Wildbad, Br 93.5?

#176 von Jürgen , 06.02.2026 08:24

Ich habe mir die Bilder noch einmal vor dem Hintergrund der genannten Marken angeschaut und komme zu dem Schluss, dass Volker mit seiner Vermutung Simca Aronde und Peugeot 203 recht haben dürfte. Wir befinden uns also, wie angenommen, in den 1950er Jahren. Aber zwei französische Autos so kurz nach dem Krieg in Deutschland wäre ungewöhnlich, wenn da nicht der Umstand wäre, dass dieser Bereich französische Besatzungszone war.

Wenn ich ein wenig spekuliere, denke ich, dass der Fotograf vermutlich mit den beiden Fahrzeugen in Verbindung steht. Zumindest erscheint es mir plausibel. Die Damen der Fahrer sitzen noch im Auto, während die Herren eisenbahninteressiert das Foto machen. Nach einer Panne sieht mir das nicht aus.

Diese Geschichte wäre also erzählt. Doch ich möchte noch ein wenig bei dem Foto bleiben und den Blick auf die Lok werfen.



Es steht für mich unzweifelhaft fest, dass wir es hier mit einer BR 93 zu tun haben. Aber ist es wirklich eine 93.5, wie es immer wieder für die Strecke postuliert wird und auch auf Fotos so zu sehen ist ? Das Foto ist nicht besonders gut aufgelöst, aber ich habe den Eindruck, dass hier nur zwei statt vier Dome zu sehen sind. Ich habe das Buch der 93 des EK-Verlags geordert, aber es ist leider noch nicht da. Ich bin gespannt, ob es mir neue Erkenntnisse bringt.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#177 von hu.ms , 06.02.2026 10:11

Bei meiner roco BR 93.5 (69255) ist der kohleaufsatz hinten gerade und breiter - bei der piko 93.0 (50653)
geschwungen und der untere teil des hinteren wasserkastens eingerückt wie auf dem foto.

Hubert


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#178 von K.Wagner , 06.02.2026 12:12

Hallo Jürgen,

die Domanzahl der 93 kann auch darauf zurückzuführen sein, daß die Sanddome halt kleiner waren und bei em steilen Aufnahmewinkel sich hinter Füphrerhaus und Dampfdom "verstecken".
3-domige Ausführungen gab es.... Auch die letzte 93 - die 526 - hatte bei Ausmusterung "nur" 3 (runde) Dome. Allerdings gibt es auch mit T14.1 betitelte Aufnahmen, die nur 2 runde Dome zeigen....
Vielleicht ist diese Maschine ja eine württembergische T14 - baugleich mit der pr T14.1 - auf jeden Fall ist es eine 93.5-10 erkennbar an den unten ausgerundeten Wasserkästen, die zudem noch breiter als das Führerhaus sind.
Aber Details wirst Du sicher in Deiner bestellten Lektüre genug finden....
Hier noch ein Bild von Deiner (und Rainers) Strecke:
Neuenbürg 1 (Enz)
Neuenbürg 2
Bei Karlsruhe - Pforzheimer Maschine...
Calmbach
Wildbad - Calmbach
Rotenbach

In der Bildgalerie findest Du noch weitere Aufnahmen aus der Gegend von Pforzheim / Calw.

LG


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#179 von Enztalbahner , 06.02.2026 15:11

Hallo zusammen!

Zitat von Jürgen im Beitrag #176
Ich habe mir die Bilder noch einmal vor dem Hintergrund der genannten Marken angeschaut und komme zu dem Schluss, dass Volker mit seiner Vermutung Simca Aronde und Peugeot 203 recht haben dürfte.

Für alle, die das Buch "Die Eisenbahnen im Nordschwarzwald Band 2" von Hans-Wolfgang Scharf / Burkhard Wollny aus dem EK Verlag besitzen, da ist das Foto im "Original" auf Seite 183 enthalten. Das Bild stammt aus dem Jahre 1949 und zeigt eine T14.1.

Bilder darf ich euch hier leider aus rechtlichen Gründen nicht zeigen. Wer den Band nicht besitzt, hat leider Pech gehabt.

Dort steht auch "Am Straßenrand der B 294 parken ein Renault und ein Simca von Angehörigen der französischen Besatzungsstreitkräfte mit ihrem blauen "FFA"-Kennzeichen."

Zitat von K.Wagner im Beitrag #178
Vielleicht ist diese Maschine ja eine württembergische T14 - baugleich mit der pr T14.1 - auf jeden Fall ist es eine 93.5-10 erkennbar an den unten ausgerundeten Wasserkästen, die zudem noch breiter als das Führerhaus sind.

