RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#26 von Frank K , 20.05.2025 11:01

Servus, Jürgen,

wenn Du die eingleisige Parade haben magst, warum nicht mit richtiger (= offener) Abzweigstelle? Die braucht dann ein paar Signale und ein Blockstellenstellwerk. Der erste Viertel- bis Drittelbogen der Hauptstrecke würde dann noch sichtbar bleiben. Wäre das vielleicht eine Idee für Dich?

Ciao, Frank


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#27 von Jürgen , 20.05.2025 11:09

Ich danke Euch für Eure Anmerkungen.

Christian, es gibt nur mehr Punkte, die für die Paradestrecke hinten spricht. Dann ist der Zugriff auf den Bahnhof vorne einfacher. Hier findet der Rangierbetrieb statt und da möchte ich mich nicht über die Paradestrecke beugen. Die hinten liegende Paradestrecke ist weitaus weniger anfällig für Betriebsstörungen und weniger aufwändig für Reinigungen. Ich wundere mich, warum das nicht viel öfter gemacht wird. Die optische Wirkung mit langer Anfahrt zum Bahnhof ist, wie Du schreibst, sehr reizvoll.

Frank, einen offenen Abzweig würde einen engeren sichbaren Radius bedingen. Auch wenn es 64 cm sind, das ist mir hier zu eng. Eine Alternative wäre aber ein vorgelagerte Trennstelle mit weiteren Radien. Das ist eine Überlegung wert.

Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#28 von Tecorian , 20.05.2025 11:18

Ich finde die eingleisige Paradestrecke im Hintergrund über fast 9 m Länge super!
Würde an der Idee festhalten wollen.
Das ist doch total beeindruckend, wenn da sich dann der Zug dem Bahnhof über eine aureichend und halbwegs realistische Zeit wie Strecke nähert.


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#29 von iwii , 20.05.2025 11:42

Zitat von Jürgen im Beitrag #27
Ich wundere mich, warum das nicht viel öfter gemacht wird.


Das hat praktische und optische Gründe. Auf den meisten Heimanlagen dreht sich alles um einen zentralen Durchgangsbahnhof. In der Regel mit dem EG und einer Bahnhofstraße im Hintergrund als Übergang zur Kulisse, damit man von den Zügen im Bahnhof etwas sieht. Vom Bahnhof muss man dann irgendwie in den Schattenbahnhof kommen. Der ist ja meistens unten, also geht es auch mit der Strecke runter. Eine Paradestrecke läge dann mindestens eine Ebene unterhalb und hinter dem EG. Wenn man nur einen Meter Tiefe hat, sieht man davon nicht mehr viel und es sähe von der Streckenführung auch oft komisch aus. Hat man mehr Platz, kann man mit der Paradestecke natürlich nach oben. Allerdings ergibt sich daraus dann zwangsweise links und rechts ein Hügel für die Wendel, was einen bei der thematischen Landschaftsgestaltung doch einschränkt. Eine Paradestrecke im Vordergrund ist hingegen viel einfacher zu bauen und in fast jedem Landschaftsumfeld plausibel darstellbar. Zudem hat man immer freie Sicht auf die Züge.

Gruss, iwii




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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#30 von Enztalbahner , 20.05.2025 18:51

Hallo Jürgen!

Zitat von Jürgen im Beitrag #22
ich greife das Thema "Paradestrecke" hier noch einmal auf. Ich hatte auch schon die Idee, nur noch eine eingleisige Paradestrecke umzusetzen. Ich habe die Idee hier einmal skizziert.

Die eingleisige Paradestrecke wäre auch mein Favorit. Das passt meines Erachtens besser zum Charakter des Enztals als eingleisige Strecke. Aber ja Zugbegegnungen haben auch ihren Reiz.

Zitat von Jürgen im Beitrag #21
Seitens des Baus habe ich für den Bodeninkl. Seitenwände und die Gruben einen 3D-Druck entworfen und gedruckt.

