RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#101 von Frank K , 31.07.2025 15:43

Servus, Jürgen,

die Entscheidung, auf die Panoramastrecke zu verzichten und Wildbad in Modulen zu errichten ist mutig, aber auch konsequent. Wie Du selber auch gemerkt hast, kann Dich selbst ein "kleiner" Bahnhof wie Dein Wildbad voll fordern, wenn Du den Betrieb einigermaßen vorbildgerecht abwickeln magst. Da brauchst Du einfach keine Paradestrecke mehr. Und jetzt - wo Du am Betrieb sozusagen "Blut geleckt" hast ...

Viel Spaß beim Weiterbau!

Ciao, Frank


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Grainitz I - https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=146822
Grainitz II - https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173,

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Grainitz II im ADJ (https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/?
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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#102 von Enztalbahner , 31.07.2025 17:20

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #100
kurzer Zwischenstand: Auf den oben genannten ersten 7 Streckenmodule sind nun die Gleise (ca. 7m Strecke und ein AWaAnst) verlegt, angeschlossen und auch die Weichen mit örtlichem Schalter und Strom versorgt.

Schön zu hören, dass es bei dir mächtig vorangeht. Hatte mir vorgenommen, mich heute bei dir nach dem Stand deiner Module zu erkundigen. Da bist du mir nun zuvorgekommen.

Zitat von Jürgen im Beitrag #100
Ein paar Lektionen musste ich auch einstecken, aber das gehört wohl dazu.

Ja, scheint dazu gehören Das erfahre ich jetzt gerade auch. Bin beim Einbauen der Weichenantriebe in meinen Bahnhof Höfen an der Enz und muss einiges umbauen, was ich im letzten Jahr eingebaut hatte.

Auf die Bilder freue ich mich schon.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#103 von Jürgen , 01.08.2025 09:36

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #102
Auf die Bilder freue ich mich schon.


Dann will ich DIch nicht länger auf die Folter spannen. Hier sind ein paar Eindrücke. Zuerst die Totale mit dem Bogenmodul und den beiden Klothoiden und in der Gerade die AWAnst mit künftiger Holzverladung. Die ist an die Holzverladung im Eyachtal angelehnt, auch wenn sie räumlich anders liegt. Damit kann dann die entsprechenden Verkehre nachbilden. Links, hinter dem Steuerkasten kommt dann der Anschluss an Wildbad. Er wird in einem 90° Bogen ca. 3m bis zur Einfahrt in den Bahnhof geführt. Das wird aber noch etwas dauern. Erst ist auf der anderen Seite der FY dran.



Im folgenden Bild ist der eigentliche Ort der Holzverladung zu sehen. Hier stört der Fernseher. Ich werde die Holzverladung wahrscheinlich in den Bereich des Abstellgleises verschieben, da ich dort mehr Platz habe. Aber sicher ist das noch nicht. Die Hauptstrecke wird zur weiteren Platzgewinnung um die AWAnst herum geführt. Die Radien betragen hier deutlich mehr als 2m.



Im letzten Bild sieht man die Örtlichkeit der künftigen Holzverladung. Im ganzen Bereich habe ich aus Gründen der Optik die 10°-Weichen von Roco verarbeitet. Teilweise war das Material schon eingebaut, deshalb haben einige Gleisstücke eine etwas andere Farbe.

Bisheriges Fazit: Es läuft, aber erst müssen einige Fahrzeuge dringend in die Wartung. Hier liegt sicher der Grund für den ein- oder anderen Aussetzer. Positiv überrascht hat mich die Lenz V36. Sie läuft wie zu Begin ruhig und zuverlässig. Die 93er ist noch etwas kakelig. Aber ihr fehlt mit Sicherheit eine Reinigung und neues Abschmieren. Ich habe sie erst vor ein paar Monaten gebraucht gekauft. Die württem. K ist definitiv ein Fall für die Lokliege. Auch muss ich noch die Weichenzungen mit einem Drähtchen an die Stromversorgung anschließen. Hier gibt es zu viele Aussetzer wg. unsicherer Stromversorgung. Die Modulübergänge machen bisher nur wenig Ärger, aber ich muss die Modulkästen noch exakter ausrichten. Die alten Hofmann-Weichentriebe arbeiten noch. Sie dürften über 20 Jahre auf dem Buckel haben, waren aber auch in den letzten Jahren nicht im Einsatz. So lange sie funktionieren, bleiben sie drin. Wildbad wird vermutlich neue MTB-Antriebe bekommen. Da gehe ich keine Experimente ein.

