RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#26 von Boris , 27.05.2025 11:22

Zitat von Petz1 im Beitrag #25
@ para ; vor allen Dingen deshalb weil es die Hersteller schonmal besser konnten. Wenn ich mir die Testberichte und Modellvorstellungen in Mobazeitschriften aus den Achtzigerjahren so vor Augen führe, wurde zwar von optischen Mängeln über schlechte Zugkraft und Stromabnahme bis zu den damals noch zu hohen Endgeschwindigkeiten alles bekrittelt; aber Angaben über mangelhafte Haltbarkeit oder auf Krawall gebürstete Antriebe die über das bekannte unvermeidliche Stirnradgetriebegejaule von Tante Mä hinausgingen, wären mir mal keine erinnerlich.



Wobei die Modellbahnzeitschriften heute ja eigentlich fast nie über irgendwelche Probleme berichten.
Sie sind damit meiner Meinung nach letztlich die Büttel der Hersteller und trauen sich nichts.

Und werden womöglich auch immer mit astreinen Modellen beliefert, die vorher ausgiebig auf Fehlerfreiheit geprüft wurden.
Testmodelle müssten aber aus dem Shop kommen, um anständig betestet werden zu können.
Vielleicht passiert das ja, aber lesen kann man davon nichts. Deswegen vermute ich, es findet auch nicht statt. Ist aber meine Meinung.


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Boris.


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RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#27 von Petz1 , 27.05.2025 11:48

In die heutigen Mobapressepublikationen hab ich keinen Einblick mehr weil ich seit Aufkommen des Internets und der Foren mich nicht mehr damit auseinandergesetzt habe.
Langzeiterfahrungen konnte man früher noch manchen Leserbriefen entnehmen und der damals meistgeäußerte technische Kritikpunkt war, das die Hersteller von DC - Loks die theoretisch maximal mögliche Stromabnahmebasis zum Verdruß der Kunden nicht nutzten.


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RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#28 von Boris , 27.05.2025 12:36

Wo liest man denn einmal Kritik an der Technik??
Piko Loks kriegst Du nicht gut auf, deutlich schlechter als zB eine Trix Lok. Wann wird das zB thematisiert.

Sprech mal mit Händlern und wie sie sich über die Qualität und die Reklamationen beschweren. Kannst Du das irgendwo lesen??

Meine Trix Lok Getriebe Probleme bei immer neuen Loks sind doch auch kein Zufall. Wo liest Du darüber außer im Forum?


Viele Grüße,
Boris.


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RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#29 von Hadasch , 27.05.2025 13:28

Hallo

Das Thema, dass Zeitschriften oder Publikationen ein Naheverhältnis zum jeweiligen Hersteller Segment haben, ist so alt wie die Schrift.

Wenn Tatsachen eine deutliche Sprache sprechen, so gebietet es die Logik, den logischen Schluss zu ziehen.
Darauf hin denjenigen der diesen logischen Schluss zieht, um Beweise zu ersuchen ist ja recht.
Nur, welche Art von Beweisen sind zulässig?
Der Bankbeleg, der gefordert wird um Bestechlichkeit nachzuweisen? Dann verbietet man freies Denken.
Es ist die Art der Formulierung, die den Ton angibt.

Wenn ein Forums Schreiber diese Bedenken äußert, so gehe ich davon aus, dass das nicht aus Böswilligkeit geschieht.
Wenn jemand X Sachverhalte vorweist, wo jedes mal das gerechte Urteil in der Zeitschrift nicht genannt wird, so gebietet es die Logik diesen Schluss zu ziehen.
Logik zu verbieten, das wird wohl nicht im Ernst gemeint sein!

LG

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RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#30 von Stahlblauberlin , 27.05.2025 16:30

Zitat von Boris im Beitrag #29
Wo liest man denn einmal Kritik an der Technik??
Piko Loks kriegst Du nicht gut auf, deutlich schlechter als zB eine Trix Lok. Wann wird das zB thematisiert.

