Hi. Ich wollte grade etwas lackieren. Dazu wollte ich eine gut 1 Jahr alte aber bisher noch völlig ungenutzte Flasche Vallejo Model Color verwenden. Zuerst habe ich versucht, sie verdünnt mit der Airbrush aufzutragen. Dabei hat es mir die Airbrush sofort verstopft. Beim Versuch per Pinsel habe ich dann auch gesehen, warum die Airbrush völlig dicht ist. Die Farbe verläuft nämlich nicht, sondern bildet Klumpen, sobald sie an die Luft kommt.
Daraufhin habe ich mir einige andere Vallejo Farben angeschaut und überall mehr oder weniger denselben Effekt erlebt. So wie es aussieht, kann ich rund 30 Fläschchen Vallejo Farbe entsorgen. Gar nicht witzig.
Habt ihr sowas schon mal erlebt? Was könnte das denn sein? Andere Modellbau- Farben sind von dem Phänomen hier bisher nicht betroffen, nur Vallejo, und zwar egal ob Model Air oder Model Color...
Wenn ich Pech habe, muss ich den Aufbau neu drucken und wenn es ganz übel läuft, brauche ich sogar eine neue Airbrush. Denn aktuell kommt da nicht mal mehr Reinigungsflüssigkeit raus.
Servus, "Model Air" hat feinere Pigmente, ist direkt oder wenig verdünnt fürs Brushen gedacht; "Model Color" benötigt etwas mehr Verdünnung und eine größere Düse. Beide sind also prinzipiell geeignet, soweit klar (*).
Acryllacke binden mit Sauerstoff ab. Es ist ein Irrglaube, dass sie lediglich "trocknen". Was sie natürlich zusätzlich auch tun. Wäre es eine Einzelflasche, dann hätte ich gefragt, ob sie denn irgendwann mal geöffnet war - sind gleich 30 betroffen, ist das vermutlich weniger wahrscheinlich?! Kannst du ausschließen, ob sie im Laufe der Zeit Frost bekommen haben?
Die Gun brauchst du nicht neu kaufen, musst sie halt zerlegen und die Brösel "rauspopeln". Für den Zweck gibt es dedizierte Reinigungsbürsten, die aussehen wie kleine Pfeifenreiniger.
Viele Grüsse Richy
(*) bei Model Color habe ich anfangs auch geflucht. Also nicht wegen Bröseln drin, sondern wegen des unsauberen Spritzbildes.
Zitat von RichyD im Beitrag #2Kannst du ausschließen, ob sie im Laufe der Zeit Frost bekommen haben?
Na ja, eigentlich schon. Sie hängen an der Wand in meinem Schlafzimmer. Das hat zwar keine superstarke Heizung, aber Minusgrade gibt es dort auch im tiefsten Winter nicht. Schließlich steht da auch meine Anlage. Da ich sonst nirgends Platz habe, hängt dort über der Anlage ein kleiner Küchen- Hängeschrank, den ich zur Lackierkabine umgebaut habe. An der Tür sind schmale Regale, in denen die Farbfläschchen stehen. Im Winter verkneife ich mir das Lackieren, da es mir zu kalt ist. Mögen die Farben dann auch nicht so besonders. Aber zum lagern muss die Temperatur reichen. Das Kälteste, das ich an der Wand je gemessen habe, waren 9°, plus natürlich. Mein Bett steht an der gegenüber liegenden Innenwand. Dort wird es längst nicht so kalt, da dort der Heizkörper ist. Wäre schon übel, wenn die Farben so nicht gelagert werden können. Aber wie gesagt, ich habe auch Revell Aqua Color und sogar ein Set "NoName" Airbrushfarben von Amazon. Die haben keine Probleme. Vermutlich werde ich in Zukunft Vallejo so weit es geht, vermeiden. Die Revell Aqua Color Farben gefallen mir sowieso besser, sind ergiebiger und decken viel besser. Leider ist dort die Farb- Auswahl deutlich kleiner und doppelt so teuer sind sie obendrein auch noch.
Durch den Einsatz im Schlafzimmer (geht wirklich nicht anders) verbieten sich lösemittelhaltige Farben, wie z.B. die Elita oder die an sich genialen aber extrem, teuren Weinert Farben. Ich muss schon bei wasserbasierten Farben bleiben.
