Allen zunächst ein schönes Osterfest...
Vor einiger Zeit bekam ich von einem befreundeten Modellbahner ein Wismarer Schienenbus überlassen.
Er ist ein Zwitter: Bemo Artikel 1609 906, VT0506 der O.H.E mit einem Märklin Fahrgestell und DELTA-Decoder.
Nun ist es an der Zeit sich an den Umbau und der Modernisierung heranzuwagen - folgende Maßnahmen sind geplant:
1. originalen Motor durch kleineren ersetzen.
2. zur Verbesserung der Stromabnahme nach Möglichkeit den kurzen 40mm Schleifer durch einen längeren zu tauschen.
3. Pufferspeicher mit max. machbarer Kapazität verbauen.
4. Spitzenlicht - inkl. 3. oberes Licht und rote Schlussleuchten - und Innenbeleuchtung einbauen.
5. ESU Sound-Decoder (LS5 micro) verbauen.
Beim Umbau lege ich Wert, den freien Durchblick durch den Fahrgastraum nicht zu sehr zu verbauen - es sollen schließlich auch Fahrgäste im Schienenbus platziert werden.
Die Überlegung, den Pufferspeicher aus kleinen Tantal-Kondensatoren zu je 100µF unter das Dach zu bauen, habe ich schnell wieder fallen lassen, da ich mir dann den Platz für Lautsprecher und Decoder verbaue und die vielen kleinen Lücken im zerklüfteten Fahrgestell dann ungenutzt bleiben würden. Also genau anders herum: Lautsprecher und Decoder unter das Dach und den Pufferspeicher im Fahrgestell unterbringen.
Das Anbringen eines längeren (Flüster)Schleifers ist leider nicht möglich - die Zahnräder würden mit dem Schleifer kollidieren. Als kleine Maßnahme wurde nach bewährter Methode ein 0,1mm Nickelstreifen zum Verschließen des Loches angelötet.
Um möglichst weiteren Platz im Fahrgestell zu schaffen, habe ich dort mit Feinsäge, Dremel und Feile erst einmal aufgeräumt und den Glockenankermotor vorbereitet...
Um den 8mm Motor zum Einen in der Höhe anzupassen und zum Anderen leicht demontierbar zu haben, wurde der Motor auf ein passendes Hartpapierplättchen geklebt.
Das Plättchen samt Motor kann so reversibel von unten mittels M2 Schraube fixiert werden. Das Gewinde im Fahrgestell, welches wohl mal für die Befestigung des Schleifers vorgesehen war und nicht benötigt wird, habe ich auf 2,2mm aufgebohrt.
Nachdem der Motor verbaut war, konnten erste Fahrtests durchgeführt werden.
Zu meiner Freude läuft diese Kombination sehr ruhig und unauffällig, lediglich über eine K-DKW im BW kommt man nur mit Schwung.
Auch meine Befürchtung der Motor würde zu schnell drehen war unbegründet. Die Vmax von 45km/h lässt sich vorbildgerecht einstellen.
Als nächstes ging es an die Platzierung der Pufferkondensatoren. Ich kann insgesamt 22 Tantal-Elko zu je 100µ/25V unterbringen:
Die jeweils oben liegenden Kondensatoren werden als Sitzbänke genutzt, dort werden die Preiserlein platziert.
Der freie Durchblick ist bisher kaum beeinträchtigt - der Blickwinkel ist leider nicht optimal gewählt.
Als nächstes geht es an die Verdrahtung der einzelnen Kondensatoren und einen Fahrtest mit Pufferspeicher...
Viele Grüße
Thomas