Das Buch ist übrigens ein Fundgrube für einige der Fragen, die hier aufgeworfen wurden. @Jürgen und @K.Wagner, ihr habt das Buch glaub ich auch. Auf der Seite 182 in diesem Buch steht auch, welche 93iger am 1.1.1950 im BW Pforzheim beheimatet waren:
93 835, 93 906, 93 975, 93 1157, 93 1159, 93 1209, 93 1213 und 93 1225.

1945 waren es sogar noch einige mehr S.179:
93 836, 93 838, 93 906, 93 907, 93 1013, 93 1157, 93 1159, 93 1163, 93 1209, 93 1212, 93 1213, 93 1225

Vor 1945 waren wohl auch 86iger im Einsatz, S.168 im selben Buch.

Zitat von Frank_89 im Beitrag #165
Könntest Du bitte noch etwas zum Bahnhofsende sagen?

@Frank_89 Auf der Seite gegenüber ist der Bahnhof Wildbad mit Lokschuppen von 1926 abgebildet, die Drehscheibe ist allerdings nicht sichtbar. Dafür aber der rechte enge Bogen hin zur Drehscheibe.

Auf der gleichen Seite 183 wie das Bild mit den Autos gleich darunter ist der Bahnhof Rotenbach mit Blickrichtung Wildbad abgebildet. Dort ist auch das Stellwerksgebäude zu sehen. Das Empfangsgebäude selbst ist darauf nicht abgebildet.

Oh Mann, den Band 1 habe ich öfter in den Händen, Band 2 nur sehr selten.

Eigentlich habe ich nach einem Bild des Lokschuppens in Pforzheim gesucht, wo eine Reihe von 93iger zu sehen ist. Irgendwo habe ich das Bild gesehen, ich weiß nur noch nicht wo. Ich suche weiter!

Viele Grüße
Rainer


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#180 von Jürgen , 06.02.2026 15:42

Zitat von Enztalbahner im Beitrag #179
Am Straßenrand der B 294 parken ein Renault und ein Simca von Angehörigen der französischen Besatzungsstreitkräfte mit ihrem blauen "FFA"-Kennzeichen.


Passt doch (fast)... Danke.

Ja, das Buch habe ich, aber ich habe natürlich nicht hineingeschaut. Aber wenn so Material hier herumliegt, kann man schon einmal den Überblick verlieren ... Jetzt baue ich aber erst einmal weiter ...

Grüße
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#181 von Enztalbahner , 06.02.2026 16:47

Hallo zusammen,

kleiner Nachtrag zu dem von mir gesuchten Bild des Lokschuppens in Pforzheim. Ich hab's gefunden!

Wo? Natürlich im selben Band, nur ein paar Seiten weiter, S. 189.

Viele Grüße
Rainer


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#182 von K.Wagner , 06.02.2026 23:01

...ist auch in der "Eisenbahnstiftung" zu sehen - habe ich nicht verlinkt gehabt. Da gab es wie geschrieben noch mehr Bilder - Suchbegriff BR93.
Ich habe das Buch leider nicht - meine Kinder haben mir die EK-Bücher zum Thema Kraichgau / Odenwald / Neckar geschenkt - damit ich mich nicht nur mit den Strecken in Franken / Nordbayern beschäftig sondern auch in der neuen Heimat.....
Leider habe ich von den beiden Bönden auch nur den 1. , der 2. war anscheinend schnell vergriffen. Aber die Kraichgaubahnen waren drin - das war das Wichtigste.


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#183 von K.Wagner , 07.02.2026 00:08

Hier für alle, die o.g. Buch (ebenso wie ich) nicht im Besitz haben....und ein paar Links mehr
Bw Pforzheim
93 806 mit interessantem Wagen...
93 813


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#184 von Enztalbahner , 07.02.2026 14:10

Hallo Klaus,

herzlichen Dank für die Links, einige dieser Bilder sind in dem Buch.

Es gibt da aber noch weitere Fotos, wo im Lokschuppen nur noch 93iger stehen.

Jetzt fehlen eigentlich nur noch die Modellloks. Ich hatte ja als diesjährige Neuheit von Piko auf eine Formvariante der 93.0 als 93.5 gehofft, bin dies bezüglich aber leider enttäuscht worden. Vielleicht wird der Wunsch ja im Laufe des Jahres noch erfüllt.

Viele Grüße
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RE: Wildbad, Br 93.5?

#185 von K.Wagner , 07.02.2026 21:09

Hallo Rainer,

ich habe die 93 AC von Roco - und bin mit den Fahreigenschaften eigentlich zufrieden. Daß sich die Haftreifen nach 15 Jahren auflösen - das bin ich von Roco gewohnt. Mit neuen Haftreifen und einer erweiterten Stromaufnahmebasis (ich ziehe die nicht kontaktierte Laufachse zusätzlch mit ran) fährt sie ganz manierlich. Natürlich habe ch das ESU-Kastrat inzwischen gegen einen aktuellen Dekoder getauscht....


