In Richtung eines möglichen Schemas An-der-Wand-entlang konnte ich irgendwie immer noch nicht wirklich etwas finden, das mich mehr überzeugt als die schon weiter gediehene Planung - aber vielleicht hat ja noch jemand eine Idee: Wenn ich rundherum die 80 cm plane und mit der üblichen zusätzlichen Zunge in der Mitte, komme ich leider nicht wirklich zu mehr Übergang zum Hintergrund. Hauptsächlich klauen die Kurven an der Wandseite zu viel Platz, als dass hinter dem Bahnhof noch viel sein könnte (ist in der Zeichnung übertrieben, aber selbst mit Optimierung sind's vier Gleise + Bahnsteig + Abstände = mehr als 400 mm, dann ein Bahnhofsgebäude, eine Straße und schon ist nur ein Relief-Gebäude an weiterem Hintergrund möglich). Der Ringschluss muss natürlich nicht sein - aber Brücken hatte ich mir ja schon irgendwie gewünscht. Mit einer richtigen Kehre bzw. mehr Gestaltung oben rechts wäre am Treppenabsatz nicht mehr wirklich viel Platz - in der anderen Planung ist es dort nur noch 40-50 cm tief und schafft etwas Platz, z.B. für den Steuerplatz. Wie gesagt: Vielleicht übersehe ich einfach sehr viel, wie man das noch planen könnte. Bis zu der Horizonterweiterung finde ich irgendwie die "flache" Variante, bei der man dafür von mehreren Seiten an sehr langen Abschnitten entlang gucken kann, besser.
Zu dem Thema würde ich so langsam auch Richtung Schattenbahnhof gucken, das durchschaue ich auch noch nicht so ganz: Mein erster Plan war, an der rechten Längsseite (parallel zur Treppe) eine Rampe zu bauen, die in Richtung des blauen Pfeils nach unten führt: Zur besseren Beschreibung des Rangiergeschehens die Positionen 1. (rechte Längsseite), 2. (untere Seite bzw. untere südliche Ebene) und 3. (obere Zufahrt bzw. untere nördliche Ebene). Die roten 180°-Wenden markieren die Orte, wo eine komplette Wende im Schattenbahnhof Platz hätte. Problem I: So oder so: Mit so einer Rampe müssen Züge die Richtung wechseln, um von beiden Zufahrten der Anlage nach oben/unten kommen zu können. Problem II: die rot markierten Bereiche wären ungünstig mit einer tief liegenden 2. Ebene zu queren. Eine Trasse mit 10 cm tiefer liegenden Gleisen wäre vielleicht denkbar. Bei der Brücke oben links soll man ja eigentlich noch drunter durch tauchen können - bei 80 cm Plattenhöhe blieben mit 2. Ebene für Durchfahrten im SBF noch vielleicht 65 cm Luft bis zum Boden... Bei der Trasse über der Treppe ist der Heizkörper direkt am Heizungskabuff zwar schon zu Ende - das Trassenbrett sollte ja aber herausnehmbar sein, also je weniger komplex desto besser. Problem III: Im/unterm oberen Anlagenschenkel ist keine Wende möglich. Stumpfgleise zum Abstellen (und Richtungswechsel auf der oberen Ebene bevor es in den ausgestalteten Bereich geht) wären zwar möglich - oder eben doch eine Durchfahrt unter der Brücke im Verdeckten, dann aber so flach drunter wie möglich. Oder doch einen nördlichen und einen südlichen Schattenbahnhof mit je einer Rampe und keiner unterirdischen Verbindung? Da alle Gleise an der rechten Seite nicht zur ausgestalteten Anlage gehören, wäre hier natürlich auch ein Wechsel vom einen in den anderen SBF und z.B. Wenden nur im südlichen Teil denkbar.
Habt ihr noch Ideen, wie sich der Schattenbahnhof am besten anbinden und ausgestalten ließe?
Wo Du die Strecken letzten Endes runterführst, ist Jack wie Büchs und wird sich noch im Laufe der weiteren Planungen ergeben.. Allerdings ist für eine Wendel nur unter dem Mittelteil Platz Bis zum Wendel sind bereits einige Zentimeter gewonnen.
Um noch einen Richtungswechsel hinzubekommen bedarf es einer Kehrschleife. Das alles ist von mir "irgendwie" frei Hand gezeichnet. Bestimmt nicht leicht mit einem Gleisplanungsbereich.
