ich bin ja erst seit ein bisschen mehr als einem Jahr reaktivierter TT Bahner und stehe kurz davor aufzugeben..
An anderer Stelle hatte ich schon das ein oder andere Problem beschrieben, aber jetzt brauche ich Lösungsansätze, die mich irgendwie motivieren.
In Planung ist eine Strecke auf ca. 10 Quadratmetern und ich dachte, ich bin clever und baue mir erst eine Teststrecke (1x2 Meter). Betrieben habe ich sie mit einer Piko smartcontrol wlan. Kaum zu glauben, sie ist gerade das 3. Mal defekt. Genauer gesagt, habe ich die Zentrale und den Handregler schon je einmal von Piko ersetzt bekommen und die Zentrale hat aktuell die Funktion erneut eingestellt. Wahnsinn, ich bin total enttäuscht. Um schnell wieder fahren zu können, habe ich mir die Daisy II Wlan gekauft, da die ja auch mit WLAN Handreglern kompatibel sein soll.
Drama pur. Anschluß kein Problem. Gleich mal eben 3 Apps heruntergeladen Z21 und weitere von Uhlenbrock empfohlene. Die Loks werden, wenn überhaupt, minimal erkannt und fahren 1 cm. Danach schaltet sich der Fahrstrom ab. Ich dachte Kurzschluss, aber alles geprüft und kein Kurzschluss zu messen. Egal auf welcher App, immer das gleiche Verhalten. Ich habe jetzt alles zurückgebaut und nur noch ein Gleis an der Zentrale. Die Loks fahren, aber nicht eine Funktion wird erkannt.
Den Handregler bekomme ich auch nicht mit der Zentrale verbunden. Allerdings weiß ich auch nicht wie..
Ehrlich, ich bin nicht so ganz dumm, aber absolut verzweifelt.
Nur zur Info. Mir sind im letzten Jahr von 10 Loks 3 defekt gegangen. Sage und schreibe 4 mal ist mir ein ESU Decoder kaputt gegangen. Ich habe jeweils alles ersetzt bekommen, weil die meisten Produkte schon defekt bei mir ankamen, kann es auch nicht an mir oder meiner Teststrecke liegen.
Hat jemand irgendwelche hilfreichen Gedanken und Ideen? Ist die Daisy auch defekt? Wie schließe ich da einen Handregler an? Kann es ein ungewöhnlich technisches Problem geben, die die ganzen Defekte verursacht?
Zusatzinfo: Auf dem Gleis des ESU Lokprogrammers fahren die Loks tadelos und alle Funktionen können gesteuert werden.
Zitat von matrim im Beitrag #1Planung ist eine Strecke auf ca. 10 Quadratmetern und ich dachte, ich bin clever und baue mir erst eine Teststrecke (1x2 Meter).
das ist clever, stell Dir vor Du hättest jetzt schon in viel Gleisbau, Weichen etc oder gar Landschaft investiert.
Zitat von matrim im Beitrag #1Die Loks werden, wenn überhaupt, minimal erkannt und fahren 1 cm.
Dann ist mit Deiner aufgebauten Testanlage irgendetwas nicht in Ordnung.
Zitat von matrim im Beitrag #1Auf dem Gleis des ESU Lokprogrammers fahren die Loks tadelos und alle Funktionen können gesteuert werden.
Was passiert, wenn Du den ESU-Lokprogrammer probhalber an Deine Testanlage anschließt? Kannst Du dort eine oder mehrere Loks fahren?
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Also irgendwie klingt das wild oder du hast sehr sehr viel Pech. Welche Netzteile bzw. Trafos benutzt du denn?
Bei den kabellosen Handreglern musst du verschiedene Dinge auseinander halten. WLAN ist nicht gleich Funk und ein Funk-Handregler passt nicht an eine WLAN-Zentrale und umgekehrt. Genaue Artikelnummern der einzelnen Teile wäre hilfreich, um erst mal einen Überblick zu bekommen, was du da genau hast.
Frust ist nicht gut. So eine Pechsträhne ist unwahrscheinlich. Mach doch mal bitte Bilder von Deinem Versuchsaufbau. Vor allem von der Verdrahtung. Weiterhin würde mich interessieren, ob da schon ein Strom fließt, wenn keinerlei Fahrzeuge auf der Anlage sind.
Zitat von matrim im Beitrag #6Handregler Piko 55823 bzw. das Set 55821 Uhlenbrock 64360 DAISY II WLAN-Zentrale
So weit ich weiß, ist der aktuelle Smartcontrol WLAN eine Eigenentwicklung von Piko. Der alte Smartcontrol light war hingegen eine Daisy II (ohne WLAN) von Uhlenbrock. Es würde mich wundern, wenn die WLAN-Varianten klaglos zusammen funktionieren. Das Netz und auch die entsprechenden Anleitungen schweigen sich zu dem Thema aus. Vermutlich sind beide Geräte noch zu neu für entsprechende Bastellösungen.
