Guten Tag,
da ich für mein eigentliches Vorhaben schon länger keinen Platz habe, aber dennoch hin und wieder ein paar Züge fahren lassen möchte, plane ich den Bau einer ca. 1x1 Meter großen Spielanlage für "zwischendurch". Die Anlage möchte ich auch nutzen, um Techniken von Planung über Geländebau bis Digitalsteuerung zu üben sowie später zum Einfahren und Testen von Fahrzeugen. Vor allem die digitale Steuerung würde ich hier gerne einmal im Kleinen umsetzen.
Aufgrund des geringen Platzbedarfs habe ich einen Gleisplan des Forenmitglieds Litra P (.../t49082f24-cm-x-cm-M-rklin-C-Voralpen-Epoke-III.html - ich darf leider noch keine Links einfügen) als Vorlage genommen und mit Roco line etwas vereinfacht nachgezeichnet.
1. Titel
Test- und Spielanlage o. T.
2. Spurweite & Gleissystem
H0, Normalspur, Roco line ohne Bettung
3. Raum & Anlage
Quadratisch, 105x105 cm, eventuell 110x110 cm. Die Anlage soll mobil sein und bei Nichtgebrauch in der Abstellkammer verschwinden.
4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
Spielbahn, soll jedoch auch detailliert/schön aussehen.
4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
Nebenbahn
4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
Sowohl sichtbar als auch verdeckt 360 mm
4.4 Maximale Steigung
Eine Steigung ist eigentlich nicht vorgesehen. Ich überlege, die inneren Gleise des nicht sichtbaren Bereichs jedoch leicht abzusenken, um den darüberliegenden Berg nicht so steil ansteigen lassen zu müssen.
4.5 Maximale Zugslänge
Im Betrieb maximal Nebenbahnzüge mit 3 (eher 2) Wagen.
4.6 Anlagenhöhe der Hauptebene
Im hinteren Bereich ca. 15-20 cm
4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
Im verdeckten Bereich ein Überholgleis und ein Abstellgleis für Triebwagen oder sehr kurze Züge.
4.10 Oberleitung ja / nein
Nein.
5. Steuerung
Fahren und steuern digital, wobei ich mich noch nicht auf ein System festgelegt habe. Um auch noch nicht digitalisierte Loks fahren lassen zu können, würde ich versuchen, auch das Anschließen eines Trafos für analoges Fahren zu ermöglichen.
6. Motive
Ein kleiner Ort an einer Nebenbahn im Sauerland, irgendwann zwischen Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Der Bahnhof liegt zwischen zwei Tunneln in einem Tal. Die durchgehende, eingleisige Strecke verläuft zwischen Ruhrgebiet und einer sauerländischen Kleinstadt; im Bahnhof zweigt eine Stichstrecke ab, die zu einem beliebten Ausflugsziel führt. Es gibt normalerweise wenig Verkehr, es genügt Triebwagenverkehr mit Schienenbussen. An Wochenenden und in den Ferien füllen jedoch Besucher aus dem Ruhrgebiet den Ort, sodass auch lokbespannte Züge (z.B. V 160 mit Umbauwagen) verkehren. Güterverkehr gibt es gelegentlich, an der Ladestraße werden Holz oder landwirtschaftliche Güter verladen. Post und Stückgut nehmen die Personenzüge mit.
Ich habe ein paar Bilder aus der Planungssoftware hochgeladen, wie ich die Anlage grob gestalten würde.
6.1 Epoche
Mischung aus später Epoche III und früher/mittlerer Epoche IV.
6.2 Bahnhofstyp(en)
Ländlicher Unterwegsbahnhof als Kreuzungsbahnhof mit zwei Gleisen sowie einem dritten Bahnsteiggleis, auf welchem i.d.R. die auf der abzweigenden Stichstrecke verkehrenden Triebwagen halten. Auf einem vierten Gleis an der Ladestraße werden gelegentlich landwirtschaftliche Güter oder Holz verladen, die meiste Zeit ist das Gleis jedoch verwaist. Das mit einem Bahnhofsvorsteher besetzte Empfangsgebäude beherbergt auch das Stellwerk für den Bahnhof, in einem kleinen Güterschuppen wird Stückgut gelagert.