Nach etwas Funkstille - in der Zwischenzeit haben wir das Haus bezogen und bis auf den Dachboden eingerichtet - geht die Planung nun weiter: Nun, mit dem Raum tatsächlich vor Augen und Maßband, haben sich ein paar kleine Änderungen ergeben: Zugang zur Heizungsanlage: Das Kabuff, das bisher als rechteckige Aussparung auf den Plänen vorhanden war, ist weder vollständig gefüllt noch fest gebaut. Dadurch konnte ich das scharfe Einbiegen in den Bahnhof glätten und den Bahnsteig auf knapp 3 m verlängern. Ein Zugang von der Treppe aus ist leider nicht realistisch, der einzig praktikable Weg ist der rot markierte Korridor. Diesen Anlagenteil werde ich in der Höhe verstellbar bauen, so dass Kabel etc. nicht ab- und angesteckt werden müssen und alles stabil befestigt bleiben kann. So ca. 50 cm nach oben reichen völlig um an der Heizungsanlage überall ankommen zu können. Aus diesem Grund versuche ich allerdings auch, hier keine komplizierten oder sehr hohen Bereiche zu bauen. Von der Treppe aus mit einer Leiter/Planke direkt bei der Jealousie durch war meine erste Idee, aber die Heizung steht soweit rechts, dass kaum mehr Platz zum Geländer ist - und so richtig sicheren Stand bekommt man auf der Treppe aus schwebenden Steinstufen auch nicht. Stattdessen können hier die kleinen Wände weg und der Warmwasserkessel trägt direkt die Kulisse.
Durchgänge: Damit ein Techniker überhaupt mit Equipment zum Kriechgang zur Heizung kommt, ist der Durchgang zwischen dem Heizkörper (grüne Fläche) und dem mittleren Anlagenschenkel sehr knapp bemessen. Da auf der angrenzenden Fläche aber keine Gleise geplant sind, kann die rot schraffierte Fläche zur Not auch entfallen oder als bloße Platte ohne Unterbau eingehakt sein. Die rechts davon liegende Fläche (grün) habe ich wiederum verlängert, da dort unten drunter so oder so ein Heizkörper in dieser Breite steht. So passt ein ca. 2 m langer Getreidezug drauf, der am Anfang des Gleises durch die Abfüllanlage fährt. Im Vorbild wird das auch in ein Stumpfgleis gefahren - auf dem Rückweg allerdings auf einem Parallelgleis am Gebäude vorbei geleitet.
Plattenhöhe: Die Fläche, die auf Höhe des Kniestocks zusätzlich zur Verfügung stehen würde, ist ziemlich groß, daher habe ich die Plattenhöhe auf 71 cm abgesenkt, um für den Schattenbahnhof die optimale Breite nutzen zu können und auf dem oberen Anlagenteil, insbesondere hinter der Aufstellgruppe, mehr Hintergrund bauen zu können. Trotz dieser Maßnahme werden die Häuser hinter dem Bahnhof leider nicht überall 20 cm hoch sein können, hier wird wohl etwas Improvisation und ein paar Querschnitte mit dem heißen Draht vonnöten sein... Und noch zwei Ansichten des Raumes, mit grob überlagerter Ansicht der Platte:
Schattenbahnhof: Die wichtigste Entwicklung ist der Schattenbahnhof. Hier habe ich jeweils eine Gruppe Abstellgleise oben und unten geplant, mit einer Kehrschleife in der Mitte. So können Züge über beide Rampen kommen und wegfahren ohne auf der Plattenebene Kehrt machen zu müssen.
Habt ihr noch Ideen oder Anregungen insbesondere zu der unteren Ebene? Der Raum bekommt noch einen neuen Boden und ein neues Dachfenster - ein bisschen Zeit ist also noch, bis die Planung auch Richtung Unterbau und Technik stehen sollte.
das Thema und seine Umsetzung ist klasse. Und jetzt kommt mein "aber":
Zitat von NordischByNature im Beitrag #53Durchgänge: Damit ein Techniker überhaupt mit Equipment zum Kriechgang zur Heizung kommt, ist der Durchgang zwischen dem Heizkörper (grüne Fläche) und dem mittleren Anlagenschenkel sehr knapp bemessen. Da auf der angrenzenden Fläche aber keine Gleise geplant sind, kann die rot schraffierte Fläche zur Not auch entfallen oder als bloße Platte ohne Unterbau eingehakt sein. Die rechts davon liegende Fläche (grün) habe ich wiederum verlängert, da dort unten drunter so oder so ein Heizkörper in dieser Breite steht. So passt ein ca. 2 m langer Getreidezug drauf, der am Anfang des Gleises durch die Abfüllanlage fährt. Im Vorbild wird das auch in ein Stumpfgleis gefahren - auf dem Rückweg allerdings auf einem Parallelgleis am Gebäude vorbei geleitet.
