consistadresse.
Das kann zB nützlich sein, um in der Traktion die Spitzen und Schlussbeleuchtungen passend steurn zu können.
Ich bin auch noch neu in der Digitalen Welt aber habe das so verstanden: Grundsätzlich gibt es bei digitaler Steuerung über DCC drei Möglichkeiten Mehrfachtraktionen zu steuern:
Die ersten beiden Möglichkeiten können (fast) alle DCC-Decoder umsetzen.
1. Beide Fahrzeuge (Triebwagen/Loks) werden auf die gleiche Adresse eingestellt und reagieren so identisch. - Lichtsteuerung bei beiden Fahrzeugen gleich + sehr einfach einzurichten, nur gleiche Adresse programmieren
2. Im Lokdecoder über die CV eine Mehrfachttaktionsadresse zusätzlich zur "normalen" Adresse anlegen. +Steuerung auch einzeln gleichzeitig möglich
3. Diese Möglichkeit bieten nur die z21/Z21 Zentralen in der Z21App: Eine Mehrfachtraktion nicht im Decoder sondern nur in der Zentrale Z21 speichern. Dort kann man die Fahrzeuge einfach hinzufügen. + zusätzliche Einstellungen für die Traktion wie Licht und Motor Steuerung möglich + Einzeln gleichzeitig nutzbar - nur mit z21 möglich
Ich wollte auch eine Traktion aus meinen beiden 218 machen, muss aber erstmal den einen Decoder überhaupt richtig zum laufen bekommen.
Zur Zugkraft: In dem Punkt verhalten sich die Fahrzeuge genau wie beim Vorbild: Eine Doppeltraktion aus zwei gleichen Triebwagen hat (von Ungenauigkeiten abgesehen) genau die gleichen Kraft-, Beschleunigungs- und Geschwindigkeitswerte wie eine Einfachtraktion da quasi jeder Wagen sich selbst antreibt. Für deine Steigeung würde VT+VS und VT+VS+VS+VT identisch sein. Genauso wie VT oder VT+VT. Einzig eine bisschen bessere Zugkraft dürfte die Kombination VT+VS+VT haben, da nur ein unmotorsierter Wagen beschleunigt werden muss. Genauso wie VT+VS+VS sehr schwach würde.
Bei Loks addiert sich bei einer Doppeltraktion natürlich die Zugkraft beider Loks sodass sie mehr Wagen mit einer bestimmten Geschwindigkeit oder Beschleunigung ziehen kann. Bei zwei Loks alleine ist es durch das gleiche Gewicht natürlich wie bei den Triebwagen identisch.
Moin, Consist: Punkt 2: für eine Multitraktion kann man in Ergänzung Deines Punktes 2 die CV19 in beiden Loks nutzen, dann ist eine gleichzeitige Steuerung (fahren) der Loks unter ihrer "normalen" Adresse in der Regel nicht möglich. Die Funktionstasten gehen aber über die normale Adresse, soweit im Decoder nicht auch Consist-Auslösungen programmiert wurden. In diesem Punkt scheint mit Deine Aussage nicht ganz korrekt zu sein. 2.a: eine Abwandlung wäre, in CV19 aller weiteren Loks die (2-stellige / kurze) Adresse der führenden Lok einzutragen. Lange (4-stellige) Adressen gehen nur über CV19 und CV20, das kann nicht jeder Decoder. Einiges aus Beitrag Nr. 7 hast Du m.E. nicht aufgenommen.
weitere Möglichkeiten: 4. in der PC-Steuerung Rocrail kann ich eines Multitraktionen außerhalb von CV19 zusammenstellen. Dann bleiben die Loks über den an die Zentrale angeschlossenen Handregler weiterhin separat ansprechbar, die Multitraktion wird über Rocrail gesteuert. 5. Im Manhard-Funkhandregler für Xpressnet / LocoNet kann ebenfalls eine Multitraktion außerhalb von CV19 gebildet werden.