Soweit der Bericht zur Lage. In den nächsten Tagen ist prima Wetter angekündigt (Regen), so dass ich hoffen kann, dass ich noch zu weiteren Fortschritten komme. Fragen und Anmerkungen, vor allem kritische, werden gerne entgegen genommen.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#104 von SupmaKni , 01.08.2025 09:49

Hallo Jürgen.
Das sieht schonmal alles sehr gefällig aus
Aber sag mal, warum hast du bei der Awanst so einen Knick eingebaut

Zitat von Jürgen im Beitrag #103
Auch muss ich noch die Weichenzungen mit einem Drähtchen an die Stromversorgung anschließen.

Ich habe bei meinen Roco Weichen an jede Zunge ein Kabel angelötet, im Grunde hat fast jedes Schienenstück eine einzelne Stromversorgung erhalten.
Gruß Heiko


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#105 von Jürgen , 01.08.2025 10:54

Zitat von SupmaKni im Beitrag #104
warum hast du bei der Awanst so einen Knick eingebaut
[quote="Jürgen"|p2838025]


Welcher Knick ? Meinst Du den Knick in meiner Optik, natürlich nur den in der Kamera ... ? 's gehört so...

Ich habe auch jedem Gleisstück eine eigene Stromversorgung gegönnt. Früher habe ich auch den Weichenzungen ein kleines Drähtchen angelötet. Das muss ich hier, fals noch nicht geschehen, auch noch machen. Hier zeigt sie ein wichtiger Vorteil des modularen Bauens. Jedes Teil kann separat auf den Basteltisch.


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#106 von Railwolf , 01.08.2025 10:55

Hallo Jürgen,

ich hab jetzt den ganzen Faden durchgelesen. Die Entscheidung für keine "Paradestrecke mit Schattenbahnhof" ist konsequent, und richtig in mehrerlei Hinsicht. Arbeitsaufwand, Zugänglichkeit des Bahnhofs von unten und der Abstellgruppe von allen Seiten, nicht zuletzt auch des Stadtpanoramas wegen, das Reinout angesprochen hat.

Die Entscheidung für MiniMax halte ich ganz subjektiv auch für die bessere, das Konzept ist für technisch Normalbegabte besser zu handhaben als das immer feinere, immer bessere Fremo-System, auf dem vermutlich bald keine Serienmodelle mehr fahren können...

Das Buch von OOK - nun ja, von seinem Stil mag man halten, was man will; ich weiß nicht, warum er es nötig hat, andere Herangehensweisen immer wieder niederzumachen. Das tun eigentlich vor allem Leute, die sich ihrer eigenen Position nicht sicher sind, die können nämlich keine Infragestellung durch andere Konzepte aushalten...
Für mich ist sein Ansatz eher nichts, ich bin der Typ Modellbahner, der sich ähnlich wie Matthias @Djian auch an einer Anlage ohne jeden Bahnhof erfreut. So wie die Kuh auf einer meiner Teetassen, "la vache qui regardait passer les trains", die Kuh, die die Züge beim Vorbeifahren beobachtet. Mehr Zuschauer als Macher eben.
Aber ja, die Details, die dich angesprochen und stimuliert haben, die finde ich auch interessant, und genau die erklären ja auch, warum eine Anlage so und nicht anders gedacht wurde. Ein ländlicher oder mittelstädtischer Bahnhof war, von Ausnahmen abgesehen, früher (also in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts) ja nicht primär Reisezugstation, sondern vor allem Güterverladung.
Da könnte ich auch lange interessiert zuschauen, wie rangiert, verteilt und eingesammelt wird.

So ein kleiner Gedanke:

Zitat von Jürgen im Beitrag #103
Im folgenden Bild ist der eigentliche Ort der Holzverladung zu sehen. Hier stört der Fernseher.

