Nun, mich juckt es! Hat jemand Erfahrung mit dem Bau von Weinert Loks?
Grundsätzlich stelle ich deswegen die Frage, weil ich es eventuell machen möchte.
Nur, die Ausstattung der Werkstätte ist ein großes Thema, weil ich nur Wohnraum dazu habe.
Von der Basis: Habe Schlosserwerkstätte in der Ausbildung an der HTL, und habe auch als Schlosser in der Ferialpraxis gearbeitet. Das ist 50 Jahre her. Seit dreißig Jahren mache ich exquisiten Plastikmodellbau.
Elektrotechnik wenig Ahnung.
Zeichnungen erstellen und lesen kann ich als Konstrukteur sehr gut.
...aber die Fahrzeuge können sehr unterschiedlich sein. Während bspw. bei den beiden 64ern im Bild Leitungen schon weitgehend als Schleudergussteile vorgefertigt sind, müssen die bei einigen Modell quasi von Hand aus Draht ans Modell gebogen werden, was nicht immer unbedingt spaßig ist, wie bspw. bei der BR 86 und der 93.5, die gerade auf dem Basteltisch liegen. Bei der 86 muss man auch das Fahrwerk zusammenlöten, was auch einiges an Präzision erfordert, denn der sollte wirklich gerade und spannungsfrei sein. Die Teile alle vernünftig zu entgraten und zu säubern ist unbedingt hilfreich. Generell würde ich sagen, die Bausätze sind kein Hexenwerk, allerdings sollte man die Anleitung wirklich genau lesen und vor allem mal im Bohrplan die Bohrdurchmesser anhand der dort einzusetzenden Teile überprüfen, da ist hier und da falsche oder besser verwechselte Angaben stehen. Ist halt hinterher blöd, wenn man ein 1 mm Loch gebohrt hat, aber nur ein 0,3mm-Draht da rein muss. Die Teilenummern zu identifizieren ist auch manchmal etwas schwierig, für die Anleitung sind für gewöhnlich die Spritzgussbäume einfach fotokopiert und von Hand durchnummeriert worden. In der Kopie sind manche Teile nicht wirklich identifizierbar und die Kopien sind auch im Laufe der Jahre nicht besser geworden
Bis denn Michael
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben 98.801 für Nordhalben im Bau: 98.801
Hab mal einen angefangenenen Bausatz der 64er gebaut. Die Werkstattausrüstung ist überschaubar, die Montage nicht die Herausforderung. Sehr gute Schlüsselfeilen, Pinzetten, Bohrer ab 0,5mm, feine Zangen, gutes Werkzeug ist Pflicht. Die saubere Lackierung ist das was wirklich anspruchsvoll ist, da macht sich eine ordentliche Airbrush bezahlt. Die Laufeigenschaften sind wirklich gut, allerdings braucht man auch bei der 64er nicht mit 360er Radien anzukommen.
Nun, R5 und R6 von Roco habe ich. Das Problem mit Bauanleitungen, die nicht stimmen oder verwirrend sind ist hinlänglich aus dem Plastikmodellbau bekannt. Falsche Bohrdurchmesser Standard in den Bauanleitungen. Bauteile die so abgebildet sind, dass sie kaum identifiziert werden können detto. Airbrush ist bestens bekannt und erfolgreich eingesetzt. Geduld wird auch kein Thema sein, vom Verspannen der alten Doppeldecker habe ich mich nie abhalten lassen. Anzahl der Bauteile? Nein, wer jemals einen Panzer mit voller Inneneinrichtung in 1/35 gebaut hat, z. B. einen Tiger oder Panzer IV der wird das einschätzen können. Löten, das Handwerk, da ist sicher eine große Lücke. Kleine Diesellok zum Start könnte ich mir vorstellen. Bauteile der Loks sind mir ziemlich gut bekannt. Was könnte es sonst noch geben? Was ich nicht weiß? Oder was ich nicht kann? Hat jemand eine nicht mehr benötigte Bauanleitung für mich?
Hallo Hadasch, der Zusammenbau von Weinert Bausätzen sollte bei deiner Vorbildung kein Problem sein. Wichtig ist die Zeit der Herstellung - Bausätze neuerer Produktion sind überarbeitet und besser! Zu erkennen an nicht verfärbten Gußteilen. Und pass auf wo du kaufst. Die Bausatzproduktion bei Weinert - bezogen auf die älteren Bausätze - ist ziemlich mau. Ich habe bem Händler meines Vertrauens 2 Jahre auf die Nachproduktion der ''Spreewald-Guste' gewartet und dann doch eine fertige gebraucht erstanden. Die muss bessere Schleifer an den Rädern wegen Kontaktproblemen kriegen. Viel Arbeit und sie war auch nicht ganz billig. Also viel Erfolg beim Bau ...
Servus, "kleine Diesellok zum Start" tönt vernünftig. Da kannst gleich "lernen", die Weinert'schen Anleitungen zu lesen - denn wenn etwas anspruchsvoll ist, dann sind es diese
Beispiel V20 (Art.nr. 4041): 8 Seiten Schreibmaschine und Tuschezeichnungen - da empfiehlt es sich, gleich noch eine Kopie zu machen, dann brauchst nicht hin- und herblättern.
Ich halte sie für den Start für geeignet, da sie einfach zu bauen ist. Oder nimmst ein Formsignal her?
Schreib' mir eine PN mit deiner E-Mail-Adresse, dann kann ich dir eine Kopie schicken.
Willst du eine Weinertlok digitalisieren? Eventuell mit Beleuchtung ausstatten? Hier muss man sehr sorgfältig vorgehen, da Rahmen und Gehäuse in der Regel nicht potentialfrei sein. Problemzonen sind aus meiner Erfahrung heraus Bremsbacken, Gestänge, Messinglaternen (wenn LEDs eingebaut werden sollen).
Es ist nicht die Frage welche Voraussetzungen jemand hat. Es ist völlig wurscht ob jemand Maschinenbau Dipl.-Ing. ist oder sonst was ist, wenn er zwei linke Hände hat, dann wird das ohne üben, üben, üben ... nichts. ich kenne einen Chirurgen, der ist ein exzellenter Modellbauer, der baut seit über 30 Jahre schon Modelle. Will sagen, wer sich an Weinert-Modelle oder ähnliches herantraut, sollte einschlägige Erfahrungen und Übung haben ... oder üben, üben, üben mit einfachen Modellen und diese perfektionieren.
Herzliche Grüße aus dem "Aw Bonn" am Rand der Bundesstadt Bonn Wolfgang _______________________________
... genau so ist das - learning by doing ... da geht auch mal was schief, das muss man dann unter "Erfahrungen" verbuchen. Was mir ein wenig bedenklich erscheint - als Basis "Schlosser" zu sehen, da ist der Chirurg anhand der Feinheit der Arbeit doch nächer dran. Wie gesagt, ich denke mal dass viele der Bausatzhersteller gut verkauft und gelebt haben aber wieviele von den Bausätzen entweder heute noch ungebaut irgendwo hermliegen oder von den Erben entsorgt wurden ... manches bekommt man öfters, anderes muss man lange suchen - so suche ich schon länger einen Umbausatz füe enie E 93 von Verbeck. Bei den vier Buchstaben wird gerade einer angeboten, aber der ist schin irgendwie angefangen, nicht besonders gut gemacht und unvollständig, dafür auch noch zu teuer. Aber dranbeiben hilft hier ...
habe auch schon einige Weinert-Bausätze montiert. Wenn man ausreichend Zeit und Geduld beim Bau hat sind sie eigentlich gut zu meistern. Wichtig ist auf jeden Fall aber auch, dass die Modelle ordentlich mit der Airbrush lackiert werden. Beim Lackieren besteht immer die Gefahr, dass man das fein montierte Modell letztlich doch noch versaut. Wenn eine ordentliche Lackierung nicht gewährleistet ist, würde ich vom Bausatzbau aber abraten. Hier zwei Modelle, deren Bau ich fotografiert habe.
