Die 3-achsige Rangierlok vom Typ DHG 700 gibt es ja schon seit Jahrzehnten. Gegenüber der Ursprungsausführung haben jüngste Modellausführungen einen NEM-Kupplungsschacht und sogar einen komplett neuen Antrieb mit Schneckengetriebe anstelle des traditionellen Märklin-Motors. Diese "Remotorisierung" bringt im Kobination mit einem ESU Lokpilot V5.0 selbst im Analogbetrieb sehr gute Fahreigenschaften.
Frage: Wenn die Lok einen NEM-Kupplungsschacht hat, ist dann zwingend auch der Antrieb auf dem jüngsten Stand?
Aufgrund der Art.-Nr. könnte man die neuste Ausführung wohl identifizieren. Auf dem Gebrauchtwarenmarkt tauchen allerdings immer wieder solche Loks ohne OVP (und damit auch ohne Art.-Nr.) auf. Dann hilft mir dieses Kriterium nicht weiter.
Hallo, auch die alten DHG 500 und DHG 700 gab es mit dem starren NEM-Schacht, der nur für den eingesteckten Kupplunghaken geeignet ist. Andere Kupplungen führen zum Entgleisen des angehängten Wagen. Eine Märklin NEM-Schacht Telex kann man etwas bearbeitet verwenden, ohne, dass ein angehängter Wagen entgleist.
Die Märklin 36700 ist die aktuellste einzeln angebotene DHG 700.In der aktuellen Ausführung sogar mit mfx / DCC Decoder: https://www.maerklin.de/de/produkte/details/article/36700 Eine 36700 mit mfx und DCC Decoder erkennt man an der OVP.Dort ist das mfx und das DCC Symbol aufgedruckt. Diese Ausführung hat ein LED Spitzenlicht.
Die Varianten mit HLA ab Werk (waren in Startpackungen enthalten), sind allerdings leichter auf einen anderen Decoder umrüstbar, da man den neuen Decoder leichter unterbringen kann. Hier sieht man eine dieser DHG 700 mit HLA ab Werk: Märklin Henschel DHG 700: LED Licht, Betriebssicherheit (MHI)
Märklin 3078 mit einem neueren Ersatzfahrwerk mit HLA einer DHG 700 und etwas farblich verbessert:
Zitat von etr im Beitrag #1Wenn die Lok einen NEM-Kupplungsschacht hat, ist dann zwingend auch der Antrieb auf dem jüngsten Stand?
nein! Es gibt aber ein paar andere Anhaltspunkte. DHGs mit dem neuen Schneckenantrieb haben keine Schraube mehr im Dach und durch das Führehaus könnte man in Höhe der Fenster durchsehen, wenn die Cellonscheiben das nicht verhindern würden. Bei der Antriebsvariante mit Schnecke, ist sind zudem nicht alle Achsen angetrieben. Hat die vorderste Achse Zahnräder, ist also angetrieben, handelt es sich um einen Trommelkollektormotor oder um einen klassischen kleinen Scheibenkollektormotor. Vorletzte und Letztere sind auch die Basis für den Einbau eines Glockenankermotors nach MiBa Spezial 71, mit der man wohl die besten Fahreigenschaften erreicht. Für das nachträgliche Aufrüsten mit irgendeiner Fernentkupplung, ist keine DHG von Mätrix vorbereitet oder wirklich geeignet.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Zitat von etr im Beitrag #1Wenn die Lok einen NEM-Kupplungsschacht hat, ist dann zwingend auch der Antrieb auf dem jüngsten Stand?
nein! Es gibt aber ein paar andere Anhaltspunkte. DHGs mit dem neuen Schneckenantrieb haben keine Schraube mehr im Dach und durch das Führehaus könnte man in Höhe der Fenster durchsehen, wenn die Cellonscheiben das nicht verhindern würden. Bei der Antriebsvariante mit Schnecke, ist sind zudem nicht alle Achsen angetrieben. Hat die vorderste Achse Zahnräder, ist also angetrieben, handelt es sich um einen Trommelkollektormotor oder um einen klassischen kleinen Scheibenkollektormotor. Vorletzte und Letztere sind auch die Basis für den Einbau eines Glockenankermotors nach MiBa Spezial 71, mit der man wohl die besten Fahreigenschaften erreicht. Für das nachträgliche Aufrüsten mit irgendeiner Fernentkupplung, ist keine DHG von Mätrix vorbereitet oder wirklich geeignet.