Das wird ein schönes Gebäude, beleuchtete Untersuchungsgrube, echthölzernes Fachwerk

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#31 von K.Wagner , 20.05.2025 21:09

Hallo Jürgen,

irgendwie habe ich den Start des neuen Threads verpaßt...aber ihn noch rechtzeitig gefunden. Bin gespannt auf die Umsetzung - und erfreut, daß die Holzleisten - Moltofill - Methode, die ich bei der Erstellung meines Haltepunkthäuschens "Weissenohe" (ohne Vorbildung) angewandt habe, auch bei anderen angewendet wurde.

Der Schuppen schaut jedenfalls toll aus - und die richtige Lok (für Pforzheim - Wildbad) schaut auch schon raus.
Weiterhin viel Erfolg!


Gruß Klaus


 
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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#32 von Jürgen , 21.05.2025 09:18

Moin,

heute kurz und ohne Bilder, es geht um die Steigungen. Beginne ich mit der Ausfahrt des Schattenbahnhofs und ende ich vorbildgerecht mit der Einfahrt in Wildbad, komme ich auf eine Länge von ca. 14 m komme ich auf eine Steigung von 1,4%. Da ist auf der sicheren Seite mit etwas Luft für Ausrundungen. Hier bin ich also nicht nur im grünen Bereich, sondern vorbildgerecht, da die Strecke mit 1% steigt und korz vor Wildbad sogar 1,35% erreicht. Hier habe ich sogar Luft für weitere Überlegungen des Abzweigs.

Die ursprüngliche Idee folgt der Strecke der Nagoldbahn nördlich von Calw. Dort steigt die württembergische Schwarzwaldbahn parallel zur Nagoldbahn im Tal. So ganz ist das nicht vom Tisch, denn die maximale Höhendifferenz beider Strecken beträgt an der linken Seite gerade einmal 10 cm. Da ließe sich etwas daraus machen. Ich denke weiter ...

Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#33 von Jürgen , 01.06.2025 14:53

Moin,

ich habe noch einmal die Idee der Paradestreccke noch einmal überarbeitet und es ist eine neue Variante heraus gekommen. Das heißt nicht dass es so gebaut wird, aber es ist eine Überlegung wert. Diesmal ist die Parade zweigleisig und hat auf der Strecke einen Abzweig nach Wildbad. Die Höhenentwicklung ist wie folgt:

Paradestrecke am linken und rechten Rand ca. 3 cm über SBH und am Abzwit ca. 8 cm. Die Nebenstrecke hat am linken Rand ca. 12cm über SBH und Wildbad ca. 20 cm. Natürlich wäre es auch möglich die Paradestrecke eingleisig zu bauen. Ich bin mir noch unsicher. Den Plan bitte nur als Skizze verstehen. Was noch falsch ist, ist die Kehrschleife am linken Rand. Sie muss weiter im Bogen geführt werden, damit die Hühenanpassung möglich wird.

[[File:wildbad_08_Übersicht_Variante_04.jpg|none|fullsize]]

Viele Grüße
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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#34 von Wolfgang44 , 02.06.2025 19:08

Hallo Jürgen,
ein tolles Projekt!
Ich persönlich liebe auch lange Züge und habe deshalb eine 2gleisige Paradestrecke und über 100 m Abstellgleise😅. Da würde ich an deiner Stelle noch überlegen ob da mehr möglich ist.
Beim Abzweig würde ich anstatt der EKW lieber 2 Weichen vorsehen, das ist auf der Hauptbahn betriebssicherer und wäre bei der Länge kein Problem. Freue mich schon auf weitere Beiträge


Grüße aus Nürnberg
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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#35 von K.Wagner , 02.06.2025 20:57

Hallo Jürgen,
Du planst ja in einer älteren Epoche, aber evtl. war es da auch schon üblich, die Kreuzweich on 2 Einzelweichen aufzulösen, besonders wenn keine Sekundrbahn abzweigte


Gruß Klaus


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#36 von Jürgen , 04.06.2025 15:58

Moin,

es gibt einen Grund für die EKW/DKW: ich habe 3 Stück davon. Mal sehen, was ich machen werde ...

