einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#1 von leinepeter , 09.03.2025 10:49

Hallo an Alle,
ich habe mal so einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie.
In dem Programm gibt es die DKW mit 22,5°.
Angeblich passend für das R2, 780 mm Radius.
Man kann zwar die DKW durch einen Gleisbogen R2, 22,5° ersetzen, aber innerhalb der DKW ist der Radius deutlich kleiner.
Wahrscheinlich 600 mm Radius.
Zu Beginn der DKW geht es bis zum 1. Herzstück geradeaus,
dann im Bogen bis zum 2. Herzstück
und dann bis zum Ende der DKW wieder geradeaus.
Daraus kann man nun auch eine Weiche R1 mit 600 mm Radius und einem Winkel von 22,5° ableiten.
Wenn ab dem Herzstück nach dem Bogen ein gerades Gleis von etwa 90 mm Länge folg,
hat man bei einer Gleisverbindung mit 2 Weichen wieder den normale Parallelgleisabstand
und eine Zwischengerade von 180 mm!
Das ergibt einen deutlich besseren Fahrzeuglauf und ist prima mit der DKW zu kombinieren.
Und noch etwas.
Gerade bei den Schmalspurbahnen in Sachsen sind die meisten Weichen eine Gelenkzungenweiche.
Für alle die sich im Modell diesen Bahnen widmet wäre es schön,
wenn es wieder eine Gelenkzungenweiche im LGB Programm geben würde.
Dass LGB-Märklin eine derartige Weiche in ihr Programm aufnimmt halte ich für unwahrscheinlich,
aber das wäre doch etwas für andere Zulieferer.
Ich denke das an Thiel oder modell-werkstatt Heyn.
Der alte Peter


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#2 von Pirat-Kapitan , 09.03.2025 16:41

Moin Peter,
das ist m.E. eher ein Frage für die "bekennenden R1-Fahrer", ob sie an einer solchen Weiche interessiert sind.
Jede Firma ist ein Wirtschaftsunternehmen und muss schauen, ob sich der Aufwand, eine solche Weiche herauszubringen, bei dem zu erwartenden Absatz lohnt.

Für "bekennende R3 Fahrer" gibt es von Thiel eine passende Weiche, die zudem noch betriebssicher funktioniert.

Schöne Grüße
Johannes


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#3 von Preston , 09.03.2025 18:07

Hallo Peter,

auch auf die Gefahr hin das ich dich falsch verstehe, glaube ich nicht

Zitat von leinepeter im Beitrag #1
Man kann zwar die DKW durch einen Gleisbogen R2, 22,5° ersetzen,

das das geht, sie Bild.


Gruß Preston

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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#4 von leinepeter , 09.03.2025 19:19

Hallo Preston ,
ja, du hast recht.
Aber das macht doch die Sache mit der DKW noch undurchsichtiger.
Ein Bogen R2 mit 22,5° gibt es nicht einmal.
Selbst wenn man ihn konstruiert passt er nicht.
Das ist schon alles sehr komisch.
Wenn ich eine Weiche mit R1, 22,5° konstruiere endet der Bogen am Herzstück.
Und so ähnlich erscheint mir die DKW.
Deswegen habe ich angenommen der Bogen innerhalb der DKW hat 600 mm Radius.
Aber auf dieser Welt muss man ja nicht alles wirklich verstehen.
Der alte Peter


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#5 von trambahn , 10.03.2025 10:26

GuMo,
es gibt da eine alte und eine neue DKW . Die "Alte" hat einen festen Antrieb, scheint für aussen nicht unbedingt geeignet und hat wohl tatsächlich R2. Die "Neue" hat zwei ansteckbare Antriebe und ist scheinbar dieser R1 Kompromiss. Ansonsten möchte ich Johannes beipflichten, R1 kaufen wohl eher Anfänger und Balkonbahner (Platz).

LG Bernd


 
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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#6 von Preston , 10.03.2025 15:36

Hallo Peter, Hallo Bernd,

Zitat von leinepeter im Beitrag #4
Aber auf dieser Welt muss man ja nicht alles wirklich verstehen.

