das ist vermutlich eher eine ungewöhnliche Frage, aber ich habe eine von den Märklin Gleiswanzen aus einem Aldi Starterset mit einem ESU Lokpilot Basic 5 „besser“ digitalisiert.
Der verbaute Decoder konnte nur mm2 Protokoll. Da ich als Zentrale auf DCC-EX gegangen bin, war da ein Decodertausch angesagt. Klar Kosten nutzen war das sicher in keinem Verhältnis, aber ich habe mir gedacht, es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder es geht alles gut und die Lok läuft oder ich habe Erfahrungen gemacht.
Erstmal vorweg, ich habe nicht nur Erfahrungen gemacht sondern, sie läuft auch. Nur nachdem ich das Schätzchen mal über die Messstrecke gejagt habe, festgestellt habe dass die für ein Modell was an einer BR80 angelehnt ist, eindeutige viel zu schnell war. Gemessen kam ich auf umgerechnet 140-150 km/h. Dann habe ich den Vmax im Decoder angepasst und nun passt es soweit überein, lediglich dies Schätzchen läuft nun eher etwas „harkig“ und unrund.
Mir ist klar, normalerweise sucht man für die Lok ein Decoder und nicht andersrum. Aber vielleicht gibt es hier jemanden der mir ein guten Tipp geben kann für ein Modell was man gut mit dem Decoder digitalisieren kann.
Die einzigen Sachen was das Modell angeht ist, 3 Leiter, Dampflok Baureihe 3-4 ist bevorzugt, muss kein Schlepptender haben, zu vernünftigen Preis zu bekommen sein und Hersteller ist nicht entscheidend.
Dampflok wäre schön, Dieselloks haben aktuell überhand genommen und E-Loks stehen nicht so auf der Wunschliste.
Gebraucht ist kein Problem, laufen sollte es aber schon.
Bisher habe ich bei ein paar Loks den Decoder getauscht, lief auch ohne Probleme. Egal ob Märklin oder Piko.
Zitat von raspido im Beitrag #1Robuste Dampflok zum umbauen gesucht vielleicht gibt es hier jemanden der mir ein guten Tipp geben kann für ein Modell was man gut mit dem Decoder digitalisieren kann.
die meisten älteren Märklinloks sind - verglichen mit dem Vorbild - deutlich zu schnell. Eine ganz brauchbare Untersetzung hat die BR81 (3031/3032), wohl weil sie damals als Modell explizit auch als Rangierlok konstruiert (Telex als Option!) wurde. Wenn Du die mit dem passenden HLA 60943 https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/60943 ausrüstest, kannst Du sie digital mit dem ESU Lokpilot Basic 5 schon recht gut Schrittempo fahren. Ist allerdings noch nicht vergleichbar mit einem Glockenankermotor.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Moin Michael, auch der LoPi 5 basic kann die automatische Einmessfahrt. Dabei passt der Decoder seine Motorparameter selbst an den Antrieb an. Geht wie? So: Die Lok sollte auf einem geraden Gleis stehen, optimal sind 2 bis 3 Meter Länge. Jetzt in die CV54 eine "0" schreiben. Danach die F1 Taste drücken... die Einmessfahrt beginnt. Danach sollte die Lok ruckelfrei fahren. Über die CV53 kannst Du jetzt noch die V max reduzieren. Lg Walter
Auch ich würde die Märklin 3031 mit Telex dafür nehmen, allerdings ein Exemplar ohne den Hebel im rechten Wasserkasten, dann ist ein wenig mehr Platz im Gehäuse.
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
Ein hoch untersetztes Getriebe für wunderbare Langsamfahrten, macht richtig Spass, die kleine. Ich habe ihr einen ESU Lopi V 4 verpasst , aber auch mit dem originalen Märklin Delta-Decoder fährt sie wunderbar. Bin mal auf die neue, kommende ESU - BR 80 gespannt, ob diese Dampflok dann diese Langsamfahreigenschaften auch aufweisen wird.
Wenns etwas größeres sein Soll, dann nimm eine BR012, 3310 oder 3610, die hat die selbe Basis wie die 3710. HLA hat sie verbaut und im tender ist genug Platz für einen Decoder. Sie ist sogar für Rauchsatz vorbereitet (den die 3710 hatte) und ist wie ich finde sehr schön gearbeitet. Ich würde da aber eher eine der Späteren Chargen nehmen, die sind detaillierter. Zu sehen ist dass an der Seriennummer welche sich unter der vorlaufachse befindet die ersten zwei Zahlen ist das Baujahr
Die mä BR 18.4 aus den sets 29855 u.a. oder auch die 37187 gibts oft günstig gebraucht in der bucht.
