RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#1 von Birdman , 15.05.2025 09:49

Hallo zusammen,

eine Anfänger-/Laienfrage: Kann man mit RailCom auch eine zurückgelegte Strecke ermitteln? Bei einigen Decodern kann man ja eine feste Bremsstrecke in cm definieren, wird dort die tatsächliche Strecke - also z. B. über Rad-/Achsumdrehungen - ermittelt oder erfolgt das über die Kombination bestimmte Geschwindigkeit/Zeit?

VG Martin


Viele Grüße,
Birdman


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#2 von vikr , 15.05.2025 10:19

Hallo Martin,

Zitat von Birdman im Beitrag #1
wird dort die tatsächliche Strecke - also z. B. über Rad-/Achsumdrehungen - ermittelt oder erfolgt das über die Kombination bestimmte Geschwindigkeit/Zeit?

in der Regel sind es immer stückweise" Geschwindigkeits/Zeitberechnungen. Sind in einem Modellbahnsteuerprogramm konkrete Weglängen hintelegt, können einige Programm die Werte vergleichen und daraus lernen, vorausgesetzt es gibt genügend Rückmelder im Gleis kann das sogar recht gut funktionieren. Es funktioniert aber nicht wirklich ad hoc, d. h. für die aktuelle Fahrt. Sobald mehrere Fahrzeuge im Zugriff der Zentrale sind, wird zudem die durchschnittliche Antwortzeit mit der die Zentrale den Decoder steuern kann immer größer und damit die Antwort unpräziser.

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#3 von Vincent Hamp , 15.05.2025 10:19

Hallo

Aktuell geht das nicht, das wäre aber durchaus eine sinnvolle Applikation. Ähnlich wie bei der Geschwindigkeitsmeldung müsste man allerdings die Lok einmessen.

lg
Vincent


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#4 von Birdman , 15.05.2025 10:30

Danke schon mal für Eure Antworten!

Am einfachsten wäre es ja, wenn die Decoder die Motorumdrehungen registrieren könnten. Daraus ließe sich dann ziemlich genau die Wegstrecke ableiten (Durchrutscher mal außen vor gelassen).

VG Martin


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Birdman


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#5 von vikr , 15.05.2025 11:42

Hallo Martin,

Zitat von Birdman im Beitrag #4
Am einfachsten wäre es ja, wenn die Decoder die Motorumdrehungen registrieren könnten. Daraus ließe sich dann ziemlich genau die Wegstrecke ableiten (Durchrutscher mal außen vor gelassen).
die Anzahl der Anker-Umdrehungen müsste man dazu zählen können, so eine Zähl-Einrichtung gibt es aber serienmäßig nur in brushless Motoren. Das Zählen per EMK-Analyse beherrschen zwar prinzipiell alle Decoder mit Lastregelung, funktioniert also mit jedem DC-Motor, diese Information ist aber insbesondere bei niedrigen Drehzahlen als Ankerumdrehungsanzahl nicht wirklich belastbar. Außerdem müsste der Decoder bei der Weitergabe dieser Information immer einen Timestamp mitliefern. Alles Voraussetzungen, die dann auf einer Anlage flächendeckend von allen eingesetzten Loks erfüllt sein müssten...

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#6 von Birdman , 15.05.2025 11:53

Hallo vik,

wahrscheinlich stelle ich mir das zu einfach vor. Meine Idee ging auch in die umgekehrte Richtung, dem Decoder entsprechende Anweisung zu geben. So im Sinne: Bei Erreichen des Blockanfangs noch 34 Umdrehungen mit halber Geschwindigkeit und nach weiteren 18 Umdrehungen Stopp. Also Zugstop nach genau 27 cm (natürlich alles nur fiktive Zahlen).