Hi. Ich habe dann recherchiert, was man als Alternative zu Vallejo nehmen könnte. Lacke auf Lösungsmittelbasis kommen prinzipiell nicht in Frage, da ich im Wohnraum airbrushen muss und der Gestank der lösungsmittelhaltigen Farben einfach nicht akzeptabel ist. Damit fallen z.B. die Elita, Weinert oder Gunze Farben raus. Ich hätte ja nichts gegen Revell Aqua Color. Die Farben decken extrem gut, sind überall zu bekommen und lassen sich leicht verarbeiten. Aber es gibt viel zu wenig Farbtöne, um einzig mit Aqua Color auszukommen. Mehr Auswahl an Farbtönen gibt es z.B. bei Herpa. Doch als Erstes werde ich jetzt Oesling Farben ausprobieren. Von denen hört man eigentlich nur Gutes und es gibt die komplette RAL Farbpalette, jede einzelne RAL Farbe und auch solche, die inzwischen aus der RAL Palette raus geflogen sind. Zufällig habe ich gestern Abend auf eBay ein Konvolut von 7 neuen, ungeöffneten Oesling Farben zum Schnäppchenpreis entdeckt (7 Fläschchen für 7,90€). Sind nicht unbedingt die Farben, die ich als Grundausstattung wählen würde, aber bei dem Preis zum Ausprobieren ideal...
Wenn die nächste Woche ankommen, werde ich ausprobieren, ob sie wirklich so gut sind, wie gesagt wird. Falls ja, werde ich halt entsprechende Farbtöne direkt beim Hersteller in Bielefeld bestellen. Einzig Metallic- Lacke habe ich da nicht entdeckt.
hier hatte ich eine ähnliche Frage gestellt. Das Ergebnis ist, dass ich nun Oesling Farben verwende. Geruchlos, schnell trocknend, gut deckend schnelle Lieferung. Vor allem "RAL farbtreu" im Gegensatz zu den Vallejo Farben. Edit wollte noch darauf hinweisen,- die Gerätschaften lassen sich mit Wasser oder / und Spiritus reinigen. Wenn mal eine Lackierung nicht so gut geworden ist, lässt sich die Farbe mit Spiritus wieder abwaschen.
Oesling kann ich sehr empfehlen (bin selbst erst hier im Forum darauf aufmerksam geworden).
Sie stinken nicht, sind wasserlöslich, wohl RAL-treu und die Pistole lässt sich sich einfach mit Wasser reinigen (durchspülen).
Inzwischen mache mich meine vierte (oder fünfte?) Lok mit Oesling.
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
Hinsichtlich des verklumpen von Vallejo Farben habe ich keine Probleme. Egal ob Model Air,Model Color,Washes etc. Ich habe Farben dabei die schon älter wie 10 Jahre sind, diese sind zwar etwas zähflüssiger wie neue Farben,lassen sich aber mit etwas Thinner wieder verdünnen und gut aufrühren. Es ist natürlich nicht auszuschließen das die Farben schon beim Händler falsch gelagert wurden. Da jetzt auf Qualitätsmängel seitens Vallejo zu schließen ist so nicht in Ordnung.
Gruß Ferdi
Die Gedanken sind frei,die Kunst ist es sie zu modellieren
Wenn es nicht unbedingt RAL-Farbtöne sein müssen, kannst du dich auch mal bei den Fantasy-Figurenmalern umsehen, z.B. Citadel. AK Interactive, Army Painter usw. Die haben eine riesige Palette abgestufter Farbtöne, und nicht nur deckende Farben, sondern auch Lasierende. Ansonsten lassen sich die Revell-Farben auch gut untereinaner mischen um so eine unerschöpfliche Farbenvielfalt zu erhalten.
Gruß Siggi
_______________________ Der 3D-Druck eröffnet neue Möglichkeiten. Hier gehts zu meinem Thread: Kitbashing mit 3D-Druck
Hi. Ich habe grade Geld ausgegeben. Eine neue Airbrush, wieder von Fengda aber dieses Mal eine mit den Farbbehältern oben statt seitlich. https://www.amazon.de/dp/B07SQYLBR5
Außerdem habe ich mir noch ein paar Oesling Farben bestellt. RAL 9005 (Tiefschwarz), RAL 4000 (Violett) und RAL 3002 (Karminrot). Damit bekomme ich meine aktuellen Projekte fertig lackiert.
Die Airbrush kommt morgen, die Farben nächste Woche.
Eine Airbrush mit einem Akku- Kompressor als Handgriff. Die eigentliche Airbrush ist nebensächlich, den den Kompressor kann man an alle gängigen Airbrush anschrauben. Wenn man an die Gestaltung der Anlage geht, ist sowas super praktisch. Beim Lackieren von Fahrzeugen verwende ich aber lieber meinen regulären Kompressor...
Hi. Mir schwirrt da grade so ein Gedanke durch das Hirn. Auf Grund der räumlichen Gegebenheiten hier habe ich ja einen kleinen Küchen- Hängeschrank zur Spritzkabine umgestaltet. An der Innenseite der Tür habe ich schmale Regale, die eigentlich für Nagellackfläschchen gedacht sind, angebracht, in denen die Farben stehen. So ist das schon ewig hier und an sich kein Problem.