Der Fernseher stört ja nur mit ein paar Höhenzentimetern. Bei Ansicht des Fotos hab ich gedacht: und wenn die ganze Anlage eine Handbreit höher käme? Etwa auf die Höhe der Sprosse im Fenster, meine ich? Dann wäre die Gleisoberkante oberhalb der Oberkante vom Fernsehergehäuse, und der große weiße Balken wär auch nicht mehr so im Blick.
Nur so ein Gedanke; machbar halt noch, vielleicht, bevor die Tragstruktur von Wildbad angegriffen wird.


Mit vielen Grüßen

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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#107 von Jürgen , 01.08.2025 12:25

Hallo Wolf,

Du hast eine ganze Menge Punkte genannt, die mir ebenfalls bei der Entscheidung wichtig waren. Die negativen will ich nicht verheimlichen. Keine Schnellzüge, TEEs, ICs etc., keine Erzganzzüge, kaum schwere Loks, kein beschauliches Betrachten von Zügen, die vorbei fahren. Daran habe ich auch viel Freude und der Verzicht darauf fiel mir schwer. Das Buch von OOK hat mich schwer inspiriert und ich meine eigene Antwort darauf gefunden. Bisher macht es viel Spaß, endlich ins Bauen zu kommen. Die ersten Loks sind bereits über die Strecke gefahren. EInige haben mich bez. ihrer Zuverlässigkeit und Robustheit überrascht. Das geht übrigens quer durch die Hersteller (Roco, Fleischmann, Liliput, Rivarossi, Trix). Auch D-Zug-Wagen machen bisher geschoben und gezogen, sowohl bei niedrigen als auch hohen Geschwindigkeiten (ca. 120 km/h umgerechnet) keine Probleme. Wie gesagt, noch nicht alles geht 100% rund, aber das war ja auch nicht zu erwarten.

Natürlich ist es möglich, die Anlage höher zu legen. Daran dachte ich auch schon. Aber dann ragt sie ins Fenster. Dann müsste ich zu jeder Fahrsession die beiden Module vor dem Fenster einhängen, denn der Zugriff soll immer gewährleistet werden. Aber das ist ja gerade das Schöne für mich, Stecker rein und los geht es. Keine digitalen Tricks, keinen Rechner hochfahren, sondern nur nach Lust und Laune losfahren. Die Weichen werden ortgestellt und machen so auch keine Probleme. Keep it smart and simple. Die Schalter sind an den entsprechenden Modulkästen eingelassen. So kann ich schnell auch mal eine halbe Stunde die Gleise im Betrieb "pflegen" ...

Deine Teetasse gefällt mir. Ich weiß allerdings nicht, ob ich mich beim heimischen Trainspotting als Kuh sehen soll. ... Ich kannte nur den Käse "La Vache qui rit", die Kuh die lacht. In D als "Kiri"-Käse eingedeutscht.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#108 von Gelöschtes Mitglied , 01.08.2025 13:45

Moin auch,

Jürgen, deine Awanst ist richtig toll. Dimension und Ausstattung sind stimmig. Und an Fahrstrecke ist ja schon reichlich vorhanden.

Zitat von Jürgen im Beitrag #107
Aber das ist ja gerade das Schöne für mich, Stecker rein und los geht es. Keine digitalen Tricks, keinen Rechner hochfahren, sondern nur nach Lust und Laune losfahren. Die Weichen werden ortgestellt und machen so auch keine Probleme. Keep it smart and simple. Die Schalter sind an den entsprechenden Modulkästen eingelassen. So kann ich schnell auch mal eine halbe Stunde die Gleise im Betrieb "pflegen" ...


Absolut. Je einfacher je besser. Und die Motivation ist größer wenn man einfach loslegen kann. Weiterer positiver Punkt: Ortsgestellte Weichen motivieren zu mehr Bewegung.

Bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

Grüße Christian


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#109 von Enztalbahner , 01.08.2025 16:25

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #103
Dann will ich DIch nicht länger auf die Folter spannen. Hier sind ein paar Eindrücke.