Nö, muss man nicht, ist so nicht gewollt. (politisch schon mal garnicht)
Zitat von trambahn im Beitrag #5
Ansonsten möchte ich Johannes beipflichten, R1 kaufen wohl eher Anfänger und Balkonbahner

Naja, stimmt, außer man möchte sowieseo nur diese kurzen Dinger (Stainz,Zweiachser) einsetzen.
Ich habe mich vor geraumer Zeit auch schon gewundert über diese DKW. Aber da ich ja aus dem HO-ich kenn nur Weichen+Flexgleis-Lager komme, seh ich da automatisch eine Flex vor mir und habe keine Probleme. Daher bekomme ich jedesmal einen Lachanfall, wenn ich das Wort Gleisgeometrie lese.

Also, einfach da abschneiden, wo es passt, und gut ist.

PS:R1, für den Testkreis des Winterhalbjahres in der Stadtwohnung durchaus geeignet.


Gruß Preston

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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#7 von LBE G8.2 , 12.03.2025 10:34

Hallo erstmal,

Ja bezüglich der R1- Diskussion. Selbst auf wenig Fläche ist es oft möglich, mindestens Weichen R=90cm einzusetzen. Der Trick ist, Bahnhofsvorfelder zB einfach schonmal im meist vorhandenen Bogen vor der Gerade, die den Bahnhof beherbergen soll, unterzubringen. Echte Bahnhöfe sind auch sehr häufig gebogen. Das erschwert den Eisenbahnern die Arbeit, aber dennoch ist das gar nicht selten.

Allerdings traut man sich das lange nicht. Ich war lange versteift im Gedanken an festes Stückgleis und die typischen Gleisplanvorschläge aus den Katalogen. Aber die echte Eisenbahn baut ja auch nicht nach Katalog. Und nach dem ersten "Kaputtsägen" eines Gleises offenbarte sich mir, dass man Gleisanlagen auch ganz anders anlegen kann. (Das Gleisstück lebte im übrigen auch weiter, wenn auch jetzt in veränderter Erscheinung.)

Je schlanker so eine Weiche wird, desto toleranter gibt sie sich im Betrieb auch bei kleinen Lagefehlern. Das ist sehr viel Wert im Gartenbetrieb. Irgendwann nervts, wenn Güterzüge über 4 Wagen Länge bei jeder Rangierbewegung entgleisen. Gilt leider auch für kleine und kurze Fahrzeuge.

Langer Rede kurzer Sinn, ich habe auch aus Unwissenheit und den oben genannten Gründen mit Radius 1 angefangen und danach mich erst lange geärgert mit den betrieblichen Nachteile dieser Gleise und dann arbeitsaufwändig und kostenintensiv alles auf R3 umgebaut.

Und von diesem Umweg kann ich nur abraten.

Gruß Alex


 
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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#8 von MTB-Ontour , 28.04.2025 09:14

Moin in die Runde!

Wenn ich mir die Kreuzung R3 LGB 13200 so anschaue, wirkt es für mich so, als ob Märklin/LGB bald diese auch als DKW anbieten wird. Es sind schon Löcher für die Befestigung der Weichenantriebe in den Schwellen vorgesehen und auch Gleitlager haben schon Aussparungen bekommen. Oder ist das Unterteil der 13200 das Unterteil der 12260 und somit eigentlich R2? Würde die Länge erklären.

Habt Ihr dazu schon was vernommen? Ich brauche nämlich genau so eine R3-DKW :-)

Liebe Grüße!

Micha


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zuletzt bearbeitet 28.04.2025 | Top

RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#9 von Preston , 28.04.2025 17:08

Hallo Micha,

Zitat von MTB-Ontour im Beitrag #8
Oder ist das Unterteil der 13200 das Unterteil der 12260 und somit eigentlich R2? Würde die Länge erklären.

Ich sage mal JA.


Gruß Preston

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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#10 von traiNscale , 30.04.2025 09:43

Hallo zusammen

ICh entere mal diesen Beitrag mit ein oder Zwei Fragen. Ich hoffe dies ist erlaubt.
Ich überlege mir meinen garten zu zubauen (Frau weiss noch nix davon).

Ich möchte aber ziemlich grosse Radien fahren (meine Big Boy soll Auslauf bekommen).

Frage:

- Was für Steigungen schaffen so Spur 1 Loks?
- was für Gleis hersteller gibt es für Gleise im Aussenbereich?

Danke. Und falls ich dafür besser ein eigenes Thema erstellen soll, melden!

grüsse
marco


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#11 von Pirat-Kapitan , 30.04.2025 12:00

Moin,
1. Steigung:
hängt von der genauen Lok ab (welches Modell, Zusatzgewicht? etc.) sowie von dem Rollwiderstand und Gewicht der angehängten Wagen.
Ich fahre im Garten auf 45mm mit bis zu 6% Steigung ohne Probleme.