VG Martin


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#7 von vikr , 15.05.2025 11:59

Hallo Martin,

Zitat von Birdman im Beitrag #6
Meine Idee ging auch in die umgekehrte Richtung, dem Decoder entsprechende Anweisung zu geben. So im Sinne: Bei Erreichen des Blockanfangs noch 34 Umdrehungen mit halber Geschwindigkeit und nach weiteren 18 Umdrehungen Stopp. Also Zugstop nach genau 27 cm (natürlich alles nur fiktive Zahlen).
das würde mit Schrittmotoren in den Loks, abgesehen von dem unvermeidlichen Schlupf, wohl sehr gut funktionieren....

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#8 von Ulf325 , 15.05.2025 13:58

Zitat von Birdman im Beitrag #6
Hallo vik,

wahrscheinlich stelle ich mir das zu einfach vor. Meine Idee ging auch in die umgekehrte Richtung, dem Decoder entsprechende Anweisung zu geben. So im Sinne: Bei Erreichen des Blockanfangs noch 34 Umdrehungen mit halber Geschwindigkeit und nach weiteren 18 Umdrehungen Stopp. Also Zugstop nach genau 27 cm (natürlich alles nur fiktive Zahlen).

VG Martin


so etwas gibt es unter der Bezeichnung BBT bei Rocrail
damit kann ich zB einen kurzen Zug in Bahnsteigmitte anhalten lassen


Mit freundlichen Grüßen: Ulf

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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#9 von fschum , 15.05.2025 14:32

Hallo,

Railcom - mein Lieblingsthema!

Zitat von Vincent Hamp im Beitrag #3
Hallo
Aktuell geht das nicht ...



Doch! ... meine Decoder koennen das schon heute
Dazu integrieren diese die Flaeche unter der Gegen-EMK Spannung. Gemessen wird in Millimetern. Geht mit allen Motoren. Der Messfehler ist erstaunlich gering (ca. 1%). Ein externer Sensor wird nicht benoetigt.

Wen es interessiert, in meinem Decoder-Handbuch gehen Kapitel 9.1 bzw. 12.2 kurz darauf ein. Das Handbuch ist derzeit (leider) nur auf englisch.


MfG,
Frank


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#10 von aruff , 15.05.2025 14:47

Hallo,

und BiDiB.org schreibt dazu:
MSG_BM_DYN_STATE:
Zustands-Meldung eines Dekoders, es folgen fünf oder mehr Bytes beginnend mit MNUM, ADDRL, ADDRH, DYN_NUM.

MSG_BM_DYN_STATE Parameter
Parameter Beschreibung
MNUM Lokale Nummer des Belegtmelders, Wertebereich 0…127; 255
ADDR[2] Adresse des meldenden Dekoders, kodiert wie oben beschrieben
DYN_NUM Kennzeichnung des übertragenen Zustand.
0: reserviert
1: Signalqualität
2: Temperatur
3: Behälter 1
4: Behälter 2
5: Behälter 3
6: Distanz
7-255: reserviert
VALUE[1…N] Zustandswert, ein Byte sofern nicht anders angegeben.
Dyn-Num Kodierung des Zustandswertes
0: reserviert
1: Signalqualität, Wertebereich 0…100
Übertragen wird das Verhältnis fehlerhaft empfangener Pakete zu Gesamtpaketen in Prozent.
Ein Wert von 0 bedeutet fehlerfreien Empfang (seitens des Dekoders).
2: Temperatur (signed char).
Wert Bedeutung
0…127 Temperatur in der Einheit Grad Celsius.
128…225 reserviert.
226…255 negative Temperatur (-30°C…-1°C).
3: (Betriebs-) Energievorrat, Wertebereich 0…100
Angabe des Füllstandes des Behälters 1; Antriebsenergie (z. B. Akkustand)
4: Behälter 2
5: Behälter 3
6: Distanz, bestehend aus 4 Byte: DISTANCEL, DISTANCEH, TIMEL, TIMEH.
DISTANCE kodiert die gemessene, zurückgelegte Wegstrecke eines Fahrzeuges in mm. Die Wegstrecke wird dabei als zyklisch durchlaufender 16-Bit Wert erfasst (Überlauf 65535-0). Der Zähler inkrementiert, wenn das Fahrzeug vorwärts fährt (in Richtung Führerstand 1).
TIME ist ein Systemzeitstempel für den Zeitpunkt des Empfangs der Nachricht vom Dekoder.
7-255: reserviert
FEATURE_BM_DYN_STATE_INTERVAL legt fest (in Einheiten von 100ms), wie oft die Übertragung erfolgt. Empfohlen ist eine Einstellung von mind. 1s. FEATURE_BM_DYN_STATE_INTERVAL = 0 schaltet die Übertragung ab. Der Detektor soll Zustandmeldungen der Lok nicht übermitteln, wenn diese vor Ablauf von eines FEATURE_BM_DYN_STATE_INTERVAL vom Lokdekoder eintreffen.