Danke für die prompte Lieferung der Bilder! Ja, das sieht schon nach etwas aus und gut sieht es aus. Eine ansehnliche Streckenlänge hast du auch

Zitat von Jürgen im Beitrag #103
Im folgenden Bild ist der eigentliche Ort der Holzverladung zu sehen. Hier stört der Fernseher

Der Fernseher war mir auch schon aufgefallen. Aber bevor du die ganze Anlage umbaust, stelle den Fernseher doch einfach etwas tiefer auf. Sind ja nur ein paar Zentimeter. Andererseits schaust du im Stehen ja locker drüber hinweg.

Zitat von Jürgen im Beitrag #103
Bisheriges Fazit: Es läuft, aber erst müssen einige Fahrzeuge dringend in die Wartung. Hier liegt sicher der Grund für den ein- oder anderen Aussetzer.

Solange es nur ein paar Aussetzer sind, ist es ja OK. Bei meinen Loks, die 25 Jahre vor sich hin geschlummert haben, war das Öl zu Harz konvertiert. Da rührte sich erst einmal nichts, das Zeug war ziemlich hartnäckig.

Zitat von Jürgen im Beitrag #107
So kann ich schnell auch mal eine halbe Stunde die Gleise im Betrieb "pflegen" ...

Ich wünsche dir viel Spaß beim "pflegen"

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#110 von Railwolf , 01.08.2025 16:27

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #107
Die negativen will ich nicht verheimlichen. Keine Schnellzüge, TEEs, ICs etc., keine Erzganzzüge, kaum schwere Loks, kein beschauliches Betrachten von Zügen, die vorbei fahren. Daran habe ich auch viel Freude und der Verzicht darauf fiel mir schwer.


Das kann ich mir gut vorstellen - das würde mir auch schwer fallen. Auf TEE und IC könnte ich noch recht gut verzichten (ich hab nur Blech-TEE im Schrank) und für Ganzzüge fehlt mir auch das Material, aber dann und wann mal eine 01 oder eine 23, oder eine 44 mit einem schweren Zug auf die Strecke schicken, das würde ich mir nicht verbieten wollen. Deshalb war für mich der Endbahnhof nicht in der engeren Wahl.
Was paßt denn eigentlich auf die Drehscheibe in Wildbad? 01 und 44 wahrscheinlich eher nicht?

Zitat von Jürgen im Beitrag #107
Aber dann ragt sie ins Fenster.

Ah ja, wenn das Fenster komplett geöffnet werden soll, dann kollidieren da zwei Interessen. Die Frage, ob öfter das Fenster ganz geöffnet oder öfter Eisenbahn gefahren wird, ist wohl müßig.
Na ja, alles geht eben oft nicht.

Zitat von Jürgen im Beitrag #107
Ich kannte nur den Käse "La Vache qui rit", die Kuh die lacht. In D als "Kiri"-Käse eingedeutscht.

Ja, den kenne ich natürlich auch - die rote Kuh, die lacht, und die an jedem Ohr eine Käseschachtel baumeln hat. Der kommt aus dem Haus Bel, genau wie der gelbe Käse im roten Wachsmantel Bonbel.
"Kiri" gibt's in Frankreich auch und ist mittlerweile zum "generischen Namen" geworden wie "Tempo", "Kleenex" oder "zewa", und mich wundert eigentlich, daß Bel sich dagegen nicht markenrechtlich verwertet hat.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#111 von Jürgen , 19.11.2025 16:07

Moin,

nicht das Ihr denkt, ich sei untätig ... Nach Dienstreise und Krankheit kann ich mich so langsam wieder an die Arbeit machen. Zwei weitere Modulkästen sind so gut wie fertig, aber was mich wirklich beschäftigt, ist die Frage der 16m-Drehscheibe. Von Roco gibt es eine Drehscheibe in TT, die eine perfekte Bühnenlänge aufweist. Mit einem Umbau der Brücke könnte das Thema zu bewerkstelligen sein. Aber das Vergnügen ist nicht gerade günstig und gebraucht ist sie nur schwer zu bekommen.

Die 16m-Drehscheibe von Digitalzentrale ist zwar wirklich sehr schön und funktioniert auch gut, wie ich bei Heiko (der Wedeler) probieren durfte. Jedoch müsste auch sie für Wildbad umgebaut werden, so dass die Hütte und die sehenswerten Gitter nicht mehr vorhanden wären, da in Wildbad Holzbohlen lagen. Es wäre schade darum, zumal sie noch teurer käme. Sie ist ihr Geld sicher wert.