Bist du dir sicher, dass der geplante Platz zum Agieren (d.h. auch zum Tausch den Heißwasservorratsbehälters oder dessen Wartung) ausreicht, ohne dass die Modellbahnanlage dabei beschädigt wird? Ich kann nur darauf aufmerksam machen, dass nach meiner Einschätzung zu wenig Platz zum Agieren vorhanden ist.
Gruß, Heinz
Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder. Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"
Moin zusammen! So langsam bin ich so weit, dass ich den Plan mal im Originalmaßstab plotten lassen würde um ihn im Raum auslegen zu können
Bei den Kontrollen zu möglichen groben Fehlern ist mir nochmal die Frage zu den minimalen Abständen gekommen, die früher im Thread noch nicht erschöpfend geklärt wurde: "
ZitatNoch eine andere Frage: Für die Gleisabstände habe ich mich durch die NEMs gearbeitet, aber so ganz klar ist es mir für den Fall von sich in Kurven begegnenden Zügen noch nicht. Fahrzeuge nach NEM dürfen für Spur H0 (16,5 mm) höchstens 40 mm breit sein. Sie ragen also pro Seite ca. 11 mm über die Schiene hinaus. Die Norm für das Lichtraumprofil will aber 24 statt 20 mm pro Seite von der Gleismitte aus. Für Kurven kommen max. 11 mm hinzu. Wenn ich mit dem Piko-Gleismittenabstand von 61,9 mm rechne passt das aber nur zu einer der Normfälle: 61,9 - 16,5 (2x halbe Spurweite)/2 = 22,7 mm pro Seite über die Spur hinaus. Das kommt mit NEM 301 + Kurvenzugabe hin (11 + 11 = 22 mm) aber nicht mit Lichtraumprofil + Kurvenzugabe (13 + 11 = 24 mm). Gut, bei wirklich parallel verlaufenden Trassen bin ich ja deutlich über 450 mm Kurvenradius – passt das dann mit dem Piko-Abstand? Was ist mit der Aufstellgruppe, wenn ich da noch Lampen oder so platzieren möchte?"
Ich gehe mal davon aus, dass der Standardabstand im Piko-Gleissystem wohl ausreichend auch für Parallelgleise in Kurven ist – etwas verwirrend finde ich die Angaben trotzdem weil sie immer von der Gleismitte aus rechnen..
Mindestabstände für... Gerade Strecken: - min. 12 mm von der Außenkante der Schienenprofils Kurven: - min. 22,7 mm von der Außenkante der Schienenprofile
Das heißt bei geraden Parallelgleisen mit 61,9 mm Gleismittenabstand wären in der Mitte noch21 mm "Platz", was ja für ein Signal oder Gittermast reichen würde.
Kommt das hin?
Wenn ich die Schattenbahnhöfe noch tiefer legen wollen würde, müsste ich die Rampen steiler machen. Ich hab hier einen Bauthread mit einem R2-Wendel mit 3,7% Steigung gesehen. Hier wäre es ja "nur" gerade Rampen mit im Worstcase einer 90°-R2-Kurve vor- bzw. nach der Rampe.
Wie viel Steigung könnte ich da realistisch einplanen?
Die meisten Züge wären 2 m, einige bis zu 3 m. Die 300 mm-Personenwagen wären dabei und im Zweifel auch ein Triebwagenverbund wie ICE.
Zitat von NordischByNature im Beitrag #55... Mindestabstände für...Gerade Strecken:- min. 12 mm von der Außenkante der SchienenprofilsKurven:- min. 22,7 mm von der Außenkante der SchienenprofileDas heißt bei geraden Parallelgleisen mit 61,9 mm Gleismittenabstand wären in der Mitte noch 21 mm "Platz", was ja für ein Signal oder Gittermast reichen würde.Kommt das hin?
Hallo NordischByNature,
ja, das kommt hin. Siehe dazu auch diese Information vom Vorbild. Das funktioniert bis 57 mm Gleisabstand (gemessen von Gleisachse zu Gleisachse). Und dann gibt es auch noch das Signal mit Schmalmast.
Zitat von NordischByNature im Beitrag #55Wenn ich die Schattenbahnhöfe noch tiefer legen wollen würde, müsste ich die Rampen steiler machen.Ich hab hier einen Bauthread mit einem R2-Wendel mit 3,7% Steigung gesehen. Hier wäre es ja "nur" gerade Rampen mit im Worstcase einer 90°-R2-Kurve vor- bzw. nach der Rampe. Wie viel Steigung könnte ich da realistisch einplanen? ...