Bei jedem Hersteller finden sich Modelle die gut oder schlecht zu öffnen sind. Meine Piko-Loks halbwegs aktueller Produktion lassen sich völlig problemlos zerlegen.
Da sich aber im Forum immer wieder zeigt das oft schon grundlegende technische Fertigkeiten fehlen werden schon vier Schräubchen für einige zur echten Herausforderung...
Dazu die immer aufwändigeren und komplexen Modelle, das kann nicht gutgehen.
Vielleicht sollte man mal in sich gehen und Ansprüche (Detaillierung, technische Gimmicks ...), finanzielle Möglichkeiten, eigene technische Fähigkeiten und das was man wirklich bei einem Modell braucht wieder in ein ausgewogenes Verhältnis bringen... und die Hersteller dazu auch die passenden Modelle zu liefern...
Vermutlich stellt man dann fest das von der betriebsrelevanten Technik her seit ca. 1990 kaum noch Fortschritte gemacht wurden, um die Zeit erreichten die Großserienhersteller auch praktisch alle ein für den Betrieb auf der Anlage mehr als ausreichendes Niveau bei der Detaillierung. Da werden so einige Nietenzähler vermutlich nicht glücklich mit werden, aber Betriebsbahner die nicht zufällig das Modell auch im Maßstab 1:1 vor der Nase haben stören Details die sie eh nicht sehen eher nicht.
Sehr schönes Beispiel ist die 78er von PIKO (aktuell) und ihre sehr viel ältere Fleischmann-Schwester. Auf üblichen Sichtabstand auf der Anlage kaum auseinander zu halten, aber die Fleischmann-Maschine fährt einfach leise vor sich hin, ist sehr leicht zu warten/reparieren und lässt sich mit vorbildlichen Garnituren am Haken nicht ernsthaft beeindrucken.
Die technisch hochgerüstete Piko-Version zischt und dampft was das Zeug hält, aber vier vierachsige Umbauwagen im Dauerbetrieb sind für den winzigen Motor grenzwertig...


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RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#31 von JoWild , 28.05.2025 09:59

Zitat von Petz1 im Beitrag #25
....Warum Bachmann bei der SD45, im Gegensatz zur ihrer beim Vorbild etwa gleich schnellen GP30 bei praktisch ident aufgebautem Getriebe ne zweigängige Schnecke einsetzte, wissen nur die Götter....
...

Da braucht es keine Götter...
Vielleicht wollte der Konstrukteur nur die den eingängigen Schneckengetrieben eigene weitestgehende Selbsthemmung verhindern und damit Beschädigungen durch ein Schieben des Modells, oder auch den Auslauf verbessern.
Bevor man also anfängt derartiges in Frage zu stellen oder zu werten, sollte man sich mit den Eigenschaften von Konstruktionen genauer beschäftigen.


Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


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RE: Getriebe Probleme der Hersteller

#32 von Petz1 , 28.05.2025 16:30

Zitat von JoWild im Beitrag #31

Bevor man also anfängt derartiges in Frage zu stellen oder zu werten, sollte man sich mit den Eigenschaften von Konstruktionen genauer beschäftigen.
Hallo Joe; Letzteres mache ich seit über vier Jahrzehnten sogar als Primärschwerpunkt......und genau deshalb kam die Frage auf´s Tapet die sich auch nur speziell auf dieses Modell bezieht.
Um es nochmal vielleicht besser aufgedröselt zu erläutern:
Die Vorbildgeschwindigkeitsbereiche bei vor Güterzügen verwendeten älteren Standardroadswitchern bewegen sich in einem recht ähnlichen Bereich soferne Bahngesellschaften nicht auf ihre Bedürfnisse geänderte Untersetzungsverhältnisse orderten. Bedeutet das sich im Modell ebenfalls ähnliche Geschwindigkeitsbereiche auch bei unterschiedlichen Herstellern ergeben was in der Praxis auch zu beobachten war denn ein Zusammenspannen unterschiedlicher Fabrikate im Analogbetrieb funktioniert deshalb ebenfalls.
Nun produzierte Bachmann zu der Zeit u. a. die Sd45 als auch eine Gp30 oder die FM H16-44 und da wird´s jetzt eben interessant...
Ähnlicher Vorbildgeschwindigkeitsbereich bei allen Dreien aber auch idente Modellantriebsteile inkl. des Schneckenrades; die GP30 und die 16-44 sind mit eingängigen Schnecken versehen aber die SD mit zweigängigen die auch aufgrund größerem Schneckenradspiel problemlos gegen die eingängigen getauscht werden könnten, bez. Selbsthemmungsfähigkeit gibt es ebenfalls keinen Unterschied.

Und nur deshalb hatte es mich so verwundert warum man gerade bei einer Sechsachslok die eine höhere Anhängelast als die erwähnten Vierachser ermöglicht, unter Inkaufnahme einer höheren Motorbelastung und schlechteren Langsamfahreigenschaften nicht auf die, für die Vierachser sowieso im Haus liegenden Teile zurückgriff...


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