Allerdings habe ich neulich eine für mich neue Grundierung aus der Sprühdose verwendet, die von Army Painter. Etwas anderes konnte ich auf die Schnelle nicht auftreiben. Die Grundierung ist eigentlich sehr gut, haftet super und ist leicht zu verarbeiten. Allerdings ist die Army Painter Grundierung auf Lösungsmittelbasis, weswegen ich sie ohnehin nicht noch mal kaufen werde. Aber ich habe sie halt ein paar Mal benutzt und habe eigentlich vor sie auch aufzubrauchen. Könnte es aber sein, das die Gase von der Army Painter Grundierung die Vallejo Farben "gekillt" haben? Denn das ist das Einzige, das für mich irgendwie vorstellbar wäre, was in dem Zeitraum seit der letzten Nutzung anders war als früher. Allerdings würde das auch bedeuten, die Vallejo Flaschen sind nicht wirklich luftdicht, denn ich habe nie gleichzeitig grundiert und lackiert.
Hi. Ich habe heute morgen meine neue Airbrush ausprobiert. Die ist noch mal besser als meine bisherige Airbrush. Fühlt sich richtig solide und schwer an. Der Abzug läuft sehr geschmeidig und satt. Der (austauschbare) Farbtopf oben ist genau so ein Vorteil wie ich es erwartet hatte. Viel besser als der seitliche Farb- Behälter, den ich bisher hatte. Auch das Spritzbild ist noch mal ein bisschen besser. Die Fengda Pistolen sind wirklich ihr Geld mehr als wert. Ich habe ja damals meinen Kompressor zusammen mit zwei "Profi- Airbrush" und jeder menge Farben aus einem aufgegebenen Nagelstudio übernommen. Das ist zwar schon viele Jahre her, aber die neue Fengda FE-183K ist definitiv deutlich besser als die alten, inzwischen defekten Pistolen aus dem Nagelstudio. Nadel krumm, Düse verschlissen und keine Ersatzteile mehr zu bekommen. Da kann man nur noch leise Servus sagen.
Einzig der Luftschlauch- Anschluss hat mich kurz aus der Fassung gebracht. Alle Pistolen, die ich bisher hatte, haben ein Innengewinde für den Luftschlauch, so das man einen Nippel für den Schnellwechsel- Anschluss einschrauben und sie dann einfach an den Schlauch stecken kann. Die FE-183K hat aber ein Außengewinde, welches man direkt in den Luftschlauch schraubt. Ich dachte schon, ich müsste auf meinen Schnellwechsel- Anschluss verzichten (ein passender Luftschlauch wäre ja bei der Airbrush dabei gewesen), bis ich mir so einen Nippel mal unter der Lupe angeschaut habe. Tatsächlich bestehen diese Dinger aus zwei Teilen, die nur sehr fest zusammengeschraubt sind. Nachdem es mir gelungen ist, so ein Teil auseinander zu schrauben, hatte ich dann doch einen passenden Nippel um die neue Airbrush an mein Schnellwechsel- System anzuschließen.
Die Oesling Farben muss man nur wenig verdünnen, um sie Spritzfähig zu bekommen. Sie sind von der Konsistenz her etwa zwischen Model Color und Model Air angesiedelt. Wohl eine recht universelle Lösung. Verdünnt man sie zu stark, fangen sie aber an zu laufen. Darauf muss man achten. Die Deckung ist etwa so, wie sie bei nicht verdorbenen Vallejo Farben ist, also weniger gut als bei Revell Aqua Color. Aber sie lassen sich gut verarbeiten. Und im Gegensatz zu Vallejo passen hier die RAL Nummern zu den Farben. Generell denke ich, der Wechsel von Vallejo auf Oesling war eine tendenziell gute Entscheidung. Man muss sie halt nur am besten direkt beim Hersteller bestellen.
Zitat von DE2700 im Beitrag #13Hallo Claus, mit was hast Du die Oesling-Farben verdünnt?
Also ich nehme Aqua dest aus der Spritze, meist so 25–50% (kommt auf den Farbton an).
Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)
Zitat von DE2700 im Beitrag #13mit was hast Du die Oesling-Farben verdünnt?
Wie von Oesling empfohlen, einfach Wasser. Um keine Schmutzpartikel mit rein zu bekommen, eventuell gefiltertes oder destilliertes Wasser, je nach Güte des eigenen Leitungswassers. Für die ersten Tests habe ich sogar normales, ungefiltertes Leitungswasser genommen. Allerdings ist unser Wasser wirklich gut und sauber. Zum trinken bzw. für den Soda Stream muss ich es keinesfalls filtern. Dürfte aber nicht überall möglich sein, ungefiltertes Leitungswasser zu nutzen. Bei meiner Airbrush muss ich mit der Verdünnung eher im unteren Bereich dessen, was angegeben ist (5% bis 50%), bleiben. Ist die Farbe zu sehr verdünnt, fängt sie an zu laufen und u.U. sogar Nasen zu bilden. Das muss man aber individuell ausprobieren, da hier jede Airbrush- Anlage unterschiedlich ist.
Da steht u.A. auch drin, das man die Farbe im Original- Glas auf keinen Fall verdünnen sollte, da sonst die Haltbarkeit extrem eingeschränkt ist. Verdünnte Farbe soll sofort verbraucht werden.