Zugkraft: Sinn und Zweck einer Multitraktion ist, die Zugkraft für den gesamten Zug zu erhöhen. Wenn eine Lok z.B. nur 5 Wagen ziehen kann, können 2 Lok gleicher Zugkraft 10 Wagen ziehen. Bestes Beispiel dafür sind die langen US Güterzüge mit mehreren Loks vorne, in der Mitte und hinten. Zumindest bei meiner VT98/VS98 Kombination ist die Zugkraft des VT größer als für diese Einheit benötigt, damit erhöht sich auch die "zulässige" Anhängelast bei einer Multitraktion VT98-VS98-VS98-VT98.
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Zitat von PhilippJ_YD im Beitrag #7 Um das Ganze noch etwas umfangreicher zu machen: Je nach Decoderhersteller kannst du auch noch mittels CV20 eine lange consistadresse festlegen, so zB bei Zimo. Ebenso kann man häufig festlegen, welche Funktionen des Decoders, also Lichtausgänge, Sound etc nur auf die Befehle der herkömmlichen Adresse reagieren sollen und welche auf die Consistadresse.
Moin, bei Zimo kannst Du auch einstellen, über welche Funktionstaste die Multitraktion aktiviert wird. D.h., 2 Triebwagen fahren unabhängig auf ein Bahnhofsgleis, werden dann zusammengekoppelt und fahren als gekoppelte Einheit weiter. Im nächsten Bahnhof können sie sich dann wieder trennen. Oder auch Vorspannbetrieb auf einer gedachten Steilstrecke.
Schöne Grüße Johannes
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Zitat von Helmstein im Beitrag #6 Ich fange mal bei der langen Adresse an: Wozu benötige ich diese? Muss die immer größer 1000 sein? Wenn ja, warum? Die lange Adresse wird mit CV 17 eingestellt (siehe Bedienungsanleitung Piko SmartDecoder XP5.1, Ausschnitt als Foto angehängt).
Moin, nein nicht ganz gelesen. Eine lange Adresse (beginnt je nach Zentrale bei 100 oder 128) wird in CV17 und CV18 hinterlegt, zugleich muss in CV29 das Umschaltbit kurze / lange Adresse auf lange Adresse gesetzt werden. Siehe bitte auch Beitrag Nr. 7. Dort ist das schon erwähnt.
Ein Wert über 127 in der CV19 bewirkt, dass die Fahrtrichtung dieser Lok / dieses VT umgedreht wird. In einer VT-VS-VS-VT Kombination fährt der hintere VT immer entgegengesetzt zum vorderen VT. Also muss der hintere VT "rückwärts" fahren. Dazu die CV19 Werte über 127. Je nach Zentrale / Decoder reicht es schon aus, dass der hintere VT rückwärts an den vorderen gefahren wird und dann die Multitraktion gebildet wird. Da gibt es vermutlich einen Zusammenhang zwischen CV19 und CV29, den ich aber nicht weiter untersucht habe.
Schöne Grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
dank eurem Input bin ich gedanklich bereits weiter fortgeschritten und verstehe nun einiges besser - aber noch nicht alles gut .
a) die Sache mit der Notwendigkeit der Fahrtrichtungsumkehr habe ich nun verstanden (VT-VS-VS-VT). Der letztere steht halt "verkehrt herum" auf dem Gleis und daher die Fahrtrichtungsumkehrnotwendigkeit (geile Wortschöpfung!) bei Mehrfachtraktion.
b) warum lange Adressen in dem Fall Sinn machen erschließt sich mir leider immer noch nicht, wo doch über CV 19 die Consist-Adresse dafür sorgt, dass beide Maschinen auf einen gemeinsamen Fahrbefehl reagieren.