Gruß Klaus


 
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RE: Wildbad, Br 93.5?

#186 von Jürgen , 12.02.2026 12:09

Moin in die Runde,

heute ist wieder Bastelstunde ...

Um was geht es ? In Wildbad lag eine Kreuzung, die wohl typischerweise für die k.W.St.E "hingefrockelt" wurde. Es ist eine Kreuzung bei denen beide Stränge im Bogen liegen. Hier geht nur Selbstbau. Und so sieht das gute Stück aus:



Der aufmerksame Beobachter sieht, dass von den vier abgehenden Strängen einer gerade und drei gebogen sind. Weiterhin fällt auf, dass anscheinend der Bogen nicht durch die Herzstücke läuft.



Das eröffnet natürlich Möglichkeiten. Nach einigen Recherchen wollte ich zunächst die 10°-Kreuzung von Peco Steamline verarbeiten. Aber das Herzstück ist viel zu lang. Außerdem kann ich auch eine 15°-Kreuzung verwenden, von der ich noch eine gebrauchte (Roco) in der Schublade habe. Wenn es schief geht, wäre der Verlust verkraftbar. Also los. Da ich gerne etwas "hemdsärmelig" arbeite, ging es auch ohne Spezialwerkzeug an die Arbeit. Im wesentlichen ist das eine gut greifende Zange, ein Cutter und ein Dremel mit Korundscheibe. Ich nehme eben das, was da ist. Die Idee war, da die Bögen mit 200m und 250m relativ groß sind, kann ich zwei Gleisstücke des R20 von Roco als Richtung nutzen. Außerdem muss die Kreuzung nicht stark gebogen werden, so dass geometrische Abweichungen nicht ins Gewicht fallen. Die Bereiche der Herzstücke werden gerade übernommen, so dass dies dem Vorbild enspricht. Fahrdynamisch fällt das nicht ins GEwicht, da hier nur Rangiergeschwindigkeiten zugelassen sind. Also zuerst einmal sägen, hier zunächst erst einmal eine Seite:



Das war nicht weiter schwierig und trotzdem habe ich ein einer Stelle etwas gepatzt. Aber das lässt sich nachträglich korrigieren. Damit das Ganze auch stabil wird, habe ich beschlossen, die Weiche auf eine 2mm Kunststoffplatte zu kleben. Die war noch von früheren Häuslebauten übrig. Ds passt gut, da eine Unterlage aus 2mm Styrodur unter den Gleisen liegt. Die wird im Bereich der Kreuzung einfach ausgeschnitten.



Praktischerweise lassen sich die Schwellen zwischen den Herzstücken weiter verwenden. Die beiden Teile mit den Herstücken werden ausgerichtet und mit normalem Plastikkleber auf der Grundplatte verklebt. Aber die Schwellen jetzt noch nicht kleben ! Dazu müssen die Schienen herusgezogen und vorgebogene und in der Länge angepasste Schienenstücke aus Flexgleis eingeschoben werden. Ein bischen frickelig, aber es geht.



Nach dem Einziehen der Schienen wird das Zwischenstück eingeklebt.



Nachdem ich die Prozedur auf der anderen Seite in gleicher Form durchgeführt habe. Waren die kritischen Arbeiten abgeschlossen. Es folgen jetzt noch die Verlötung der Gleise, die Montage der Anschlussstücke an den Enden und die Elektrifizierung der Gleise. Das ist Standardarbeit. Ich finde, es hat sich gelohnt, auch wenn man auf den ersten Blick keinen gr0ßen unterschied sieht. Aber mit den provisiorisch angelegten Radien vor und nach der Kreuzung sieht das Ganze doch recht passabel aus, wie ich finde ...



Fazit, der Selbstbau war kein Hexenwerk, wenn man den Bau grundlich durchdenkt und einigermaßen sorgfältig arbeitet. Trotzdem war es spannend zu sehen, wie Stück für Stück etwas entsteht, was ich selber gebaut habe. Natürlich kann man den Bau mit Holzschwellen, Kleineisen etc. auch perfekt gestalten. Aber dann müsste ich die ganze Anlage so aufbauen und das wäre mir viel zu viel Aufwand, so dass ich nie zum Betrieb käme, was ich schade fände.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#187 von SupmaKni , 12.02.2026 12:34

Hallo Jürgen.
Das von dir gezeigte Bild sieht irgendwie schon hammer aus, da bekommt man ja gleich Lust sich mit dem Gleisbau zu beschäftigen ...

Zitat von Jürgen im Beitrag #186
Da ich gerne etwas "hemdsärmelig" arbeite, ging es auch ohne Spezialwerkzeug an die Arbeit. Im wesentlichen ist das eine gut greifende Zange, ein Cutter und ein Dremel mit Korundscheibe. Ich nehme eben das, was da ist.