Die MSG_BM_DYN_STATE soll nur einmal je (Lok-)Dekoder erfolgen, auch wenn dieser Dekoder aktuell verschiedene Abschnitte überbrückt und daher zugleich in mehreren Abschnitten erfasst wird.

MSG_BM_DYN_STATE wird nur spontan gemeldet und kann nicht abgefragt werden. Durch Setzen oder Löschen des Features FEATURE_BM_DYN_STATE_INTERVAL kann die Übertragung zu- oder abgeschaltet werden.

Hintergrund-Information zur DYN_NUM = 1: Entsprechende Lokdekoder vorausgesetzt (diese müssen railcom ID7, Sub-ID7 bedienen) kann damit eine Art Quality-of-Service Anzeige realisiert werden. Der Lokdekoder führt eine Statistik über alle empfangenen DCC-Pakete (Zahl fehlerhafter Pakete / Gesamtzahl). Diese Statistik wird an den Detektor übertragen und von BiDiB weitergeleitet. Das Hostprogramm entscheidet dann über die Auswertung: korreliert der Fehler mit der Lok, kann ein Hinweis über verschmutzte Radkontakte ausgegeben werden, korreliert der Fehler mit dem Gleisabschnitt, kann auf verschmutztes Gleis geschlossen werden.

Hintergrund-Information zur DYN_NUM = 6: Diese Meldung dient zum genauen Rangieren bzw. zum genauen Vermessen einer Modellanlage. Die Daten werden aus der Rückmeldung des Dekoders gewonnen (Railcom ID07, DV22 und DV23). Die Informationen unterliegen einer Streuung hinsichtlich des Erfassungszeitpunktes abhängig von der DCC-Wiederholrate. Für die Auswertung relevant sind daher sowohl die Belegtmeldungen des Abschnitts als auch die DISTANCE-Meldungen des Dekoders. Beide sind daher - bei gesetztem FEATURE_BM_TIMESTAMP_ON - mit millisekundengenauen BiDiB-Systemzeitstempeln gekennzeichnet, womit ein sehr guter Näherungswert für die exakte Fahrzeugposition durch Interpolation errechnet werden kann.


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Andre


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#11 von vikr , 15.05.2025 16:46

Hallo Ulf,

Zitat von Ulf325 im Beitrag #8
so etwas gibt es unter der Bezeichnung BBT bei Rocrail damit kann ich zB einen kurzen Zug in Bahnsteigmitte anhalten lassen
ja, auch ganz ohne Railcom lernt Rocrail hier selbstständig - genügend klassische Rückmelder im Gleis vorausgesetzt - einen bestimmten Zugverband mit jedem Versuch genauer am gewünschten Zielpunkt anzuhalten. Aber auch das funktioniert nur wenn die Fahreigenschaften der Lok und die Rolleigeschaften der Wagen sehr stabil bleiben....

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#12 von Vincent Hamp , 15.05.2025 16:51

Zitat von fschum im Beitrag #9
Hallo,

Railcom - mein Lieblingsthema!