c) die Zugkraft bei Doppeltraktion erscheint mir durch die vorangegangenen Antworen kontrovers: Sauerlandexpress644 schreibt, die Zugkraft bleibt gleich, Pirat-Kapitan schreibt, dass sich die Zugkraft verdoppelt, was darin seinen Ausdruck findet, dass zwei Maschinen die doppelte Menge an Wagen ziehen können als nur eine - logisch, warum sonst Doppeltraktion. Wenn die Zugkraft gleich bleibt (um eine Steigung besser zu bewältigen - nicht um mehr Wagen anzuhängen!), dann wäre doch auch beim Vorbild eine Nachschublok (komme jetzt nicht mehr drauf wo das war, ich glaube Spessart-Rampe) unsinn? Glauben ist auch bei der Modellbahn nicht immer Wissen, so meine ich vom Gefühl her, könnte ich mit einer Kopplung VT-VS-VS-VT die Steigung besser bewältigen.
d) was ich auch noch nicht weiß: wie ich meiner Z21 und der dazugehörigen App mitteile, dass jetzt eine Mehrfachtraktion mit Adresse 100 gesteuert werden soll. Ich hab nix in den Einstellungen gefunden.
Zitat von Helmstein im Beitrag #12 c) die Zugkraft bei Doppeltraktion erscheint mir durch die vorangegangenen Antworen kontrovers: Sauerlandexpress644 schreibt, die Zugkraft bleibt gleich, Pirat-Kapitan schreibt, dass sich die Zugkraft verdoppelt, was darin seinen Ausdruck findet, dass zwei Maschinen die doppelte Menge an Wagen ziehen können als nur eine - logisch, warum sonst Doppeltraktion.
Ein VT+VS nicht genug Zugkraft Hab zwei nicht gekoppelte VT+VS wer fährt mit 2 cm Luft zwischen die Züge dann genug Zugkraft?
Falls nein: Was solle sich ändern, wenn du die zwei Züge mit einander verbinden mit ein Kupplung.
Zitat von Helmstein im Beitrag #12 d) was ich auch noch nicht weiß: wie ich meiner Z21 und der dazugehörigen App mitteile, dass jetzt eine Mehrfachtraktion mit Adresse 100 gesteuert werden soll. Ich hab nix in den Einstellungen gefunden.
Zitat von Helmstein im Beitrag #12 b) warum lange Adressen in dem Fall Sinn machen erschließt sich mir leider immer noch nicht, wo doch über CV 19 die Consist-Adresse dafür sorgt, dass beide Maschinen auf einen gemeinsamen Fahrbefehl reagieren.
c) die Zugkraft bei Doppeltraktion erscheint mir durch die vorangegangenen Antworen kontrovers: Sauerlandexpress644 schreibt, die Zugkraft bleibt gleich, Pirat-Kapitan schreibt, dass sich die Zugkraft verdoppelt, was darin seinen Ausdruck findet, dass zwei Maschinen die doppelte Menge an Wagen ziehen können als nur eine - logisch, warum sonst Doppeltraktion. Wenn die Zugkraft gleich bleibt (um eine Steigung besser zu bewältigen - nicht um mehr Wagen anzuhängen!), dann wäre doch auch beim Vorbild eine Nachschublok (komme jetzt nicht mehr drauf wo das war, ich glaube Spessart-Rampe) unsinn? Glauben ist auch bei der Modellbahn nicht immer Wissen, so meine ich vom Gefühl her, könnte ich mit einer Kopplung VT-VS-VS-VT die Steigung besser bewältigen.