Was also tun ? Hier ein Bild des Originals:


Ich denke mir, irgendwie müsste doch ein Selbstbau zu schaffen sein. Da ich noch viel Zeit habe, bis ich in den betreffenden Bereich komme, kann ich ja schon einmal in Ruhe mit der Konstruktion anfangen. Zuerst habe ich einen Versuch für die Grube nach württembergischen Vorbild begonnen:


Hier ist der derzeitige Stand. Es ist ein Entwurf in FREECAD, das auch für Innenzahnräder schon vorbereitet ist. Meine Zahnstange hat derzeit 720 Zähne. Die Gleisabgänge könnten direkt im äußeren Rand mit einer Vertiefung vorgesehen werden, so dass ich das Gleis gemäß dem Vorbild direkt an den Grubenrand legen kann. Die Drehachse wird dann ebenfalls mit Kugellager vertieft im Grubenkörper befestigt, damit sie sauber zentriert ist.

Ich will das Thema so nach und nach fortsetzen und weiter entwickeln. Eine Frage, die sich mir bei 3D-Druck stellt, betrifft die Verzugsfreiheit. Bleibt die Grube wie sie ist oder wird sie sich nach dem Druck mit dem Würstchenleger (Anycubic Mega X und PLA) verformen ? Ich denke u.a. daran, die Abstützungen, die beim Druck gebraucht werden, zu nutzen, um mittels einer ebenen Bodenplatte die Verzugsfreiheit zu erreichen.



Auch für die Brücke habe ich bereits einen ersten Entwurf:



Dieses Entwurf ist noch sehr grob, hat aber den Vorteil, stabil zu sein und wird, außer den Seitenteilen, nicht zu sehen sein. Dort müssen dann noch die seitlichen Laufwege angesetzt werden, die dann auch filigraner sein können. Die Gleisauflage wird direkt mit einem gekürztem graden Gleisstück begeklebt und die Schwellen mit Echtholzbohlen aus Furnier abgedeckt.

Wie gesagt, das ist noch frühes Stadum und viele Fragen sind noch nicht geklärt. In irgendeiner Ecke habe ich noch einen Getriebemotor liegen (man sollte nie aufräumen ...), der kräftig genug ist, die Brücke langsam zu bewegen. Aber vielleicht werde ich auch "nur" im Sinne des Betriebsdienstes, die Bühne von Hand bewegen. Warum muss die Brücke elektrifiziert sein ? Das Vorbild war es auch nicht. Später mehr ....

Für Hinweise oder Problemlösungen bin ich auch zu einer so frühen Phase dankbar.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#112 von Enztalbahner , 20.11.2025 06:51

Moin Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #111
aber was mich wirklich beschäftigt, ist die Frage der 16m-Drehscheibe.

Ein wirklich schönes Projekt hast du dir ausgeguckt

Zitat von Jürgen im Beitrag #111
Ich denke mir, irgendwie müsste doch ein Selbstbau zu schaffen sein

Davon gehe ich aus, zumal du ja CAD Erfahrung hast.

Zitat von Jürgen im Beitrag #111
Eine Frage, die sich mir bei 3D-Druck stellt, betrifft die Verzugsfreiheit.

Leider habe ich so gar keine Erfahrung mit 3D-Druck. Allerdings ist das Teil mit einem Durchmesser von 220 mm ja nicht gerade klein.

Ich persönlich würde versuchen, mehrere Teile daraus zu machen, sowohl in Form von Schichten als auch Segmenten. Kleinere Teile sollten sich ja nicht so leicht verziehen, und wenn, können sie mit geringem Aufwand nachgedruckt werden. Bei einem großen Teil dauert der Druck bestimmt ewig und benötigt auch viel Material. Mir wäre das Risiko zu groß, dass ich dieses Teil entsorgen muss.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#113 von Jürgen , 20.11.2025 10:23

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #112
Bei einem großen Teil dauert der Druck bestimmt ewig und benötigt auch viel Material.