Die Herangehensweise ist mir sehr vertraut, einfach mal machen. Was dabei rauskommt sieht man dann. Meistens ist das Ergebnis besser als erwartet.
Ich wollte dir ja schon den kompletten Selbstbau der Kreuzung vorschlagen, aber das "Zusammenstückeln" hat sein Ergebnis nicht verfehlt, sieht gut aus und der Aufwand war überschaubar.
Sicher hättest du dich auch Tage/Wochen/Monate mit der perfekten Kreuzung auseinandersetzen können, aber so kannst du die eingesparten Tage/Wochen/Monate nutzen um zu fahren.

Gruß Heiko


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#188 von dlok , 12.02.2026 15:49

Sehr schön, Jürgen,

Mir fehlte den Mut, um 1 Kreuzung, 2 Weichen und 2 Doppelkreuzungsweichen zu basteln, um einen geringeren Gleisabstand zu erreichen .

Kleine Frage: Konntest du trotz Weiterverwendung des alten Schwellenrostes zwischen den Herzstücken trotzdem deine Kreuzung biegen? ... oder ist es - einfach mit neuen Schienen - gleich wie im Originalzustand? - Dies konnte ich aus der Aufnahme nicht erkennen .

Ich habe mehrmals gelesen, dass die Tillig-Weichen sich leicht biegen lassen, vielleicht ihre Kreuzungen auch? ... aber das scheinst du nicht mehr zu brauchen .


Mit besten Grüssen aus der Westschweiz.

Laurent

PS: Masstab 1:1 und 1:87 passen gut zusammen
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RE: Wildbad, Br 93.5?

#189 von Jürgen , 12.02.2026 16:30

Zitat von dlok im Beitrag #188
Konntest du trotz Weiterverwendung des alten Schwellenrostes zwischen den Herzstücken trotzdem deine Kreuzung biegen?


Zwischen den Herzstücken sind die Schienen gebogen. Ich habe dafür Flexgleis genommen, da auf Grund der Biegung die Längen innen und außen sich verändern. Also müssen neue Profile rein. Die lassen sich aber gut biegen. Bei einem Radius von ca. 2m sieht man auf den wenigen cm nicht viel. Aber vielleich kann man auf dem letzten Bild erkennen, dass sie gebogen sind. Das war ja der Zweck der Übung.

Zitat von dlok im Beitrag #188
dass die Tillig-Weichen sich leicht biegen lassen


Ja das geht. Ich habe ein paar Weichen für Wildbad vorgesehen. Da wird das wohl zum Einsatz kommen.

Zitat von dlok im Beitrag #188
Mir fehlte den Mut, um 1 Kreuzung, 2 Weichen und 2 Doppelkreuzungsweichen zu basteln, um einen geringeren Gleisabstand zu erreichen.


Nur Mut, es ist gar nicht so schlimm. Ich muss praktisch alle Weichen im Bahnhof kürzen, teilweise im Bogen und teilweise auch in der Geraden. Solange Du Dich von den beweglichen Teilen fern hältst, ist es ähnlich wie Flexgleis verarbeiten. Das musst Du ja auch kürzen. Ein Gleisabstand von 52mm ist schon Klasse. Du musst nur bei den Radien aufpassen. Da hilft Dir aber die NEM. Ich werde berichten, wie ich vorgegangen bin.

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#190 von Enztalbahner , 12.02.2026 17:29

Hallo Jürgen!

Dein Selbstbau sieht klasse aus

Und geht deutlich schneller als komplettes Selberbauen. Ich hänge immer noch an meiner einen Weichenkombinatiion und finde nicht den Wiedereinstieg.

Zitat von Jürgen im Beitrag #186
Fazit, der Selbstbau war kein Hexenwerk, wenn man den Bau grundlich durchdenkt und einigermaßen sorgfältig arbeitet. Trotzdem war es spannend zu sehen, wie Stück für Stück etwas entsteht, was ich selber gebaut habe. Natürlich kann man den Bau mit Holzschwellen, Kleineisen etc. auch perfekt gestalten.

Durch die Verwendung von fertigen Teilen fällt es zumindest in deinen Fotos nicht auf. Es sieht perfekt aus. Ich denke, spätestens nach dem Einschottern fallen die kleinen Abweichungen ( die wahrscheinlich nur du siehst, weil du weißt, dass sie da sind ) nicht mehr auf.

Noch viel Spaß beim Gleisbau!