Moin, zu b) ich habe grundsätzlich lange Adressen im 6000er-Bereich, weil ich mich mit mehreren Freunden auf jeweils deren Anlangen tummele und jeder hat einen Tausenderblock für sich "reserviert". Da ich weit über 100 Decoder adressmäßig zu verwalten habe, reichen die 99 kurzen Adressen nicht aus. Ich mache Consist immer auf die Lokadresse der führenden Lok (via CV19 und CV20 der Folgeloks) und habe bei den Folgeloks meist bereits eine Funktionstaste zum Aktiviren des Consist eingerichtet.
zu c) Glaube ist nicht Wissen! Ich fahre häufiger in Doppeltraktion, weil eine V52 alleine meinen Zug nicht die 6% Steigung hochzieht. Eine 2. Lok BR 251 davorgespannt ist diese Steigung kein Problem. Ebenso bei langen RhB Zügen (14 Wagen) oder US Güterzügen. Im Vorbild z.B. die Steilrampe Erkrath - Hochdahl im Dampfbetrieb (war ganz zu Anfang übrigens eine Standseilbahn, d.h. die bergfahrende Lok wurde über ein umgelenktes Seil von einer talwärtsfahrenden Lok unterstützt).
Schöne grüße Johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Zur Zugkraft: Wenn man zwei identische Garnituren kuppelt verdoppelt sich die Zugkraft UND das Gewicht = es ändert sich nichts. Übrigens: meine Roco-Garnitur VT/VB/VS schnurrt ohne weiteres die 3%-Rampe hoch. Zu den Adressen: Da auch bei mir die Anzahl der mit Dekodern bestückten Fahrzeuge weit jenseits der 99/127 liegt habe ich der Übersichtlichkeit wegen die meisten Fahrzeuge mit langen Primäradressen versehen. Um den Überblick zu wahren sind Lokomotiven und Triebwagen im 1000er-Bereich, Triebzüge im 2000er-Bereich und Waggons mit Funtionsdekodern im 3000er-Bereich untergebracht. das ist aber meine persönliche Ordnung, kann man aufteilen wie man lustig ist. Die Konsistadresse vergebe ich meist auf die brutale Tour, ich fahre den kompletten Zug aufs Programmiergleis und schreibe dann die Konsistadresse in alle relevanten Dekoder, und nur die. Lesen klappt dann zwar nicht unbedingt, ist mir an der Stelle egal. Dazu kommt das ich das Funktionsmapping einheitlich für alle Fahrzeuge gesetzt habe, F0 schaltet Licht vorne, F1 Licht hinten, jeweils mit Fahrtrichtung wechselnd. F2 Rauchsätze so vorhanden. F4 die Innenbeleuchtung so vorhanden. Diese Funktionen sind auch im Konsist-Betrieb aktiv. Soundloks gibt's bei mir nicht, die Soundfunktionen würde ich dann auf F10 und hören legen. Alle anderen Einstellungen kann ich zur Not auch im Betrieb via POM dekoderindividuell anpassen.
Aus der Sammlung aller Antworten entsteht für mich eine neue Überlegung: Ich bestelle den VT98/VS98 zum vorhandenen noch einmal, zusätzlich mit einer Verbindungskupplung bei der ich die Leiterbahnen trenne, damit es keine Konflikte gibt. Der neue kriegt die Adresse 5, der alte hat die 4. Für jeden VT stelle ich die Consist-Adresse über CV 19 auf z.B. 100. Die Einheit wird zusammengekoppelt und über die Adresse 100 fahrtechnisch gesteuert.
Da nun das Gespann (VT-VS-VT) genügend Zugkraft entwickeln sollte um ohne Schleudern über meine 6%-Steigung zu kommen, sollte ich zufrieden sein. Außerdem habe ich mit der Zusammenstellung eine 3er-VT-Kombination die ich immer schon haben wollte (Beiwagen in DC nicht mehr lieferbar). Die fahrtrichtungsabhänige Lichtsteuerung würde ich vorab im Einzelbetrieb über die jeweiligen Dekoderfunktionen anpassen. Sound sollte nur von einer Maschine kommen, nachschiebende ohne. Sollte machbar sein.
Was hält ihr von dieser Idee? Wo seht ihr Probleme?