Pauschal warne ich vor Steigungen über 3%. Es gibt hier auch Anlagen mit 5% Steigung. Das geht, aber eben nur für kurze Züge. Ich rate davon ab, die Kurven mit wesentlich geringerer Steigung als die verbindenden Geraden auszustatten, da es zu "Knicken" in der Steigung und bei leichten Waggons im vorderen Zugteil zu m Umkippen kommen kann. Die maximal möglich Steigung hängt vom Radius (je kleiner desto geringer sollte die Steigung sein), von dem Rollwiderstand der Waggons, dem Gewicht der Lok und der Traktion (Haftreifen?) und dem Zustand der Gleise (Sauberkeit) ab.
Gruß, Heinz
Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder. Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"
Zitat von ET 65 im Beitrag #56[...] Pauschal warne ich vor Steigungen über 3%. Es gibt hier auch Anlagen mit 5% Steigung. Das geht, aber eben nur für kurze Züge. Ich rate davon ab, die Kurven mit wesentlich geringerer Steigung als die verbindenden Geraden auszustatten, da es zu "Knicken" in der Steigung und bei leichten Waggons im vorderen Zugteil zu m Umkippen kommen kann. Die maximal möglich Steigung hängt vom Radius (je kleiner desto geringer sollte die Steigung sein), von dem Rollwiderstand der Waggons, dem Gewicht der Lok und der Traktion (Haftreifen?) und dem Zustand der Gleise (Sauberkeit) ab.
Gruß, Heinz
Danke für die Hinweise! Die Kurve hat auch schon Steigung – aber so oder so: da der untere Teil logischerweise zuerst kommt und nur die Rampe die Ebenen verbindet, kann ich auch verschiedene Steigungen ausprobieren. Der Worst Case wäre also ein langer Zug mit vielen Achsen (z.B. Tankwagen) oder sind lange Personenwagen schlimmer?
bedenke auch, dass die Kehrschleife so lang sein muss, dass dort dein längster Zug reinpasst und das wird hier (rot) sicher nicht möglich sein:
Bei deiner Weiterplanung solltest du deshalb immer die Kehrschleifen nicht außer Acht lassen, ehe du dann beim Bau und Betrieb dich ärgerst.
Ja, du hast Recht – das Y-Stück und die Schleife müssen geschaltet werden und getrennt von der Strecke sein. Aber das kann passieren, wenn der Zug in der Schleife (blau) steht/fährt. Dort passt auch jeder Zug rein.
Zitat von ET 65 im Beitrag #56[...] Die maximal möglich Steigung hängt vom Radius (je kleiner desto geringer sollte die Steigung sein), von dem Rollwiderstand der Waggons, dem Gewicht der Lok und der Traktion (Haftreifen?) und dem Zustand der Gleise (Sauberkeit) ab. ...
... Der Worst Case wäre also ein langer Zug mit vielen Achsen (z.B. Tankwagen) oder sind lange Personenwagen schlimmer? ...
Ein "langer" Zug mit leicht rollenden, leichten Waggons ist weniger kritisch als ein "kurzer" Zug mit schweren und hohem Rollwiderstand versehenen Waggons. Ungeschmierte Zapfenachslager sind um ein vielfaches schwergängiger als unbelastete Spitzenlager. Welcher Faktor mehr Einfluss hat, ist abhängig vom verwendeten Material und dem Instandhaltungszustand. Mehr kann ich dir aus objektiver Sicht nicht dazu schreiben.
Gruß, Heinz
Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder. Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"
Moin Andreas, wenn ich das richtig verstanden habe, soll dein Heizungstechniker bei der Wartung unterder Bahn herklettern? Mach doch einfach sowas unter die Jalousie:
Es geht weiter: Das Zimmer ist renoviert; mit blau-grauen Wänden als Hintergrund (ist das schon das durchschnittliche norddeutsche Himmelblau?) und Granit-/Betonoptik am Boden.
Den Gleisplan habe ich plotten lassen und einmal grob ausgebreitet. Ein paar kleine Korrekturen wird es brauchen, aber nichts Dramatisches:
Der Durchgang vor dem Heizkörper muss definitiv breiter, da geht ein Streifen Landschaft drauf oder wird abnehmbar. Ausgerechnet in der Breite des Raumes fehlen aus irgendeinem Grund ein paar Zentimeter – gut die Fußleisten sind auf Plattenhöhe natürlich nicht. Die Maße in Wintrack stimmen aber mit den Grundrissen und nachgemessenen Strecken überein und der Plot ist auch perfekt 1:1. Entweder eine Wand ist schief (also ein trapezförmiger Raum) oder die Plots sind noch nicht korrekt überlappt/ausgerichtet.
Das schnippel und klebe ich noch korrekt, dann geht's ans Holz für das Grundgerüst – und vielleicht ist es auch an der Zeit, in einen Thread im "Bau"-Bereich überzusiedeln. Nochmal vielen Dank für eure Hilfe bis hierhin!