Doch nun zu etwas anderem. Ich habe einen Ausdruck in 1:1 des Gleisplans von Wildbad gemacht und ausgelegt. Mir hat es den Atem verschlagen. Doch seht selbst:







Die Drehscheibe ist noch zu groß, aber ich habe keine 16m Scheibe in meiner Software. Die DS wird noch ein eigenes Projekt. Auf dem ersten Bild liegen im Vordergrund die langen 10°Weichen von Roco. Auf dem zweiten Bild steht ein Zug mit einer 93 mit einer Donnerbüchse und einem Dreiachser am künftigen Bahnsteig. So, wie der Bhf dort liegt hat er eine Länge von ca. 6,5 m und hat damit in ewa Originallänge und -breite. Ich bin selber etwas überrascht über die Wirkung. Die Fahrzeit im sichtbaren Bereich beträgt für den kleinen Zug ca. 2 Minuten bis zum Bahnsteig, wenn ich von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 40 km/h ausgehe.

Ein paar Feinheiten, insbesondere bei den Gleisabständen, muss ich noch überarbeiten, dann kann es losgehen...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#37 von K.Wagner , 04.06.2025 16:07

Monamann - das schaut
a) gut aus
b) ist riesig.....
Schön, daß Du das so umsetzen kannst!


Gruß Klaus


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#38 von Enztalbahner , 04.06.2025 19:37

Hallo Jürgen

Zitat von Jürgen im Beitrag #36
Ich habe einen Ausdruck in 1:1 des Gleisplans von Wildbad gemacht und ausgelegt. Mir hat es den Atem verschlagen.

Wildbad sieht auf den Plänen am Computer recht übersichtlich aus, ist aber schon ganz schön mächtig. Sieht aber toll aus und du hast ja den Platz

Willst du jetzt doch eine 16 m Drehscheibe einbauen? Ich dachte, du wolltest deine großen Loks dort wenden? Oder hast du diese Idee wegen der Paradestrecke verworfen?

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#39 von Jürgen , 04.06.2025 19:51

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #38
Willst du jetzt doch eine 16 m Drehscheibe einbauen? Ich dachte, du wolltest deine großen Loks dort wenden? Oder hast du diese Idee wegen der Paradestrecke verworfen?


Hallo Rainer,

so bleibe ich näher beim Vorbild. Ich kann die großen Loks bei Bedarf über die Kehrschleife im Schattenbahnhof wenden. Und sollte ich den Fiddle Yard bauen, kommt dort eine große Scheibe hinein.

Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#40 von Gelöschtes Mitglied , 04.06.2025 20:12

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #36
Doch nun zu etwas anderem. Ich habe einen Ausdruck in 1:1 des Gleisplans von Wildbad gemacht und ausgelegt. Mir hat es den Atem verschlagen.


Da sieht man einmal mehr wie groß so ein Bahnhof doch ist. Auch wenn es nur ein kleiner Bahnhof ist. Dafür verspricht das eine Menge Fahrspaß, 2 Minuten von der Einfahrt bis zum Bahnsteig sind absolut toll. Wenn du dann ein klein wenig rangieren wirst ist ziemlich schnell ne halbe Stunde rum.

Auf jeden Fall sieht das richtig toll aus! Bin gespannt auf deine Umsetzung.

Cheers Christian


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#41 von Gurkenfein007 , 08.06.2025 19:02

Moin Jürgen,

interessantes Projekt, was du da auf den Haken nimmst, ich stelle hier mal meinen Fuß in deine Tür.



Für mich auch insofern interessant, da du wohl es planst, einen Bahnhof im Original nachbauen zu wollen.
Das habe ich mit meinem Bahnhof Eckernförde bereits hinter mir.
Ich bin mal gespannt, wie du dieses Thema angehen wirst.

