ich baue gerade eine BR 218 von Fleischmann H0 (AC-Version) um und möchte sie digitalisieren. Das Motorschild ist schon passend. Der geplante Decoder ist ein ESU Loksound 5.
Ich möchte in diesem Zusammenhang die alten Entstörmittel durch neue und passendere ersetzen, zumal an einem Motorpol eh eine Drossel zu fehlen scheint.
Was würdet Ihr bzgl. Kondensator zwischen den Polen und Drosseln an den Polen raten? Der alte Röhrchen-Kondensator soll wohl 4,7 nF aufweisen, an anderer Stelle wurde zu höheren Werten bei Fleischmann-Motoren geraten, um das Bürstenfeuer gering zu halten. Geraten wurde 22-47 nF. Könnt Ihr das bestätigen und auch so empfehlen? Bei der originalen Drossel ist mir nicht bekannt, wieviel uH die aufweist. Ich würde es einmal mit 3,3 uH probieren. Sinnvoll oder zu wenig?
Wie schätzt Ihr die Werte bei den Fleischmann-Rundmotoren ein?
Viele Grüße Christian
Schwerpunkt DB und SNCF Deutsch-französischer Grenzverkehr Epoche IV und V (1976-2006)
Zitat von chrilu im Beitrag #1Das Motorschild ist schon passend. Der geplante Decoder ist ein ESU Loksound 5.
Ich möchte in diesem Zusammenhang die alten Entstörmittel durch neue und passendere ersetzen, zumal an einem Motorpol eh eine Drossel zu fehlen scheint. ... Bei der originalen Drossel ist mir nicht bekannt, wieviel uH die aufweist. Ich würde es einmal mit 3,3 uH probieren. Sinnvoll oder zu wenig?
Im Analogbetrieb ist das Ziel der Entstörkomponenten das Bürstenfeuer möglichst klein zu halten und vor allem nichts davon auf das Gleis als Sende-Antenne gelangen zu lassen, von wo es den Empfang von Funk, Radio und Fernsehen stören könnte. Im Digitalbetrieb soll der Decoder vor dem Bürstenfeuer geschützt werden. Der Kondensator zwischen den Kohlen kann bleiben oder auch 22 Nano Farad groß werden. In beide Motorzuleitungen vom Decoder sollte jeweils eine 3,3 uH Drossel (so nah wie möglich an den Kohlenführungen. Die Drossel vom Gleis zum Motor kann meines Erachtens entfallen, manche lassen sie in der Zuleitung vom Gleis zum Decoder.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Hallo, die Fleischmann-Rundmotore haben mit der werksmäßigen Bestückung eigentlich sehr gute Fahreigenschaften und eine lange Lebensdauer der Kohlebürsten. Die Elektrotechniker damals wussten schon genau, was sie taten. Neu ist nicht unbedingt besser.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Bei Fleischmann-Rundmotoren mit der hier gezeigten Version des Lagerschildes mache ich außer dem Durchtrennen der Verbindung Masseschraube - Bürstenhalter rein gar nichts beim Digitalisieren, die verwendeten Entstörbauteile passen so wie sie sind. Viel wichtiger ist die korrekte Einstellung der Lastregelung des Dekoders, out-of-the-Box kommen mit dem Motor nur die Lenz-Dekoder halbwegs klar.
Vielen Dank für die Rückmeldung. Allerdings scheint bei der Lok (Gebrauchtkauf) eine Drossel eh zu fehlen, deshalb wollte ich die einzige verbliebene und die fehlende ersetzen.
Viele Grüße Christian
Schwerpunkt DB und SNCF Deutsch-französischer Grenzverkehr Epoche IV und V (1976-2006)
Bei den Fleischmann-Loks ist nur genau die eine verbaut. Das soll so sein. Im Vergleich zu manch anderem Motor sind die Fleischmann-Motoren solange der Kollektor sauber ist störtechnisch auch relativ harmlos.
Hallo Christian, blauer und schwarzer Draht nach links in deinem Bild ist Motoranschluß Decoder. Brauner Draht ist Schienenanschluß. Der blaue Draht nach rechts hat da nichts zu suchen, entfernen. Besser wäre es aber wenn du die korrekten Aderfarben für den Motoranschluß verwendest. Blau/grün nach Märklin HausNorm oder nach ESU (NEM) grau/orange. Ich würde zwischen dem schwarzen Draht und dem Motoranschluß noch eine Drossel einfügen. Volker
Zitat von volkerS im Beitrag #10Hallo Christian, blauer und schwarzer Draht nach links in deinem Bild ist Motoranschluß Decoder. Brauner Draht ist Schienenanschluß. Der blaue Draht nach rechts hat da nichts zu suchen, entfernen. Besser wäre es aber wenn du die korrekten Aderfarben für den Motoranschluß verwendest. Blau/grün nach Märklin HausNorm oder nach ESU (NEM) grau/orange. Ich würde zwischen dem schwarzen Draht und dem Motoranschluß noch eine Drossel einfügen. Volker
Hallo Volker,
vielen Dank für die Info. Die Lok (und damit das Foto dieser oben) ist derzeit noch im originalen AC-analog-Zustand. Ich warte noch auf ein paar Teile, die im Zulauf sind, dann beginne ich mit dem Umbau. Ich werde eh den Motor neu verkabeln (nach NEM-Farben) und die alten Kabel beseitigen. Bzgl. Deiner Drosselempfehlung zwischen schwarzem Draht und Motoranschluss: 3,3 uH?
Viele Grüße Christian
Schwerpunkt DB und SNCF Deutsch-französischer Grenzverkehr Epoche IV und V (1976-2006)