Hallo Rainer,

Material ist weniger das Thema, als das Verziehen. Ich habe die Grube probehalber gesliced. Demnach wäre die Druckzeit über 24 h. Dabei betrgen die Wandstärken i.d.R. 2 mm. Da ist das Risiko, dass es Probleme gibt real. Andererseits sind verbogene Einzelteile auch nicht einfach zu handhaben.

In CAD habe ich mich auch erst einarbeiten müssen und bin weit davon entfernt, ein Spezialist zu sein. Aber was mir gefällt, ist die parametrisierte Darstellung der Elemente. Damit lassen sich leicht und schnell Anpassungen erledigen.

Grüße
Jürgen


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zuletzt bearbeitet 20.11.2025 | Top

RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#114 von RobinDutchEpI , 20.11.2025 11:08

Hallo Jürgen,
ich verfolge dein Projekt mit großem Interesse und habe deinen Kanal sofort abonniert.
Als Ingenieur habe ich beruflich schon viel mit SolidWorks allso einem CAD-Programm gearbeitet.

Daher möchte ich dir sagen, Das, was du machst, ist wirklich bemerkenswert. Dafür, dass du dir all das autodidaktisch angeeignet hast, ist das Ergebnis äußerst beeindruckend. Ein großes Kompliment!

Das ganze Projekt ist sehr spannend, ein Bahnhof von dem viele ja nur träumen können


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#115 von Jürgen , 16.12.2025 16:03

Moin in die Runde,

heute will ich Wildbad von der "anderen Seite" denken. Das Modell wird ja bekanntlicherweise eine Point to Point-Anlage werden. Und das andere Ende ist nun einmal der Fiddle Yard. Hier sollen die Zge für den Einsatz vorberitet und zusammen gestellt werden. Dazu werden natürlich Abstellmöglichkeiten benötigt und auch eine Drehscheibe sollte nicht fehlen. Es reicht, hier eine kleine Handdrehscheibe zu verwenden, da erstens der Zugführer vor Ort ist und zweitens auch in Wildbad auch nur eine 16m-Scheibe vorhanden ist. Der Betrieb mit Schlepptenderloks wird nur in Ausnahmefällen erfolgen.

Die Länge beträgt 2,53m (11 gerade Gleisstücke von Roco) und ist zweigeteilt. Die Breite beträgt 43 cm damit sie noch zwischen die Stützen des Ivar-Regals von Ikea passen. An der Stelle an der jetzt der FY aufgestellt ist, wäre das noch nicht nötig, aber nach einer Streckenverlängerung wird er in einem Bücheregal Platz finden. An beiden Enden besteht eine Anschlussmöglichkeit zu Minimax-Modulen. Man weiß ja nie, was noch kommt ... Der Unterbau ist von früheren Baumaßnahmen recycled, so dass er etwas benutzt aussieht. Aber für den FY ist er noch voll tauglich.

Die ersten Probefahrten haben gezeigt, dass alles wie gewünscht funktioniert. Das Gleis vorne links kann sowohl zu Abstellzwecken, wie auch als Programmiergleis genutzt werden. Ein simpler Umschalter wird das erlauben. Der längliche Kasten im Vordergrund wird das Gleisbildstellpult. Und hier der FY in der Übersicht:



Was noch fehlt, sind die Weichenantriebe. Ich habe gleich 40 Stück geordert, damit ich auch Wildbad damit bestücken kann. Damit war der Händler offensichtlich überfordert, so dass ich noch auf die Lieferung warte.

Zusätzlich habe ich vier weitere Modulkästen vorbereitet und verklebt. Aber die zeige ich demnächst.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#116 von St. Goar , 16.12.2025 16:20

Hallo Jürgen,

da hast du ja auf relativ wenig Fläche eine Menge Abstellmöglichkeiten geschaffen. Da ist sicher ein abwechslungsreicher Betrieb möglich. Ich wünsche dir viel Geduld und Geschick beim Einbau der 40 Weichenantriebe. Behalte dein Projekt im Auge.


Gruß aus Bielefeld

Gerhard




 
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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#117 von Enztalbahner , 17.12.2025 17:51

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #115
Und das andere Ende ist nun einmal der Fiddle Yard.