Zitat von Vincent Hamp im Beitrag #3
Hallo
Aktuell geht das nicht ...



Doch! ... meine Decoder koennen das schon heute
Dazu integrieren diese die Flaeche unter der Gegen-EMK Spannung. Gemessen wird in Millimetern. Geht mit allen Motoren. Der Messfehler ist erstaunlich gering (ca. 1%). Ein externer Sensor wird nicht benoetigt.

Wen es interessiert, in meinem Decoder-Handbuch gehen Kapitel 9.1 bzw. 12.2 kurz darauf ein. Das Handbuch ist derzeit (leider) nur auf englisch.




Ja, damit hät ich eh gerechnet. Kaufen kann man die aber leider nicht, und genormt is es auch nicht. ;)
Die RCN-217 kennt zwar eine "Dyn 7, Sub-ID 22" aber da steht original

Zitat
Tageskilometerzähler, genaue Definition noch festzulegen


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#13 von Pirat-Kapitan , 15.05.2025 16:59

Zitat von Birdman im Beitrag #6
Hallo vik,

wahrscheinlich stelle ich mir das zu einfach vor. Meine Idee ging auch in die umgekehrte Richtung, dem Decoder entsprechende Anweisung zu geben. So im Sinne: Bei Erreichen des Blockanfangs noch 34 Umdrehungen mit halber Geschwindigkeit und nach weiteren 18 Umdrehungen Stopp. Also Zugstop nach genau 27 cm (natürlich alles nur fiktive Zahlen).

VG Martin

Moin Martin,
so etwas hatte Karl Grothe ca. 2015 in seinem WLAN-Krok-Projekt (wurde im Spassbahnforum beschrieben) schon realisiert. Er hatte dazu einen Drehzahlgeber an der Motorwelle und konnte cm-genau fahren / anhalten.
Dieser Drehzahlgeber wirkte direkt auf den Microprozessor der Motorsteuerung, hatte als Toleranz also nur den Getriebeschlupf zu berücksichtigen. Das ist genau das, was Du Dir vorstellst.
Karl hatte es u.a. 2015 in Kerkrade vorgestellt.

Die damals damit erreichte Genauigkeit wird mit RailCom etc. niemals erreicht werden können.
Schöne Grüße
Johannes


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#14 von vikr , 15.05.2025 17:01

Hallo Andre,

Zitat von aruff im Beitrag #10
Die Informationen unterliegen einer Streuung hinsichtlich des Erfassungszeitpunktes abhängig von der DCC-Wiederholrate. Für die Auswertung relevant sind daher sowohl die Belegtmeldungen des Abschnitts als auch die DISTANCE-Meldungen des Dekoders. Beide sind daher - bei gesetztem FEATURE_BM_TIMESTAMP_ON - mit millisekundengenauen BiDiB-Systemzeitstempeln gekennzeichnet, womit ein sehr guter Näherungswert für die exakte Fahrzeugposition durch Interpolation errechnet werden kann.
was nichts anderes heißt, als:
es funktioniert mit einem Fahrzeug und ansonsten je nach Anzahl der Fahrzeuge, die die Zentrale im Zyklusspeicher hat, mehr oder weniger vielleicht.
Welche Zentralen beherrschen das derzeit?
Funktioniert das dann auch ohne Modellbahn-Steuerprogramm?
Mit welchem Modellbahn-Steuerprogramm kann man so - sagen wir mal - zwölf Züge gleichzeitig fahren lassen und weitere 25 Fahrzeuge im Schattenbahnhof und Lokschuppen auf den nächsten Einsatz bereit halten?
Was kostet die Zentrale, das Umrüsten der Fahrzeuge und das Aufrűsten der Rückmeldeinfrastruktur?

