Mich würde interessieren, welche Loks -besonders Ep. III, haben Züge (gene Kurzzüge) - mit Tender voraus gezogen.
Ich möchte einen kleinen Endbahnhof darstellen, der keine Drehscheibe aufweist.
LG Wolfgang
Mich würde interessieren, welche Loks -besonders Ep. III, haben Züge (gene Kurzzüge) - mit Tender voraus gezogen.
Ich möchte einen kleinen Endbahnhof darstellen, der keine Drehscheibe aufweist.
LG Wolfgang
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Moin Wolfgang,
prädestiniert hierfür waren natürlich in erster Linie Tenderloks und das passt auch am Besten zu einem kleinen Endbahnhof.
78er, 86er, 93er, 94er, 64er, 65er, 66er.
Loks mit Schlepptender waren da nur bedingt geeignet. Da war zum Ersten das Problem dass viele Baureihen mit dem Tender voraus nur mit begrenzter Geschwindigkeit verkehren konnten und für die Männer auf den Maschinen war das alles außer "prickelnd" rückwärts zu fahren.
38er beispielsweise wurden in der Epoche lll hierfür z.Teil mit einer Rückwand am Führerstand ausgestattet. Dies erfolgte auch durch den Einsatz von Wannentendern bei der P8. Gegen Ende der Epoche lll also auch dem nahenden Ende des Dampfbetriebs waren auch 50er auf Nebenbahnen im Personenverkehr recht häufig zu beobachten. Die 50er konnten vorwärts wie rückwärts 80 fahren und waren mit ihrer günstigen Achslast auch für Strecken mit schwächerem Unterbau geeignet.
38er, 78er, 65er wurden auch für Pendelzüge eingesetzt. Bei der 38er war es dann wichtig dass die Lok immer mit der Rauchkammer zum Zug stand!
Wenn ich es richtig weiß hing das mit der Kupplung zwischen Lok und Tender zusammen, die mochte das nicht so "gedrückt" zu werden. Die 23er waren auch in solchen Umläufen zu finden und waren mit ihrem geschlossen Führerhaus auch konstruktiv dafür geeignet.
Bin jetzt weder der DB, Epoche lll oder Dampfexperte aber ich hoffe du kannst mit meinen Ausführungen doch was anfangen.
Gruß Uwe
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Hallo Wolfgang,
wesentlicher Punkt ist die zu fahrende Geschwindigkeit. Dabei gibt es mehrere Einschränkungen. Geschwindigkeit der Lok v/r, Geschwindigkit der Strecke und Geschwindigkeit des Zugs, eventuell noch Bremsen. Tenderloks fahren grundsätzlich in beide Richtungen gleich schnell, Schlepptenderloks eben nicht.
Kessel zum Zug konnten alle Loks - dann aber mit Tender voraus meist nur 50 km/h. Berichten kann ich nur von der DB, Ausnahmen waren hier die 50 (80km/h) und die 23 (85km/h). Im Güterberesich waren etliche alte Preussen vorwärts und rückwärts praktisch gleich schnell, aber nur so um die 50 oder 60 Sachen (55, 56, 57) - das reichte auch, weil viele Gäterwagen in Epoche III auf 65 km/h beschränkt waren - dann darf der ganze Zug nicht schneller.
Unterm Strich kommt es also auf die Zugart und die Streckenhöchstgeschwindigkeit an. Die kann auf einer damaligen Nebenbahn bei 60 gelegen haben, dann spielt die Fahrtrichtung der Lok keine große Rolle. Für Deine Modellbahn kannst Du doch einfach diesen Fall zugrunde legen, das past dann auch zu dem kleinen Endbahnhof. Dann aber bitte keine 01 einsetzen, die
Mit freundlichem Gruß
Stefan
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Zitat von Wolfgang Keßler im Beitrag #1
Mich würde interessieren, welche Loks -besonders Ep. III, haben Züge (gene Kurzzüge) - mit Tender voraus gezogen.
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Hallo
Nun die D52 war so konzipiert.
Dazu gibt es in der Literatur das 3 bändige Werk: Lokomotiven ziehen in den Krieg. Der 3. Band beschäftigt sich mit dem Osten. Schwerpunkt Ukraine. Die Baureihen 56, 58 und 52 als auch 38 kommen darin verstärkt vor.
