Hallo Uli,
Zitat von Uli_22 im Beitrag #6
Ich war bisher der Meinung das die Probleme mit dem C4 auf den Piko-Platinen nur bei der Verwendung von Nicht-Piko-Decodern auftreten.
Gibt es die auch bei Piko.Decodern?
die Geschichte ist alt und wurde 2013 von einem Physiker (Heimo Wissing), der auch Modellbahner ist, erstmals phänomologisch detaillierter beschrieben:
RE: Probleme PIKO/ESU Loksound M4 mit DCC / MM Decodern Der in der Lok gleisseitig verbaute C4 - ursprünglich vorgesehen, um im Analogbetrieb Störungen ausgehend vom Kommutator eines analogen DC-Motors - der ja direkt am Gleis hängt - rauszufiltern bzw. schlichtweg kurz zu schließen, bevor sie über die Räder auf das Gleis gelangen. Die Frequenz der Störungsimpulse ist wesentlich von der Motor-Drehzahl abhängig, am Gleis liegt ja klassisch ein 100 Hz-Halbwellen-Gleichstrom, weniger oder mehr geglättet an. Die analog betriebene Gleisanlage wirkt wie eine Antenne. Deshalb sollen keine Frequenzen auf das Gleis gelangen, die den Rundfunkempfang, früher auch noch Lange Wellen, vor allem aber Mittelwellen und den Kurzwellen (Amateurfunk) stören.
Mit dem digitalen Modellbahnbetrieb sitzt der Decoder zwischen Gleis und Motor, die induktiven Spannungspitzen vom Kommutator ("Bürstenfeuer") kommen gar nicht auf das Gleis, können aber auf Dauer die Halbleiter des Decoders beschädigen. Es bedarf eigentlich ganz anderer und anderers dimensionierter Enstörkomponenten.
Piko empfahl aber beim Einbau eines Decoders, Ersetzen des Dummies durch einen Decoder, keine Änderung vorzunehmen.
Der eigentlich überflüssige C4 wirkt jetzt weiterhin als Kurzschluss fur die Frequenzen auf dem Gleis, nunmehr aber für die viel höheren Digitalfrequenzen, die von der Zentrale generiert werden. Dabei kann es wohl zu Störimpulsfolgen kommen, die von gleichzeitig auf derselben Anlage befindlichen anderen Decodern als Protokolländerungen oder gar Befehle interpretiert werden.
Die Piko Decoder schienen ganz gut darauf eingerichtet zu sein, die - als Nebenwirkung - selbst generierten Störimpulse ignorieren zu können. Aber diese Störimpulse werden natürlich duch die Anlage und gleichzeitig auf der Anlage befindliche Komponenten, (andere Decoder in Loks oder Zubehör decodern, auch Pufferschaltungen in Waggons) wiederum modifiziert. Es gibt Phasenverschiebungen und ggf. Resonanzen und können dann wie Befehle aussehen, auf die auch der Piko-Decoder nicht vorbereitet ist.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix 