Frage zur Pr. T7

#1 von Friedrich , 22.05.2025 00:49

Seit einigen Monaten liefert PMT die preußische Variante der T7 - leider nur für Gleichstrom - aus.
Das führt mich zu einer Frage zum Vorbild, denn … ich verstehe den Entwurf nicht. Laut Lastentheft sollte sich v.a. im schweren Verschub eingesetzt werden, aber dafür hat sie einen erstaunlich großen Raddurchmesser. Wäre es bei dieser Aufgabenstellung nicht sinnvoller gewesen, aus Gründen der Kraftübertragung bei den 110cm der T3 zu bleiben? Also exakt so, wie man es später bei den BR 80/81 gemacht hat. (Bei anderen konstruktiven Details ist man ja auch nahe an der T3 geblieben.) So sieht sie ja auch recht unausgewogen aus.
Ich würde ja noch verstehen, wenn die T7 für Übergaben oder auf Nebenstrecken flotter unterwegs sein sollte, aber sie war und blieb nur für Vmax 45km/h zugelassen - kein bedeutender Unterschied zur T3.

Nun war die T7 in Bezug auf Stückzahl und Langlebigkeit ein echter Erfolg. Also sind meine Erwägungen entweder nicht wesentlich oder ich habe einen Denkfehler. Vielleicht kann mir ja jemand erhellend auf die Sprünge helfen.
Liebe Grüße.


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RE: Frage zur Pr. T7

#2 von Ulf325 , 22.05.2025 08:39

Ich denke preußisch sparsam wurde die Lok für ein möglichst weites Einsatzspektrum entworfen, bei der T8 wurde ja 20 Jahre später dasselbe gemacht.
Und 45 km/h waren für Güterzüge damals ganz normal. Die erste preußische "Einheitslok" G3 war auch nicht schneller.


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RE: Frage zur Pr. T7

#3 von KWer , 22.05.2025 09:35

Die T7 ist durchaus im Streckendienst gefahren. Bevorzugt in bergigen Gegenden, wie Schlesien und Thüringen. Sie hat rund 1/3 mehr Reibungsmasse, als die T3 und auch eine höhere Leistung.

Gruß
KWer


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RE: Frage zur Pr. T7

#4 von märchenerzähler , 23.05.2025 13:07

Der Raddurchmesser ist primär egal. Es geht ums Verhältnis zwischen dem Kurbeldurchmesser (Kolbenhub) der Treibstangen und dem Raddurchmesser. Das ist auch das entscheidente Kriterium wieviel Kraft auf den Schienen ankam. Das man unterschiedliche Raddurchmesser nutzte liegt zum einen an der Kolbengeschwindigkeit die wegen der hin und her gehenden Massen auf cirka 8 bis 9 m/sec. beschränkt waren. Ansonsten flog einem das Triebwerk um die Ohren. Dazu kamen dann noch bei den Einheitslok Gleichteile wie einheitliche Zylinder weshalb man den gleichen Kolbenhub verwendete.


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RE: Frage zur Pr. T7

#5 von Ulf325 , 23.05.2025 18:25

Lokomotivarchiv Preußen sagt:
die ersten zehn T7 "waren im Güterdienst auf der Berliner Ringbahn und dem Niederschlesischen Kohlerevier" im Einsatz
weiter hinten im Text kommt zum Ausdruck daß sie mehr oder weniger alles gefahren hat, auch Personenzüge

Ihr direkter Nachfolger war die T9.1 (BR 70) eine C1' n2t, auch eine spannende Lok die mal ein Modell verdient hätte (426 Stück gab es)


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RE: Frage zur Pr. T7

#6 von Guardian71 , 24.05.2025 01:20

Moinsen,

die pr. T 9.1 wurde 1925 als Güterzuglok zur BR 90. Davon ein Modell wäre schon ein Träumchen...


Beste Grüße,
Mark


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#7 von norbert1 , 24.05.2025 09:54

Hallo!