Zu dem Apps: hier macht es keinen großen Sinn, irgendwelche Apps anderer Hersteller zu probieren. Die App des Herstellers der Zentrale ist der erste - und meist auch einzige - Anlaufpunkt, um die einzelnen Komponenten aufeinander einzurichten.
Da der Piko Handregler auch kein Loconet mehr hat, kannst du den Fehler nicht mal weiter eingrenzen - also ob das WLAN oder die Protokolle Schuld sind.
Ich bin erst einmal froh, dass sich überhaupt jemand meiner Probleme annimmt, also danke.
Die Kompatibilität der beiden Geräte ist ja kein Zwang, ich hatte halt nur darauf gehofft, weil der Handregler von Uhlenbrock ja noch nicht verfügbar ist. Uhlenbrock selber verweist im Handbuch auf 3 Apps, mit der die Daisy II Wlan betrieben werden kann. Insgesamt finde ich das Konzept auch eher schlecht, da sie selber keine App anbieten und eben der Handregler nicht verfügbar ist. Ich könnte die Kabelvariante nutzen, aber dann hätte ich eben auch die Daisy II kaufen können.
Angeblich funktioniert die Lokmaus von Roco, aber naja, bei meinem "Leid" und angeblich...
PIKOs System ist, wenn man es stabil hat, was eben nicht so recht gelingen will, sehr komfortabel. Über die App kann man, manchmal, die Lokdatenbank verwalten und der Handregler ist bzgl. Display gelungen. Warum Piko ein derart instabiles Produkt auf dem Markt bringt, ist mir absolut unbegreiflich. Alle drei Komponenten (Zentrale, Regler und App) sind qualitativ einfach eine Katastrophe.
Zitat von matrim im Beitrag #9habe ein paar Bilder gemacht und hochgeladen, aber die Aussagekraft dürfte gering sein.
das ist eine etwas große aber eigentlich noch übersichtliche Anlage zum Testen, aber ich bin mir sicher, dass man sie ohne Einschränkungen zum digitalen Fahr- und Schaltbetrieb mit einer DCC-Zentrale und einem passenden Handregler und einer handvoll Loks bekommt. Hast Du sicher alle Entstörkomponenten aus einem analogen Vorleben entfernt? Hast Du so etwas wie Herzstück-Polarisierung oder Stoppweichen verbaut? Mit APPs oder PC-Anbindung würde ich erst beginnen, wenn mit der Zentrale Deiner Wahl und dem dazugehörigen Fahrregler alles läuft.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Was mir im ersten Jahr meiner Anlage passiert ist (im Winter gebaut): einige Trennstellen haben sich durch hohe Temperaturen zugeschoben und einen Kurzschluss mit der Herzstückpolarisation der angrenzenden Weichen erzeugt. Kommt man vielleicht nicht so einfach drauf.
Daisy auf rot auch ohne Fahrzeuge ist doch schon ein Hinweis. Also ist dort schon ein hoher Stromverbrauch in der Art eines Kuezschlusses. Dafür reicht schon eine einzige falsch gepolte Herzstückpolarisierung. Die würde ich Stück für Stück abklemmen, bis die Daisy nicht mehr rot ist. Und zwar alle 3 betreffenden Drähte an den MP1. Danach sehen wir weiter. Ich bin heute immer wieder online und will Dir helfen
Ich habe sie bewusst in dieser Größe gewählt, um auch beim Testen ein wenig Fahrspass zu haben und, vor allem, die Gleise zu testen. Auf einer Seite sind Gleise und Weichen von Tillig und nicht polarisiert und auf der anderen ist es Rocos Material mit polarisierten Weichen. Mehr ist es auch nicht. Keine Stoppweichen, keine Entkuppler o.ä.
Bisher bin ich mit dem Material von Roco sehr zufrieden und da soll ja dieses Jahr noch Neues kommen.
Ansonsten konnte mich nur noch Zimo als Hersteller halbwegs überzeugen. Die Decoder sind zuverlässig, aber leider finde ich MXULFA als Programmer bzw. die Software absolut unintuitiv. Da gefällt mir ESU richtig gut, aber die Decoder fallen ständig aus..