Aber wenn du eine mä BR80 nicht hinbekommst für digital mit dcc, liegts ganz klar am decoder und nicht am der lok und du wirst mit einen anderen mä-lok ähnliche probleme haben.
@hu.ms ich weiß nicht ob es am Decoder liegt oder an der Lok. Wie erwähnt es ist keine richtige BR80 nur ähnlich und stammt aus einem Aldi Set. Den gleichen Decoder habe ich in eine BR216 von Märklin eingebaut und die läuft einwandfrei.
Aber ich werde es mit dem Decoder nochmal versuchen und wenn es bei der 3031 auch so Probleme gibt, muss ich halt mal ein anderen Decoder probieren.
Wollte nur möglichst bei einem Hersteller bleiben und da mittlerweile ein paar von Esu da sind wird es wohl auf Esu hinauslaufen.
...Nun noch ein Frage, zum reinigen von Aufbauteilen, was kann man da empfehlen? Isopropanol und Zahnbürste oder lieber was anderes als Mittel?...
scharfe Lösungsmittel - chemische wie auch mechanische - gehören nicht an Lokgehäuse. Also bleibt nur das Universallösungsmittel (Wasser) mit etwas Spülmittel, um Staub und andere Verunreinigungen davon herunterzubekommen. Erst grob mit feuchten Küchentüchern und einem Borstenpinsel, abschließend mit einem Microfasertuch. Dabei peinlichst auf freistehende Teile und Leitungen/Griffstangen Obacht geben, sonst muss man sich noch zu allem Übel mit den Ersatzteillisten wie auch deren Lieferbarkeit herumärgern.
mfg acecat
Ich muss wohl irgendwie kaputt sein. Nie funktioniere ich so, wie andere es gern hätten.
Zitat von raspido im Beitrag #14Nun noch ein Frage, zum reinigen von Aufbauteilen, was kann man da empfehlen? Isopropanol und Zahnbürste oder lieber was anderes als Mittel?
bei diesen älteren Märklinloks ist nach meiner Erfahrung das Fahrgestell (nicht die aktuelleren "Gehäuse" mit ihrer akurateren Beschriftung und dem extra eingesetztem Führerhausteilen!) gegen Waschbenzin immun, auch der dort eingesetzte Lack! Vorher immer einmal an einer späterim Betrieb nicht sichtbaren Stelle austesten! Man sollte das aber unbedingt ausreichend ablüften lassen, bevor man das Fahrgestell der unvermeidlichen Funkenbildung des elektrischen Betriebes aussetzt. Mit Waschbenzin löst man nicht nur Staub und Abrieb, sondern vor allem auch verharztes Öl aus den Messingbuchsen der Achsen oder den Zahnrädern. Es helfen die winzigen Einmalbürsten für die Zahnzwischenräume aus dem Drogeriehandel und ggf. auch die Zahnseide.
Zitat von raspido im Beitrag #14Nun warte ich noch auf den Antrieb zum tauschen und dann geht es ans umbauen.
ein einfaches Beispiel, wie es seit fünfzehn Jahren besonders problemlos klappt: http://converts.eu/UmbauBR81.html Ausführliche Anleitung: http://converts.eu/Anleitung/Anleitung.pdf Anspruchsvoller, mit Glockenankermotor (z. B. nach MiBa Spezial 71), Rauchgenerator und drei rot-warmweißen LEDs, an jeder Stirnseite, bei denen das Spitzenlicht bei Rückwärtsfahrt dunkel bleibt, sowie ggf. Sound, geht immer noch - in einer weiteren Session...
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
danke für eure Hinweise. Werde es dann erstmal mit feuchten Lappen versuchen und Tropfen Spült. Steigern geht immer noch.
Und zum Umbau, der Motor ist schon bestellt und ich wollte es erstmal mit dem Lokpilot 5 Basic probieren bevor ich mir um ein anderen Decoder Gedanken mache.
Also erstmal verwenden was da ist 😉
Und Umbau der Beleuchtung und so kommt sicher auch noch mal dran. Aber erstmal nur das notwendige (Motor, Licht, Telex Kupplungen) und dann geht’s weiter.
Und ich glaube Rauchsatz ist nicht ohne etwas mehr Aufwand möglich. Zumindest ist der Schornstein nicht bis unten durch gebohrt. Aber alles zu seiner Zeit.