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#15 von vikr , 15.05.2025 17:09

Hallo Johannes,

Zitat von Pirat-Kapitan im Beitrag #13
Moin Martin,
so etwas hatte Karl Grothe ca. 2015 in seinem WLAN-Krok-Projekt (wurde im Spassbahnforum beschrieben) schon realisiert. Er hatte dazu einen Drehzahlgeber an der Motorwelle und konnte cm-genau fahren / anhalten.
Dieser Drehzahlgeber wirkte direkt auf den Microprozessor der Motorsteuerung, hatte als Toleranz also nur den Getriebeschlupf zu berücksichtigen. Das ist genau das, was Du Dir vorstellst.
Karl hatte es u.a. 2015 in Kerkrade vorgestellt.

Die damals damit erreichte Genauigkeit wird mit RailCom etc. niemals erreicht werden können.
ein akzeptiertes Produkt scheint aber leider nicht daraus geworden zu sein:
http://www.gartenbahn-forum.de/f.php?m=320370


MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#16 von Frank@CB , 15.05.2025 18:04

Zitat von Ulf325 im Beitrag #8
so etwas gibt es unter der Bezeichnung BBT bei Rocrail


Und BBT funktioniert nach der Lernphase, in der man etwas experimentieren muß, absolut perfekt.
Eine meiner Loks pendelt mit einem kurzen Güterzug aus 2 Kesselwagen ständig zwischen Abstellgleis und 3 verschiedenen, zufällig angesteuerten Blöcken, in denen sie die Richtung wechselt. Nach der Lernphase hält sie ausnahmslos bei jedem Versuch genau 4 mm vor dem Prellbock, egal, aus welcher Geschwindigkeit, ich habe die Fahrstraßen zum Abstellgleis mit verschiedenen Geschwindigkeiten angelegt. Als Anzahl der Stufen haben sich bei der Lok z.B. 15 als Perfekt erwiesen, dadurch bremst sie auch schön weich.
Und BBT funktioniert sogar in Blöcken mit nur einem Rückmelder, in der Wiki wird gut beschrieben, was dafür zusätzlich eingestellt werden muß.

Zur Einrichtung und Funktion von BBT gibt es auf YT schöne Videos.


Minianlage im Winter


 
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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#17 von aruff , 15.05.2025 18:21

Hallo,
oje.

Zitat von vikr im Beitrag #14

es funktioniert mit einem Fahrzeug und ansonsten je nach Anzahl der Fahrzeuge, die die Zentrale im Zyklusspeicher hat, mehr oder weniger vielleicht.
Welche Zentralen beherrschen das derzeit?
Funktioniert das dann auch ohne Modellbahn-Steuerprogramm?
Mit welchem Modellbahn-Steuerprogramm kann man so - sagen wir mal - zwölf Züge gleichzeitig fahren lassen und weitere 25 Fahrzeuge im Schattenbahnhof und Lokschuppen auf den nächsten Einsatz bereit halten?
Was kostet die Zentrale, das Umrüsten der Fahrzeuge und das Aufrűsten der Rückmeldeinfrastruktur?



BiDiB Wiki schreibt:
Ist nur ein Dekoder im Abschnitt, so erfolgt eine 3 Byte Meldung. Sind mehrere Dekoder im Abschnitt, so werden die Adressen der Dekoder in folgenden Bytepaaren ADDRL, ADDRH übertragen.
Es können maximal 16 Adressen in einem Abschnitt gemeldet werden.

Quelle:
https://bidib.org/protokoll/bidib_occ.html

Das kann das IF2, GBMBoost, IFNet, TAMS mc2

Genau, für Märklinisten ist das wohl nichts.


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Mit freundlichen Grüßen
Andre


 
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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#18 von fschum , 15.05.2025 18:26

Grau ist alle Theorie ...