Daisy auf rot auch ohne Fahrzeuge ist doch schon ein Hinweis. Also ist dort schon ein hoher Stromverbrauch in der Art eines Kuezschlusses. Dafür reicht schon eine einzige falsch gepolte Herzstückpolarisierung. Die würde ich Stück für Stück abklemmen, bis die Daisy nicht mehr rot ist. Und zwar alle 3 betreffenden Drähte an den MP1. Danach sehen wir weiter. Ich bin heute immer wieder online und will Dir helfen
Gruß KWer
Das klingt nach einem Plan. Ich schaue mal, ob ich das heute noch realisiert bekomme. Spätestens morgen Mittag, habe ich aber Zeit dafür.
Vielen Dank für die vielen Hinweise und Informationen.
Was mir im ersten Jahr meiner Anlage passiert ist (im Winter gebaut): einige Trennstellen haben sich durch hohe Temperaturen zugeschoben und einen Kurzschluss mit der Herzstückpolarisation der angrenzenden Weichen erzeugt. Kommt man vielleicht nicht so einfach drauf.
Gruss, iwii
Ok, das wäre möglich. Ich habe die Strecke tatsächlich auch im Winter in einer kalten Werkstatt gebaut. Bei Rocos Weichen sind die Trennstellen direkt in der Weiche verbaut und daher hatte ich diese Möglichkeit gar nicht in Erwägung gezogen. Ich messe das mal durch.
Zitat von moppe im Beitrag #15Ich würde ein kurze gerades Gleis an der Zentrale hängen, und nicht anderes. Was passiert dann?
Klaus
Dann funktioniert zumindest das "Fahren".
jetzt nicht hektisch werden!
Wenn das Fahren - mit Deiner für Dich so problematisch erscheinenden Zentrale - an einem einfachen Gleis funktioniert, hast Du wohl einen oder mehrere Kurzschlüsse in Dein Layout eingebaut. Da musst Du die Gleise Abschnitt für Abschnitt zerlegen, bis nur noch ein Bereich übrig bleibt, den Du ganz problemlos befahren kannst. Dann Stück für Stück einzelne Bereiche hinzufügen und falls es nicht mehr funktioniert, in dem zuletzt angeschlossenen Abschnitt nach der Ursache suchen. Z. B. mit Deinem Multimeter in Stellung "Durchgangsprüfer" nach einem Kurzschluss zwischen linker und rechter Schiene fahnden...
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Beliebt sind auch Kupplungsfedern oder ähnlich, die dann zum Beispiel im Weichenbereich abfallen und dort Kurzschlüsse verursachen. Oder kleine Schrauben...
Zitat von matrim im Beitrag #21Da hast du definitiv recht. Hektik ist kein guter Ratgeber.
Mein Kopf sagt mir, dass kein Kurzschluss sein kann, da die Strecke in eben diesem Aufbau funktioniert hat, bis dann die Probleme begannen.
Ich werde aber morgen Mittag alle Ratschläge nach und nach abarbeiten und hoffentlich entschlüsselt sich das Mysterium.
Hallo Martrim,
ein Kurzschluss kann auch durch defekte Komponenten ausgelöst werden. Schalten alle MP1 noch zuverlässig die Herzstückpolarisation, oder ist da ein Defekt, der Dein Problem verursacht? Das Beste ist wirklich alles zu trennen, einzeln wieder anzuschließen und schauen ob es funktioniert oder nicht, bis Du den Defekt einkreisen konntest. Dann kommst Du am schnellsten ans Ziel.
Das werde ich wohl machen müssen. Ich habe ja noch im Kopf, wann ich was an der Teststrecke verändert habe. Tatsächlich habe ich eine zweite Seite Abstellgleise hinzugefügt, um Rocos Material zu testen und dadurch Flexgleis mal etwas extremer zu verbauen. Die neuen Unterflurantriebe werde ich als erstes abklemmen, bzw. deren Polarisation.
Dabei ist mir in den Sinn gekommen, dass mein erster Decoder einen Defekt hatte, als die entsprechende Lok eine neue DoStoKombination von Arnold gezogen hat. Diese Wagen standen dann bis heute auf einem Abstellgleis. Es ist doch aber ausgeschlossen, dass diese Wagen die Ursache sein könnten, oder?
Zitat von matrim im Beitrag #24Es ist doch aber ausgeschlossen, dass diese Wagen die Ursache sein könnten, oder?
Wenn die Wagen einen Kurzschluss verursachen, verschwindet er, wenn du sie von der Anlage nimmst. Grundsätzlich haben auch die Decoder Schutzschaltungen. Die müssen ja die Zeit überleben, bis die Zentrale reagiert. Reagiert die Zentrale nicht, brennt auch der Decoder irgendwann durch. Die meisten Decoder sterben durch eine Überlastung oder Kurzschluss an den Decoderausgängen - z.B. bei einem defekten Motor.