Zitat von tomas3000 im Beitrag #57
Wenn die Decoder so spannungsunempfindlich sind, warum bewirbt Roco dann als Vorteil der Z21 schwarz (und auch Zimo bei seiner Digitalzentrale), dass die Spannung exakt so wie eingestellt gehalten wird. Was hätte das sonst noch für einen Vorteil?
Das hat in erster Linie den Hintergrund das für kleine Spuren (N, erst Recht Z) mit Rücksicht auf die Motoren deutlich niedrigere Spannungen am Gleis Sinn machen.
Ansonsten ist es den Dekodern ziemlich egal ob die Spannung am Ausgang (und nur bis dahin greift die Regelung bestenfalls) auf 0,1V konstant ist. Bei allen mir bekannten aktuellen Zentralen wird eh nur die Betriebsspannung der Leistungsstufe geregelt, nicht deren Ausgangsspannung. Das wäre schaltungstechnisch ein riesiger Aufwand.
Was nachher bei der Lok selbst ankommt hängt u.a. auch an den diversen Widerständen auf dem gesamten Weg von der Zentrale zum Dekoder, incl. den unvermeidlichen Wacklern.
Für den auf konstante Betriebsspannung angewiesenen Teil des Dekoders (=den Microcontroller) wird eh wie schon geschrieben auf dem Dekoder selbst eine geregelte Betriebsspannung von 3,3 oder 5V erzeugt. Hat dieser Regler eine Macke und funktioniert erst ab z.B. 16V vernünftig ist der komplette Ausfall nur noch eine Frage der Zeit.
Ungeregelt ist die Ausgangsspannung der Z21 auch nicht, die Schaltnetzteile liefern eine konstante, geregelte Spannung. Hab gerade mal meinen späten 10764 mit 18V/2A Steckernetzteil angeklemmt. Das Netzteil liefert im Leerlauf (10764 mit einer Multimaus, 80 mA Stromaufnahme) 18,2V, bei rund 1A Last 18,1V. Dabei geht die Gleisspannung am Ausgang von 16,8 auf 16V zurück, die Innenwiderstände der Elektronik schlagen da zu. Auch erfolgt bei vielen Zentralen und Boostern die Strommessung über Wiederstände die eine Spannungsabfall von bis zu einem Volt bei Vollast verursachen.