MfG
vik
Hallo, auch die neuen DHG 700 haben die Schraube im Dach.
Hier ein Video, in dem ich die DHG500 Art.-Nr. 36501 mit "aktuellem" Chassis mit einem LokSound ausgerüstet habe:
Ab Minute 29:31 ist der Umbau der Lok zu sehen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass sich die DHG500 und DHG700 nicht grundsätzlich unterscheiden: Die Lok hat einen starren bzw. nicht seitenbeweglichen Kupplungshaken, wodurch der Einsatz einer anderen Kupplung m.E. komplett ausscheidet, da sie die Wagen zum Entgleisen bringen würde.
Ich bin ziemlich sicher, dass die Modelle mit dem neuen (= Kunststoff) Kupplungshaken auch den neuen Antrieb haben, da Märklin das sicherlich mit einer Formänderung bzw. neuen Form für das Chassis gemacht hat.
Das Modell hat keine Schraube mehr auf dem Dach. Das Gehäuse lässt sich durch Spreizen am Rahmen nach oben abziehen.
nein, auch die letzten DHG700/ 500 mit Trommelkollektormotor hatten den gesteckten Haken im NEM-Schacht. Die Umstellung ist bei der Umstellung von Scheibenkollektor auf Trommelkollektor passiert, der Schneckenantrieb ist nochmal eine weitere Evolutionsstufe. Einfachstes Erkennungszeichen auch auf Bildern für die Schnekcenvariante ist das Fehlen des großen Zwischenzahnrades. Dies ist z.B. auch auf den Bildern von TEE 2008 gut zu erkennen. Ansonsten hilft oft nur die Artikelnummer zu Googlen oder ein Bild von unten.
Danke euch vielmals für die aufschlussreichen Antworten, die sich z.T. widersprechen.
Ich nehme als für mich wichtiges Fazit mit: NEM-Kupplungsschacht bedeutet noch nicht zwingend aktuellster Antrieb. Das Vorhandensein bzw. Fehlen des gut sichtbaren grossen Zwischenzahnrades ist offenbar das entscheidende von aussen sichtbare Unterscheidungsmerkmal.
Übrigens: Ich kann mit dieser Lok durchaus die Roco KK verwenden, ohne dass es bislang Entgleisungsprobleme gab. Es hat - vermutlich mit Absicht - doch einiges an Seitenspiel bei eingesteckten KK. So geht's dann sogar ohne Seitenbeweglichkeit des Kupplungsschachtes. Zumindest in den bisher ausprobierten Kombinationen Lok - Wagen.
Märklin hat mal eine Zugpackung mit dieser Lok - noch in alter Ausführung - in Ausführung der Orbe-Chavornay-Bahn (OC) aus der Westschweiz produziert. Durch Hütchentausch kam ich zu einer OC-Lok auf dem neusten technischen Stand. Die Ausführung, die Tobias in Bildern vorgestellt hat, war die Grundlage für meine technische Modernisierung der OC-Lok.
Es gäbe noch die eine oder andere DHG 700 mit Schweizer Hintergrund (von der "Alusuisse" ist mir bekannt, dass sie Märklin mal produziert hat, auch in technischer Uralt-Ausführung). Grad gestern habe ich eine DHG 700 im Vorbahnhof von Zürich in den Farben der Gleisbaufirma Vanoli gesehen. Die DHG 500 - auch bei Märklin eine eng verwandte Konstruktion - in der attraktiven Aare-Seeland-Farbgebung wäre noch ein möglicher Kandidat für neue Modellausführungen ...