Schaut gut aus, viele Abstellmöglichkeiten und schlaue Idee mit der Handdrehscheibe

Wie groß sind eigentlich die Nutzlängen der Abstellgleise? Das Thema Fiddle Yard steht bei mir ja auch noch an. Solche Weichenstraßen kosten doch etwas Platz, haben aber ihren Charme. Ich denke zwar in Richtung Schublade, aber das scheint mir recht fummelig zu werden.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#118 von K.Wagner , 17.12.2025 18:11

Hallo Rainer,

wenn ich nochmal neu planen würde, ich würde eine Schublade bauen. Schwere Auszüge aus dem Möbelbedarf als Basis und gute Verschlüsse. Habe das meinem Freund geraten - der hats umgesetzt, einfach super! Er hat die Verriegelung auch gleich als Stromzuführung genutzt - so spart er sich dann auch noch Schalter.
Du brauchst aber den Platz nach vorne - andererseits kannst Du die Gleise so eng wie es die Fahrzeuge gestatten anordnen. Bei meinem Freund ist das vorderste Gleis das Durchfahrgleis - bei Dir müßte dann noch ein Gleis anschließen, auf dem die Lok nach dem Abkuppeln geparkt werden kann. Du benötigst dann nur ein beliebiges Gleis frei zum Umsetzen.


Gruß Klaus


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#119 von Enztalbahner , 17.12.2025 18:29

Hallo Klaus,

Danke für die Anregung!

Zitat von K.Wagner im Beitrag #118
Schwere Auszüge aus dem Möbelbedarf als Basis

Schwere Auszüge verbunden mit einem großen Auszug lassen aber auch die Physik in Form eines hohen Drehmoments zuschlagen. Eine transportable Lösung wird da schwierig.

Und umso größer die Fläche umso schwieriger scheint es zu sein, einen bündigen Anschluss zu schaffen, jedenfalls für mich.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#120 von Jürgen , 17.12.2025 20:10

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #119
Eine transportable Lösung wird da schwierig.



Hallo Rainer,

das kann ich nicht bestätigen. Ich hatte für Maulbronn eine viergleisige Schublade gebaut. Das ist gar kein Problem, da Du ja die entsprechende Sorgfalt mitbringst. Eine bsondere Technik ist auch nicht erforderlich. Da Du digital fährst, bekommt der FY eine dauerhafte Stromversorgung. Im ersten Anlauf ist auch keine Verriegelung erforderlich, auch wenn sie hilfreich ist. Die Frage ist nur, ob Du Loks wenden willst, dann ist eine Dehscheibe am Ende hilfreich. Manche nehmen auch den Fünffingerkran, was ich aber nicht so toll finde. Ich habe damals einfach zwei gleich große Sperrholzplatten genommen und die untere feste Platte mit einer Rundumleiste ausgesteift. Auf die kamen die beiden Schienen für den Auszug zu liegen und oben dann die andere Platte. Auch hier ist eine Aussteifung sinnvoll, aber hier sind einfache Sperrholzleisten ausreichend. wie in umgedrehter Minimax-Kasten, nur flacher und an den Stirnseiten offen. Damit hast Du auch leich eine Absturzsicherung. Die Kosten sind gering und der Arbeitsaufwand begrenzt. Einfach mal machen und dann kannst Du noch immer sehen, was Du noch verbessern willst. DAs einzig wichtige ist die parallele Ausrichtung der Schienen. Die Länge habe ich am Rocoline Gleis festgemacht. Ob Du 4,5 oder mehr Gleisstücke verwendest, ist Geschmacksfrage.

Nicht so viel (be)denken, einfach machen. Wir wagen es nicht, weil es schwierig ist, sondern es ist schwierig, weil wir es nicht wagen.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#121 von K.Wagner , 18.12.2025 10:22

Transportabel....Da hast Du recht. Aber die Schublade ist in allen Stellungen extrem leichtgängig!


Gruß Klaus


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#122 von Enztalbahner , 18.12.2025 16:20

Hallo Jürgen, hallo Klaus,

Danke für‘s Mut machen.