Viele Grüße
Rainer


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#191 von Jürgen , 22.02.2026 11:53

Einen schönen Sonntag wünsche ich,

ein neuer Wasserstandsbericht aus Wildbad steht an. Heute wieder mit ein paar Bildern. Zunächst eine kleine Veränderung. Ich habe das Segment unter dem Berg neu gedacht. Irgendwann hatte ich die Idee, die Öffnung des Kastens unter dem Berg nicht nach unten, sondern nach vorne zu machen. Gesagt getan und geschwind einen neuen Kasten gebaut. Diesmal mit der Öfnnung nach vorne. Ein Denkfehler hat leider zu einem kleinen Baufehler geführt, da dem Kasten 1 cm in der Höhe fehlt. Dann bekommt er später einen Fuß in dieser Höhe. Und hier ist der Kasten an seiner Position:



Ich bin sehr zufrieden damit, ist er doch eine prima Ablage für Werkzeug während der Bauzeit und später für Kleinkram. Die Schubladen sind aus Pappe und Verpackungen von Hörgeräten, die nicht mehr gebraucht werden. Hier können allerlei Kleinkram geordnet verschwinden. Sie passen exakt in der Höhe, was reiner Zufall ist.

Weitergebaut habe ich am Gleisvorfeld und den Abstellgleisen für den allerlei Fahrzeugen. Sie wurden in der Vergangenheit kräfig genutzt. Doch dazu mehr, wenn es an die Gestaltung geht. Die Gleis sind nur z.T. fixiert, ich arbeite noch daran. Da ich mit kommerziellen Weichenmaterial von Roco und Tillig arbeite, muss ich mit ein paar Ungenauigkeiten leben, was mMn dem Bild des Bahnhofs nicht wirklich widerspricht. Die 93er hat auf den Bildern gerade Einfahrt und kämpft sich die Steigung (vorbildgerecht 1:80) hoch. Ok, mit den beiden Wagen ist sie sicherlich nicht überfordert...

Was hier zu erwähnen ist, ist die ABW. Ich hatte noch viele 10°-Weichen von Roco, die im Bahnhof zum Einsatz kommen. Sie machen sich auch ganz gut, wenngleich ich sie teilweise im Bogen kürzen musste, um einen vorbildgerechen Gleisabstand zu erhalten. Ein paar Zukäufe von Tillig habe ich dann doch getätigt, weil sie eine Weiche mit einem Radius von 1,35m haben. Meine vorhandenen Roco 15°-Weichen waren mir zu eng im Radius. Ich verwende sie nur im FY. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie in der Form anpassbar sind. Ich hatte davon gehört, aber hier kann ich sie prima einbringen, was sie dem Bild des Vorbilds deutlich näher bringt. Natürlich ist der Radius zu eng, aber den Kompromiss gehe ich hier ein. Eine dieser Weichen ist jetzt die besagte ABW auf dem Bid.



Hier zwei Bilder des Güterbereichs.





Hier eine Sicht auf Plan und Umsetzung im Modell. Es passt hier ganz gut. Im anschließenden Bereich wird es etwas schwieriger.



Das liegt zum einen an der Kreuzung, die mit 15 ° wohl nicht ganz dem Vorbild entspricht. Auch sind die durchlaufenden Bögen nur z.T. umsetzbar, denn die Weichenwinkel passen nicht ganz 100%ig. Ich bin trotzdem zufrieden. Ein klein wenig will ich hier noch nacharbeiten. Aber ich denke, im Endeffekt ist das ohne große Bedeutung, da das ganze Ensemble passend wird.



Noch ein Wort zu den Weichen von Roco und/oder Tillig. Ich schätze die Flexibilität der Tillig-Weichen sehr, aber sie sind recht empfindlich. So musste ich eine Weiche bereits reparieren, weil ich unaufmerksam war. Roco ist da robuster und auch die Gleisverbindung mit den längeren Verbindern bei Roco ist prima. Leider sind beide Gleise im Fuss unterschiedlich, was sie kombinierbar, aber nicht 1:1 kompatibel macht. Tilligweichen mit den durchgehenden Zungen halte ich für die bessere Lösung, die Roco-Weichen sind aber im Aufbau einfacher zu handhaben und mit dem Bettungsgleis, das ich hier nicht verwende, besser für Kinder geeignet. Es ist wie immer, es kommt darauf an, was man will.

Schönen Restsonntag noch
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#192 von rex , 22.02.2026 12:58

Hallo Jürgen,

da ich als Trix-Express-Dinosaurier nich gerade berufen bin, etwas zu Moba-Gleisen und Weichen zu schreiben, beschränke ich mich mal auf den rein optischen Eindruck. Ich fasse zusammen: Da ist richtig schöner Schwung in deinem Layout in der 2. und sogar in der 3. Dimension. Das gefällt mir sehr gut. Oftmals sieht man ja, dass auf Anlagen da und ort noch eine Kurve oder eine leichte Schlängelung der Trasse eingebaut wird, die eigentlich nicht so ganz logisch erscheint. Dieses Gefühl habe ich bei deinen Fotos überhaupt nicht.

Ich freue mich, weiter teilhaben zu können und sende beste Grüße nach Wildbad - rex!


Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

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#193 von Der Dampfer , 22.02.2026 17:21

Hallo Jürgen
Nachdem ich meine Bahntätigkeit wieder aufgenommen habe ,war es wieder mal Zeit, auch bei den Kollegen rein zu schauen.
Da ergab sich bei Dir zunächst die Frage ob Maulbronn noch existiert. Ich habe zwar die PDF Fortführung gesehen, aber diese endet auch irgendwo.
Danach habe ich mir heute Mittag den Neubeginn in Wildbad angeschaut.Das Projekt gefällt mir und ich habe Gefallen an der schönen schlanken Gleisführung gefunden .
Du baust mit Roco und Tillig Weichen ,wie ich gelesen habe.Die 10Grad Weichen verwendete ich ebenfalls in Neustadt am Wald.Bis heute und das sind schon u die 8-9 Jahre hat nur eine 10 Grad Weiche aufgegeben und mußte ersetzt werden.Wenn du Ärger mit dem Kontakt im Bereich der Herzstücke hast genügt meist ein Tropfen Kontakt 60(Kontaktspray für Elektronische Steckverbindungen) um den Kontakt zwischen Leitplatte und den Schienen wieder zu erzeugen.Das Anlöten von Kabeln ist natürlich auch möglich.Ich hatte diese Problematik aber nur mit einer Weiche.
Ich werde Dein Schaffen interessiert weiter folgen.
Frage noch: Die Roco Schienenhöhe beträgt 2,1mm.Bei Tillig sind es etwas weniger ,1,9mm.Da ich gesehen habe das du die Weichen gemischt verbaust,wenn ich richtig verstanden und beobachtet habe,frage ich mich ;wie löst du dieses Problem ? ?

Beste Grüße nach Wildbad und gerne bis später sagt Willi.,.Der Dampfer
,


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#194 von Jürgen , 22.02.2026 17:33

Zitat von Der Dampfer im Beitrag #193
wie löst du dieses Problem ?


Hi Willi,

schön, dass Du vorbei schaust. Jetzt nur ganz kurz. Tillig Elite ist ein Code 83-Profil und hat wie Roco 2,1 mm Profilhöhe. Also da ist kein Problem ...

Ach ja, und Maulbronn existiert noch, ist aber derzeit im Bauzustand eingefroren. Ich habe vor, bei Gelegenheit die Arbeiten daran fortzusetzen.

Bis später
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#195 von Der Dampfer , 22.02.2026 17:40

Hi Jürgen
Ah alles klar, danke für die schnelle Antwort und Info.Ich hatte bezgl Tillig was von 1,9mm im Kopf.Weiter gutes Gelingen und viel Spaß.Ich schaue gerne wieder rein, bis später..... Willi


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#196 von K.Wagner , 23.02.2026 08:43

Hallo Jürgen,
das schaut echt toll aus und später wirst nur Du die Abweichungen zum Vorbild kennen - uns Betrachtern wird das absolut nich auffallen....zumal wenige im alten Wildbad waren, den Fleischmnann Kurier seligen Angedenkens nicht kennen und wenn doch jemand den alten Bahnhof kennt, dann nur von max. 2 m über SO......da schaut dasnn sowieso alles anders aus.
Naja - und keiner wird eine Luftaufnahme über Deine Bilder legen.
Jedenfalls schaut alle toll aus - und der Berg gefällt! Trost für mich, daß auch bei anderen 1 cm (oder 4, 12, 16mm) fehelkn - bei mir ist es meist der Denkfehler mit der Holzstärke bei Spontanprojekten ohne Planungsphase.
Noch eine Frage: Wie schaut es bei Dir eigentlich mit An-/Abkuppeln aus? Wie Du weißt habe ich ja T4T Kupplungen, die auf Bögen rel. empfindlich reagieren. Und auch mein restlicher Fuhrpark mit Märklin - KK mag Bögen nicht.

Naja - und noch eine Ergänzung zu Maulbronn: Letzte Woche war ich mal wieder im Wald oberhalb des Bahnhofs unterwegs - der ehem. Güterbereich ist inzwischen mit schönen Häuser überbaut.....

LG


Gruß Klaus


 
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RE: Wildbad, Br 93.5?

#197 von Jürgen , 23.02.2026 09:42

Moin,
jetzt etwas ausführlicher.

Zitat von Der Dampfer im Beitrag #193
Wenn du Ärger mit dem Kontakt im Bereich der Herzstücke hast genügt meist ein Tropfen Kontakt 60


Danke für den Hinweis, aber es geht um ein mechanisches Problem. Der kleine Dorn der Zunge, der in der Stellschwelle steckt, die eigentlich keine Schwelle ist, ist abgebrochen. Darüber hinaus fehlte die Stellschwelle. Ich weiß nicht, wann und wo mir das passiert ist, aber kaputt war sie nun einmal. Ich habe einenkleinen Dorn aus Kupferdraht angelötet und eine neue Stellschwelle aus einer Bastelplatte "geschnitzt". Jetzt funktioniert das Teil wieder. Ich hoffe, sie hält den Antrieb aus, der ziemlich kräftig ist. Ich werde es erleben...