ich habe über 20 Weinert (und Bemo) - Loks zusammengebaut. Hier die Werkzeugliste:
- Mini Bohrmaschine z.B. Proxxon, ggf. mit Trafo - Trennscheiben 0,2 mm und 0,4 mm oder 0,5 - Fräser - Satz (kleine Kugelfräser oder Sortiment Kugel, flach und kegelig) - Schmirgelpapier bzw. Läppleinen 200 und 600 - Bohrer 0,3 bis 2,0 mm in 10- tel Schritten - Schieblehre - Pinzetten, div. - Glashaar - Radierer - Lötklemmpinzette(n) - Lötkolben 40 W - Flammlötgerät (vor allen notwendig bei den Barrenrahmen) - Lötzinn (möglichst bleihaltig !) - Lötfett - Airbrushpistole (z.B. Evolution) - Kompressor - Damenstrümpfe (zum Filtern der Farbe) - Sekundenkleber - Stabilit Express - Aceton (zum Lösen von Sekundenkleber) - Bremsenreiniger Spraydose - Körner (zum Nieten der Steuerung) - kleiner Hammer - Nadelfeilensatz mindestens jedoch Halbmond, rund, dreieckig, viereckig und flach - doppelseitiges Teppichklebeband (z.B. zum Nieten) - Messgerät zum Durchmessen der Elektrik - von Vorteil ist ein kleiner Minischraubstock - Uhrmacher - Schraubendrehersatz - Schraubenschlüssel für die 6 - Kantschrauben der Kurbelzapfen
Hallo, grundsätzlich ist der Bau von Weinert Modellen kein Hexenwerk! Wenn man mit Werkzeug umgehen kann und nicht fünf Daumen an jeder Hand hat, sollte das bei sorgfältiger Vorgehensweise gelingen. Was man an Werkzeug benötigt (die gepostete Liste ist ja schon hilfreich), wird man ggf. auch während des Baus selbst herausfinden. Daß eine BR 44 nicht unbedingt als Erstlingswerk geeignet ist, versteht sich eigentlich auch von selbst. Nun noch ein paar persönliche Anmerkungen zu meiner Arbeitsweise. Mache ich so, andere arbeiten anders! Ich nutze eine 80 W Lötstation mit diversen Spitzen. Damit kann man auch die Barrenrahmen problemlos löten! Einen Flammlöter bnraucht man dann nicht. Alle Pumpen und Ventile, in die Leitungen münden, bohre ich mit entsprechendem Durchmesser etwas tiefer an. Zum Bohren von Messingguss gibt es spezielle Bohrer, aber ein Tropfen Öl an die Bohrstelle funktioniert auch sehr gut. Von den dünnen Bohrern brauchte ich mit zunehmendem Alter immer mehr! Meine letzte Weinert war eine 38 (vor der Roco Ankündigung). Da habe ich 4 x 0,3 mm und auch 4 x 0,4 mm abgebrochen. Den Draht, aus dem die Leitungen erstellt werden, glühe ich erst aus. Danach läßt er sich wunderbar einfach dem Verlauf anpassen. Da wo eine Leitung in ein Ventil, Pumpe, o. Ä. führt, verlöte ich die Stelle mit seeehr wenig Lot und verdünnter Phosphorsäure als Flußmittel (Weinert Messingguß läßt sich mit den üblichen Flußmitteln kaum ordentlich löten). Auch hier: das ist meine Vorgehensweise, die man nicht kopieren muß. Ich mag keinen Sekundenkleber. Für Stellstangen nehme ich nicht den beigelegten Messingdraht, sonder nehme Stahldraht gleichen Durchmessers. Beim fertigen Modell verbiegen die Stellstangen dann nicht so leicht. Bei den Gehäusen kommt dann doch notwendigerweise Sekundenkleber zum Einsatz. Passt alles, kann man von innen mit Stabilit verstärken. Steuerungen verniete ich, indem ich erst den Niet mit etwas Sekundenkleber auf meinen Nietklotz klebe. Nach dem Vernieten lässt sich das einfach lösen. Und nun zu Weinert Modellen allgemein. Die Modelle sind alle ohne Digitalschnittstelle. Ein Decodereinbau ist aber kein Problem. Viele der Modelle haben auch keinen NEM Schacht. Da ist ggf. Eigeninitiative gefragt. Beleuchtung ist auch nicht vorgesehen. Bei allem was ich gebaut habe, führt der Rahmen Masse. Das geht natürlich bis in die Puffer. Unter ungünstigen Bedingungen kann das im Betrieb zu Kurzschlüssen führen. Aber das alles sollte dich nicht abschrecken. Das Ergebnis ist jede Mühe wert! Viel Spaß beim Bau Rolf
neben den LKW - Modellen empfiehlt sich für den Einstieg : (Reihenfolge des Schwierigkeitsgrades):
V20 V36 BR 55.25/56.2 (nur neuere Auflagen mit fertigen Rohrbäumen)
Dann mit zu lötendem Rahmen: 01.10 (Super passgenauer Bausatz !) 86 64 38.10-40 01.0
Alle weiteren Dampflokbausätze haben meist irgendeinen Haken (z.B. 41, 44, 50, 94). Bei den Schmalspurloks ist platzbedingt eine Digitalisierung meist nur in Sparausführung möglich und bedingt umfangreiche Fräsarbeiten.
Bei Triebwagen ist die Montage i.d.R. schon etwas komplizierter.
Aber die Fahreigenschaften sind bei allen meinen Loks (mit Faulhaber - Motor) von Haus aus erste Sahne, bei den Triebwagen (mit Mabuchi - Motor) leider nicht ganz so. Meine 94.5 fährt ruckfrei mit Pufferspeicher soooo langsam, dass es kaum noch wahrnehmbar ist.
Danke betreffend Hinweis auf Radien. R5 und R6 von Roco sind im Einsatz. Das sollte für kleine Loks von Weinert passen. Diesel und Dampf Tenderloks angedacht, falls ich es realisieren kann.