2. Gleismaterial:
Für Spur 1 oder LGB? Das ist hier speziell eine Frage der Spurkranzhöhe. LGB "Pizzascheider" fahren nicht auf Märklin Spur 1 Gleisen.
Weitere Frage ist das Material: ich bevorzuge Edelstahl im Garten, es gibt auch Messing und Messing vernickelt. Auf Steigungsstrecken würde ich persönölich von vernickelte Gleisen absehen, weil diese zu glatt sind.
Für große Radien (und Weichen) würde ich auf die Fa. Thiel verweisen, die bietet allerdings kein Edelstahl an. Als Gleis kommt eigentlich nur Flexgleis in Frage.

Schöne Grüße
Johannes


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#12 von sncf231e , 30.04.2025 12:17

Hallo Marco,

Zunächst halte ich es für besser, einen separaten Thread für diese Frage zu eröffnen, da du Spur 1 erwähnst und es in diesem Thread um LGB geht, was etwas anders ist.

Zu den Steigungen: Es hängt davon ab, welche Lokomotiven du fährst und welche Steuerung du verwendest. Ich fahre (auch) Dampflokomotiven ohne RC, und die mögen überhaupt keine Steigungen, daher ist meine Anlage komplett horizontal.

Zu den Gleislieferanten: Die erste Firma, die Spur-1-Gleise für den Garten lieferte, war die Firma Tenmille aus England. Mittlerweile gibt es viele weitere, darunter Peco und Märklin.

Gruss
Fred


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#13 von MTB-Ontour , 30.04.2025 12:44

Moin!

Ich fahre auch Spur 1 auf Spur G-Gleisen, da sich bei mir auch Harzer Fahrzeuge unter das rollende Material gemischt haben.

Mal davon ab, fahren die Spur 1-Loks und Wagen ohne Probleme auf den Train Line 45, Thiel, Modellbau Heyn und LGB-Gleisen.

Ich hatte vorher die Strecken alle in Märklin Spur 1-Gleisen, was im Freilandbetrieb mit gewisser Sorgfalt bei der Gleisverlegung auch gut klappte. Saubere Gartenarbeit ist halt wichtig.

Ein einziges Thema gibt es aus meiner Sicht: Immer nur Weichen mit stromführendem Herzstück einsetzen. Dann fahren die gute Märklin/Hübner-Loks auch ohne Probleme. Einzig ein ganz leichtes Kippeln der Fahrzeuge, wenn sie in die Öffnungen im Weichenherz fallen, da die Spurkränze das nicht auffangen, wie bei Spur G-Radsätzen.

Im Vergleich sind die Spur G-Gleise deutlich robuster als Spur 1, was sich schon alleine vom Profil her ergibt.

Ich habe für Steigungen Edelstahlgleise im Einsatz, sonst neues vernickelt und aus einem günstigen Kauf auch reine Messingschienen, die aber immer weniger werden.

Es war zwar ein massiver Aufwand mit der Umstellung, aber ich bereue es nicht, zumal die Gleise Kindern deutlich besser Stand halten.

Lieben Gruß

Micha


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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#14 von leinepeter , 12.05.2025 19:42

So, ihr lieben Leute,
ich habe mich noch einmal mit der merkwürdigen DKW beschäftigt.
Ich habe ein Bogengleis 60 cm Radius mit 22,5° zugeschnitten und auf die DKW gelegt.
Der Bogen passt eindeutig.
Wenn man an dieses Bogengleis an beiden Enden je ein 68 mm langes gerades Gleis ansetzt
kommt man genau auf die Maße der DKW.
Das Ganze habe ich nun nicht theoretisch konstruiert, sondern auch praktisch erstellt.
Beide Gleisstücke gibt es laut Katalog nicht.
Wie war das doch, man muss nicht alles verstehen.
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RE: einige Gedanken zu der LGB Gleisgeometrie

#15 von Pirat-Kapitan , 12.05.2025 20:17

Zitat von leinepeter im Beitrag #14

Beide Gleisstücke gibt es laut Katalog nicht.
Wie war das doch, man muss nicht alles verstehen.


Moin Peter,
aber für solche Fälle gibt es doch eine Flex und einen Meter.

Schöne Grüße
Johannes


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