Wildbad ist zwar prinzipiell transportabel, aber das ist sehr aufwändig. Es besteht im Endausbau aus über 20 Segmenten ohne FY und Strecke. Da macht es Sinn, mit mehreren Personen den Transport zu bewerkstelligen. Und ob ich Lust und Mitstreiter dafür fände, steht in den Sternen. Deshalb wird Maulbronn auch bleiben. Hier hat es mir die Epoche 1 im Übergang zu Epoche 2 angetan. Es bekommt dann ebenfalls eine Minimax-Schnittstelle, so dass ich den FY von Wildbad nutzen kann. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Erst einmal muss ich meine Erwerbstätigkeit abschließen. Das wird in ca. 1,5 Jahren der Fall sein.

Zitat von K.Wagner im Beitrag #196
Wie schaut es bei Dir eigentlich mit An-/Abkuppeln aus?


Hallo Klaus,

danke für Deinen Beitrag. Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da sie die Frage der zu verwendenden Kupplungen beinhaltet. In Maulbronn habe ich mich darüber einmal ausgelassen. Bei festen Zugverbänden kann ich Kurzkupplungen von Roco oder Fleischmann einsetzen. Hier steht für mich Fleischmann an erster Stelle. Aber feste Zugverbände werde ich nicht viele, wenn überhaupt, haben. Kurzkupplungen verbieten sich im Rangierbetrieb, da ich Loks nutzen will, die leider fest für Bügelkupplungen ausgelegt sind. Ich denke hier z.B. an die Lenz V36, die bei mir seit Jahren sehr zuverlässig im Dienst ist. Bügelkupplungen kuppeln sehr leicht, wenn sie einseitig keinen Bügel haben. Das ist sehr schön und mit den Märklin-KK habe ich gute Erfahrungen gemacht. Im Point2point-Betrieb wie bei mir ist das prinzipiell auch möglich, jedoch habe ich dann wieder das Problem mit Loks, die nur einen Kupplungshaken auf beiden Seiten haben. Siehe vor ...

Lange Rede, kurzer Sinn, es läuft wohl auf Bügelkupplungen, teilweise Märklin-KK, an beiden Seiten hinaus. Und die kuppeln in Radien von ca. 2m, den ich nur an wenigen Stellen im Bahnhof unterschreite, eigentlich problemlos. Selbst ein schneller Test mit der Fleischmann Profikupplung und der Roco-KK sind bei 2m-Radius Kupplungsvorgänge möglich. Aber das ist nur ein schneller Test mit einer begrenzten Zahl von Fahrzeugen. Ob das immer funktoniert, weiß ich nicht. Es kommt ja wie gesagt, für mich wahrscheinlich nicht in Frage. Aber das letzte Wort ist noch nicht geschrieben. Hier lasse ich mich ein wenig darüber aus. Es ist der erste Teil des Maulbronnfadens, den ich seinerzeit wegen der Abload-Misere als pdf gesichert habe. Die anderen Teile findet man hier.

Natürlich wird niemand die Abweichungen wirklich sehen. Aber mir geht es ja darum, möglichst genau am Vorbild zu bleiben. Mit den kleinen Kompromissen kann ich gut leben, zumal mir keine exakten Dokumente vorliegen. Ich will vielmehr den Zeitgeist in einer möglichst realen Modellumwelt erfassen. Das ist eigentlich das schwierige Hauptthema, wenn ich keine Klischees bedienen will ...

Viele Grüße
Jürgen


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#198 von SCPro , 23.02.2026 13:47

Hi Jürgen,

in der bei jeder Tillig-Weiche mitgelieferten Zubehör-Tüte, befindet sich auch eine Stellschwelle am Spritzling. Wenn Du eine brauchst, melde Dich, ich schicke sie Dir umgehend. Ich verwende nur Tillig-Weichen (bin sehr zufrieden!), weil sie Epoche I (Bayern) am nächsten kommen...

LG, Sandro


Gruß, Sandro
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RE: Wildbad, Br 93.5?

#199 von Jürgen , 24.02.2026 08:10

Hallo Sandro,

vielen Dank für das Angebot. Ich habe bereits die Weiche repariert. Im übrigen bin ich von den Tilligweichen auch begeistert. Aber wie gesagt, auch die Roco-Weichen haben ihre Berechtigung. Und ich kaufe nicht 20 Weichen, wenn ich noch genügend habe.