Dann werde ich mich wohl demnächst dem Thema Schattenbahnhof annehmen.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#123 von Jürgen , 19.12.2025 06:56

Moin in die Runde,

weil die Frage aufkam, die größte Nutzlänge beträgt knapp 1,6m. Das reicht für fast alle Züge völlig aus. Auf die Dauer wird er vielleicht nochmal verlängert. Dazu muss ich ja nur ein Segment dazwischen schieben. Aber das erfordert auch die Verlängerung der Strecke, da ich erst noch um eine Ecke muss. Da ist aber noch der Homearbeitsplatz im Weg. Aber gut 1,5 Jahren ist der nicht mehr nötig ...

Die Weichentriebe sind jetzt auch angekommen. Sie sind feiner, als ich dachte. Ein erstes Ausprobieren hat einen schönen langsamen Lauf gezeigt. Den einzigen Punkt, den ich kritisieren würde, betrifft die beigelegten Stellstangen. Sie sind sehr stabil, aber für die Stellschwelle meiner RocoLine-Weichen zu dick. Ein paar dünne Stelldrähte habe ich noch, aber schade ist doch, dass die mitgelieferten hier nicht brauchbar sind.

@Rainer,

ich habe nochmal ein Bild des damaligen Schattenbahnhofs heraus gesucht. Ich hatte damals gedacht, dass die Weichenverbindungen nützlich wären. War aber falsch gedacht und war auch ein Grund, weshalb der FY Geschichte ist. Die Mechanik hat aber funktioniert. Wie man sieht, ist ein Schwerlastauszug gar nicht nötig. Das ist ein ziemlich feiner Auszug. Selbst bei Volllast kömmen eben keine besonders hohen Gewichte zusammen. Bei der Moba wird oft überdimensioniert. Nach stabil kommt nämlich nur noch schwer. Auch Gewichtsersparnis gehört zum Thema "transportabel". Die Bauzeit eines Kastens betrug wenige Stunden (ohne Schienen). Übrigens hätte noch ein fünftes Gleis darauf gepasst.



Natürlich musste ich den Auszug feinfühlig positionieren. Aber für den ersten Schritt hat es genügt. Hätte ich den FY so behalten wollen, wäre noch eine Fixierung dazu gekommen.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#124 von K.Wagner , 19.12.2025 10:14

Hallo Jürgen, mein Freund kommt aus dem Konstruktionsbereich und der QS....
Die Badiskonstruktion der Schublade ist extrem stabil und verwindungssteif. Und die Genauigkeit der Führungen ist besser als beim Standard. Seine Schublade ist fast 2 m lang.....
Die Auszüge hat er übrigens für 0 € bekommen, das war auch eine Entscheidungshilfe.....neben den Berechnungen.
Und er hat den Vorteil daß seine Anlage stationär ist.
Und ich muß sagen, auch nach fast 10 Jahren läuft die Lade wie Butter und die Verriegelung geht sehr präzise.
Ich hätte normale Vollauszüge verwendet, wie ich sie auch bei schweren Schubladen aus Multiplex verwende und die Verriegelung im Einlauf etwas größer angesenkt.
Aber.....probieren geht über studieren.....


Gruß Klaus


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RE: Nach realem Vorbild: Wildbad

#125 von Enztalbahner , 19.12.2025 17:02

Hallo Jürgen,

Zitat von Jürgen im Beitrag #123
ich habe nochmal ein Bild des damaligen Schattenbahnhofs heraus gesucht.

Danke für das aufschlussreiche Bild. Ja, das sieht spielerisch aus.

Zitat von Jürgen im Beitrag #123
Auch Gewichtsersparnis gehört zum Thema "transportabel".

Genau dies ist mein Problem. Ich hatte ganz am Anfang mal einen Versuch in Richtung FY gestartet. Extrem belastbare Vollauszüge und zu stabile Konstruktion bei einer Tiefe von 50 cm mit dem Ergebnis, dass die ganze Chose beim Ausfahren umfiel. Hätte ich eigentlich wissen müssen. Ohne eine Verankerung geht da gar nichts und transportable erst recht nicht

Zitat von K.Wagner im Beitrag #124
Aber.....probieren geht über studieren.....

Danke Klaus, der Spruch passt!

Kann ich nur anfügen: Bitte noch einmal, nicht zur Strafe, nur zur Übung!

Viele Grüße
Rainer


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