Ich habe ein Video gemacht wie genau meine Decoder die Wegstrecke messen,

https://www.youtube.com/watch?v=OQYGm_qcIAg


MfG,
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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#19 von vikr , 15.05.2025 18:33

Hallo Frank,

Zitat von fschum im Beitrag #9
Gemessen wird in Millimetern. Geht mit allen Motoren. Der Messfehler ist erstaunlich gering (ca. 1%).
das scheint mir sehr optimistisch! Nehmen wir mal vorsichtiges Ankuppeln mit einer gewöhnlichen H0-Lok (z.B. mit dem bewährtem Original-HLA, z.B. märklin 60943) bei einer Geschwindigkeit von einem Kilometer pro Stunde.
Also da, wo es im Modellbahnalltag wirklich auf den Millimeter ankommt.
Da kann man mit Deinen Decodern an Hand der EMK-Analyse den Weg auf 1% genau berechnen und die Lok sicher ankuppeln?

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#20 von vikr , 15.05.2025 18:44

Hallo Andre,

Zitat von aruff im Beitrag #17
Genau, für Märklinisten ist das wohl nichts.
auf die paar Märklinisten (ohne Railcom) haben die BiDiB-Enthusiasten ja offensichtlich schon immer gut verzichten können...

MfG

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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#21 von fschum , 15.05.2025 19:52

Hallo Vik,

Zitat von vikr im Beitrag #19
Hallo Frank,
Zitat von fschum im Beitrag #9
Gemessen wird in Millimetern. Geht mit allen Motoren. Der Messfehler ist erstaunlich gering (ca. 1%).

das scheint mir sehr optimistisch! Nehmen wir mal vorsichtiges Ankuppeln mit einer gewöhnlichen H0-Lok (z.B. mit dem bewährtem Original-HLA, z.B. märklin 60943) bei einer Geschwindigkeit von einem Kilometer pro Stunde. Also da, wo es im Modellbahnalltag wirklich auf den Millimeter ankommt.
Da kann man mit Deinen Decodern an Hand der EMK-Analyse den Weg auf 1% genau berechnen und die Lok sicher ankuppeln?



Ich will es mal so formulieren: Der Decoder kann das viel genauer als Du das mit einem Handregler jemals von draussen steuern kannst. Ich beziehe mich dabei auf uebliche Spur-N Motoren (3-pol, 5-pol, Coreless). Der Decoder kann sogar das ankuppeln detektieren, indem die Stromaufnahme des Motors steigt.

Man kann viel machen, man muss es nur wollen ...


MfG,
Frank


 
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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#22 von vikr , 15.05.2025 20:00

Hallo Frank,

Zitat von fschum im Beitrag #21
Ich will es mal so formulieren: Der Decoder kann das viel genauer als Du das mit einem Handregler jemals von draussen steuern kannst. Ich beziehe mich dabei auf uebliche Spur-N Motoren (3-pol, 5-pol, Coreless). Der Decoder kann sogar das ankuppeln detektieren, indem die Stromaufnahme des Motors steigt.

Man kann viel machen, man muss es nur wollen ...
Das ist leider definitiv eine ausweichende Antwort auf die recht präzise Frage, wie genau Du - per EMK-Analyse - die Drehzahl eines DC-Motors (bei Schritt-Geschwindigkeit der Lok) und damit die zurück gelegte Wegstrecke, bestimmen kannst.
Zitat von fschum im Beitrag #21
Ich beziehe mich dabei auf uebliche Spur-N Motore
ich glaube nicht, dass man manuelles Ankuppeln in H0 oder größeren Spuren, mit N- oder Z-Spur-Fahrzeugen vergleichen kann. Das gilt auch für ein einigermaßen vorbildgerechtes Programm gesteuertes Ankuppeln.

MfG

vik


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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#23 von fschum , 15.05.2025 20:36

Zitat von vikr im Beitrag #22
Hallo Frank,
Zitat von fschum im Beitrag #21
Ich will es mal so formulieren: Der Decoder kann das viel genauer als Du das mit einem Handregler jemals von draussen steuern kannst. Ich beziehe mich dabei auf uebliche Spur-N Motoren (3-pol, 5-pol, Coreless). Der Decoder kann sogar das ankuppeln detektieren, indem die Stromaufnahme des Motors steigt.

