Hallo Nach der Lektüre von einigen Eisenbahn Büchern eröffnet sich ein neuer Blickwinkel. Es geht insbesondere um Bücher, welche die Kriegsjahre zum Inhalt haben. Daraus konnte ich entnehmen, dass die Eisenbahn in der strategischen Planung der Wehrmacht keine Schlüsselrolle einnahm. In Österreich gab es einen strategischen Zweig, das war die Verbesserung des Bahnnetzes Richtung Balkan. Betraf den Balkanfeldzug und wurde bis 1945 genutzt. Heute ebenso, bekannt als Brucker Schleife. Abschnitt Leoben nach Bruck a.f. Mur. Die zweite strategische Maßnahme war durch die Verpflichtung der Kohlentransporte nach Italien gegeben. Wie weit das den Streckenausbau über alle Transitrouten betraf kann ich nicht sagen. Dieser Transportweg wurde auch benutzt um das DAK (deutsche Afrika Korps) zu versorgen, Güter an die italienischen Häfen zu bringen. Das gesamte Transportwesen war auf Kfz ausgelegt. Dazu des Weiteren auch die Planungen. Erst mit dem Krieg im Osten rächte sich diese Planung. Der Nachschub mit Kfz war nicht zu schaffen. Die Vorranstellung des Kfz mag wesentlich auch zu den Planungen nach dem Krieg beigetragen haben. Denn Planungen für den Straßenbau waren vorhanden und die Menschen die diese Planungen erstellt haben auch. Diese Unterschiede mögen den unterschiedlichen Werdegang der Schiene in Deutschland und Österreich zum Teil erklären. Dazu der Gebirgskarakter Österreichs, der den Straßenbau deutlich hemmte. Im Gegensatz dazu Japan, wo die Eisenbahn im großen Stil Grunderwerb entlang der Hauptstrecken betrieb. Schon vor und nach dem Krieg. Nur so konnte später ein erfolgreiches Netz gebaut werden. Ebenso war der Ausbau der Eisenbahn in der Mandschurei und China ein großes Thema. Darauf baute die VR China später auf. Eisenbahn hat eine sehr lange Zeit, um Wirkung oder Fehler sichtbar zu machen. Die Zeit in 30 Jahren oder einer Generation gerechnet. Eisenbahn als kurzfristiges Investment zu betrachten geht gar nicht. Deswegen war es auch in den Jahren 1933 bis 1945 keine Option. LG Hadasch