6.3 Landschaft
Tal mit höheren Bergen und einigen Felsen. Etwa die Hälfte der Anlage ist von einer Erhebung überspannt. Oberhalb des Bahnhofs liegt in einer ehemaligen Schmiede ein Ausflugslokal; vorhanden sind noch die Mühlenteiche, von denen ein kleiner Bach über einen Wasserfall ins Tal fließt, welcher dann die Bahnstrecke unterquert. Die Berghänge sind teilweise bewaldet und felsig.
Vom linken Rand her kommend kreuzt eine Straße die Bahnstrecke und führt am Bahnhof vorbei steil nach oben. Daneben gibt es Wanderwege vom Bahnhof bzw. vom Ausflugslokal ausgehend.
Bezüglich der Gestaltung des links-hinteren Anlagenteils bin ich mir noch unschlüssig - eventuell genügt hier ein kleiner Berggipfel mit Wald und Wiesen oder ich füge hier eine kleine Ruine o.ä. ein.
6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
Außer dem Bahnhof und dem Ausflugslokal keine Bebauung, der Bahnhof liegt unterhalb des Dorfes. Am vorderen Anlagenrand sind die Gärten eines Eisenbahnerwohnhauses zu erkennen, im hinteren Bereich eventuell eine Viehweide.
Auf der Anlage könnten mehrere kleine Motive bzw. Szenen Platz finden: Wanderer, typische Sonntagsausflügler aus der Stadt, Baden im Mühlenteich, Holzverladung an der Ladestraße, Post- und Stückgutverladung am Bahnhof...
7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
Typische Nebenbahnfahrzeuge der Epochen III und VI:
- Triebwagen (Uerdinger/Wismarer Schienenbus, ETA 150)
- Tenderlokomotiven (BR 80, 65, 94)
- Diesellokomotiven (V 60, V 100,V 160)
- Diverse 2- bis 3-achsige Personen- und Güterwagen
- Silberlinge, Mitteleinstiegswagen
7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)
Gleisplan aktuell:

Im Vergleich zur Vorlage habe ich eines der Auszieh-/Abstellgleise am Bahnhof weggelassen und das andere etwas mehr an der Strecke entlang geführt. Das Gleis am Empfangsgebäude ist etwas verkürzt. Auf die Paradestrecke im hinteren Anlagenteil möchte ich zugunsten der Landschaftsgestaltung verzichten.
Ich habe an einigen Stellen Flexgleise verwendet, wobei diese den Mindestradius von 360 mm nicht unterschreiten.
7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
Beides möglich
7.4 Budget
1.000 - 1.500 €
7.5 Zeitplan
Ohne konkreten Zeitplan/-druck. Vermutlich werde ich hier die ein oder andere Sache ausprobieren und auch wieder verwerfen.
Noch kurz zu mir: Ich beschäftige mich seit der Kindheit, also seit etwas mehr als 25 Jahren, mit der Modellbahn und hatte - wie es leider häufig läuft - die Kindheitsanlage nie fertigstellen können und aus Platzgründen abgebaut. Vor einigen Jahren hatte ich angefangen, eine Modulanlage mit Ruhrgebietsthema zu planen, musste dies wegen Umzugs und noch unklarer Raumaufteilung allerdings zurückstellen. Ich habe zwischenzeitlich angefangen, nach und nach meine Lokomotiven zu digitalisieren und auf der Teppichbahn ihre Runden drehen zu lassen, abgesehen von ein paar Dioramen wäre diese Kleinstanlage nun allerdings der Wiedereinstieg in den Anlagenbau.
Ich wäre dankbar für Hinweise, ob das Vorhaben - vor allem der Gleisplan - so umsetzbar wären. Vielleicht gibt es ja auch noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag. Auf jeden Fall im Voraus vielen Dank für alle Antworten!






Das gerade und etwas längere Ladegleis habe ich einmal umgesetzt, gefällt mir gleich viel besser. Vielleicht gehe ich dann aber doch noch auf 110x105 cm, damit das nicht zu nah an den Rand kommt.