Ansonst wünsche ich dir viel Erfolg für deine weiteren Arbeiten !

Und damit verabschiede ich mich mit besten Grüßen aus dem hohen Norden

der Carsten

meine Anlage: Eckernförde ?......der alte Bahnhof schon...

mein Lebensmotto: Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden . Franz Kafka


Und hiermit verabschiede ich mich

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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#42 von Frank K , 08.06.2025 19:21

Servus, Jürgen,

das schaut sehr vielversprechend aus - sowohl thematisch, als auch von den Dimensionen her - gewaltig! Da ist jede Menge Rangierspaß garantiert.



Am Ende wirst Du für die Parade gar kein Auge mehr haben ...

Ciao, Frank


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#43 von reinout , 11.06.2025 09:54

Wow, so ein langer Bahnhof. Ja, das ist beeindruckend Eine 1:1 Dummy basteln ist immer eine gute Idee.

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Tipp: Meine Bahn wird im Anlagen Design Journal 6 großartig vorgestellt (und die Sicherungstechnik in #17).


 
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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#44 von ET 65 , 15.06.2025 19:42

Hallo Jürgen,

wenn du das "Ding" schon in der Länge umsetzen solltest, kann ich dir nur vorbildgerechte Gleisabstände empfehlen. Die 61,6 mm von RocoLine sind alles andere als vorbildlich.
Die Optik gewinnt ungemein damit. Beim RocoLine müsstest du dann Hand an die Weichen anlegen und die Zweiggleise kürzen / biegen. Frage: Warum dann nicht gleich Weinert "Mein Gleis"?

Gruß, Heinz


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#45 von Jürgen , 16.06.2025 06:42

Zitat von ET 65 im Beitrag #44
Frage: Warum dann nicht gleich Weinert "Mein Gleis"?


Die Antwort ist einfach: Weil ich das Material seit vielen Jahren besitze. Eine Neubeschaffung würde mich einen vierstelligen Betrag kosten ...

Im übrigen habe ich den Bahnhof überarbeitet und verschlankt, aber noch nicht gezeigt. Meine alte Software kann das nämlich nicht. Die Paradestrecke bekommt mit Sicherheit einen vorbildgerechten Gleisabstand. Im Bahnhof war ich mir lange nicht im Klaren, ob er tatsächlich so einmal existiert hat. Ich habe mehrere Plänne, die unterschiedlich sind. So manches ist aus der Entwurfsphase vor den Umbauten. Und die Pläne, die mir vorliegen, sind nicht immer konsistent. So gibt beispielsweise der Plan des Lokschuppens einen Gleisabstand von 5,3m vor, der Gesamtgleisplans des Bahnhofs 4,8m. Was ist also richtig ? Dieser Frage begegne ich immer wieder und jede Entscheidung bedingt Zwänge in anderen Fragen. Die Bahnsteiggleise haben einen Abstand nach Plan von wahrscheinlich 4,3m. Es ist aber nur schwer lesbar. Irrtum nicht ausgeschlossen. Das sind in H0 5 cm. Ich gebe Dir Recht, dass der originale Gleisabstand optisch besser aussieht und darüber hinaus auch weniger Probleme macht.

Das habe ich schon ins Kalkül gezogen und lässt sich auch relativ problemlos machen. Bis auf eine Stelle: links (nördlich) vom Güterschuppen liegt eine Kreuzung. Beide Stränge liegen im Bogen. Der eine hat einen Radius von 200 m, der andere 250m. Bei Verwendung von kommerziellen Weichenmaterial müssten die Radien angepasst werden. Den Selbstbau einer solchen Kreuzung traue ich mir nicht zu. Im Augenblick habe ich eine Roco 15° Kreuzung drin und es sieht nicht ganz schlecht aus. Ich müsste mit dem Winkel weiter herunter, um dem Vorbild näher zu kommen. Den kleinsten Winkel, den ich gefunden habe sind 9,5°. Das kommt dem Vorbild sehr nahe, hat aber keine gebogenen Gleise. Da dort nur Rangierfahrten stattfinden, kann das funktionieren. Das muss ich dann aber in situ anpassen.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#46 von Gelöschtes Mitglied , 16.06.2025 07:35

Zitat von Jürgen im Beitrag #45
So gibt beispielsweise der Plan des Lokschuppens einen Gleisabstand von 5,3m vor, der Gesamtgleisplans des Bahnhofs 4,8m. Was ist also richtig ?