Man kann viel machen, man muss es nur wollen ...
Das ist leider definitiv eine ausweichende Antwort auf die recht präzise Frage, wie genau Du - per EMK-Analyse - die Drehzahl eines DC-Motors (bei Schritt-Geschwindigkeit der Lok) und damit die zurück gelegte Wegstrecke, bestimmen kannst.



Ganz einfach: Die EMK ist der Motordrehzahl direkt proportional.

Zitat von vikr im Beitrag #22
Hallo Frank,
Zitat von fschum im Beitrag #21
Ich will es mal so formulieren: Der Decoder kann das viel genauer als Du das mit einem Handregler jemals von draussen steuern kannst. Ich beziehe mich dabei auf uebliche Spur-[quote="fschum"|p2815350]Ich beziehe mich dabei auf uebliche Spur-N Motore
ich glaube nicht, dass man manuelles Ankuppeln in H0 oder größeren Spuren, mit N- oder Z-Spur-Fahrzeugen vergleichen kann.


Richtig. Kleinere Motoren sind deutlich schwieriger zu steuern als groessere Motoren. Die Massentraegheit hat einen entscheidenden Einfluss.


MfG,
Frank


 
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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#24 von Pirat-Kapitan , 15.05.2025 20:47

Zitat von vikr im Beitrag #15
ein akzeptiertes Produkt scheint aber leider nicht daraus geworden zu sein:
http://www.gartenbahn-forum.de/f.php?m=320370



Moin Vik,
das ist korrekt. Lag m.E. an der "Lizenzpolitik" von Karl (Sony mit Betamax läßt grüßen). Zudem war die Bedienoberfläche zumindest für mich sehr suboptimal.
Ich selber habe diesen Motorachsen-Drehzahlgeber nie verbaut, weil ich diese Fähigkeit nicht benötige.
Aber das Projekt hat den m.E. korrekten Weg aufgezeigt, treu dem Spruch: wer misst misst Mist.

Schöne Grüße
Johannes


Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.


vikr hat sich bedankt!
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RE: RailCom: Zurückgelegte Strecke?

#25 von vikr , 15.05.2025 21:48

Hallo Frank,

Zitat von ukw im Beitrag #45
In meiner Zentrale löse ich beim ersten S88-Kontakt in der Zentrale eine Rampe aus: "Bremse innerhalb von X Sekunden auf eine niedrige Geschwindigkeit Y." Die Rampe ist dabei so bemessen, dass der Zug vor Erreichen des Bahnsteigs die gewünschte Endgeschwindikeit erreicht. Damit fährt der Zug in den Bahnhof mit einer realistischen und niedrigen Geschwindigkeit ein
was meinst Du genau mit "auslösen in der Zentrale"? Du stellst für diese Lok eine Folge von Fahrstufenbefehlen ein, die die Zentrale in vorgegebenen zeitlichen Intervallen an den Decoder sendet?
Zitat von fschum im Beitrag #23
Ganz einfach: Die EMK ist der Motordrehzahl direkt proportional.
das gilt streng genommen für einen DC-Motor, der als Dynamo betrieben wird. Der Decoder steuert den Motor per PWM an und versucht dazwischen - in kurzen Lücken - die EMK zu bestimmen. Die in diesen kurzen Lücken gemessenen Werte sind leider nicht einfach proportional zur Drehzahl, für langsame Fahren, insbesondere das ruckelfreie Abfahren haben die Decoderhersteller daher andere Strategien implementieren müssen.
Zitat von fschum im Beitrag #23
Die Massentraegheit hat einen entscheidenden Einfluss.
Eine hohe Masse des Ankers ist vorteilhaft, weil sich Messlücken weniger auf die Motordrehzahl auswirken, aber eher nachteilig hinsichtlich schneller Steuerungs/Korrekturmöglichkeiten bei der Lastregelung.

MfG

vik


im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix


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zuletzt bearbeitet 20.05.2025 | Top

   

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