@all: Ich will hier das Thema "Hintergrund" aufgreifen, weil es mir in seinem Faden so positiv aufgefallen ist. Dort habe ich ja bereits ein paar Worte dazu verloren und möchte hier meine Gedanken fortsetzen. Ich schrieb dort:

Zitat
Das Thema Hintergründe bewegt mich auch. Ich denke daran, sie selber zu malen. Mir gefällt Dein Hintergrund sehr gut und die Anpassungen in Photoshop sind sehr sinnvoll. Sicher sind Loisls Hintergründe nicht modernste Technik, aber sie gewährleisten, dass sie durch Schemenhaftigkeit auch hintergründig wirken. Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir uns sehr stark an die Fotodarstellung vom Modellbahnen gewöhnt haben. Die echte Anlage in 3D hat doch eine ganz andere Wirkung auf den Betrachter. Details werden weniger wichtig, wenn der Blick auf die ganze Anlage dominiert. Ist also eine Anlage "old fashion", wenn sie einen von Loisl geprägten oder selbst gemalten Hintergrund hat ?



Meine Antwort: Ich denke nein, denn auch der Blick auf den Hintergrund ist geprägt durch die Gewöhnung an Fotos. Aber tatsächlich entlarvt sich auch der Fotohintergrund an einer Moba als solcher, wenn man sich davor bewegt. Auch er ist eben nur zweidimensional. Er ist, wie die ganze Anlage, eine Illusion und zeigt, was sich der/die Erbauer gedacht und gefühlt hat/haben, um das umzusetzen, was sie für wesentlich halten. Der Hintergrund ist ein Stilmittel. Und da ist ein gemalter oder fotografierter Hintergrund eben das was er ist, "nur" ein Hintergrund.

Es gibt hier im Forum ein paar Bilder, die eine Modellbahn zeigen, die KI generiert und auch als solche gekennzeichnet wurden. Die Wirkung war verblüffend. Für Darstellungen in Foren brauchen wir letztlich gar keine Hintergründe mehr. Für mich ist das aber nicht der Sinn einer Moba. Ich möchte vor einer Moba stehen und sie erleben können. Sie ist Kunsthandwerk im Wortsinn: Kunst und Handwerk. Dabei kommt es aus meiner Sicht nicht zwingend auf Perfektion an, sondern ist ein Abbild dessen, was in meinem Kopf steckt und meine Hände schaffen können. Es ist für mich die Auseinandersetzung mit einer Zeit und einem Raum. Im Grunde unterscheiden sich in einer künstlerischen Auseinandersetzung Fotografie und Malerei nicht wirklich. Die Methoden sind anders. Es ist in beiden Fällen der Ausdruck dessen, was gefühlt wird. Selbst das "Knipserfoto" wird gemacht, weil der Fotografierende in diesem Augenblick etwas gefühlt hat. Der "Wert" geht für mich davon aus, ob er bei Betrachtung etwas auslöst. Was soll für mich ein Hintergrund bei einer Moba auslösen ? Es soll den Raum schaffen, denn ich auf der begrenzten Fläche nicht habe. Er holt die Moba, ähnlich wie im Theater, aus der Begrenzung heraus. Die Konzentration liegt aber im Vordergrund und da ist es unerheblich, wie der Raum geschaffen wird. Er muss nicht detailliert und ablenkend sein, sondern unscheinbar und den Blick auf den Vordergrund lenken. Nehmen wir dieses Bild als Beispiel:



Stellen wir uns vor, der Vordergrund bis zu den Gebäuden wäre eine Moba. Ist es da nicht egal, ob der Hintergrund gemalt oder fotografiert wird ?


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RE: Wildbad, Br 93.5?

#200 von SCPro , 24.02.2026 10:31

Hi Jürgen,

gerade zu Zeiten in denen ich am Hintergrund der Moba arbeite, ist mein Blick in der Natur besonders auf den Hintergrund fokussiert - und da wirkt dieser "diesig, eher tatsächlich wie gemalt" - ich glaube das bekommt man photografisch nur schwer hin, bzw. es wirkt auch in der Natur wie gemalt. Das hat mich in meiner Entscheidung gg. einen Photo-Hintergrund bestärkt.

Hier bin ich "voll dabei":

*schnipp*
Meine Antwort: Ich denke nein, denn auch der Blick auf den Hintergrund ist geprägt durch die Gewöhnung an Fotos. Aber tatsächlich entlarvt sich auch der Fotohintergrund an einer Moba als solcher, wenn man sich davor bewegt. Auch er ist eben nur zweidimensional. Er ist, wie die ganze Anlage, eine Illusion und zeigt, was sich der/die Erbauer gedacht und gefühlt hat/haben, um das umzusetzen, was sie für wesentlich halten. Der Hintergrund ist ein Stilmittel. Und da ist ein gemalter oder fotografierter Hintergrund eben das was er ist, "nur" ein Hintergrund.
*schnapp*

Weiterhin frohes Schaffen, ich bleibe bei Dir 'dran!


Gruß, Sandro
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