Gut möglich dass beides korrekt ist. Am Lokschuppen braucht es mehr Platz an der Seite damit die Loks gewartet werden können.

Was die Kurve mit Kreuzung angeht, sind beim Vorbild auch Abweichungen im Abstand um mit den vorgeschriebenen Radien die Kreuzung zu ermöglichen. Das gibt dann oft großere Abstände vor und in der Kurve.

Den reinen Parallelgleisabstand wendet man nur auf parallel laufenden Gleisen an. Sieht man immer wieder bei masstablichen Plänen.

Dann passiert es auch bei Umbauten, dass die Gleise eben nicht im normalen Abstand sind, wenn zb. die Einfahrt neu und mit weniger Gleis gebaut wird. Auch hier sind im Vorbild die Radien wichtig, denn diese bedingen die Geschwindigkeit bei Ein- und Ausfahrt.
Ich finde es tatsächlich passender wenn grade in der Einfahrt nicht alles Mustergültig gelegt ist, das kommt bei kleinen Bahnhöfen halt vor. Denn sonst müsste man Teile der Strecke anpassen und das kostet Geld.

Cheers Christian


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#47 von Jürgen , 16.06.2025 12:53

Zitat von Kike im Beitrag #46

Gut möglich dass beides korrekt ist. Am Lokschuppen braucht es mehr Platz an der Seite damit die Loks gewartet werden können.

Den reinen Parallelgleisabstand wendet man nur auf parallel laufenden Gleisen an. Sieht man immer wieder bei masstablichen Plänen.
...
Ich finde es tatsächlich passender wenn grade in der Einfahrt nicht alles Mustergültig gelegt ist, das kommt bei kleinen Bahnhöfen halt vor. Denn sonst müsste man Teile der Strecke anpassen und das kostet Geld.




Das ist zwar nicht falsch, trifft aber hier nicht unbedingt zu.

- Die differierenden Gleisabstände beziehen sich beide auf den Lokschuppen.

- Am Bahnsteig hat Wildbad einen Gleisabstand von 4,3m gehabt. Im Bereich der Bahnsteige ist der Abstand weitgehend parallel.

- Die späteren Umbauten zeigen tatsächlich einige "Vermurksungen". Den Zustand zeige ich aber nicht. So wie der Plan in meinem ersten Beitrag aussieht ist er für mich am attraktivsten. Ein größerer Umbau hätte in Wildbad auch größere Probleme gebracht, da der Platz sehr beschränkt ist. Lediglich der Umbau durch die AVG ist ziemlich konsequent, weil er einen stärkeren Rückbau und eine Streckenverlängerung in den Ort hinein beinhaltete.

Grüße
Jürgen


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#48 von Enztalbahner , 16.06.2025 20:19

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #47
Die differierenden Gleisabstände beziehen sich beide auf den Lokschuppen.

- Am Bahnsteig hat Wildbad einen Gleisabstand von 4,3m gehabt. Im Bereich der Bahnsteige ist der Abstand weitgehend parallel.

Der Plan ist wirklich schwer lesbar, bei den Zahlen ist ein großer Spielraum für Interpretationen.

Nach intensivn Studium und Vergleichen in Inkscape bin ich schlussendlich auch auf die 4,30 m gekommen. Beim Lokschuppen rechter Rand würde ich auch auf 5,30 m tippen. Dagegen ist der Abstand im Bereich der Gleiswaage mit 4,50 m genau im Normbereich.