LG
Hadasch
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Hallo Wolfgang,
hier zieht die '52 der Historischen Eisenbahn Frankfurt einen Sonderzug zum Bahnhofsfest in Wehrheim Tender voraus in den Taunus:
Zitat von Meteor im Beitrag #3
Für Deine Modellbahn kannst Du doch einfach diesen Fall zugrunde legen, das past dann auch zu dem kleinen Endbahnhof. Dann aber bitte keine 01 einsetzen, die


Grüße aus Frankfurt
Matthias
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Hallo,
auf der Kahlgrundbahn fuhren u.a. auch Schlepptenderloks BR55 (G7.1 und G7.2) mit Kessel voraus von Kahl/M. nach Schöllkrippen
(= bergauf) und Tender voraus wieder zurück.
Zu diesem Zweck hatte die Werkstatt in Schöllkrippen der Lok eine Schutzwand an den Tender verpaßt.
Österliche Grüße
Ernst
Jeder hat das Recht, seine eigenen Fehler zu machen - man muß es aber nicht
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23er.
Guckschdu z. B. hier:
RE: Fotos von vorbildorientierten Zügen auf der Modellbahn (33)
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
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Moin,
Gibt viele Bilder mit Tender vorraus, bei Personenzügen hat man das aber ungern gemacht. Wie schon erwähnt, war Rückwärts nicht sonderlich toll fürs Personal. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass nur Lokomotiven mit geschlossener Rückwand die Erlaubnis für Geschwindigkeit höher als 50 km/ h bekommen haben. Macht ja auch kein Sinn wenn man nix sieht, weil einem Regen, Staub und Kohle ins Gesicht fliegt.
Aber, hab gelernt dass gemacht wurde was notwendig war. Da sind wir Modellbahner oft "Vorbildgerechter" als das Original.
Gruß Christian
Moin,
eingeschränkt auf die Epochen 3 und 4 (solange noch Dampfloks fuhren) und auf den Bereich der DB lautet die Antwort: Alle!
Denn irgendwann hat von jeder Baureihe eine Lok irgendwo einmal einen Zug mit Tender voraus gezogen, und sei es als Arbeitszug beim Streckenabbau. Selbst die 01.10 haben planmäßig in Rückwärtsfahrt Leerzüge nach Norddeich Mole verbracht, um dann als D-Zug die eigentliche Fahrt Richtung Münster anzutreten.
Interessanter ist sicherlich eine Antwort, wenn die Frage etwas konkretisiert wird, z.B.:
Welche Schlepptender-Dampfloks haben planmäßig Züge rückwärts, d.h. Tender voraus, befördert?
Eine Antwort darauf ist schon etwas differenzierter:
Güterzüge:
Bei Nah- und Zubringergüterzügen, die selten schneller als 50km/h fuhren, dürften das wiederum alle eingesetzten Loks gewesen sein, beispielsweise haben selbst Loks der BR44 des Bw Minden Anfang der 60er Jahre Leerzüge rückwärts über eine Distanz von über 10km zu einer Erzgrube gezogen.
Personenzüge:
Die 01.10 wurde oben schon genannt.
Die BR23 war schon bei der Entwicklung für 85km/h rückwärts ausgelegt und hat auch planmäßig nicht nur Wendezüge rückwärts gezogen. Der Wendezugeinsatz erfolgte im Saarland, und die Loks waren sowohl mit der Rauchkammer als auch mit dem Tender am Zug gekuppelt.
Einige Exemplare der BR38 bekamen ein geschlossenes Führerhaus und einen Wannentender und fuhren im Wendezug-Einsatz. In Hamburg mit dem Tender am Zug, und ansonsten mit der Rauchkammer am Zug, also bei gezogener Garnitur mit dem Tender voraus. Zu bemerken sei in diesem Zusammenhang noch, dass Wendezug-23er und 38er weder örtlich noch zeitlich jemals ein gemeinsames Einsatzfeld hatten.
Die BR'en 42, 50, 52 waren allesamt für eine Rückwärtsgeschwindigkeit von 80 km/h zugelassen und haben neben Güterzügen auch Personenzüge planmäßig mit Tender voraus gezogen.
Wenn die Strecken-Höchstgeschwindigkeit unter 60km/h lag, dann kamen auch andere, z.B. preußische, Güterzugloks (Vmax rückwärts 50-55km/h) vor- und rückwärts vor die Personenzüge.
Kleiner Tip für @Wolfgang Keßler:
Gib Dir bei deiner geplanten Anlage eine fiktive maximale Achslast, z.B. 15t, vor und such die Loks danach aus. Dann kommst Du neben einigen Tenderlokomotiven fast automatisch zur BR50
Gruß
HGD
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So wie ich das sehe, gab es wohl kein Typ von Schlepptenderloks, von dem nicht immer wieder Exemplare Tender voraus auf der Strecke fuhren.