Die Baureihe 70: https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/78721.jpg
Die Preußen hatten einige herzallerliebste Tenderloks wie die gezeigte 70 7007, die letzte noch vorhandene pr. T 4.1, als Werklok im RAW Meiningen.
T2, T4, T13 Hagans Bild:https://www.thueringerbergbahn.com/ueber...ahn/geschichte/
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/46983.jpg
Die Baureihe 90 als Modellwunsch kommt immer wieder mal hoch, aber da herrscht Ruhe im Karton.

Grüße


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RE: Frage zur Pr. T7

#8 von Settebello , 30.05.2025 08:18

Zitat von Friedrich im Beitrag #1
Seit einigen Monaten liefert PMT die preußische Variante der T7 - leider nur für Gleichstrom - aus.


Hallo,

Ich weiß ja nicht, ob Du es gesehen hast, aber pmt hat jetzt auch eine AC-Version angekündigt. Für mich kommt sie zu spät, denn ich werde mir keine weitere T7 kaufen. Der Umbau auf AC sollte auch machbar sein, ich habe dazu eine Anleitung gefunden.

Viele Grüße, Sebastian


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RE: Frage zur Pr. T7

#9 von Friedrich , 30.05.2025 09:10

Nein, hatte ich tatsächlich nicht wahrgenommen. Danke für den Hinweis.
Liebe Grüße.


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RE: Frage zur Pr. T7

#10 von Phil73 , 02.06.2025 22:20

Die AC-Version sollte doch "nur bei ausreichendem Bestelleingang" gefertigt werden. Ich habe eine bestellt. Ist schon etwas bzgl. der Realisierung bekannt?
Gute Fahrt!


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RE: Frage zur Pr. T7

#11 von dewo 67 , 03.06.2025 08:16

Hallo,
man kann nicht direkt bei Firma bestellen? Richtig? Danke!


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RE: Frage zur Pr. T7

#12 von Settebello , 03.06.2025 08:21

Hallo,

ein Freund von mir hat an pmt eine Preisanfrage geschickt, aber keine Antwort bekommen. Man muß wohl über den Fachhandel bestellen, denke ich. Dort wird man wohl auch eine Preisauskunft bekommen.

Viele Grüße, Sebastian


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RE: Frage zur Pr. T7

#13 von Ulf325 , 04.06.2025 08:44

PMT findet man bei Elriwa
die AC Version ist dort auch vorbestellbar


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RE: Frage zur Pr. T7

#14 von JoWild , 04.06.2025 09:47

Eigentlich gab es nicht die preußische T7, sondern es war eine Ansammlung weitgehend gleichartiger C-gekuppelter Nassdampf-Tenderlokomotiven mit einem max. Achsdruck von etwa 14 ... 15 t. Über den Bauzeitraum von den frühen 1870ern zu der in den 1880ern in die preuß. Normalien aufgenommen Ausführung bis 1900 gab es eine deutliche Verschiebung im Einsatz vom universellen Einsatz auch als Streckenlokomotive hin zum fast reinen Verschubdienst.
Eine informative Zusammenfassung erschien in Eisenbahn-Journal 4/1985 bzw. auch im "Preußen-Report" Band 3 (ISBN3·922404·19·7).

Ein Vergleich mit der T3 hinkt insoweit, als diese mit 10 t Achsdruck für Nebenbahnstrecken mit leichtem Oberbau geeignet und sofort nach preuß. Musterblättern gebaut waren und einen Bauzeitraum von 1882 bis 1924 hatten.


Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


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RE: Frage zur Pr. T7

#15 von Guardian71 , 05.06.2025 01:28

Zitat von JoWild im Beitrag #14
Eigentlich gab es nicht die preußische T7, sondern es war eine Ansammlung weitgehend gleichartiger C-gekuppelter Nassdampf-Tenderlokomotiven mit einem max. Achsdruck von etwa 14 ... 15 t. Über den Bauzeitraum von den frühen 1870ern zu der in den 1880ern in die preuß. Normalien aufgenommen Ausführung bis 1900


Moin Joachim,

wie alle preußischen Gattungen, die stets ähnliche Maschinen unterschiedlicher Bauart und Konstruktion enthielten, geht es hier um die "normale" T 7, also nach den "Normalien", hier Musterblatt III 4a, gebaute.


Beste Grüße,
Mark


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