Aber abgesehen von den Zahlenangaben ist der Plan eher ungenau, zumindest auf dem mir vorliegenden Maßstab.

Zitat von Kike im Beitrag #46
Dann passiert es auch bei Umbauten, dass die Gleise eben nicht im normalen Abstand sind

Da stimme ich Christian zu. Im Bereich des Lokschuppens und der Drehscheibe scheinen ja auch Radien von 150 m vorhanden zu sein, wenn ich es richtig lese. Vielleicht handelt es sich da um Altbestand. Man darf auch nicht vergessen, dass Wildbad ein älterer Bahnhof ist, Eröffnung war ja 1868, also weit vor den Reichsbahnzeiten mit ihren Normen. Einiges scheint wohl die Zeit überdauert zu haben. Insgesamt macht es auf mich den Eindruck, dass die Teile im rechten Bereich beim Empfangsgebäude eher einer älteren Periode zugeordnet werden können, während der linke Güterbereich wohl in "neuerer" Zeit angelegt oder verändert wurde. So meine Interpretation und Spekulation.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#49 von Jürgen , 17.06.2025 06:48

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #48
Teile im rechten Bereich beim Empfangsgebäude eher einer älteren Periode zugeordnet werden können


Hallo Rainer,

das sehe ich ähnlich. Der Bereich der Abstellgleise ist mehrfach umgebaut worden, der Bereich der Lokbehandlungen nur abgebaut. Hier macht sich der Traktionswechsel bemerkbar. Heute ist das bekanntermaßen alles nur noch Geschichte. Publikationen im Eisenbahnmagazin und der Miba sind historisch betrachtet teilweise zweifelhaft. Es scheint für mich eine Erweiterung um 1910 gegeben zu haben. Da wuchs die Kapazität der Abstellgleise. Ein weiterer Umbau erfolgte vermutlich um 1963. Ein Bahnsteiggleis verschwand, vermutlich u.a. wg. der Gleisabstände am Schüttbahnsteig, und zwei Weichen wurden gegen eine DKW ausgetauscht. Irgendwann scheint auch ein Gleis von der Drehscheibe zum Lokschuppen abgebaut worden zu sein. Aber das sind alles Vermutungen. Es gab auch einmal Pläne für einen großen Umbau auf eine zweigleisige Strecke. Davon habe ich auch einen Vorentwurfsplan.

Der einzige halbwegs glaubhafte Plan ist der von der Bundesbahndirektion Stuttgart, den ich anfangs gezeigt habe. Er trägt das Datum von 1965 und den Hinweis auf Dez 1949. Er wurde anlässlich des Umbaus in den Diensträumen des Empfangsgebäudes erstellt. Das ist aber wieder eine andere Baustelle, zu der ich noch kommen werde.

Grüße
Jürgen


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#50 von Tecorian , 17.06.2025 08:30

Hallo Jürgen,

mit sehr großem Interesse verfolge ich deinen Faden, weil du ebenso wie ich das Ansinnen hast, einen real existierenden BHF zu einem Zeitpunkt X nachzubilden.
Die von dir oben beschrieben Problematik dokumententreuer Umsetzung kenne ich auch.
Selbst hochoffizielle Pläne spiegeln immer nur annähernd die Wahrheit wieder.
Das hat den Nachteil, dass kritische Zeitgenossen, die einen anderen Planstand als Wahrheit empfinden, deinen immer kritisieren werden.
Andererseits hat es den Riesenvorteil, dass man duirchaus etwas Kreativität und Fantasie bei der Umsetzung einsetzen darf, ohne dass das Gesamterscheinunsgbild ungalubwürdig wird.
Bisher finde ich deine Planungen sehr sinnig und vor allem elegant und man erkennt sehr gut die Intentionen.
Somit: Genau so weitermachen und viel, viel Erfolg bei der Umsetzung!

Gruß

Achim


MK-Matthias, ClausZ, Jürgen und Enztalbahner haben sich bedankt!
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