Die erste Baureihe, die von der DR (Nazizeit) explizit für die Fahrt Tender voraus geplant war, war die BR 50. Deren erste Tenderkonstruktion 2’2’ T 26 eine Schutzwand führerhausseitig hatte. Die Idee hinter dieser Konstruktion war leider der Kriegseinsatz.
Dann kamen die Wannentender (und Steifrahmentender) mit Norweger-Führerhaus. Wie im Thread schon geschrieben waren damit die Personale der ÜKs und echten Kriegsloks bei Fahrt Tender voraus geschützt.
Bei der Bundesbahn wurden dann P8 mit Wannentender zu Wendezugloks umgebaut. So konnte dann auch Tender voraus 85 km/h gefahren werden. Hier noch ein Link auf die Hamburger Besonderheit: RE: Fotos von vorbildorientierten Zügen auf der Modellbahn (8)
Eine weitere Lok, die von der DB für die Fahrt mit dem Tender voraus entworfen wurde war die BR 23, die auch im Wendezugbetrieb eingesetzt wurde.
Ein Rückschritt oder Abweichung war der Tender 2’2’ T 28 der DR (DDR). Dieser für u.a. die Reko 50.35 verwendete Tender bot keinen Schutz bei Rückwärtsfahrt. Daher war einer der Spitznamen Rheuma-Tender.
Eine Besonderheit war der Einsatz von zwei mit den Tendern zueinander gekoppelter P8 im Südwesten (Tübingen) in den 1970er Jahren. Die beiden P8 zogen einen Personenzug, der dann im Laufe der Fahrt geteilt wurde. Und dann standen beide P8 schon mal mit der Rauchkammer voraus in Fahrtrichtung.
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Leider haben nur wenige Modellbahn- Dampfloks auch VORNE eine geeignete Kupplung...
Klaus
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Zitat von Beardiepoldi im Beitrag #12
Leider haben nur wenige Modellbahn- Dampfloks auch VORNE eine geeignete Kupplung...
Klaus
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Zitat von Beardiepoldi im Beitrag #12
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Klaus
Märklin HO und beim Hobby auch mal Fünfe gerade sein lassen.
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Super für die vielen Antworten. Da werde ich schon etwas finden.
Ich habe nämlich einen dreigleisigen kleinen Endbahnhof mit einer Segmentdrehscheibe, so daß zumindest kurze Loks darüber den Personenzug umfahren können. Aber durch Stationierung einer kleinen Rangierlok auf einem Abstellgleis kann dann der Personenzug auf ein anderes gleis verschoben (gezogen) werden, so dass dann die Lok, die nicht auf die Segmentdrehscheibe passt, dann trotzdem wieder vor den Personenzug gespannt werden kann (Tender voraus). So habe ich dass gerade mit einer BR 23 und drei dreiachsigen Umbauwagen getestet. Jetzt bin ich auf der Suche u.a. nach kurzen Dampfloks (eine BR 94 passt auf die Segmentdrehscheibe) die ich ohne umständliches herausziehen der Personenwagen nutzen kann. Bei Dieselloks (V80, V 100) geht da natürlich auch. Was ich weiterhin suche, sind Kurzzüge, da habe ich schon einigen Bilder, wo die Dampflok nur mit ein oder zwei vierachsigen Personenwagen gekoppelt sind. Das würde dann auch gut in meinen Endbahnhof passen.
Wenn ich nicht bei Ep III bleibe, kann ich natürlich meinen Endbahnhof (genau wie das gegenüberliegende BW (getrennt durch ein doppelgleisige Hauptstrecke) als Museumsbetrieb deklariere, kann ich natürlich die wildesten Kombinationen in den Endbahnhof schicken (und als Nebeneffekt auf der zweigleisigen Hauptstrecke) die modernsten FAhrzeuge fahren lassen (die ich allerding nicht habe).
So, das wärs, vielleicht noch weitere Kommentare von euch und noch einen schönen restlichen Osterdienstag. LG Wolfgang
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Zitat von Wolfgang Keßler im Beitrag #15
drei dreiachsigen Umbauwagen getestet
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
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Die 50er wird dann wohl zu lang sein.
50 2733 Roco 68249 hat auch noch am Kabinentender die Tenderrückwand.
Eine schöne kurze Tenderlok wäre die BR 64, oder wenn es länger sein darf die BR 86.
Ansonsten könnte eine Länderbahn 75 (württ., bad. gleich zweimal und sächs) oder die preußische Knauserversion BR 74 (oder gar die schon recht alte BR 91 oder BR 92 und viele weitere.
Du kannst auch einen kurzen Wendezug z.B. mit einem Donnerbüchsensteuerwagen fahren.
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Zitat von Wolfgang Keßler im Beitrag #15
Super für die vielen Antworten. Da werde ich schon etwas finden.
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