Du hast aber dann doch VT+VS+VT und nicht 3 VTs. Wenn es Beiwagen nur in AC gibt sollte das auch nicht das Problem sein. Du müsstest sie nur gegen isolierte DC-Achsen tauschen. (Und falls er Innenbeleuchtung hat ggf. die Kabel umlöten)
Ja richtig, es soll heißen VT-VS-VT und nicht 3 VT's, das war ein Schreibfehler. Beiwagen nur noch in AC, das ist richtig. Dazu gibts hier und im H0-Forum einige Umbauanleitungen, nicht schwierig im ersten Anschein, nur nützt mir eine erweiterte Kombi VT-VB-VS eher weniger bis garnicht, wegen der Steigung halt. Sicher ein Stilbruch, VT-VS-VT hats im Vorbild ja nie gegeben, würde aber aus den vorgenannten Gründen dazu tendieren. Rein optisch im ersten Licht wird man den Unterschied wohl nicht sehen. Den Steuerwagen der dazubestellten Granitur würde ich verkaufen, ist ja nur hinderlich bzgl. Zugkraft der Kombi.
Hallo Helmi, diese Kombinationen kommen auch noch heute vor! Die Passauer Eisenbahnfreunde setzen bei Fahrten nach Freyung bei entsprechendem Fahrgastaufkommen gerne die Kombi VT, VS, VT ein. Grund sind die starken Steigungen auf dieser bayerischen Lokalbahn. Sogar die Kombi VT, VB, VS, VT wurde schon gefahren. VG Dieter
Ich glaube es gab alle Kombinationen aus VT, VS und VB. Hab auch schon 5fach Traktion gesehen. Da waren glaub alles VTs. Die VT haben doch siw keine Vielfachsteuerung, daher musste wohl jeder VT mit einem Tf besetzt sein. Daher natürlich eher VT+VB oder VT+VB+VS als VT+VT wenn die Strecke nicht zu steil ist.
Zitat von Helmstein im Beitrag #16 Sound sollte nur von einer Maschine kommen, nachschiebende ohne. Sollte machbar sein.
Moin, machbar ja, aber die Einflüsse von Sound aktiv und Sound inaktiv auf das Fahrverhalten (Anfahrverzögerung etc.) müssen beachtet und ausgeglichen werden. Im Original haben auch beide VTs getönt.
Schöne Grüße johannes
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #15Zur Zugkraft: Wenn man zwei identische Garnituren kuppelt verdoppelt sich die Zugkraft UND das Gewicht = es ändert sich nichts.
Eine Lok wird ja nicht gebaut, um nur sich selbst bewegen zu können, sondern auch noch einige Waggons dazu. Bei einer Kombination aus zwei Trieb- und Steuerwagen ist das anders, wenn die es alleine nicht den Hang hoch schaffen, dann auch nicht zu zweit.
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #15Zur Zugkraft: Wenn man zwei identische Garnituren kuppelt verdoppelt sich die Zugkraft UND das Gewicht = es ändert sich nichts.
Eine Lok wird ja nicht gebaut, um nur sich selbst bewegen zu können, sondern auch noch einige Waggons dazu. Bei einer Kombination aus zwei Trieb- und Steuerwagen ist das anders, wenn die es alleine nicht den Hang hoch schaffen, dann auch nicht zu zweit.
Eben die einzige Möglichkeit zu etwas höherer Zugkraft als jetzt VT+VS wäre eben VT+VS+VT oder ganz ohne Steuerwagen zu fahren. Wenn hingegen auch der VT alleine die Steigung nicht schafft hilft nur ein Motorumbau oder neue/überhaupt Haftreifen.
Zitat von Sauerlandexpress644 im Beitrag #24 Wenn hingegen auch der VT alleine die Steigung nicht schafft hilft nur ein Motorumbau oder neue/überhaupt Haftreifen.
Was soll ein Motorumbau helfen?
Der Triebwagen schleudert, das bedeutet das der motorkraft sind genug, aber Reibung zu wenig.